Programm

Eröffnung: 20. Mai 2022, 18:00

Die kunsthandwerklichen Objektlandschaften von ektor garcia (*1985) sind eingefrorene Momente eines andauernden Prozesses. Der Künstler schafft mithilfe unterschiedlicher Materialien und Techniken ein temporäres Gefüge, das jederzeit weiterverarbeitet werden kann. Im Nebeneinander funktionieren die gehäkelten Textilien, Kupferdrahtverbindungen, Keramikformen oder Metallgüsse wie Freiform-Gedichte, die immer neue Resonanzen erzeugen. Für jede Ausstellung produziert garcia neue Konstellationen, die sich dem Drang, Kategorien und Hierarchien herzustellen, widersetzen. Sie sind punk und queer. Die sinnlichen Installationen brechen mit Erzählformen, die ein bestimmtes Narrativ transportieren wollen, ohne geschichtsvergessen zu sein. Durch die Materialien und Symbole lassen sich vielschichtige inhaltliche Fährten aufnehmen, die sich jedoch nicht aufzwingen.

Das Werk des Künstlers ist mit intensiver körperlicher Handarbeit verbunden. Unzählige Schlaufen, Knoten und Fingerabdrücke sind Zeugnisse seines täglichen Schaffens, in dem Chaos und Logik, Verbindung und Loslösung parallel bestehen. garcia strebt nach dem Unvollkommenen, nach der Schönheit des Handgemachten, das mit seinen «Fehlern» einzigartig ist. Die Fragmente der Installation im Gewölbekeller produzierte er in Mexiko-Stadt, seinem aktuellen Lebensmittelpunkt, sowie in Zürich, Berlin, Paris und Venedig. An diesen Orten knotete, strickte, modellierte und häkelte der Künstler in den letzten Wochen täglich für die Ausstellung «nudos de tiempo». Durch seine nomadische Praxis ist sein Werk immer wieder neuen Einflüssen ausgesetzt. Diese schreiben sich allerdings nicht fest. Zu dieser Offenheit trägt bei, dass die Objekte aufgrund der teilweise ungewöhnlichen Verbindungen von Materialien und Techniken aus kunsthandwerklichen Traditionen herausgelöst werden. So häkelt er beispielsweise mit Kupferdraht, formt widerstandsfähige Objekte wie Ketten aus zerbrechlicher Terrakotta oder überträgt weiche Materialien im Wachsausschmelzverfahren in Bronze. Beim Giessprozess schmilzt das in Wachs getauchte Original. Um das Werkfragment herauszulösen, muss die Gipsform zerstört werden, wodurch der Guss nur einmalig durchgeführt werden kann und zum Unikat (verlorene Form) mit unkontrollierbaren, überraschenden Formbildungen wird.

Einige ausgestellten Häkelarbeiten erinnern an Werke der US-Fiber-Art-Bewegung der 1960er Jahre, welche die Geschlechterteilung anhand der weiblich geprägten Heimarbeit thematisierten. garcia nutzt die emanzipatorische Kraft des Häkelns, erweitert das feministische Materialvokabular allerdings anhand irritierender Verbindungen von Material und Technik. Im Kontext feministischer Bewegungen kann auch der Schmetterling als Symbol für Transformation und Freiheit gelesen werden. Im Cabaret Voltaire sind Schmetterlinge aus geschnittenem Leder, gehäkeltem Kupfer, Garn oder Keramik zu sehen. Den Schmetterling verbindet garcia des weiteren mit weiteren Erfahrungen. Er besuchte mehrmals das Biosphärenreservat Mariposa Monarca, in der Nähe von Mexiko-Stadt, welches als Winterquartier für den Monarchfalter dient. Unzählige Falter fliegen im Winter bis zu 4000 Kilometer von Kanada nach Mexiko und im Frühling wieder zurück. Die Schmetterlinge passieren Grenzen, die für viele Menschen, die von Mexiko in die USA einreisen wollen, nicht möglich sind. Das transnationale Freiheitssymbol «Schmetterling», auf spanisch Mariposa, zirkuliert in Mexiko hingegen auch als abschätzige Bezeichnung homosexueller Männer. garcia eignet sich den Begriff «Mariposa» neu an. Sein auf dem Boden ausgestellter kleiner schwarzer Schmetterling aus Leder erinnert in seiner abstrahierten Form an die Rüstungen der toltekischen Krieger von Tula, über deren Brust der Schmetterling als Schutzschild prangerte.

Diese historischen Intersektionen aus Natur, kultureller Produktion und Gesellschaft widerspiegeln sich auch in garcias Materialverwendung. Keramik- und Textilhandwerk gehören zu den ältesten und bedeutendsten Kultur- techniken. So wurden Textilerzeugnisse von Hochkulturen als Kommunikationssysteme eingesetzt. Die Quipu, eine Knotenschrift aus dem Inkareich, diente ab dem 7. Jahrhundert als ausgeklügeltes Zählsystem und als einfache Form der Korrespondenz. Textilien waren auch in der jüngeren Vergangenheit ein wichtiges gesellschaftspolitisches Sprachrohr. Dies bringen beispielsweise die Patchworkbilder «Arpilleras» zum Ausdruck, welche die Unterdrückung während der Pinochet-Diktatur in Chile in Textbildern transportieren oder das AIDS Memorial Quilt in den USA, bei dem den sozial ausgegrenzten Opfern gedacht wird. Im Werk von garcia gibt es keine offensichtlichen Analogien dazu. Es bleibt unklar, ob die Muster und Formen einer spezifischen Tradition folgen, der Imagination des Künstlers entspringen oder als beliebige Mustervorlage aus dem Internet stammen. Knoten, Patchwork, Materialcollagen und Banner erinnern jedoch an die Koexistenz der Geschichte indigener Bevölkerung, Folkart, Protestbewegungen und Popkulturen.

Alle Objekte von garcia werden mit natürlich gewonnen Stoffen und Naturfarben produziert. Die bräunliche Farbe des Garns stammt von Walnussschalen. Die karminrote Arbeit auf dem Boden wurde von zentral- und südamerikanischen Cochenille-Insekten gewonnen, deren Farbstoffe an europäische Königshäuser und in den Vatikan geliefert wurden, um die Intensität des Farbstoffes für wertvolle Textilien zu benutzen. Kakteenfasern und die Spitzen von Samen der Wasserkastanie benutzt garcia um Widerhaken an einer Kette anzubringen. Dadurch erinnern einige Objekte an landwirtschaftliche Werk-, Jagd- und Zaumzeuge. Unterstützt wird diese Leseweise durch die Beleuchtung, die für kurze Momente an ethnografische Displays erinnert, dafür aber zu zerstreut ist.

garcia schreibt seinen Namen immer klein. Dadurch erinnert er an die US-amerikanische Autorin bell hooks und den Gedanken, dass der Inhalt der Arbeit vor der Autorenschaft stehen soll. Dieses Verhandeln von Subjekt-Objekt-Beziehungen und das Brechen von Hierarchien zieht sich durch das gesamte Werk. garcias Ausstellungen bespielen Böden, Wände, Decken und Zwischenräume gleichermassen. Die Objekte sind in ihrer fragmentarisch hervorgerufenen Geschichte transnational, transkulturell, und hierarchisch vertikal. Nach der US-amerikanischen Theoretikerin Eve Sedgwick ergibt sich im Nebeneinander eine breite Palette von sich begehrenden, identifizierenden, repräsentierenden, abstossenden, rivalisierenden, nachahmenden, zurückziehenden, angreifenden, verzerrenden und anderen Beziehungen.

Bei garcia entsteht im Produktionsprozess als auch in jeder Präsentation eine literarische Qualität. Wie Textpassagen reihen sich die Maschen der Häkelarbeiten und die einzelnen Fragmente einer gesamten Objektlandschaft aneinander. Aus Wiederholung, Rhythmus und Überlagerung ergeben sich neue Bedeutungen, die sich verknoten und jederzeit wieder auflösen können, wie der Ausstellungstitel «nudos de tiempo» (Knoten der Zeit) impliziert. garcia mag hier der US-amerikanischen Bildhauerin Barbara Chase-Riboud folgen, die im Gedichtband «Everytime a Knot Is Undone, a God Is Released» ausführt, dass jede Auflösung eines Knoten einen neuen Sinn kreiert.

Gerade in diesem Spiel mit Normen und der Gleichzeitigkeit von Offenheit und Sinnsuche, findet garcias Praxis Anschluss an das Dada-Erbe. Die Dadaist*innen bewegten sich im Wunsch, Konventionen zu überwinden und neue Ausdruckformen zwischen Kunst und Nicht-Kunst, Planung und Zufall, Sinn und Unsinn, Chaos und Ordnung, Prozess und Manifestation zu finden. Dazu bedienten sie sich Materialien, die zuvor nicht der Kunst zugeordnet wurden, verschrieben sich dem Prozess, dem Mit- und Nebeneinander und griffen auf Kulturerzeugnisse nicht-europäischer Kulturen zurück. Trotz damaliger progressiver Haltung, weist ihr Tun blinde Flecken auf. Sie vereinnahmten «das Andere» für eigene Zwecke und ignorierten, dass ihre Referenzobjekte durch Kolonialisierung verfügbar wurden.

Der Auftritt im Cabaret Voltaire ist die erste institutionelle Einzelausstellung von ektor garcia in der Schweiz, kuratiert von Fabian Flückiger und Salome Hohl in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler.

ektor garcia erwarb einen BFA am Art Institute of Chicago und einen MFA an der Columbia University. Einzelausstellungen wurden ihm von Henry Art Gallery (Seattle), Empty Gallery (Hongkong), Progetto (Lecce), Sculpture Center (New York) und Museum Folkwang (Essen) gewidmet. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen, unter anderem bei der Hangzhou Triennial of Fiber Art (China), im New Museum (New York), im El Museo del Barrio (New York) und im Prospect New Orleans.


Ausstellungsansicht ektor garcia «nudos de tiempo», Cabaret Voltaire 2022. Photo: Cedric Mussano

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Brief von Sophie Taeuber-Arp an Hans Arp aus Arosa vom 4. Mai 1919. Bild: Zentralbibliothek Zürich, Ms. Z II 3067.37

Mai-Thu Perret, Untitled (Green Oval), 2018, Haute lisse handgewebter Wollteppich, 178 cm × 118 cm, Slg. MAMCO. Photo: Annik Wetter.

Eröffnung: 13. Oktober 2022, ab 18:00

Obwohl auf der alten 50-Franken-Note abgebildet, blieb Sophie Taeuber-Arp, wie so vielen Frauen* im Dadakreis, die Anerkennung lange verwehrt. In den letzten Jahren wurde viel unternommen, ihr Oeuvre zu würdigen, unter anderem mit der Retrospektive «Gelebte Abstraktion», die 2021 von Basel (Kunstmuseum) nach London (Tate) und New York (MoMa) wanderte. Trotzdem gilt es das komplexe Werk der Künstlerin zwischen angewandter, bildender und darstellender Kunst weiter zu ergründen. Es stellen sich viele kunsthistorische und kulturanalytische Fragen, die auch heute noch aktuell sind: beispielsweise zu Abstraktionsverfahren oder Konzepten von Künstler*innenschaft im Kontext von Gattungshierarchien, Geschlechterzuschreibung oder Demokratie. Besonders aufschlussreich sind hierfür die von der Zentralbibliothek Zürich angekauften Briefe Sophie Taeuber-Arps, die jüngst in einem Editionsprojekt von Medea Hoch, Walburga Krupp und Sigrid Schade untersucht wurden. Bisher bezog sich die kunsthistorische Rezeption auf Erinnerungen von Hans Arp und Weggefährt*innen. Mit den Briefen kann erstmals die «eigene» Sicht der Künstlerin und ihr Referenzsystem rekonstruiert werden.

Im Cabaret Voltaire treten Sophie Taeuber-Arps Briefe, vereinzelte Arbeiten, (beispielsweise eine noch nie gezeigte Kette im Besitz von Johanna Lohse James) sowie Zeugnisse ihrer Tätigkeit als Lehrerin für textilen Entwurf in der Kunstgewerbschule Zürich in den Dialog mit Werken der Genfer Künstlerin Mai-Thu Perret (*1976). In Perrets multidisziplinärem Schaffen verbinden sich feministische Anliegen, literarische Referenzen und Fragen zu Kunsthandwerk mit den Avantgarde-Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Dabei stehen sowohl politische als auch formale Fragen zu Materialität im Vordergrund. Dada und speziell Sophie Taeuber-Arp stellen eine wichtige Inspirationsquelle für Perret dar. Neben älteren Werken, die Taeuber-Arp zitieren, zeigt die Ausstellung im Cabaret Voltaire neue Arbeiten der Künstlerin. Unter anderem übersetzt Perret ein von Taeuber-Arp entworfenes Übungsblatt aus dem Unterricht für textile Berufe in eine Neonarbeit. Damit überführt die Künstlerin eine weiblich konnotierte Formsprache sowie Muster aus dem Textilhandwerk in ein Medium, das der männlich dominierten Minimal-Art-Tradition folgt. Dem genealogische Interesse Perrets für «Fiber Art» folgend, sind in der Ausstellung auch Arbeiten von Schüler*innen Taeuber-Arps zu sehen, wie Elsi Giauque und Gertrud Sonderegger.

Das Cabaret Voltaire sowie die ehemalige Galerie Dada im Zürcher Sprünglihaus müssen als wichtige Station Sophie Taeuber-Arps gelesen werden. Im Dada-Haus entsteht eine Diskussion zwischen den Werken von Frauen* unterschiedlicher Generationen und Regionen. Taeuber-Arps Jahre im Dadakreis stehen an der Schnittstelle zwischen den Lehrjahren in der Ostschweiz und dem Weg in die Avantgarde, die sie später als Pionierin der abstrakten Kunst unter anderem nach Paris führten. Der Ausstellungstitel «Ich bin wü ü ü ü ü ü ü ü tend» ist einem Zitat aus einem Brief Taeuber-Arps an Hans Arp aus Arosa vom 4. Mai 1919 entnommen, in dem sie sich über einige ihrer Meinung nach effekthascherischen männlichen Dadaisten als «radikale Künstler» echauffierte. Der Brief gibt eine zusätzliche Perspektive auf Taeuber-Arp und Dada, «ich bin wü ü ü ü ü ü ü ü tend» steht in der Ausstellung aber auch stellvertretend für die Ablehnung von Hierarchien und verengenden künstlerischen Methoden.

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Eine didaktische Operette von Agnes Scherer
Puppenspiel: Soya Arakawa
Musik: Tobias Textor
Vokalistin: Claudia Barth

Aufführung der Operette «The Teacher» im Cabaret Voltaire. Photo: Gunnar Meier

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Ausstellung «The Teacher»

Im Werk Agnes Scherers (*1985) nehmen die Operetten, die sie seit 2015 entwickelt, eine besondere Stellung ein. Die ungewöhnlichen Performanceformate schöpfen Inspiration aus basalen Theaterformen wie Prozessionen, den mechanischen Theatern des Barocks oder auch der Power-Point-Präsentation. Dabei interessiert sich Scherer für Möglichkeiten, das Kunstwerk aus dem Status des passiven Objekts zu befreien und ihm eine gesteigerte Handlungsmacht zu verleihen. Im Zentrum von «The Teacher» steht eine Lehrerfigur, die von einem auf dem Boden liegenden Schüler – performt von Soya Arakawa – unter enormer Anstrengung mit den Füssen gesteuert wird. Der Lehrer wird so in eine didaktische Rage versetzt, eine Art hektischen Tanz, der manchmal monströs, manchmal fast verführerisch wirkt. Seine Lektionen werden von grossen Schaubildern illustriert, die nach kurzer Zeit zu Boden fallen, um immer wieder ein dahinterliegendes, neues freizugeben. Was der Lehrer vorträgt, klingt eindrucksvoll und wahr, widerspricht sich aber. Der mit Tobias Textors rasanter Perkussion eng verwobene Text besteht aus Sentenzen, die Scherer teils von Autoritäten zu hören bekam, teils selbst verfasste. Zusammen analysieren und demonstrieren sie den rhetorischen Bauplan sogenannter Weisheiten und deren manipulatives Potenzial.

