Im Herbst und Winter 2022 laden Cabaret Voltaire und CARAH – Collective for Anti-Racist Art History herzlich zu einer Reading Group ein. Gemeinsam wollen wir uns der Lektüre und Diskussion von Texten zu (Anti-)Rassismus in der Kunstgeschichte und damit im Zusammenhang stehenden Themen widmen.
Die Reading Group trifft sich jeweils um 18.00 in der Dada-Bibliothek des Cabaret Voltaire (Spiegelgasse 1) am:
- 27. September, 2022
- 25. Oktober, 2022
- 22. November, 2022
- 13. December, 2022
Die Diskussionen finden je nach Zusammensetzung der Gruppe auf Deutsch und/oder Englisch statt.
Die Reading Group ist für alle Interessierten offen. Zur Teilnahme ist lediglich eine Anmeldung via E-Mail an antirassismus@khist.uzh.cherforderlich.
Lesestoff für den 27.09.2022 – The Gaze:
- Homi Bhaba «Black Male: Representations of Masculinity in Contemporary American Art», in: Artforum 33 (6), Februar 1995.
- Kobena Mercer «Looking for Trouble», in: Transition 51, 1991.
- McKenzie Wark «The Cis Gaze and Its Others (for Shola)», in: e-flux journal 117, April 2021.
Lesestoff für den 25.10.2022 – Colonial Switzerland:
- Rohit Jain «How to Be Affected in Postcolonial Public Spaces? Ethnographic Remarks on a Multifocal World in the Making...», in: On Curating 35, Dezember 2017, Decolonizing Art Institutions, S. 119–128.
- Patricia Purtschert und Harald Fischer-Tiné «Introduction», in: Colonial Switzerland: Rethinking Colonialism from the Margins, London 2015, S. 1–15.
Fakulktativ können Sie ausserdem zusätzlich folgende Videos schauen (mehrheitlich auf Deutsch):
- Symposium «Die Postkoloniale Schweiz», mit Patricia Purtschert, Noémi Michel, Bernhard C. Schär und Fatima Moumouni, Moderation von Marcy Goldberg, Kunsthaus Zürich, 2020: https://www.youtube.com/watch?v=AHrnyEjjrco
- «M wie Mauritius, N wie Negieren!? Eine Talkshow zu postkolonialen Verwirrungen in Bern & Beyond», mit Izabel Barros, Mardoché Kabengele und Dennis Schwabenland, Moderation von Fatima Moumouni und Bernhard Schär, Festival Fragments & Absences, Grand Palais Bern, 2021: https://www.youtube.com/watch?v=S96Z5cYYfnA
Lesestoff für den 22.11.2022 – Othering:
- Renée Green «Trading on the Margin», in: Transition 52, 1991, S. 124–32.
- Renée Green « I Won’t Play Other to Your Same», in: Meaning 7, Mai 1990, S. 15–16.
Fakultativ können Sie sich zur Vorbereitung über Renée Greens Ausstellung informieren, die momentan im Migros Museum für Gegenwartskunst zu sehen ist oder das Gespräch mit Green anschauen, das im Rahmen der Ausstellung organisiert wurde.
Lesestoff für den 13.12.2022 – Open Letters:
- Black Artists and Cultural Workers in Switzerland, «Open Letter to Swiss Cultural Institutions, Museums, Art Spaces, Galleries and Artist-Run Spaces» (9. Juni 2020) und «To All Art Spaces in Switzerland» (9. Juni 2021)
- Studierende der Freien Universität Berlin, «Dekoloniale Visionen: Zur Neubesetzung der W3-Universitätsprofessur für Kunst und visuelle Kulturen Afrikas am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin» (16. November 2022)
- Lumbung Community, «We Are Angry, We Are Sad, We Are Tired, We Are United» (10. September 2022)
Die Texte werden nach Anmeldung an alle Teilnehmer*innen versandt.
CARAH ist eine Initiative von Kunsthistoriker*innen der Universität Zürich mit der Zielsetzung, die sich in der Kunstgeschichte abzeichnenden und teilweise tief verwurzelten rassistischen Ideologien kritisch zu hinterfragen und aufzubrechen. Das Kollektiv stellt sich die Aufgabe, rassistisch begründete Ein- und Ausschlüsse sowie damit zusammenhängende blinde Flecken in der Methodentradition des Faches aufzuzeigen und diesen entgegenzuwirken, um zur Dekonstruktion und Überwindung von Rassismus beizutragen.