Die Abschlusslektion «Das Grössere ist das Kleinere und das Kleinere ist das Grössere» scheint zu behaupten, dass in Wirklichkeit gegenteilige Verhältnisse zu den sichtbaren (Macht-)Verhältnissen vorliegen: Folgerichtig, wenn man bedenkt, dass der Lehrer ohne die stützende Funktion des Schülers handlungsunfähig wäre. Oder handelt es sich um ein heimtückisch konstruiertes Paradoxon, dessen verführerische Anti-Logik den Zögling davon überzeugen will, sich mit seiner machtlosen Lage zufriedenzugeben? Nach dieser Abschlusslektion verschwindet der Lehrer und lässt den Schüler orientierungslos zurück, die Rückkehr seines Meisters herbeisehnend. Ein kolossaler Brief öffnet sich. Heraus kommt, statt des ersehnten Machtworts aus der Ferne, ein Bild des vergeblichen Wartens – der Schüler als im Warten zu Stein gewordene Liegefigur auf einem Sarkophag. Der Briefinhalt deutet an, dass in Wahrheit nie ein Brief eingetroffen ist. Indessen ersetzt das steinerne Abbild den wartend liegenden Schüler, der durch eine seitliche Klappe im Sarkophag entwischen kann. In diesem Schlussbild eröffnet sich die Ambiguität zwischen dem Bedürfnis nach geistiger Anleitung und dem fortwährenden Wunsch, sich davon zu emanzipieren. Die Meister-Schüler-Beziehung, die in «The Teacher» von Männern verkörpert wird, rekurriert auf die Autoritätsgeschichte, die als gesellschaftliches Ordnungsprinzip und Beziehungsmuster männlich geprägt ist. Dass eine Frau den patriarchalen Sprechakt – den Logos – übermittelt, bewirkt eine Brechung, durch die eine kritische Distanz entsteht.

Die zwölf grossen Gemälde, welche die Lektionen begleiten, spielen mit dem Genre des Schaubildes. Die dargestellten Arrangements von Gegenständen und Bildpersonal scheinen Kausalitäten und Bedingungsverhältnisse zu veranschaulichen. Diesem Mitteilungscharakter, der einlädt, zu verstehen, wirkt jedoch eine kompositorische Geschlossenheit mit phantastischen Landschaften entgegen. Analog zu den Texten, mit denen sie korrespondieren, erzeugen sie ein Gefühl des Beinahe-Begreifens. Die Bildfindungen gehen aus einer langjährigen Praxis der elaborierten Bleistiftzeichnung hervor, die eine im Obergeschoss des Cabaret Voltaire ausgestellte Serie veranschaulicht. Stilistisch verbinden sowohl die Gemälde als auch die Zeichnungen u. a. Elemente des Mittelalters mit solchen des Surrealismus der 1960er- und 70er-Jahre und zeugen von dem breiten Spektrum an Bezugsquellen, mit denen die auch als Kunsthistorikerin ausgebildete Künstlerin arbeitet. Eine Referenz ist beispielsweise das psychedelische Künstlerbuch Codex Seraphinianus (1981, Luigi Serafini), das in seiner enzyklopädischen Herangehensweise die mittelalterliche Diagrammatik zum Vorbild hat.

Im Hinblick auf das historische Erbe des Cabaret Voltaire findet Scherers Werk vielschichtig Anschluss. Mit der Zusammenführung von Gemälden, Puppenspiel, Skulptur, Bühnentechnik, Musik und Text führt die Künstlerin die Tradition des Gesamtkunstwerks fort. Scherer berührt aber auch weitere Kernthemen von Dada Zürich: Sie veranschaulicht und verdreht autoritäre Beziehungen, sei es in der Sprache, den Gesten oder der visuellen Vermittlung. Die Didaktik erkennt sich irrwitzig.

Im Cabaret Voltaire wird die Installation zur Operette während der gesamten Ausstellungsdauer zu sehen sein. Zur Eröffnnung am 2. Oktober, zur Matinée am 3. Oktober sowie wenn möglich am Ende der Ausstellung belebt Agnes Scherer die Inszenierung gemeinsam mit Tobias Textor (Musiker/Berlin), Soya Arakawa (Performer/Düsseldorf) und Claudia Barth (Performerin und Aktivistin/Zürich). Ergänzend zur Ausstellung im Erdgeschoss ist zudem eine Serie grosser Bleistiftzeichnungen der Künstlerin aus den Jahren 2017–2019 im Obergeschoss zu sehen.

«The Teacher» wurde erstmals im April und Mai 2019 im Berliner Projektraum Kinderhook & Caracas, kuratiert von Sol Calero und Christopher Kline, gezeigt.


Biografien

Agnes Scherer (*1985 in Lohr am Main, Deutschland) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Kunstgeschichte in Tübingen und Wien sowie Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. 2019 gewann sie den Berlin Art Prize. Zuletzt war ihre Arbeit in Gruppenausstellungen zu sehen, u. a. in der Galerie ChertLüdde (Berlin, 2019) und dem Kunstverein Düsseldorf (Düsseldorf, 2019) sowie in den Einzelausstellungen «Coeurs Simples», Galerie Sans Titre (Paris, 2020); «Orlando Tussaud», Philipp Haverkampf Galerie (Berlin, 2019/20); «The Very Hungry», Horse & Pony (Berlin, Berlin Art Prize Finalist*innenausstellung 2019); «The Teacher», Kinderhook & Caracas (Berlin, 2019) und «Cupid and the Animals», Tramps (New York, 2018 und London, 2017). «The Teacher» wurde erstmals im April und Mai 2019 im Berliner Projektraum Kinderhook & Caracas, kuratiert von Sol Calero und Christopher Kline, gezeigt. www.agnesscherer.de

Die Karriere des multidisziplinären Künstlers Soya Arakawa (* 1984 in Hamamatsu, Japan) umfasst langjährige Aktivität im Bereich Performance – darunter Soloperformances in Eigenregie sowie immer wieder Kollaborationen, in denen er als Sänger, Tänzer sowie als Instrumentalist agiert. Sein Beitrag zu «The Teacher» schöpft aus tiefgreifenden Kenntnissen der Puppenspielkunst, mit denen er sich auch in seiner eigenen jüngeren Arbeit intensiv beschäftigt. Zu seinen letzten Projekten gehört die Performance Crystals in der Market Gallery, Glasgow (Februar 2020) und Passacaglia della Vita, gemeinsam mit der Gruppe SPINE (zu der auch Claudia Barth gehört), in der Simultanhalle Köln (September 2020). Soya Arakawa lebt in Krefeld, Deutschland. www.tacolv.org

Die Musik für «The Teacher» wurde von Tobias Textor (* 1986 in Siegen, Deutschland) komponiert. Der in Berlin lebende Musiker kultiviert eine experimentelle Haltung und schafft Musik als spontane Reaktion auf soziale und materielle Umwelten. Seine jüngeren Arbeiten umfassen neben «The Teacher» die Vertonung einer Malperformance von Gregor Hildebrandt, gemeinsam mit Christopher Schmidt (2018), sowie gemeinsam mit Ornella Balhi Kompositionen für die zurzeit entstehende Operette The Salty Testament. 2020 entwickelte er im Rahmen der Künstlerresidenz im Freiraum der Tanzkompanie Ben J. Riepe in Düsseldorf Musik im Zusammenhang mit Zeichnung. Für «The Teacher» hat Textor ein Perkussion-Set aus Gongs und Holzschlaginstrumenten zusammengestellt, die grösstenteils Theaterkontexten entstammen. Durch seine unkonventionelle Herangehensweise an diese Instrumente entlockt er ihnen neue und spannende Soundqualitäten. https://www.instagram.com/tobi...

Im Mittelpunkt der Arbeit Claudia Barths (* 1987 in Herrliberg, Schweiz) steht eine auf Bewegung und Sprechakte konzentrierte Performancepraxis. Aus ihrer gesellschaftlich und politisch engagierten künstlerischen Aktivität gehen ausserdem Videoarbeiten, bildhauerische Werke und grosse Scherenschnitte hervor. 2019 brachte Barth am EinTanzhaus Mannheim das Langzeitprojekt Eu-você, eine Zusammenarbeit mit ihrer Schwester Isabelle Barth und brasilianischen Künstler*innen, zum Abschluss. Teil dieses Projekts sind auch die Videoarbeiten every smell a thousand memories, die ebenfalls 2019 in der Raum*station Zürich gezeigt wurden, sowie die Performance Eu não falo português – Ich spreche kein Portugiesisch, die dieses Jahr als Abschlussarbeit an der HKB Bern online zu sehen ist. Ende Oktober 2020 wurde Claudia Barth ausserdem im Rahmen des Performancepreises Schweiz in Genf nominiert. Für «The Teacher» performt sie als Rezitatorin. www.barthclaudia.com, https://cap-common-ground.ch/a...

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Angespannte Latenz

Bis zum 30. April sind im Cabaret Voltaire drei grosse Zeichnungen zu sehen. Eine von ihnen, Gegenstände, ist Agnes Scherer zugeschrieben. Die beiden anderen stellen ihre Entstehung durch Scherers Hand – durch jegliche Hand – in Abrede: Inaktiver Zeichenarm und Inaktiver Zeichenarm mit Motiven, die ohne dessen Zutun entstanden zeigen untätige Arme neben verloren wirkender Figurationen. Zusammenhangslose Motive schwirren unerlöst in einem beschädigten Rahmenwerk aus Zaumzeug, dem es offensichtlich misslang, sich zu einem Foulard à la Hermès zu entfalten. Sechs gestrandete Robben versuchen durch Nachahmung der Silhouette des in einer Barke vorbeiziehenden Zeichenarmes zu diesem einen zumindest formalen Bezug aufzubauen. Vergleichbar dem herrenlosen Theaterstückpersonal in Pirandellos «Sechs Personen suchen einen Autor» befindet dieser Motivreigen sich in einer Art Fegefeuer der nur partiell anerkannten Existenz. Zugleich reflektieren die 2017 in schleppender Genesung nach einer Lungenentzündung entstandenen Zeichnungen merkwürdig treffend den heute durch das Pandemiegeschehen herrschenden Zustand angespannter Latenz. Die rätselhafte Bildsprache ihrer Bleistiftzeichnungen, die in Scherers Arbeit eine Kernpraxis darstellen, offenbart sich als Quelle der verwirrenden Schaubilder ihrer Operette/Ausstellung «The Teacher», die derzeit im Ausstellungsraum zu sehen ist. Vor der Kameralinse ziehen die sacht ausgeführten Papierarbeiten sich meist in einen nebulösen Schleier zurück, der die fotografische Reproduktion einer unscharfen Erinnerung angleicht. So zirkulieren sie hauptsächlich in einer Cloud der inneren Bilder, der sie entstiegen sind.



Die Aufführung zur Finissage im Mai 2021 kann aufgrund von Covid-19 nicht stattfinden.

Ausstellungsansicht «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi», mit Werken von Emmy Hennings und Sitara Abuzar Ghaznawi. Photo: Cabaret Voltaire, Gunnar Meier

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Emmy Hennings (1885–1948) war mit Hugo Ball Mitbegründerin der Künstlerkneipe und wohl die präsenteste Figur im Cabaret Voltaire. Dass sie als Schriftstellerin und Künstlerin wenig Beachtung bekam, hat unterschiedliche Gründe. Vielleicht wegen ihrer eigenständigen Sprache, des Unbehagens im Umgang mit ihrem Katholizismus; zudem fehlt ihre Spur in der männlich geprägten Dada-Historisierung. Erst in jüngster Zeit bekommt Hennings Anerkennung, und zwar über die Rolle des Kabarett-Sterns hinaus. Wer ihre Romane, Gedichte und Artikel liest, begegnet einer Frau, für die das Schreiben Überlebensstrategie war. Scharfsinnig analysiert sie die Existenz und inszeniert sich als «Vielfaches». Die Ausstellung nimmt ihr Oeuvre ernst und zeigt, dass Kontinuitäten im Gesamtwerk zu erkennen sind. So liegen Ekstase und Glaube nahe beieinander, Gefangenschaft und Freiheit ziehen sich durch ihr Schaffen. Motive wie die Rose sind im Werk wiederkehrend. Erstmals können unter anderem die Glasmalereien aus den letzten Lebensjahren in einer Ausstellung betrachtet werden. Ihnen wurde in der bisherigen Rezeption wenig Anspruch auf Kunst zugeschrieben.

Hennings' Schriften und Malereien treten im Cabaret Voltaire in einen assoziativen Dialog mit den Arbeiten von Sitara Abuzar Ghaznawi (*1995). Die junge Künstlerin inszeniert die literarischen und künstlerischen Werke Hennings in Vitrinen, die zugleich als Skulpturen zu verstehen sind. Das Ausstellungsdisplay als Ort der Begegnung und als Brennpunkt normierter Vorstellungen ist Teil ihrer künstlerischen Fragestellungen. Ghaznawi legt ihr Augenmerk auf Machstrukturen, Möglichkeiten der Teilhabe, Formen von Ästhetik, Handwerk und Wissen. Sie befragt ihre Umwelt aus einer Position zwischen Autonomie und Abhängigkeit, Privatsphäre und Öffentlichkeit, Kollektivität und Individualität. Charakteristisch an ihrer formalen Sprache ist das Selbstgemachte und die Verwendung alltäglicher, oft als wertlos taxierter Materialien. Die Werke wirken fragil und poetisch zugleich. Auch die Wiederholung teilt Ghaznawi mit Hennings; so kehren bestimmte Sujets wie Blumen, Materialien und Muster wieder. Sie resultieren aus ihrer Auseinandersetzung mit sozialisiertem Geschmack und zirkulierenden Motiven.

Die Ausstellung partizipiert am aufflackernden Interesse an Emmy Hennings' Schaffen. Am 7. Februar 2020 eröffnete eine Ausstellung in Pirmasens. Des Weiteren läuft unter anderem an der Universität Basel das Forschungsprojekt Aura und Effizienz in Emmy Hennings Werk.

Emmy Hennings, 1885 in Flensburg/D geboren, 1948 in Soregno bei Lugano gestorben, war Schriftstellerin, Schauspielerin, Kabarettistin und Mitgründerin des Cabaret Voltaire sowie der Galerie Dada. Zu Lebzeiten wurden u.a. folgende Schriften publiziert: Die letzte Freude (1913), Gefängnis (1919), Das Brandmal. Ein Tagebuch, (1920), Helle Nacht (1922), Die Geburt Jesu (1932), Der Kranz (1939). Sie schrieb aber auch für Magazine sowie Zeitungen (u.a. Revoluzzer) und malte.

Sitara Abuzar Ghaznawi, 1995 in Ghazni/ Afghanistan geboren, lebt und arbeitet in Obwalden und Zürich. Sie erlangte 2019 ihren Bachelor an der Zürcher Hochschule der Künste und stellte unter anderem in folgenden Gruppenausstellungen aus: Galerie Maria Bernheim (Zürich, 2019), Fri Art (Fribourg, 2019), Museum im Bellpark (Kriens, 2019), Édouard Montassut (Paris, 2019), Material Art Fair (New Mexico City, 2019). Einzelausstellung: Luma Westbau|schwarzescafé (Zürich, 2019).


Courtesy Werke Sitara Abuzar Ghaznawi: Die Künstlerin
Courtesy Objekte Emmy Hennings: Schweizerisches Literaturarchiv, Universitätsbibliothek Basel, Schweizerisches Bundesarchiv und Zentralbibliothek Zürich

Wir danken dem Schweizerischen Landesmuseum für das Materialsponsoring.

Eröffnung: 30. April 2022, 18:00–03:00
Ausstellungsdauer: 30.04.2022–09.07.2023

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Im Eingangsbereich befindet sich neu eine Bar, die jeweils für ein Jahr von einer künstlerischen Position bespielt wird und das Haus zur Münstergasse hin öffnet. In ihrer Bezeichnung «Künstler*innenkneipe» referiert die Bar auf den ursprünglichen Namen des Cabaret Voltaire: Die Dadaist*innen eröffneten ihren Kunstraum 1916 ursprünglich als «Künstlerkneipe Voltaire». Mit dem Genderstern wird die Setzung aktualisiert, die Verschränkung von Kunst und Gastronomie aber weitergetragen. Das Cabaret Voltaire lädt Menschen ein, sich ohne museale Absperrungen inmitten von Kunst zu begegnen.

Den Anfang macht Ilaria Vinci (*1991) mit ihrer Ausstellung «Phoenix Philosophy Café». Vinci erforscht in ihrer Praxis das, was sie als «Zone der Fantasie» bezeichnet: Der Bereich in der menschlichen Psyche, in dem sich Selbst- und Weltwahrnehmung treffen und verschwimmen. Die Künstlerin geht der Frage nach, was Realität ausmacht und wie Menschen kommunizieren und imaginieren. Dazu schafft sie Installationen, kreiert Requisiten und Schriftzüge, die sich visuellem und sprachlichem Vokabular bedienen, beim Alltäglichen ansetzen, immer aber ins Phantastische kippen.

Für «Phoenix Philosophy Café» ging Ilaria Vinci von einer besonderen Form von Feuerstelle aus, die ihren Ursprung in Süditalien um 1900 hat: Eine Art Wohnnische, in der sich Menschen versammeln, Geschichten austauschen, debattieren, essen, trinken oder zusammen spielen. Die teilweise leicht angebrannten Möbel, die die Künstlerin für die Ausstellung durch gekonnte malerische Effekte schuf, unterstreichen diese Referenz. In Grautönen gehalten, wirken die Tische und Stühle allerdings leicht entrückt, wie aus einem alten Schwarzweiss-Film. Ganz im Kontrast dazu erinnern die buntflackernden Flammen im Hintergrund an Tiffany-Leuchten, eine spezielle Technik der Glasverarbeitung im Jugendstil. Die Feuerstelleästhetik – dazu gehören auch die von Vinci designten Ziegelsteinkissen in digitaler Ästhetik – kippen mit den Lampen in eine avantgardistische Grand-Café-Atmosphäre. Sowohl die Feuerstelle als auch das Café sind Orte der Begegnung und des Austausches, wobei dem Feuer eine spezielle ästhetische und soziale Kraft zukommt.

Um das Lagerfeuer herum zeigen sich individuelle Gesichter und Gedanken besonders nuanciert, dann verschwinden sie in einem kollektiven Schattenspiel. Flammen fesseln, sie beruhigen, sie wühlen auf. Im lodernden Feuer finden oder verlieren sich Blicke. Die Feuerstelle (und auch das Café) scheint ein Ort zu ein, an dem sich existentialistische Fragen besonders offenbaren: also Auseinandersetzungen mit gelebten Erfahrungen und die Sicht auf ein Individuum als etwas, das in seinem Wesen nicht vorbestimmt ist, sondern erst zu dem wird, was es ist, indem es sich selbst schafft – abhängig von den Situationen, in welchen sie sich wiederfinden. Die grosse gestische Acrylmalerei, teilweise in Airbrush-Technik, in der Nische an der hinteren Wand deutet auf solche Gedankenspiele an.

An der linken unteren Bildhälfte befinden sich drei brennende Kerzen, die mal klarer, mal abstrakter als «I» (deutsch «Ich») gelesen werden können. Spätestens ausgelöst wird diese Assoziation, wenn der Blick auf die vielen Buchstaben «I» schweift, die an ein konkretes oder dadaistisches Gedicht erinnern. Die Wiederholungen von «I» als «Ich» lösen unterschiedliche Gedankenketten aus. Beispielsweise zur gegenseitigen Abhängigkeit der vielen einzelnen Ichs, wodurch die Frage aufkommt, wo das kollektive «Wir» stehen soll. Als deutschsprechende Person führt die Aussprache des englischen «I» absurderweise zum «Ei» (engl. «egg»), das den Schwerpunkt des Gemäldes bildet. Im Gegenüber des in Flammen stehenden Eies und der Kerzen liegt die Überlegung nahe, dass weniger Vergänglichkeit, sondern die Auseinandersetzung mit Lebens- und Gedankenzyklen dem Bild zugrunde liegen. Vinci schafft eine Bildsituation, die sich jeden Moment ändert, ein Transformationsprozess, bei dem nicht klar ist, ob bald etwas Neues aus dem Ei schlüpft oder ausgebrannte Schalen zurückbleiben.

Das brennende Ei auf dem Nest ist eine Referenz an die mythologische Figur des Phönix, die sich in der Ausstellung immer wieder erkennen lässt, etwa auf beiden flankierenden Säulen der Kaminkonsole. Phönix ist die Geschichte eines fabelhaften Vogels, angeblich gross wie ein Adler, mit scharlachrotem und goldenem Gefieder, der sich mit wohlklingenden Schreien mitteilte. Als sich das Leben des Vogels dem Ende zuneigte, baute er sich in der Sonnenstadt Heliopolis ein Nistplatz aus duftenden Zweigen und Gewürzen, zündete das Nest an und verbrannte in den Flammen. Aus dem Scheiterhaufen stieg ein junger Phönix hervor, weshalb die Geschichte zur Metapher für Wiedergeburt und Resilienz wurde. Die Redewendung «wie Phönix aus der Asche» steht aber auch für den Zusammenbruch eines alten Systems und das Aufkommen alter Werte im neuen Gewand – im Dada-Haus und dem Kontext damaliger und aktueller Ereignisse eine bemerkenswerte Referenz.

Eine weitere Bezugnahme ist die Sage des Prometheus, eine der bekanntesten literarischen Figuren. Auch in dieser Geschichte kommt dem Feuer eine wichtige Rolle zu, wenn es um die Handlungsmacht der Menschen geht. Prometheus gilt als Feuerbringer und Kulturbringer, als Begründer menschlicher Zivilisation. Je nach Interpretation gilt er als mutiger Rebell gegen unterdrückende Narrative oder als fortschrittsgläubige Übersteigerung des Menschen.

Die Ausstellung von Vinci ist kein Ort traditioneller Kontemplation von Kunstwerken, sondern auch eine Sitzecke, in der Menschen mit unterschiedlichen Geschichten zusammenfinden und miteinander interagieren; sich selber und andere entdecken. Es geht um den Prozess der Gedankenbildung, der Mitteilungsform und (existentialistisch gedacht) um Momente der Entscheidungen. Vielleicht kann auch der Kunstraum als ein solcher Brutkasten verstanden werden: In der Auseinandersetzung mit grossen, existentiellen und zeitübergreifenden Fragen reifen Impulse für Veränderungen.

Neben der Tatsache, dass die Ausstellung auch Bar ist, ziehen sich Vincis Eingriffe in weitere Bereiche des Betriebs: Zur Ausstellung gehört beispielsweise der Cocktail «Smoky Tear», ein rauchiges Getränk mit Smoke Bubbles, und immer wieder sollen Soireen und diverse Aktivierungen stattfinden: Lesungen, ein gemeinsames Schachspielen oder ein Filmabend sind geplant. In «Phoenix Philosophy Café» verschwimmen Kunsterfahrung und Gastronomie, Ausstellung und Veranstaltungen.

Zur Eröffnung am 30. April 2022 findet die erste Rahmenveranstaltung statt, die auch den Gewölbekeller und den Historischen Saal einnimmt, den Blick auf die neuen architektonischen Eingriffe aber trotzdem zulässt. Phönix zieht von Raum zu Raum, entfacht Feuer, das wieder erlischt und an einem anderen Ort entzündet. Den ewigen Kreislauf weiterdenkend, widmen sich die Beiträge unter anderem dem Sampling und der Wiederholung mit Differenz als künstlerische Praxis. Entsprechend dem verbindenden und zerstreuenden Gedanken des Feuers – und dem dadaistischen Erbe folgend – versammeln sich im Haus unterschiedliche Klänge und Bewegungen. Die Performance «When Darkness», die als Teil der Ausstellung zu verstehen ist, setzt sich zusammen aus einem Live-Soundpiece von Rafal Skoczek und Jamira Estrada, das als Soundtrack zur Ausstellung «Phoenix Philosophy Café» bestehen bleibt, und einer Tanzperformance der Gruppe Stay Kids (mit Ave, Sunny, Tiny, Mary, Anaïs, Arun und Milo) mit Kostümen von Ronja Varonier.

Wir danken Serena Scozzafava für die Hilfestellung bei der Produktion der Textilien, die als Kissenbezüge benutzt werden.

Ilaria Vinci, Miss Phoenix, 2022

Aktuell

Im Herbst und Winter 2022 laden Cabaret Voltaire und CARAH – Collective for Anti-Racist Art History herzlich zu einer Reading Group ein. Gemeinsam wollen wir uns der Lektüre und Diskussion von Texten zu (Anti-)Rassismus in der Kunstgeschichte und damit im Zusammenhang stehenden Themen widmen.

Die Reading Group trifft sich jeweils um 18.00 Uhr im Cabaret Voltaire (Spiegelgasse 1) am:

– 27. September 2022
– 25. Oktober 2022
– 22. November 2022
– 13. Dezember 2022

Die Diskussionen finden je nach Zusammensetzung der Gruppe auf Deutsch und/oder Englisch statt.

Die Reading Group ist für alle Interessierten offen. Zur Teilnahme ist lediglich eine Anmeldung via E-Mail an antirassismus@khist.uzh.ch erforderlich.

Zum ersten Treffen der Reading Group am 27. September 2022 werden wir folgende Aufsätze besprechen:

– Homi Bhaba „Black Male: Representations of Masculinity in Contemporary American Art“, in Artforum, Vol. 33, Nr. 6, Februar 1995.
– Kobena Mercer „Looking for Trouble“, in: Transition, Nr. 51 (1991).
– McKenzie Wark „The Cis Gaze and Its Others (for Shola)“, in: e-flux journal, #117, April 2021.

Die Texte werden nach Anmeldung an alle Teilnehmer*innen versandt.

CARAH ist eine Initiative von Kunsthistoriker*innen der Universität Zürich mit der Zielsetzung, die sich in der Kunstgeschichte abzeichnenden und teilweise tief verwurzelten rassistischen Ideologien kritisch zu hinterfragen und aufzubrechen. Das Kollektiv stellt sich die Aufgabe, rassistisch begründete Ein- und Ausschlüsse sowie damit zusammenhängende blinde Flecken in der Methodentradition des Faches aufzuzeigen und diesen entgegenzuwirken, um zur Dekonstruktion und Überwindung von Rassismus beizutragen.

Im Rahmen der Ausstellung «Phoenix Philosophy Café» von Ilaria Vinci in der Künstler*innenkneipe findet «CHESS NOISE» statt. Besucher*innen sind eingeladen, Schach zu spielen. Begleitet von musikalischen Interventionen organisiert durch Rafal Skoczek. Auf die Gewinner*innen warten eigens von Ilaria Vinci kreeirte Preise. Wer am Turnier teilnehmen möchte, melde sich mit Angabe des Schach-Levels hier an: info@cabaretvoltaire.ch.

Gleichzeitig sind im Historischen Saal Schachbretter für das freie Spiel zu finden. Die Bar im Historischen Saal ist offen.

Marcel Duchamp und John Cage «Reunion», 1968. Kurz vor seinem Tod entwickelten der Dadaist Marcel Duchamp und der Komponist und Musiktheoretiker John Cage das Projekt «Reunion», bei dem Schachspiele in Musikstücke verwandelt wurden.

Im Herbst und Winter 2022 laden Cabaret Voltaire und CARAH – Collective for Anti-Racist Art History herzlich zu einer Reading Group ein. Gemeinsam wollen wir uns der Lektüre und Diskussion von Texten zu (Anti-)Rassismus in der Kunstgeschichte und damit im Zusammenhang stehenden Themen widmen.

Die Reading Group trifft sich jeweils um 18.00 Uhr im Cabaret Voltaire (Spiegelgasse 1) am:

– 27. September 2022
– 25. Oktober 2022
– 22. November 2022
– 13. Dezember 2022

Die Diskussionen finden je nach Zusammensetzung der Gruppe auf Deutsch und/oder Englisch statt.

Die Reading Group ist für alle Interessierten offen. Zur Teilnahme ist lediglich eine Anmeldung via E-Mail an antirassismus@khist.uzh.cherforderlich.

Zum ersten Treffen der Reading Group am 27. September 2022 werden wir folgende Aufsätze besprechen:

– Homi Bhaba „Black Male: Representations of Masculinity in Contemporary American Art“, in Artforum, Vol. 33, Nr. 6, Februar 1995.
– Kobena Mercer „Looking for Trouble“, in: Transition, Nr. 51 (1991).
– McKenzie Wark „The Cis Gaze and Its Others (for Shola)“, in: e-flux journal, #117, April 2021.

Die Texte werden nach Anmeldung an alle Teilnehmer*innen versandt.

CARAH ist eine Initiative von Kunsthistoriker*innen der Universität Zürich mit der Zielsetzung, die sich in der Kunstgeschichte abzeichnenden und teilweise tief verwurzelten rassistischen Ideologien kritisch zu hinterfragen und aufzubrechen. Das Kollektiv stellt sich die Aufgabe, rassistisch begründete Ein- und Ausschlüsse sowie damit zusammenhängende blinde Flecken in der Methodentradition des Faches aufzuzeigen und diesen entgegenzuwirken, um zur Dekonstruktion und Überwindung von Rassismus beizutragen.

Die bekannte feministische Filmtheoretikerin spricht zum ersten Mal in Zürich über ihr Werk. Das Gespräch mit Volker Pantenburg findet in Englisch statt. Die Lecture wird von einem Display begleitet.

Der «Slow Reading Club» (SRC) ist eine halbfiktionale Lesegruppe, die Ende 2016 von Bryana Fritz und Henry Andersen ins Leben gerufen wurde. Die Gruppe beschäftigt sich mit konstruierten Situationen für kollektives Lesen. Der SRC betrachtet, erforscht und unterbricht die «Leser*innenschaft» als eine Möglichkeit, die Kontaktzonen zwischen Leser*in und Text, Text und Text, Leser*in und Leser*in zu stimulieren.

In Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste (Workshop im Anschluss) und dem Neumarkt.

Slow Reading Club im Louise Dany, 2019, Photo: Ignas Krunglevičius

Im Herbst und Winter 2022 laden Cabaret Voltaire und CARAH – Collective for Anti-Racist Art History herzlich zu einer Reading Group ein. Gemeinsam wollen wir uns der Lektüre und Diskussion von Texten zu (Anti-)Rassismus in der Kunstgeschichte und damit im Zusammenhang stehenden Themen widmen.

Die Reading Group trifft sich jeweils um 18.00 Uhr im Cabaret Voltaire (Spiegelgasse 1) am:

– 27. September 2022
– 25. Oktober 2022
– 22. November 2022
– 13. Dezember 2022

Die Diskussionen finden je nach Zusammensetzung der Gruppe auf Deutsch und/oder Englisch statt.

Die Reading Group ist für alle Interessierten offen. Zur Teilnahme ist lediglich eine Anmeldung via E-Mail an antirassismus@khist.uzh.cherforderlich.

Zum ersten Treffen der Reading Group am 27. September 2022 werden wir folgende Aufsätze besprechen:

– Homi Bhaba „Black Male: Representations of Masculinity in Contemporary American Art“, in Artforum, Vol. 33, Nr. 6, Februar 1995.
– Kobena Mercer „Looking for Trouble“, in: Transition, Nr. 51 (1991).
– McKenzie Wark „The Cis Gaze and Its Others (for Shola)“, in: e-flux journal, #117, April 2021.

Die Texte werden nach Anmeldung an alle Teilnehmer*innen versandt.

CARAH ist eine Initiative von Kunsthistoriker*innen der Universität Zürich mit der Zielsetzung, die sich in der Kunstgeschichte abzeichnenden und teilweise tief verwurzelten rassistischen Ideologien kritisch zu hinterfragen und aufzubrechen. Das Kollektiv stellt sich die Aufgabe, rassistisch begründete Ein- und Ausschlüsse sowie damit zusammenhängende blinde Flecken in der Methodentradition des Faches aufzuzeigen und diesen entgegenzuwirken, um zur Dekonstruktion und Überwindung von Rassismus beizutragen.

Im Herbst und Winter 2022 laden Cabaret Voltaire und CARAH – Collective for Anti-Racist Art History herzlich zu einer Reading Group ein. Gemeinsam wollen wir uns der Lektüre und Diskussion von Texten zu (Anti-)Rassismus in der Kunstgeschichte und damit im Zusammenhang stehenden Themen widmen.

Die Reading Group trifft sich jeweils um 18.00 im Cabaret Voltaire (Spiegelgasse 1) am:

– 27. September 2022
– 25. Oktober 2022
– 22. November 2022
– 13. Dezember 2022

Die Diskussionen finden je nach Zusammensetzung der Gruppe auf Deutsch und/oder Englisch statt.

Die Reading Group ist für alle Interessierten offen. Zur Teilnahme ist lediglich eine Anmeldung via E-Mail an antirassismus@khist.uzh.cherforderlich.

Zum ersten Treffen der Reading Group am 27. September 2022 werden wir folgende Aufsätze besprechen:

– Homi Bhaba «Black Male: Representations of Masculinity in Contemporary American Art», in Artforum, Vol. 33, Nr. 6, Februar 1995.
– Kobena Mercer «Looking for Trouble», in: Transition, Nr. 51, 1991.
– McKenzie Wark «The Cis Gaze and Its Others (for Shola)», in: e-flux journal, Nr. 117, April 2021.

Die Texte werden nach Anmeldung an alle Teilnehmer*innen versandt.

CARAH ist eine Initiative von Kunsthistoriker*innen der Universität Zürich mit der Zielsetzung, die sich in der Kunstgeschichte abzeichnenden und teilweise tief verwurzelten rassistischen Ideologien kritisch zu hinterfragen und aufzubrechen. Das Kollektiv stellt sich die Aufgabe, rassistisch begründete Ein- und Ausschlüsse sowie damit zusammenhängende blinde Flecken in der Methodentradition des Faches aufzuzeigen und diesen entgegenzuwirken, um zur Dekonstruktion und Überwindung von Rassismus beizutragen.

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«[not] here» – eine Ausstellung und Soireen von Sarah Burger und Felipe Ribeiro
03.09.22–18.09.22

Veranstaltungen:
03.09.22, 18:00–02:00: LANGE NACHT der Zürcher Museen
06.09.22: Soiree «[not] here», Ausstellungseröffnung (ab 18:00) und Dialogue (20:00) zwischen Sarah Burger und Felipe Ribeiro
13.09.22, 20:00: Soiree «[not] here», musikalische Vertonung der ausgestellten Werke mit Dimitri Howald

Sarah Burger (Zürich) und Felipe Ribeiro (Rio de Janeiro) lernten sich während eines Workshops kennen, bei dem Ribeiro Dinge sammelte, die von verschiedenen Personen mitgebracht wurden, um die Objekte zu Erde zu verarbeiten und eine «gemeinsame Basis» zu schaffen. Burger und Ribeiro entdeckten ein geteiltes Interesse an Tektonik, Erd- und Steinformationen sowie an Landschaften und Geografien, die neue Zugänge zu Geschichte und Zeit ermöglichen. Die Idee, dass ein künstlerischer Austausch für beide fruchtbar sein könnte, entstand. Das Cabaret Voltaire war schon immer ein Ort des künstlerischen Austauschs, der internationalen Zusammenarbeit und des Experimentierens mit neuen Formen der Begegnung. Dieses historische Versprechen bot einen passenden Rahmen für den Dialog zwischen Burger und Ribeiro, der sich entlang von Reflexionen und Aneignungen von Materialeigenschaften, Erzählungen und Geschichten entfaltet. Schnell wurde deutlich, dass ihre Zusammenarbeit nicht nur aus dem Austausch von gemeinsam vereinbarten Vorschlägen bestand, sondern auch aus dem Kennenlernen des jeweils anderen als jemand, der anders arbeitet, reflektiert, assoziiert und artikuliert. Der gemeinsame Fokus liegt – wie vielleicht immer in der Kunst – auf der Frage, was sich im Dazwischen eröffnet: Jeder Blick auf Bildwelten und Objekte offenbart unterschiedliche Wertesysteme, jede Gegenüberstellung von Objekten wirft ein neues Licht auf Texturen, Formen, deren Erzählungen und Symbolik. Im Cabaret Voltaire teilen Burger und Ribeiro Überlegungen und Beobachtungen zu Fragen der Visualität, der Sprache und der Körperlichkeit, wobei sie Präsenz als eine lebendige, nicht fixierte Qualität wahrnehmen, die auch im Verschwinden stattfindet.

Sarah Burger, Dinge, 2021
Sarah Burger bat mehrere Freund*innen, ihr Listen von Gegenständen zu geben, die sie dann mit verbundenen Augen aus Ton formte. Die einzige Vorgabe, die Burger kommunizierte, war, dass die Objekte 1:1 geformt werden können und in den Brennofen passen müssen. Dieser Prozess führte sie zu vielfältigen Fragen über Dinge, Form und Bedeutung: Welche Gegenstände sind für Menschen wichtig? Wie können sich Hände Dinge einprägen? Was ist die Semantik von Formen?

Sarah Burger, Hands, Magic, Hands, 2021
Hands, Magic, Hands ist eine digitale Collage, die auf einem gefundenen Bild von Händen und einer Fotografie einer schnell hergestellten, nicht figurativen Skulptur aus Plastilin basiert. Die Hände scheinen die Skulptur zu evozieren und sie auf magische Weise zu formen, ohne sie zu berühren.

Sarah Burger, All the landscapes I’ve ever seen, 2022
Das Video-Gedicht ist eine Reflexion über die An- und Abwesenheit verschiedener Orte, über erinnerte Räume, die nie zuvor physisch besucht wurden. Burger produzierte das Werk während einer Residenz in Sofia, Bulgarien.

Felipe Ribeiro, Dematerialize i & ii, 2021-2022
Dematerialize ist Teil einer grösseren Serie mit dem Titel Revolving Actions und experimentiert mit Momenten der Abstraktion der menschlichen Figur, in der Hoffnung, dass die visuelle Destabilisierung andere Beziehungsformen ermöglicht. In beiden Arbeiten ist das Gesicht von einem goldenen Metallgewebe bedeckt, das den Gesichtsausdruck verschleiert, den Kopf als Form aber dennoch in den Vordergrund rücken lässt, während der Körper einer verschwimmenden Unbestimmtheit unterworfen ist. Dematerialize i – dawn ist eine Aktion, die sich mit der Ambivalenz des Verschwindens durch das Sichtbarwerden auseinandersetzt. Die in einer bestimmten Raum-Zeit-Koordinate stattfindende Performance findet im Morgengrauen des St.-Georgs-Tages statt, einer Feier, die in Rio de Janeiro den katholischen Heiligen mit der afrikanischen Gottheit Ogun verbindet. Als Symbol für Schutz und Resistenz predigen die Gläubigen, die Kleidung des Heiligen Georg zu tragen, damit der Feind «Augen hat, aber sie nicht sieht». Die Performance materialisiert dieses Gelübde als eine Mischung aus Anonymität und Überschwang. In Dematerialize ii – dusk, sind lang belichtete Aufnahmen eines zitternden Körpers in der Dunkelheit zu sehen, der seine Konturen verlieren soll. Die lang andauernde Aktion begann in Rio de Janeiro um 17:27 Uhr, bei Vollmondaufgang, dauerte über Nacht und endete am nächsten Tag.

Felipe Ribeiro, Whispers, 2022
Die Besucher*innen sind eingeladen, die auf die Wände des Cabaret Voltaire gerichtete Klanginstallation zu hören. Fragmentierte Erzählungen, Textauszüge, imaginative Logiken und Träume werden laut ausgesprochen, so dass die Wände sie hören und speichern können. Die Wand wird als konkrete Materie verdichteter Geschichten wahrgenommen, daher die Notwendigkeit, das Aufgenommene und Gehörte anzuerkennen und sie gezielt mit weiteren Klängen und Erzählungen zu versehen.

Die in Zürich lebende Künstlerin Sarah Burger studierte Bildende Kunst, Philosophie, Vergleichende Literaturwissenschaft und Linguistik. Ihre Praxis umfasst auch künstlerische Recherche (PhD, ZHdK Zürich und Kunstuniversität Linz). Der Künstler Felipe Ribeiro lebt in Rio de Janeiro und ist Professor für Tanz- und Filmstudien an der Federal University of Rio de Janeiro. Er studierte Film (MA) und besitzt ein PhD in Bildender Kunst.

Die Ausstellung ist von der Annemarie Schindler-Stiftung unterstützt.

«[not] here» – eine Ausstellung und Soireen von Sarah Burger und Felipe Ribeiro
03.09.22–18.09.22

Veranstaltungen:
03.09.22, 18:00–02:00: LANGE NACHT der Zürcher Museen
06.09.22: Soiree «[not] here», Ausstellungseröffnung (ab 18:00) und Dialogue (20:00) zwischen Sarah Burger und Felipe Ribeiro
13.09.22, 20:00: Soiree «[not] here», musikalische Vertonung der ausgestellten Werke mit Dimitri Howald


Sarah Burger (Zürich) und Felipe Ribeiro (Rio de Janeiro) lernten sich während eines Workshops kennen, bei dem Ribeiro Dinge sammelte, die von verschiedenen Personen mitgebracht wurden, um die Objekte zu Erde zu verarbeiten und eine «gemeinsame Basis» zu schaffen. Burger und Ribeiro entdeckten ein geteiltes Interesse an Tektonik, Erd- und Steinformationen sowie an Landschaften und Geografien, die neue Zugänge zu Geschichte und Zeit ermöglichen. Die Idee, dass ein künstlerischer Austausch für beide fruchtbar sein könnte, entstand. Das Cabaret Voltaire war schon immer ein Ort des künstlerischen Austauschs, der internationalen Zusammenarbeit und des Experimentierens mit neuen Formen der Begegnung. Dieses historische Versprechen bot einen passenden Rahmen für den Dialog zwischen Burger und Ribeiro, der sich entlang von Reflexionen und Aneignungen von Materialeigenschaften, Erzählungen und Geschichten entfaltet. Schnell wurde deutlich, dass ihre Zusammenarbeit nicht nur aus dem Austausch von gemeinsam vereinbarten Vorschlägen bestand, sondern auch aus dem Kennenlernen des jeweils anderen als jemand, der anders arbeitet, reflektiert, assoziiert und artikuliert. Der gemeinsame Fokus liegt – wie vielleicht immer in der Kunst – auf der Frage, was sich im Dazwischen eröffnet: Jeder Blick auf Bildwelten und Objekte offenbart unterschiedliche Wertesysteme, jede Gegenüberstellung von Objekten wirft ein neues Licht auf Texturen, Formen, deren Erzählungen und Symbolik. Im Cabaret Voltaire teilen Burger und Ribeiro Überlegungen und Beobachtungen zu Fragen der Visualität, der Sprache und der Körperlichkeit, wobei sie Präsenz als eine lebendige, nicht fixierte Qualität wahrnehmen, die auch im Verschwinden stattfindet.

Sarah Burger, Dinge, 2021
Sarah Burger bat mehrere Freund*innen, ihr Listen von Gegenständen zu geben, die sie dann mit verbundenen Augen aus Ton formte. Die einzige Vorgabe, die Burger kommunizierte, war, dass die Objekte 1:1 geformt werden können und in den Brennofen passen müssen. Dieser Prozess führte sie zu vielfältigen Fragen über Dinge, Form und Bedeutung: Welche Gegenstände sind für Menschen wichtig? Wie können sich Hände Dinge einprägen? Was ist die Semantik von Formen?

Sarah Burger, Hands, Magic, Hands, 2021
Hands, Magic, Hands ist eine digitale Collage, die auf einem gefundenen Bild von Händen und einer Fotografie einer schnell hergestellten, nicht figurativen Skulptur aus Plastilin basiert. Die Hände scheinen die Skulptur zu evozieren und sie auf magische Weise zu formen, ohne sie zu berühren.

Sarah Burger, All the landscapes I’ve ever seen, 2022
Das Video-Gedicht ist eine Reflexion über die An- und Abwesenheit verschiedener Orte, über erinnerte Räume, die nie zuvor physisch besucht wurden. Burger produzierte das Werk während einer Residenz in Sofia, Bulgarien.

Felipe Ribeiro, Dematerialize i & ii, 2021-2022
Dematerialize ist Teil einer grösseren Serie mit dem Titel Revolving Actions und experimentiert mit Momenten der Abstraktion der menschlichen Figur, in der Hoffnung, dass die visuelle Destabilisierung andere Beziehungsformen ermöglicht. In beiden Arbeiten ist das Gesicht von einem goldenen Metallgewebe bedeckt, das den Gesichtsausdruck verschleiert, den Kopf als Form aber dennoch in den Vordergrund rücken lässt, während der Körper einer verschwimmenden Unbestimmtheit unterworfen ist. Dematerialize i – dawn ist eine Aktion, die sich mit der Ambivalenz des Verschwindens durch das Sichtbarwerden auseinandersetzt. Die in einer bestimmten Raum-Zeit-Koordinate stattfindende Performance findet im Morgengrauen des St.-Georgs-Tages statt, einer Feier, die in Rio de Janeiro den katholischen Heiligen mit der afrikanischen Gottheit Ogun verbindet. Als Symbol für Schutz und Resistenz predigen die Gläubigen, die Kleidung des Heiligen Georg zu tragen, damit der Feind «Augen hat, aber sie nicht sieht». Die Performance materialisiert dieses Gelübde als eine Mischung aus Anonymität und Überschwang. In Dematerialize ii – dusk, sind lang belichtete Aufnahmen eines zitternden Körpers in der Dunkelheit zu sehen, der seine Konturen verlieren soll. Die lang andauernde Aktion begann in Rio de Janeiro um 17:27 Uhr, bei Vollmondaufgang, dauerte über Nacht und endete am nächsten Tag.

Felipe Ribeiro, Whispers, 2022
Die Besucher*innen sind eingeladen, die auf die Wände des Cabaret Voltaire gerichtete Klanginstallation zu hören. Fragmentierte Erzählungen, Textauszüge, imaginative Logiken und Träume werden laut ausgesprochen, so dass die Wände sie hören und speichern können. Die Wand wird als konkrete Materie verdichteter Geschichten wahrgenommen, daher die Notwendigkeit, das Aufgenommene und Gehörte anzuerkennen und sie gezielt mit weiteren Klängen und Erzählungen zu versehen.

Die in Zürich lebende Künstlerin Sarah Burger studierte Bildende Kunst, Philosophie, Vergleichende Literaturwissenschaft und Linguistik. Ihre Praxis umfasst auch künstlerische Recherche (PhD, ZHdK Zürich und Kunstuniversität Linz). Der Künstler Felipe Ribeiro lebt in Rio de Janeiro und ist Professor für Tanz- und Filmstudien an der Federal University of Rio de Janeiro. Er studierte Film (MA) und besitzt ein PhD in Bildender Kunst.

Die Ausstellung ist von der Annemarie Schindler-Stiftung unterstützt.

Sarah Burger, All the landscapes I’ve ever seen, 2022, Video-Gedicht HD, 2:43 min im Loop

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Das Cabaret Voltaire hostet am 31. Mai die Zürcher Premiere des Films. Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit Elise Lammer, Izidora L. LETHE und Salome Hohl statt. Zudem präsentiert Cee Füllemann bereits ein erstes Elemente einer szenischen Landschaft, die auch bei einer Performance des Kollektivs anlässlich des Zurich Art Weekend vom 10. bis zum 12. Juni im Cabaret Voltaire zu sehen sein wird.

Inmitten von Generations-, Klima- und Wirtschaftskrisen hinterfragt der Film «Theodora or The Progress» des Kollektivs Alpina Huus die Sicht auf die Realität und die Legitimität des Sprechens. «Theodora or The Progress» ist ein kollektives künstlerisches Projekt, das eine Installation, Musikstücke und Performances von einer Gruppe internationaler Künstler*innen wie Hugo Canoilas, Cee Füllemann, Tarren Johnson, Elise Lammer, Alizee Lennox, Sarah Margnetti, Julie Monot, Lucien Monot, Florence Peake, Jessy Razafimandimby, Mia Sanchez, Eve Stainton und Niels Trannois umfasst.

Der Film thematisiert den Begriff der Ermächtigung und erforscht das Potenzial des Unterbewussten. Aus dem Werk von Virginia Woolf, Adrian Piper und Lisa Simpson, Deleuze und Guattari, aber auch Snoop Dogg und Franz Kafka schöpfend, betont der Film die die Fähigkeit der nonverbalen Kommunikation als Mittel, Strategien gegen verschiedene gegen verschiedene Arten von Diskriminierung. In Anlehnung an den Namen der möglicherweise ersten feministischen Figur, der Kaiserin Theodora (500 n. Chr.), schildert «Theodora or The Progress» die Verwandlung der erzählenden Person und einiger seiner Kompliz*innen in einen Rudel Hunden. «Theodora or The Progress» inszeniert eine kollektive Übernahme, die von Liebe, Verwandlung und Transzendenz spricht.

Alpina Huus, «Theodora or The Progress», 2021, Filmstill.



In informeller Atmosphäre mit Barbetrieb findet ein Workshop mit ektor garcia statt. Während wir über seine Arbeiten und die Ausstellung «nudos de tiempo» im Cabaret Voltaire sprechen, gestalten wir mit dem Künstler Masken: einerseits im Hinblick auf die diesbezügliche Dada-Tradition, andererseits mit Bezug auf garcias frühe Arbeiten. Er häkelte in einem queeren Punkumfeld von San Francisco Masken.

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Wir blicken zurück auf «Songs to the Suns» – unser Gastspiel auf dem Monte Verità und freuen uns, am 26. Oktober mit Izidora L. LETHE über die Arbeit WE ( zu sprechen und die inszenierte Video-Dokumentation der Choreographie / Intervention im Löwenbräu-Areal vorzuführen.

Auch einige der Performer*innen und Mitwirkenden der Choreographie / Intervention sind vor Ort.
Performer*innen: Val Minnig, Stéph, Nina Emge, Jovin Joëlle Barrer, Hermes Schneider, Donya Speaks, Claudia Barth
Sound: Yantan Ministry
Kamera: Diana Pfammatter, Antoine Felix Bürcher
Schnitt: Izidora L. LETHE

Mehr über «Songs to the Suns» und die Arbeiten von Izidora L. LETHE erfahren Sie hier.

Das Cabaret Voltaire wird derzeit renoviert. Deshalb sind wir zu Gast im Löwenbräu-Areal:
Ebene A, Zugang Limmatstrasse 270 (per Aufzug) & 268 (per Treppe)
Eintritt: kostenfrei, Anmeldung nicht nötig

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«Salon der Republik» – Wie viel Patriarchat steckt in der Literatur?

Die Autorinnen Nicole Seifert und Ivna Zic sind zu Gast beim nächsten – und vorerst letzten – Literatur-Salon am 28. September in Zürich.

Nicole Seifert hatte irgendwann genug. Weil der Literaturbetrieb noch immer ausgesprochen männerlastig ist, hat sie vor gut drei Jahren beschlossen, fürs Erste nur noch Bücher von Autorinnen zu lesen. Auf ihrem Blog und in deutschsprachigen Medien schrieb sie über ihre Lektüren und über Misogynie in der Literaturszene – und hat nun all die Debatten zum Thema in einem soeben erschienenen Sachbuch gebündelt:

Nicole Seifert: FRAUEN LITERATUR. Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2021. 224 Seiten, ca. 26 Franken

Dieses Buch wird im kommenden «Salon der Republik» diskutiert – gemeinsam mit der Autorin sowie mit der Schriftstellerin und Regisseurin Ivna Žic, die mit ihrem Debütroman Die Nachkommende 2019 sowohl für den Schweizer wie auch für den Österreichischen Buchpreis nominiert war. Beide Gäste diskutieren mit dem Salon-Team (Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger, Daniel Graf) über Nicole Seiferts Buch und werfen auch einen Blick auf die literatursoziologische Studie Schreiben der Basler Wissenschaftlerin Carolin Amlinger.

Achtung: Weil das Cabaret Voltaire renoviert wird, gastieren das Cabaret Voltaire mit dem «Salon der Republik» im Zürcher Literaturhaus, und zwar am Dienstag, 28. September, um 19:30.

Der Eintrittspreis beträgt 14 CHF, für Republik-Abonnentinnen und Mitglieder des Cabaret Voltaire 8 CHF. Tickets können Sie direkt über die Website des Literaturhauses beziehen.

Bitte beachten Sie das aktuelle Schutzkonzept des Literaturhauses Zürich.

Wichtig: Die Veranstaltung wird dieses Mal nicht wie bisher als Podcast nachzuhören sein. Überhaupt wird sich beim «Salon der Republik» einiges ändern. Die Veranstaltung im September wird die letzte sein in dieser Form, danach pausieren wir – und konzipieren neu.

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Hier können Sie den «Salon der Republik» nachhören.


Wir laden zum Salon mit Patti Basler

Neue deutschsprachige Dichtung ist das Thema des Literatur-Salons am 4. Mai. Dabei sein kann jeder – von überall her.

Dass Patti Basler zu den erfolgreichsten Comedians der Schweiz gehört, wissen hierzulande alle. Dass sie ihre Pointen am liebsten aus Wortwitz und Sprachspiel baut, ebenso. Was deutlich weniger Menschen auf dem Schirm haben: dass Patti Basler auch Lyrikerin ist. Und in ihren Gedichten schon mal «Klause» auf «Meno-Pause» reimt (oder «leiser» auf «Trip-Advisor»).

Es passt also wie die dargebotene Faust aufs Auge, dass sie beim nächsten «Salon der Republik» am Dienstag, 4. Mai ab 20 Uhr zu Gast ist und mit dem Stammtrio aus Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger und Daniel Graf über neue Verse spricht.

Genauer gesagt:
– über die lieder an das große nichts, den Debütband von Juliane Liebert, die sich auch als Kultur-Journalistin und Spezialistin für Pop einen Namen gemacht hat.
– sowie über Gestohlene Luft von Yevgeniy Breyger, einen Gedichtband, den man getrost zu den gewichtigsten der letzten Jahre rechnen darf.

Und vielleicht ja auch über Gedichte von Patti Basler?

Sie können die Salon-Runde jedenfalls bequem vom Sofa aus besuchen – und mitdiskutieren, sofern Sie mögen. Denn trotz der beschlossenen Öffnungen führen wir die Veranstaltung nicht im Cabaret Voltaire durch, sondern digital im Videochat. Sie können also von jedem beliebigen Ort aus zuschauen. Es reichen dafür eine Internetverbindung und ein Klick abends am 4. Mai auf dem obigen Link.

Sollten Sie technische Fragen haben, melden Sie sich einfach im Vorfeld unter info@cabaretvoltaire.ch. Der Eintritt in den digitalen Salon ist frei. Falls Sie uns anderweitig unterstützen wollen, freut es uns, wenn Sie (weiterhin) die Republik lesen. Oder das aktuelle Programm des Cabaret Voltaire verfolgen.

Wie immer zeichnen wir die Veranstaltung auf und veröffentlichen sie hinterher als Audio-Podcast in der Republik. Wer möchte, kann schon vorab seine Leseeindrücke schildern oder Fragen aufwerfen, die das Podium diskutieren sollte. Nutzen Sie dafür einfach die Kommentarfunktion.

Der dritte Akt der Ausstellungsreihe «Cracking Up and Staging Down» ist von 20.04–30.04.2021 zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag, 14:00–21:00 (Eröffnung); Mittwoch–Samstag: 14:00–18:00; Sonntag und Montag: auf Anfrage.

Die ursprünglich als Soireen geplante Ausstellungsreihe «Cracking Up and Staging Down» versteht sich als Möglichkeit, Funktionsweisen von Humor und seiner Inszenierungen zu erarbeiten. Während vier Wochen wird im Cabaret Voltaire untersucht, inwiefern das grenzüberschreitende, soziale und kritische Potential des Lachens und der Comedys (noch) funktioniert. Jeden Dienstag für eine Woche bespielen Akteur*innen aus unterschiedlichen Künsten den historischen Saal mit Requisiten, Spuren, Werken, ihren Erkenntnissen und Dokumentationen.

Hosts und Mimen, Trickster und Geister wurden eingeladen und sollten zwischen kollektiven und individuellen Körpern wandern. «Initiiert war eine schöne Performance in einem physischen Raum mit Kleidung, die von Körpern bewohnt wurde, offensichtlich. Leider sollte sie nicht stattfinden, vielleicht». Stattdessen beharren Hüllen auf Potenzialität. Auch die dritte Soiree von «Cracking Up and Staging Down» ist eine Ausstellung geworden, mit «Didi da da da», «current parroting» und «ein weiblicher Humorist namens Kobold». Karolin Braegger, Johan Ahlkvist, Hedda Bauer und Anastasia McCammon nutzen das Nachplappern und Imitieren als Alltagskomik, um sich den Menschen zu nähern und körperbestimmende Mechanismen offenzulegen. Wiederholung und Aneignung schaffen immer eine Distanz zum ursprünglichen Gebrauch und verschieben die Bedeutung.
Johan Ahlkvist und Hedda Bauer zeigen Kostüme, die das Grundlegendste des Cabaret Voltaire darstellen, oft als zufällig oder gegeben wahrgenommen, manchmal übersehen, und die im Juni von Körpern als queeres Powerplay Dynamic Resistance aktiviert werden. Karolin Braegger denkt vom Begriff der Aneignung, übergehend in das Werden. «Ah, sie müssen hierher kommen», sagt sie als Gastgeberin und Teilnehmerin, lädt Bauer und Ahlkvist ein und zeigt «Didi da da da», eine Serie neuer Arbeiten, alle aus Toile, einem Stoff, der meist zur Anprobe (Kleidung) oder als möglicher Hintergrund (Malerei) verwendet wird und auf etwas hinweist, das noch werden wird. Anastasia McCammon muss sich die Person, die sie anspricht, erst vorstellen. Die Künstlerin zeigt Spuren und Briefe aus ihrer Kommunikation mit Emmy Hennings, Mitbegründerin des Cabaret Voltaire, die einst als «weiblicher Humorist namens Kobold» angestellt war.

Die Reihe «Cracking Up and Staging Down» wird mit Martina Mächler und Anastasia McCammon organisiert.



Johan Ahlkvist, Hedda Bauer und Karolin Braegger
The complete poem, manifested, 2021


The complete poem, manifested:

Current parroting is an exhibition darling. Live, a little.

The tricksters were supposed to be here, dealing with the neverending rearrangements of __serious__ non-performed initiations.

Where are they darling?

puh..

Left a mark and boarded flights.

Birds in the back.

(Birds in the back.)

Over-rehearsing until the nasty habit of repetition becomes an exhibition.

re-re

aww

In the midst of the __elitist intimacy__, this actually totally made sense.

What are you talk talking about?

___________

or maybe at least or at least maybe, for them -

but we can't entirely figure

mrr

brrr

Initiated was a nice performance in a physical space with clothes inhabited by bodies obviously. Unfortunately, it was not supposed to happen maybe.

The extended version made it almost accessible possible

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Ausstellungsansicht «current parroting, Didi da da da und 'ein weiblicher Humorist genannt Kobold'», Karolin Braegger, Didi da da da, Werkreihe aus Toile (drei Zigarettenschachteln), 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

Der zweite Akt ist vom 13.04.–17.04.2021 zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag, 14:00–21:00 (Eröffnung); Mittwoch–Samstag: 14:00–18:00; Sonntag und Montag: auf Anfrage.

Die ursprünglich als Soireen geplante Ausstellungsreihe «Cracking Up and Staging Down» versteht sich als Möglichkeit, Funktionsweisen von Humor und seiner Inszenierungen zu erarbeiten. Während vier Wochen wird im Cabaret Voltaire untersucht, inwiefern das grenzüberschreitende, soziale und kritische Potential des Lachens und der Comedys (noch) funktioniert. Jeden Dienstag für eine Woche bespielen Akteur*innen aus unterschiedlichen Künsten den historischen Saal mit Requisiten, Spuren, Werken, ihren Erkenntnissen und Dokumentationen.

In zweiten Akt «Slapstick and Laughters» der Reihe «Cracking Up and Staging Down» widmen sich Dimitris Chimonas und Shinichi Iova-Koga Kippformen und Displays menschlicher Emotionen jenseits des Verbalen. «Slapstick» verweist auch auf seine filmischen Ursprünge im Stummfilm und den Humor als Mittel zur Darstellung von Schmerz und Verletzlichkeit.

Der Tänzer Shinichi Iova-Koga erforscht im Cabaret Voltaire unter dem Titel Collapsible Voltaire den Slapstick-Humor, die körperbasierte, meist wortlose und in Iova-Kogas Fall taktile Form der Komödie. Er interagiert mit dem Raum, den Oberflächen und dem Mobiliar, um – teilweise schnell, manchmal in Zeitlupe – einen Körper darzustellen, der versucht, Stabilität in einer zusammenbrechenden Struktur zu finden.
Dimitris Chimonas' zwei Filme handeln von der Lächerlichkeit der menschlichen Performativität von Emotionen. In den Nuancen aktueller Situationen geht das Weinen oft in ein Lachen über. Im Film Globus Sensation beschäftigt sich der Künstler mit der Funktion des Klosses im Hals; eine Empfindung, die wir spüren, wenn wir weinen müssen, die wir aber nicht vortäuschen können. Ausgangspunkt für seinen zweiten Film ist die Aussage «Alles ist eine Lüge». Chimonas entlarvt diesen Satz paradoxerweise als Lüge, in einer Zeremonie, in der Taschentücher feiern, lachen und weinen über ihre Fähigkeit, auseinandergerissen zu werden und durch Zaubertricks wieder als Ganzes zu erscheinen.

Die Dokumentation zu Iova-Kogas Intervention im historischen Saal heisst Collapsible Voltaire und ist neben Dimitris Chimonas Filmen Globus Sensation und Everything Is a Lie, Is a Lie! bis Samstag, 17.04.2021, im Cabaret Voltaire zu sehen.

Die Reihe «Cracking Up and Staging Down» wird mit Martina Mächler und Anastasia McCammon organisiert.

Ausstellungsansicht, Dimitris Chimonas, Everything Is a Lie, Is a Lie!, 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

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Der erste Akt ist eine Woche zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag, 14:00–21:00 (Eröffnung); Mittwoch–Samstag, 14:00–18:00; Sonntag / Montag, auf Anfrage.

Die ursprünglich als Soireen geplante Ausstellungsreihe «Cracking Up and Staging Down» versteht sich als Möglichkeit, Funktionsweisen von Humor und seiner Inszenierungen zu erarbeiten. Während vier Wochen wird im Cabaret Voltaire untersucht, inwiefern das grenzüberschreitende, soziale und kritische Potential des Lachens und der Comedys (noch) funktioniert. Jeden Dienstag für eine Woche bespielen Akteur*innen aus unterschiedlichen Künsten den historischen Saal mit Requisiten, Spuren, Werken, ihren Erkenntnissen und Dokumentationen.

Im ersten Akt Tickle and Tackle Stand Up blicken Kasia Fudakowski und Francesca Hawker hinter die Bühne und exponieren Rituale und Regeln. Fudakowski fokussiert den «Joke Gap» anhand des Lebens und der Rollen der Komikerin und Schauspielerin Elisabeth Wellano alias Liesl Karlstadt (1892–1960). «Ein Witz kann als entbehrliches soziales Kapital gesehen werden. Historisch gesehen musste sich eine Frau erst als seriös etablieren, bevor sie in einen Witz investieren konnte.» Im Cabaret Voltaire zeigt Fudakowski Recherchematerial und Requisiten, die im Juni als Performance aktiviert werden.
Francesca Hawkers Wunsch, «das ungeliebte Gesicht zu erfreuen» (Anne Boyer), wird durch die leere Bar, die sie erwartet, konterkariert. Ihre Aufmerksamkeit richtet sie deshalb auf das Herstellen und Zerbrechen von alternativen Genussmitteln. Hawker zeigt ihren Spaghetti Film, Bar-Skulpturen im Raum und ein Gedichte-Menü, das sie am Dienstag zwischen 14:00 und 21:00 vor Ort aktiviert.

Die Reihe «Cracking Up and Staging Down» wird mit Martina Mächler und Anastasia McCammon organisiert.

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Hier können Sie den «Salon der Republik» nachhören.

Am 30. März diskutiert der «Salon der Republik» live im Videochat mit der Autorin Annette Hug über neue Bücher von Christian Kracht und Claudia Durastanti – live im Videochat. Das Motto diesmal: Familie und andere Abgründe.

Noch ist der Kultur-Lockdown nicht vorüber. Und während über weitere Öffnungen und ein mögliches Ende des Veranstaltungsverbots gestritten wird, hat der Bücherfrühling längst begonnen.

Mit Eurotrash, dem neuen Werk von Christian Kracht, ist soeben ein Roman in die Läden gekommen, bei dem sich schon jetzt sagen lässt, dass er zu den meistdiskutierten des Jahres gehören wird. Ein im doppelten Wortsinn leiseres, literarisch umso faszinierenderes Buch über das Aufwachsen bei gehörlosen Eltern hat Claudia Durastanti mit ihrem Erstling Die Fremde vorgelegt. So unterschiedlich die zwei Bücher auf den ersten Blick sind: Autobiografisch inspirierte Familien­romane sind sie beide. Werke, in denen es um das Erinnern, um Realität und Erfindung, um Geschichte und Geschichten geht – nicht zuletzt also um das Erzählen selbst.

Über beide Bücher sprechen am 30. März ab 20:00 Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger und Daniel Graf mit der Autorin, Übersetzerin und Kolumnistin Annette Hug. Und natürlich mit Ihnen, wenn Sie mögen! Dafür müssen Sie nicht einmal das Haus verlassen. Denn wegen der Corona-Lage findet dieser Salon nicht wie sonst im Cabaret Voltaire in Zürich statt, sondern digital im Videochat.

Der Eintritt in den digitalen Salon ist kostenlos. Wenn Sie uns anderweitig unterstützen wollen, indem Sie im Cabaret Voltaire vorbeischauen oder (weiterhin) die Republik lesen, freut uns das. Wie immer wird die Veranstaltung aufgezeichnet und hinterher als Audio-Podcast veröffentlicht.

Mehr zu den Büchern können Sie auf der Webseite der Republik lesen.

Teil 1 findet am 23.03.2021 von 18:00–22:00 statt. Teil 2 findet am 24.03.2021 von 18:00–22:00 statt.

Armen Avanessian liest an zwei Abenden sein jüngstes Buch Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn. Geschrieben im ersten Lebensjahr seines Sohnes, wird das Buch vielleicht 2035 erscheinen.

Der Philosoph schildert darin ihren gemeinsamen Alltag, ihre geteilte Gegenwart und adressiert dabei einen Leser in der Zukunft, der einmal zwanzig, einmal vierzig, und am Ende des Jahrhunderts achtzig Jahre alt sein wird. Aus stets konkreten Erfahrungen und Alltagsbeschreibungen entwickeln sich Überlegungen zu allgemeinen ethischen, sozialen und philosophischen Fragen.

Was ist ein Anfang, Geburt und Beginnen, und warum konnte die männlich dominierte Philosophie diese nur unzureichend fassen? Was sind die Verengungen der klassischen Liebeskonzeptionen, und inwiefern weist Intimität uns einen anderen Weg? Was bedeutet es heute Vater zu sein, eine Familie zu haben und ein Erbe weiterzugeben oder anzutreten (oder umgekehrt auszuschlagen, zurückzuschlagen und mit seiner Familie abzurechnen)? Und inwiefern müssen wir nicht zuletzt auch Tod-und-Sterben-lernen – als vielleicht die klassischen Topoi philosophischer Selbstreflexion – nicht nur mit Blick auf nachfolgende Generationen, sondern aus deren zukünftiger Bedrohung der gesamten Gattung neu denken? Schon heute ist Geteilte Zeit eine Flaschenpost aus einer bereits vergangenen Gegenwart.

«Was ich dir schreibe, das von mir Geschriebene, will dich umarmen, will deine Zeit und meine Zeit zusammen fassen. Denn das Schreiben kommt immer zu spät, hinkt hinterher, aber dann, zugleich, schreibe ich das alles für dich, meinen zukünftigen Leser, viel zu früh. Deshalb habe ich versucht, dir entgegenzukommen.
Ich habe dir geschrieben, um mich an die Zukunft zu erinnern.
Ich habe dir geschrieben, um dich auf die Vergangenheit vorzubereiten.
Ich habe dir geschrieben, weil du sie schon für mich verändert hast.
Ich habe dir geschrieben, damit du das noch einmal lesen kannst.
Ich habe dir geschrieben, weil ich gar nicht anders konnte.
Aus unserer geteilten Zeit habe ich dir geschrieben.
Und wer hätte gedacht, dass es Wünsche und Träume gibt, die in Erfüllung gehen.»


Spazieren Sie zwischen 18:00 und 22:00 am Cabaret Voltaire vorbei. Die Lesung wird auf die Spiegelgasse und Münstergasse übertragen. Zudem erhalten sie eine Seite eines Buches, das vielleicht in der fernen Zukunft erscheinen wird – so aber verteilt in Zürich existiert.

Keine Anmeldung erforderlich.

Armen Avanessian liest sein Buch Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, 23. März 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

Armen Avanessian liest sein Buch Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, 23. März 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

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Teil 1 findet am 23.03.2021, um 18:00–22:00 statt. Teil 2 findet am 24.03.2021, um 18:00–22:00 statt.

Armen Avanessian liest an zwei Abenden sein jüngstes Buch Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn. Geschrieben im ersten Lebensjahr seines Sohnes, wird das Buch vielleicht 2035 erscheinen.

Der Philosoph schildert darin ihren gemeinsamen Alltag, ihre geteilte Gegenwart und adressiert dabei einen Leser in der Zukunft, der einmal zwanzig, einmal vierzig, und am Ende des Jahrhunderts achtzig Jahre alt sein wird. Aus stets konkreten Erfahrungen und Alltagsbeschreibungen entwickeln sich Überlegungen zu allgemeinen ethischen, sozialen und philosophischen Fragen.

Was ist ein Anfang, Geburt und Beginnen, und warum konnte die männlich dominierte Philosophie diese nur unzureichend fassen? Was sind die Verengungen der klassischen Liebeskonzeptionen, und inwiefern weist Intimität uns einen anderen Weg? Was bedeutet es heute Vater zu sein, eine Familie zu haben und ein Erbe weiterzugeben oder anzutreten (oder umgekehrt auszuschlagen, zurückzuschlagen und mit seiner Familie abzurechnen)? Und inwiefern müssen wir nicht zuletzt auch Tod-und-Sterben-lernen – als vielleicht die klassischen Topoi philosophischer Selbstreflexion – nicht nur mit Blick auf nachfolgende Generationen, sondern aus deren zukünftiger Bedrohung der gesamten Gattung neu denken? Schon heute ist Geteilte Zeit eine Flaschenpost aus einer bereits vergangenen Gegenwart.

«Was ich dir schreibe, das von mir Geschriebene, will dich umarmen, will deine Zeit und meine Zeit zusammen fassen. Denn das Schreiben kommt immer zu spät, hinkt hinterher, aber dann, zugleich, schreibe ich das alles für dich, meinen zukünftigen Leser, viel zu früh. Deshalb habe ich versucht, dir entgegenzukommen.
Ich habe dir geschrieben, um mich an die Zukunft zu erinnern.
Ich habe dir geschrieben, um dich auf die Vergangenheit vorzubereiten.
Ich habe dir geschrieben, weil du sie schon für mich verändert hast.
Ich habe dir geschrieben, damit du das noch einmal lesen kannst.
Ich habe dir geschrieben, weil ich gar nicht anders konnte.
Aus unserer geteilten Zeit habe ich dir geschrieben.
Und wer hätte gedacht, dass es Wünsche und Träume gibt, die in Erfüllung gehen.»


Spazieren Sie zwischen 18:00 und 22:00 am Cabaret Voltaire vorbei. Die Lesung wird auf die Spiegelgasse und Münstergasse übertragen. Zudem erhalten sie eine Seite eines Buches, das vielleicht in der fernen Zukunft erscheinen wird – so aber verteilt in Zürich existiert.

Keine Anmeldung erforderlich.

Armen Avanessian liest sein Buch Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, 23. März 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

Armen Avanessian liest sein Buch Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, 23. März 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

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Samuel Haitz mit Milena Langer, Stella, Ian Wooldridge und Moritz Müller (DJ-Set)
Soirée 2 (After) fand am 09.03.2021 statt, Soirée 1 (Before) fand am 02.03.2021 statt. Beide Soireen können Sie hier nachhören (via radio-bollwerk.ch). Die parallellaufende Ausstellung «Memorabilia» läuft vom 02.03.2021 bis zum 27.03.2021.


«When I look back on my life it’s not that I don’t want to see things exactly as they happened, it’s just that I prefer to remember them in an artistic way. And truthfully the lie of it all is much more honest because I invented it. Clinical psychology tells us arguably that trauma is the ultimate killer. Memories are not recycled like atoms and particles in quantum physics. They can be lost forever. It’s sort of like my past is an unfinished painting and as the artist of that painting I must fill in all the ugly holes, and make it beautiful again. It’s not that I have been dishonest; it’s just that I loathe reality.»

– Lady Gaga, The Prelude Pathétique – Erster Teil, Marry the Night

Samuel Haitz (*1997) lädt zu zwei aufeinanderfolgenden Soireen und zur parallellaufenden Ausstellung «Memorabilia» ins Cabaret Voltaire ein. Haitz zog erst kürzlich von Zürich nach Berlin. Ein Anlass, gelagerte Andenken in die Hand zu nehmen, Erinnerungen zu ordnen, zu bewahren und zu verklären. Im Cabaret Voltaire versammelt er eigene Arbeiten, Werke von Freund*innen und Idolen sowie weitere Objekte, die Codes des Begehrens und der Zugehörigkeit widerspiegeln. Für die Soireen lädt er seine künstlerischen Weggefährt*innen Milena Langer, Stella und Ian Wooldridge zum gemeinschaftlichen Lesen von Texten ein. Zum Abschluss interpretiert der befreundete DJ Moritz Müller die Veranstaltungen musikalisch. Soirée 1 (Before) widmet sich der Hoffnung und der romantischen Utopie; Soirée 2 (After) fokussiert die nostalgische Reflexion von Vergangenem. Die Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit dem Berner Radio Bollwerk online übertragen. In dieser stillstehenden, kontaktarmen Zeit entsteht so ein Raum, um darüber nachzudenken, welche persönliche und gemeinsame Gedächtniskultur den Werdegang prägen soll.

Von links nach rechts im Cabaret Voltaire: Samuel Haitz, Milena Langer, Stella, Moritz Müller und Ian Wooldridge. Photo: Philipp Hänger

Samuel Haitz mit Milena Langer, Stella, Ian Wooldridge und Moritz Müller (DJ-Set)
Soirée 1 (Before) fand am 02.03.2021 statt, Soirée 2 (After) fand am 09.03.2021 statt. Beide Soireen können Sie hier nachhören (via radio-bollwerk.ch). Die parallellaufende Ausstellung «Memorabilia» läuft vom 02.03.2021 bis zum 27.03.2021.


«When I look back on my life it’s not that I don’t want to see things exactly as they happened, it’s just that I prefer to remember them in an artistic way. And truthfully the lie of it all is much more honest because I invented it. Clinical psychology tells us arguably that trauma is the ultimate killer. Memories are not recycled like atoms and particles in quantum physics. They can be lost forever. It’s sort of like my past is an unfinished painting and as the artist of that painting I must fill in all the ugly holes, and make it beautiful again. It’s not that I have been dishonest; it’s just that I loathe reality.»

– Lady Gaga, The Prelude Pathétique – Erster Teil, Marry the Night

Samuel Haitz (*1997) lädt zu zwei aufeinanderfolgenden Soireen und zur parallellaufenden Ausstellung «Memorabilia» ins Cabaret Voltaire ein. Haitz zog erst kürzlich von Zürich nach Berlin. Ein Anlass, gelagerte Andenken in die Hand zu nehmen, Erinnerungen zu ordnen, zu bewahren und zu verklären. Im Cabaret Voltaire versammelt er eigene Arbeiten, Werke von Freund*innen und Idolen sowie weitere Objekte, die Codes des Begehrens und der Zugehörigkeit widerspiegeln. Für die Soireen lädt er seine künstlerischen Weggefährt*innen Milena Langer, Stella und Ian Wooldridge zum gemeinschaftlichen Lesen von Texten ein. Zum Abschluss interpretiert der befreundete DJ Moritz Müller die Veranstaltungen musikalisch. Soirée 1 (Before) widmet sich der Hoffnung und der romantischen Utopie; Soirée 2 (After) fokussiert die nostalgische Reflexion von Vergangenem. Die Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit dem Berner Radio Bollwerk online übertragen. In dieser stillstehenden, kontaktarmen Zeit entsteht so ein Raum, um darüber nachzudenken, welche persönliche und gemeinsame Gedächtniskultur den Werdegang prägen soll.

Von links nach rechts im Cabaret Voltaire: Samuel Haitz, Milena Langer, Stella, Moritz Müller und Ian Wooldridge, Photo: Philipp Hänger

Update: Es werden neue Termine für die Aufführungen der Operette gesucht.

Eine didaktische Operette von Agnes Scherer, Musik von Tobias Textor, Performances von Soya Arakawa und Claudia Barth. Die Installation zur Operette ist während der gesamten Ausstellungsdauer vom 2. Oktober bis zum 16. Januar zu sehen.

Die Operette wird um 19:00 und um 20:00 aufgeführt.

Mehr Informationen zum Projekt «The Teacher» finden Sie hier.

Es besteht Maskenpflicht. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Update: Es werden neue Termine für die Aufführungen der Operette gesucht.

Eine didaktische Operette von Agnes Scherer, Musik von Tobias Textor, Performances von Soya Arakawa und Claudia Barth. Die Installation zur Operette ist während der gesamten Ausstellungsdauer vom 2. Oktober bis zum 16. Januar zu sehen.

Die Operette wird an diesem Tag um 19:00 und um 20:00 aufgeführt. Die letzte Aufführung findet zusätzlich am Donnerstag, 14. Januar, um 20:00 statt.

Mehr Informationen zum Projekt «The Teacher» finden Sie hier.

Es besteht Maskenpflicht. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Wieso spielt die Katze Keyboard? Constant confusion, organisiert von Ronny Hunger und Roman Blumenthal.

Es besteht Maskenpflicht. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Martina Buzzi und Nicolas Buzzi setzen Hans Richters Auseinandersetzung mit Zeit, Wahrnehmung sowie Raum aus einer gegenwärtigen Perspektive mit auditiven Mitteln fort. Performance mit Li Tavor

Richters Rhythmus 21 setzt sich nicht nur mit Rhythmus, sondern insbesondere auch mit dem Medium Film auseinander. Film war um 1921 praktisch ungesehen und nicht mit der gegenwärtigen Bedeutung des Mediums vergleichbar. Heute ist animiertes wie aufgezeichnetes Bewegtbild ein alltägliches Phänomen, weshalb Richters Auseinandersetzung von Zeit, Wahrnehmung und Raum mittels seiner Arbeit nicht ohne eine historische Verortung der im Rhythmus 21 angewandten Techniken gelesen werden kann. Film und Rhythmus sind beides zeitbasierte Medien. Einzelne Bilder eines Filmes oder Schläge in einem rhythmischen Konstrukt treten erst durch ihre Abfolge und gemeinsame Beziehung als Ganzes in Erscheinung. Diese Gemeinsamkeit sticht insbesondere bei der Arbeit mit der Stop-Motion-Technik ins Auge, während jedem einzelnen Bild in der Herstellung, im Vergleich zur Projektionsdauer, ein unverhältnismässig erscheinendes Vielfaches an Zeit gewidmet wird. Hundert Jahre nach Rhythmus 21 sind die technischen Vorgänge im Film weit bekannt und so weit entwickelt, dass keine Einzelbilder mehr wahrgenommen werden. Damit hat sich im Vergleich zu Richters Zeit die Relevanz der Auseinandersetzung mit dem Granularen des Mediums gewandelt. Eine Möglichkeit der Annäherung an die Thematik besteht heute in der sinnlichen Wahrnehmung von Raum und der Transformation dieser Empfindung durch die Nutzung akustischer Phänomene. In Oh Hans, had you known / Rhythmus 21 nehmen Martina Buzzi und Nicolas Buzzi die zeitbasierte Eigenschaft von Film und Rhythmus als Ausgangspunkt, um unter Einbezug formaler Entscheidungen und morphologischer Eigenschaften von Rhythmus 21 dessen grundsätzliche Fragestellungen in der heutigen Zeit, mit Mitteln wie Sound, Schall, Raum und Musik, zu verhandeln. Dabei wird durch die Verwendung der inhärenten Dynamik von Schwingungen - nämlich ihre fortwährende Überschreitung der Modalitäten und Grenzen, Rhythmus 21 in einen inneren und äusseren Raum mit fluiden Grenzen übersetzt (Text Martina Buzzi und Nicolas Buzzi).

Es besteht Maskenpflicht. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Diese Soiree wurde auf den 12. Januar verschoben.

Eine didaktische Operette von Agnes Scherer, Musik von Tobias Textor, Performances von Soya Arakawa und Claudia Barth. Die Installation zur Operette ist während der gesamten Ausstellungsdauer vom 2. Oktober bis zum 16. Januar zu sehen.

Mehr Informationen zum Projekt «The Teacher» finden Sie hier.

Es besteht Maskenpflicht. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Der «Slow Reading Club» (SRC) ist eine halbfiktionale Lesegruppe, die Ende 2016 von Bryana Fritz und Henry Andersen ins Leben gerufen wurde. Die Gruppe beschäftigt sich mit konstruierten Situationen für kollektives Lesen. Der SRC betrachtet, erforscht und unterbricht die «Leserschaft» als eine Möglichkeit, die Kontaktzonen zwischen Leser*in und Text, Text und Text, Leser*in und Leser*in zu stimulieren. Organisiert mit Adam Jasper und Jan Steinbach.

Es besteht Maskenpflicht. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Slow Reading Club am Bâtard Festival 2017, Credit: Cillian O’Neill

Slow Reading Club im Louise Dany, 2019, Credit: Ignas Krunglevičius

Hier können Sie den «Salon der Republik» vom 24. November nachhören.


Noble Preise

Beim nächsten «Salon der Republik» am 24. November im Cabaret Voltaire geht es um die Gedichte von Nobelpreisträgerin Louise Glück. Und um den Gewinnertext des Schweizer Buchpreises.

Als am 8. Oktober die Entscheidung zum Literaturnobelpreis 2020 verkündet wurde und die Wahl auf Louise Glück fiel, war die Verwunderung im Literaturbetrieb und in den Feuilletonredaktionen hierzulande riesig. Bei all den Spekulationen im Vorfeld hatte der Name Louise Glück keine Rolle gespielt, ja, den Allerwenigsten war ihr Name zu diesem Zeitpunkt überhaupt bekannt. Das sagt allerdings wenig über Louise Glück aus und viel über hiesige Rezeptionslücken. In den USA hat Louise Glück in den letzten Jahrzehnten so ziemlich alles an Ehrungen und Preisen gewonnen, was man als Autorin gewinnen kann, vom Pulitzerpreis bis zum National Book Award. Auf Deutsch sind von ihren insgesamt zwölf Gedicht­bänden zwar immerhin zwei ihrer meist­gelobten erschienen: Averno (2007) und Wilde Iris (2008), jeweils übersetzt von Ulrike Draesner. Beide Bücher waren allerdings seit längerem vergriffen – und sollen ab Mitte November wieder lieferbar sein.

Zu Gast ist an diesem Abend die Autorin und Kolumnistin Nina Kunz. Sie diskutiert mit Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger und Daniel Graf über die Lyrik von Louise Glück – und über den Siegertext des Schweizer Buchpreises 2020.

Verliehen wurde der Schweizer Buchpreis am 8. November. Er ging an Anna Stern für den Roman das alles hier, jetzt (Elster & Salis). Die weiteren Nominierten waren:
Dorothee Elmiger für Aus der Zuckerfabrik (Hanser), Tom Kummer für Von schlechten Eltern (Klett-Cotta), Charles Lewinsky für Der Halbbart (Diogenes) und Karl Rühmann für Der Held (Rüffer & Rub).

Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse. Es besteht Maskenpflicht.

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Wegen Quarantäneregelung verschoben auf 2021

Screening Martine Syms und Beiträge zu Humor und Rassismus. Organisiert mit Martina Mächler und Anastasia McCammon.

Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung.
Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Contagion (Steven Soderbergh, 2011) gilt vielen als prophetischer Film für die Ereignisse rund um Corona in diesem Jahr. Spätestens mit der zweiten Welle der Pandemie sehen wir aber auch, was sich in der Dekade seit Entstehen des Films verändert und verschoben hat, in unserem biologischen und virologischen Wissen, auf (sozial)medialer Ebene, und vor allem in den geopolitischen Verhältnissen. Vor weniger als einer Dekade entstanden, zeigt der Film noch eine intakte Globalisierung, inklusive unangefochtener internationaler Organisationen.Gezeigt werden Ausschnitte aus dem Film, und nach einem kurzen Impuls diskutiert Armen Avanessian mit Elisabeth Bronfen. Im September 2020 erschien ihre Publikation Angesteckt. Zeitgemässes über Pandemie und Kultur im Echtzeit-Verlag. Die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin ist Professorin für Anglistik an der Universität Zürich und Global Distinguished Professor an der New York University.

«Cabaret Avanessian» ist eine Reihe mit dem Philosophen und Kulturtheoretiker Armen Avanessian im Cabaret Voltaire. Derzeit bekleidet er unter anderem eine Gastprofessur für Philosophie an der HFBK Hamburg.

Es besteht Maskenpflicht. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Filmstill, Steven Soderbergh, Contagion, 2011

Wegen Quarantäneregelung verschoben auf 2021

Kasia Fudakowski und Francesca Hawker. Organisiert mit Martina Mächler und Anastasia McCammon

Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung.
Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

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Update: Aufgrund der aktuellen Situation muss die Soiree leider verschoben werden.

20:00–21:30:
Ein Gespräch mit Tove Soiland und Stefanie Leuenberger über Lenins Der Imperialismus als höchste Stufe des Kapitalismus, den er 1916 an der Zürcher Spiegelgasse schrieb und 1917 veröffentlichte. Wir diskutieren damalige und heutige kapitalistische Verhältnisse und vergleichen Lenins Ansatz mit der dadaistischen Kritik am «Wirtschaftsfatalismus» (Hugo Ball) und der avantgardistischen Lebensweise. Der Abend wird von Andreas Rizzi und Salome Hohl moderiert.

Niels van der Waerden spielt und singt zum Einstieg und Abschluss klassische und kabarettistische Arbeiter*innenlieder.

Ca. 22:00–23:00:
Streaming der Berichterstattung im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen

Es besteht Maskenpflicht. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Achtung: Die Soiree wird auf den 17. November 2020 verschoben.

17.11.20, 20:00
«Cabaret Avanessian #2 Updating Contagion»
Contagion
(Steven Soderberghs, 2011) gilt vielen als prophetischer Film für die Ereignisse rund um Corona in diesem Jahr. Spätestens mit der zweiten Welle der Pandemie sehen wir aber auch, was sich in der Dekade seit Entstehen des Films verändert und verschoben hat, in unserem biologischen und virologischen Wissen, auf (sozial)medialer Ebene, und vor allem in den geopolitischen Verhältnissen. Vor weniger als einer Dekade entstanden, zeigt der Film noch eine intakte Globalisierung, inklusive unangefochtener internationaler Organisationen.Gezeigt werden Ausschnitte aus dem Film, und nach einem kurzen Impuls diskutiert Armen Avanessian mit Elisabeth Bronfen. Im September 2020 erschien ihre Publikation Angesteckt. Zeitgemässes über Pandemie und Kultur im Echtzeit-Verlag. Die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin ist Professorin für Anglistik an der Universität Zürich und Global Distinguished Professor an der New York University.

«Cabaret Avanessian» ist eine Reihe mit dem Philosophen und Kulturtheoretiker Armen Avanessian im Cabaret Voltaire. Derzeit bekleidet er unter anderem eine Gastprofessur für Philosophie an der HFBK Hamburg.

Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung. Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Filmstill, Steven Soderberg, Contagion, 2011

Tagebuchähnliche Kurzfilme und eine Einführung zum Thema «Imperfect Cinema» als egalitäres und poetisches Tool, organisiert von Jiajia Zhang.
Filme:
– George Kuchar, Weather Diary Nr. 3, 1988, 25 Minuten
– YouTube-Kanal Melanie-Jane, 2020, 5 Minuten
– Tiffany Sia, Never Rest/Unrest, 2020, 29 Minuten

Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung.
Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Wegen Quarantäneregelung verschoben auf 2021

Shinichi Iova-Koga und Dimitris Chimonas. Organisiert mit Anastasia McCammon und Martina Mächler

Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung.
Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Photo: Sheila Bosco/inkBoat

Photo: Dimitris Chimonas

Wegen Quarantäneregelung verschoben auf 2021.

Karolin Brägger (Kostüm in Kollaboration mit Janek Ackermann), Anastasia McCammon / Emmy Hennings, Dynamic Resistance von Hedda Bauer und Johan Ahlkvist mit Charlotte Gash, Charlotta Öberg, Sigrid Mau, Rogine Moradi. Organisiert mit Martina Mächler und Anastasia McCammon.

Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung.
Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

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delirium ist eine Zürcher Literaturplattform. Anfang 2020 sind die ersten Texte für Magazin N°12 eingetroffen. Inzwischen sind Corona, eine Wirtschaftskrise und ein weiterer Rekordhitzesommer über die Welt hereingebrochen. Müssen wir angesichts dessen nicht die Welt und die Literatur neu denken? Für den Release N°12 bittet der Philosoph und Kulturtheoretiker Armen Avanessian die Autor*innen des Hefts um ein zeitgemässes Update.

Teilnehmer*innen:
Armen Avanessian
Patrizia Huber
Fabian Schwitter
Gerhild Perl
Samuel Prenner
Rahel Hochstrasser
Samuel Eberenz
Niki Grieser
Kim de l'Horizon
Salomé Meier

Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung.
Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Bild: Sätze aus der neuen delirium-Ausgabe N°12

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Rory Pilgrim zeigt im Rahmen des Festivals Fleshy Interface Elemente des multidisziplinären Projekts Software Garden.

In Zeiten zunehmenden Nationalismus und Isolationismus sucht der Künstler Räume, in denen das Menschliche, Ökologische und Technologische auf Einfühlungsvermögen, Fürsorge und Freundlichkeit treffen. Zu diesem Zweck kombiniert Rory Pilgrim Körper und Stimmen innerhalb und ausserhalb des Bildschirms durch Live-Performances, Musikvideos, Gedichte und interaktive Workshops. Die Veranstaltung wird am 22. September mit einem Künstlergespräch mit Pilgrim im Cabaret Voltaire eröffnet, begleitet von einer Auswahl an Liedern aus dem Backkatalog mit der Sängerin Robyn Haddon und Gedichten der Poetin und Behindertenrechtlerin Carol R. Kallend, die über Skype teilnimmt. In den folgenden Tagen werden Rory Pilgrim und die Choreografin und Künstlerin Cassie-Augusta Jørgensen einen dreitätigen Workshop veranstalten, bei dem Interessierte Teil der Performance Software Garden werden können, die dann mit den Teilnehmer*innen am Samstag, 26. September im Neumarkt aufgeführt wird.

Das institutionsübergreifende Festival Fleshy Interface verbindet Performances und Workshops und hat die Wiederentdeckung der Körperlichkeit als zentrales Thema. Der Körper als Medium und als Instrument in den darstellenden Künsten, der digitale Körper, Körperlosigkeit und die Sehnsucht nach Berühren und Berührtwerden beschäftigen uns in dieser besonderen Zeit der physischen Distanzierung. Initiert vom Neumarkt, in Zusammenarbeit mit Cabaret Voltaire, Schauspielhaus Zürich, Literaturhaus, Tanzhaus, Fabriktheater, Winkelwiese, Shedhalle, ZHdK und Helferei. Rory Pilgrim partizipiert auf Einladung des Cabaret Voltaire, in enger Zusammenarbeit mit dem Neumarkt. Das gesamte Programm des Festivals inklusive E-Booklet ist hier zu finden.

Anmeldung Soiree am Dienstag:
Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb für die Soiree am Dienstag um Anmeldung. Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Anmeldung Workshop/Showing:
Workshop: 23.09.–25.09.20, 14:00–17:00, Anmeldung unter fleshyinterface@theaterneumarkt.ch. Showing des Workshops (Performance Software Garden): Samstag, 26.09.20, 16:00 im Neumarkt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Rory Pilgrim (*1988 in Bristol, Grossbritannien) lebt und arbeitet in Rotterdam und auf der Isle of Portland. Seine Ausstellungen umfassen: Stedelijk Museum Amsterdam (Amsterdam, 2019), Between Bridges (Berlin, 2019), South London Gallery (London, 2018); andriesse eyck galerie (Amsterdam, 2018); Rowing Gallery (London, 2017), Plymouth Art Centre (Plymouth, 2017), Flat Time House (London, 2016), Site Gallery (Sheffield, 2016), sic! Raum für Kunst (Luzern, 2014), Rongwrong (Amsterdam, 2014), Kunsthuis SYB (Beetsterzwaag, 2011). Im Jahr 2019 wurde Pilgrim mit dem Prix de Rome ausgezeichnet.

«Software Garden» Live Concert, Transmediale 2019, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 2019. Photo: Laura Fiorio

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Hier können Sie den «Salon der Republik» vom 15. September nachhören. Der nächste Salon findet am 24. November statt.

Der «Salon der Republik» ist ein Forum für Literatur und Debatte. Es diskutieren über aktuelle Bücher und relevante Themen: das Feuilleton des Online-Magazins Republik, ausgewählte Gäste – und Sie, falls Sie mögen. Am 15. September heisst das Stichwort «Machtfragen, Genderfragen». Im Zentrum stehen die aktuellen Romane Milchmann von Anna Burns und Brüste und Eier von Mieko Kawakami, vorgestellt werden auch Die Neuerscheinungen Der Defekt von Leona Stahlmann und Hexen von Mona Chollet. Zu Gast ist Franziska Schutzbach. Sie diskutiert mit Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger und Daniel Graf.

Bitte Masken anziehen! Teilnehmerzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung.
Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

«Salon der Republik», 15. September 2020. Zu Gast war Franziska Schutzbach. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

«Salon der Republik», 15. September 2020, mit Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger, Franziska Schutzbach und Daniel Graf. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

Eine Führung durch das Cabaret Voltaire und die internationalistische Nachbarschaft

Treffpunkt: Cabaret Voltaire, Historischer Saal, 20:00

Das Cabaret Voltaire eröffnete am 5. Februar 1916 unter Mitwirkung einer Gruppe aus Deserteur*innen, Student*innen und Intellektuellen und bildete fortan den Rahmen für Dissens und künstlerische Experimente. Neben einer allgemeinen Einführung zu Dada und seinen Protagonist*innen möchten wir in dieser Führung einige Aspekte des historischen Kontexts um 1916 erkunden. Wir starten im Cabaret Voltaire und gehen danach weiter die Spiegelgasse hinauf, wo Lenin mit seiner Frau Nadeschda Krupskaja wohnte, zum internationalen Gewerkschaftsheim Eintracht, zum Schwänlianer-Treff und der Wohnung von Ball und Hennings am Predigerplatz, über das Cabaret Hirschen am Hirschenplatz bis zum Stüssihof, wo sich der «Kegelklub» zur wöchentlichen Debatte traf. «Verzweiflung an der Zeit gepaart mit ungebrochener, jugendlicher Kraft» fanden sich sowohl in den künstlerischen Aktivitäten im Cabaret Voltaire als auch in den Debatten der internationalistischen Sozialist*innen und Exilant*innen in den Lokalen der Nachbarschaft. Dabei waren die Ziele im Grunde die gleichen: Friede, Freiheit und eine neue Weltordnung. Dies und mithin Themen wie Sozialismus, Pazifismus, Revolution und die Rolle von Gewerkschaften bieten auch im heutigen Kontext anregende Diskussionsgrundlagen.

Die Ausstellung «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi» kann vor oder nach der Führung angeschaut werden. Hennings Erinnerungen sind auch für die Führung von Interesse:

«Viele Schweizer Familien hatten Ferienkinder aus den Kriegsländern eingeladen. Die kleinen Gäste kamen an, schmal, bleich, hohläugig, um hier aufzublühen wie junge Rosen. Wie viele, die inzwischen herangewachsen sind, werden sich dankbar zurückerinnern! 'Wer ein Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.' Ferner war eine unzählige Anzahl Fremder freiwillig gekommen, für die Zürich die hohe Warte war, von der aus man das Weltgeschehen ruhig oder entsetzt beurteilen konnte. Die Stadt war damals das Internationalste, das man sich denken kann. Am Quai hörte man in allen Zungen sprechen.»
– Emmy Hennings, in: Neue Zürcher Zeitung, Erste Sonntagsausgabe vom 27.05.1934

«Es war im Kriegsjahr 1917 in Zürich. Im Cabaret Voltaire war soeben der Dadaismus geboren worden. Der Dadaist kämpfte gegen die Agonie, gegen den Todestaumel der Zeit. Im Widerspruch behauptete sich das Leben. Jede Art von Maske war dem Dadaisten recht. Die Maske jedoch diente als notwendiger Unterschlupf, das wahre, zu tief erschütterte Gesicht zu verbergen. Beim Dadaismus war viel Verzweiflung an der Zeit mit ungebrochener, jugendlicher Kraft gepaart, die oftmals wie Übermut und Spottlust anmutete.»
Emmy Hennings, Erinnerungen an Sophie Taeuber, in: Sophie Taeuber-Arp, hg. von Georg Schmidt, Basel, Holbein-Verlag, 1948

Die Führung wird von Elena Grignoli und Salome Hohl geleitet.

Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung.

Anny Klawa-Morf. Photo: freiberthoud.ch

Marcel Jancos Cabaret Voltaire, Bild aus dem Katalog Dada in Zürich, Arche Verlag

Historischer Saal 2020. Photo: Gunnar Meier

Emmy Hennings, gelesen von Heidi Maria Glössner, im Dialog mit Ariane von Graffenried. Im Anschluss Diskussion mit Jael Bollag, Carla Jörg und allen Beteiligten. Eine Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Literaturarchiv.

Ausserordentlich ist nicht nur Emmy Hennings' wechselvolle Biographie, auch von ihrem künstlerischen Werk geht eine grosse Anziehungskraft aus. In Erinnerung geblieben ist sie als eine der wirkungsmächtigsten Bühnenkünstlerinnen des Dadaismus. Nach wie vor frisch wirken auch ihre Gedichte, und als Performance-Künstlerin und Avantgarde-Autorin war sie ihrer Zeit voraus und beeinflusst Schreibende bis heute.

Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung. Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse. Die Ausstellung «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi» ist vor der Soiree bis 20:00 geöffnet.

Photo Emmy Hennings: Nachlass Hennings, SLA Bern; Photo Ariane von Graffenried: Alexander Jaquemet; Collage: Gerhard Blättler

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Lara Dâmaso, Photo: Flavio Karrer

Eine Performance von Lara Dâmaso, anschliessend DJ-Set von Asian Eyez

Der tanzende Körper und der singende Körper sind ein und derselbe. Die gleiche Art der Kommunikation: Vibration. Der tanzende Körper und der singende Körper sprechen zueinander, müssen aber nicht antworten. Das ist kein «Call and Response», es ist schneller als das. Ein Sprung vorwärts. Sofortige Präsenz. Der tanzende und singende Körper ist ein offener Kanal – keine leere Kammer. Da er ein Kanal und keine Kammer ist, kann er mit dem harmonisieren, was durch ihn hindurchgeht. Das wiederum zeigt, was er trägt und wie er aufgebaut ist. Es ist kein Echo, es ist melodischer als das. Der tanzende und singende Körper ist eine reflektierende Oberfläche. Er zeigt akribisch Zeit und Raum, Form und Bewegung, die ihn umgeben. Er wird durch diese Agenten impliziert und impliziert sie gleichzeitig. Aber das ist keine Repräsentation, es ist noch viel mehr als das. Und es braucht nicht mehr als das, was schon da ist. (Text: Lara Dâmaso/Matthew Hanson)

Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung.
Eintritt regulär: 10 CHF; Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

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Unter info@cabaretvoltaire.ch können bis zum 01.07.20 Kurzbeiträge (5-10 Minuten) eingereicht werden (ca. 2000 Zeichen). Maximal 15 Teilnehmer*innen werden ausgewählt.

Hier ist die Hörversion des «Salon der Republik» vom 7. Juli 2020 als Podcast zum Nachhören. Der nächste «Salon der Republik» findet am 15. September statt.


Der «Salon der Republik» ist ein Forum für Literatur und Debatte. Es diskutieren über aktuelle Bücher und relevante Themen: das Feuilleton-Team des Online-Magazins Republik, ausgewählte Gäste – und Sie, falls Sie mögen. Denn auch Zuhören ist erlaubt.

Weltweit entlädt sich auf den Strassen die Wut über Rassismus und Polizeigewalt. Zum ersten literarischen «Salon» besprechen wir drei Neuerscheinungen, die damit umso dringlicher sind. Gast ist die Spoken-Word-Poetin Fatima Moumouni. Die ausgewählten Werke: Der Wassertänzer von Ta-Nehisi Coates, 1000 Serpentinen Angst von Olivia Wenzel und der Gedichtband Nachthimmel mit Austrittswunden von Ocean Vuong.

Alle drei Bücher handeln vom Fortbestehen rassistischer Gewalt. Alle drei beschreiben sie auf je eigene Weise Ausgrenzung und Menschen­feindlichkeit. Und sie thematisieren die jahrhunderte­alte Ideologie der «white supremacy», diesseits und jenseits des Atlantiks, deren Konsequenzen nicht erst deutlich sind, seit George Floyd durch brutale Polizei­gewalt getötet wurde.

Mit Fatima Moumouni debattieren Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger und Daniel Graf. Und Sie, falls Sie möchten. Bitte beachten: die Veranstaltung findet unter Einhaltung der Corona-Sicherheits­bestimmungen statt. Wir werden genügend Abstand zwischen den Plätzen einhalten und bitten um Anmeldung unter info@cabaretvoltaire.ch. Bitte teilen Sie uns auch mit, wenn Sie zu zweit oder mehreren kommen wollen. Der Eintritt beträgt 10 Franken regulär, 5 CHF reduziert. Republik-Verleger*innen bezahlen den ermässigten Tarif von 5 Franken.

Die Veranstaltung wird als Audio-Podcast zum Nachhören aufgezeichnet.

Mehr zu den Büchern:
Der Wassertänzer
, der erste Roman von Ta-Nehisi Coates, dessen Sachbücher zum Rassismus in den USA längst auch international Standard­werke sind; 1000 Serpentinen Angst von Olivia Wenzel, ein Roman­debüt, das vom Leben als «Person of Colour» in deutsch-deutschen Gefilden erzählt; der Gedichtband Nachthimmel mit Austrittswunden, für den Ocean Vuong international als neue literarische Sensation gefeiert wird.

Kurzbesprechungen der Bücher durch Daniel Graf finden Sie hier.

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Drängendes zu 2020 im / zum Cabaret

Screening Martine Syms und Beiträge zu Humor und Rassismus. Organisiert mit Martina Mächler und Anastasia McCammon.

Ein Interlude auf einem Tonträger wird als Zwischenkommentar oder Dialog verstanden. Eingeladene Musiker*innen treten zwischen deinem Bier und Gespräch auf. Das Cabaret Voltaire lernt an diesem Abend kurze Musikbeiträge aus der weiten Nachbarschaft kennen. Organisiert von Lorik Visoka.

Aktuelle Perspektiven auf Emmy Hennings mit Christa Baumberger, Jael Bollag und Sophie Doutreligne.

ESTAR(SER) und weitere. Organisiert mit Adam Jasper

Kasia Fudakowski, Francesca Hawker. Organisiert mit Martina Mächler und Anastasia McCammon.

Martina Buzzi, Nicolas Buzzi und Li Tavor setzen Hans Richters Auseinandersetzung mit Zeit, Wahrnehmung sowie Raum aus einer gegenwärtigen Perspektive mit auditiven Mitteln fort.

Text von Martina und Nicolas Buzzi: Richters Rhythmus 21 setzt sich nicht nur mit Rhythmus, sondern insbesondere auch mit dem Medium Film auseinander. Film war um 1921 praktisch ungesehen und nicht mit der gegenwärtigen Bedeutung des Mediums vergleichbar. Heute ist animiertes wie aufgezeichnetes Bewegtbild ein alltägliches Phänomen, weshalb Richters Auseinandersetzung von Zeit, Wahrnehmung und Raum mittels seiner Arbeit nicht ohne eine historische Verortung der im Rhythmus 21 angewandten Techniken gelesen werden kann. Film und Rhythmus sind beides zeitbasierte Medien. Einzelne Bilder eines Filmes oder Schläge in einem rhythmischen Konstrukt treten erst durch ihre Abfolge und gemeinsame Beziehung als Ganzes in Erscheinung. Diese Gemeinsamkeit sticht insbesondere bei der Arbeit mit der Stop-Motion-Technik ins Auge, während jedem einzelnen Bild in der Herstellung, im Vergleich zur Projektionsdauer, ein unverhältnismässig erscheinendes Vielfaches an Zeit gewidmet wird. Hundert Jahre nach Rhythmus 21 sind die technischen Vorgänge im Film weit bekannt und so weit entwickelt, dass keine Einzelbilder mehr wahrgenommen werden. Damit hat sich im Vergleich zu Richters Zeit die Relevanz der Auseinandersetzung mit dem Granularen des Mediums gewandelt. Eine Möglichkeit der Annäherung an die Thematik besteht heute in der sinnlichen Wahrnehmung von Raum und der Transformation dieser Empfindung durch die Nutzung akustischer Phänomene. In Oh Hans, had you known / Rhythmus 21 nehmen Martina Buzzi und Nicolas Buzzi die zeitbasierte Eigenschaft von Film und Rhythmus als Ausgangspunkt, um unter Einbezug formaler Entscheidungen und morphologischer Eigenschaften von Rhythmus 21 dessen grundsätzliche Fragestellungen in der heutigen Zeit, mit Mitteln wie Sound, Schall, Raum und Musik, zu verhandeln. Dabei wird durch die Verwendung der inhärenten Dynamik von Schwingungen – nämlich ihre fortwährende Überschreitung der Modalitäten und Grenzen, Rhythmus 21 in einen inneren und äusseren Raum mit fluiden Grenzen übersetzt.

Der «Salon der Republik» ist ein Forum für Literatur und Debatte. Es diskutieren über aktuelle Bücher und relevante Themen: das Feuilleton des Online-Magazins Republik, ausgewählte Gäste – und Sie, falls Sie mögen. Denn auch Zuhören ist erlaubt.

«Slow Reading Club» (SRC). Organisiert mit Adam Jasper und Jan Steinbach.

Shinichi Iova-Koga und Dimitri Chimonas. Organisiert mit Anastasia McCammon und Martina Mächler.

Ein Gespräch mit Tove Soiland, Stefanie Leuenberger und Gleb Albert. Moderiert mit Andreas Rizzi. Sozialistische Lieder von Niels van der Waerden

Emmy Hennings, gelesen von Heidi Maria Glössner, im Dialog mit Ariane von Graffenried. Eine Soiree in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Literaturarchiv.

Karolin Brägger (Kostüm in Kollaboration mit Janek Ackermann), Anastasia McCammon / Emmy Hennings, Dynamic Resistance von Hedda Bauer und Johan Ahlkvist mit Charlotte Gash, Charlotta Öberg, Sigrid Mau, Rogine Moradi. Organisiert mit Martina Mächler und Anastasia McCammon.

Der «Salon der Republik» ist ein Forum für Literatur und Debatte. Er diskutieren über aktuelle Bücher und relevante Themen: das Feuilleton des Online-Magazins Republik, ausgewählte Gäste – und Sie, falls Sie mögen. Denn auch Zuhören ist erlaubt. Beim Auftakt der Reihe am 24. März, 20 Uhr, geht es um das Thema «Identitäten» und um neue Bücher von Olivia Wenzel, Ta-Nehisi Coates und Ocean Vuong. Zu Gast ist Fatima Moumouni. Sie liest und debattiert zusammen mit Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger und Daniel Graf.

Die Veranstaltung wird wegen des Coronavirus abgesagt.

In der Reihe «Wissen inGesellschaft» des «Zentrums Geschichte des Wissens» (ETH & Uni Zürich) spricht Prof. Dr. Adrian Daub (Stanford) zum Silicon Valley und nimmt dessen selbstgeschaffenen Mythos der Innovation kritisch unter die Lupe.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Professur für Wissenschaftsforschung der ETH Zürich statt.

Wissen in Gesellschaft

Dada-Vitrine mit Exponaten aus der Sammlung des Kunsthaus Zürich im Gewölbekeller

Im Gewölbekeller befindet sich neu eine klimasichere Vitrine, in der jeweils für zwei bis drei Monate ausgewählte Originaldokumente aus der Dada-Sammlung des Kunsthaus Zürich ausgestellt sind. Gemeinsam mit dem Kunsthaus Zürich werden die Exponate ausgewählt. Dass nur wenige Dokumente gezeigt werden, ermöglicht einerseits eine konzentrierte inhaltliche Auseinandersetzung mit den Objekten. Andererseits können durch die Isolierung präzise Fragen zur Rezeptions- und Sammlungsgeschichte von Dada gestellt werden. Des Weiteren treten die Exponate so in einen Dialog mit den Ausstellungen im Gewölbekeller. Historische Dokumente und dadaistische Strategien treffen auf zeitgenössische Themen und Fragestellungen.

Exponate Slot 1 (20.05.2022–18.07.2022)

–Das Neue Leben. Erste Ausstellung, Kunsthaus Zürich, 1919, Zürich Ausstellungsheft, 16 Seiten, Kunsthaus Zürich, Bibliothek (seit 1919)
–Hans Richter, Portrait Heinrich Coray (Han Corray), 1917, Grafitstift auf kariertem Papier, Kunsthaus Zürich, Grafische Sammlung (seit 1980)
–Tristan Tzara, Vortrag, Januar 1917, Galerie Corray, Zürich, Kunsthaus Zürich, Bibliothek, (seit 1980)

Exponate Slot 2 (19.07.2022–25.09.2022)

Fotografie Han Corray, um 1928, Kunsthaus Zürich, Bibliothek, Geschenk Hans Bollinger
Katalog Eröffnungsausstellung Galerie Corray, Basel, Zürich, 1916/1917, 1916, Kunsthaus Zürich, Bibliothek
Der Ararat. Glossen, Skizzen und Notizen zur Neuen Kunst, 1921, Ausgabe 7, Kunsthaus Zürich, Bibliothek, (seit 2018)
Der Ararat. Glossen, Skizzen und Notizen zur Neuen Kunst, 1921, Ausgabe 1, Kunsthaus Zürich, Bibliothek, (seit 2018)

Dada-Vitrine im Gewölbekeller, Slot 1, Bild: Cedric Mussano

Dada-Vitrine im Gewölbekeller, Slot 1, Bild: Cedric Mussano

«Songs to the Suns»
Das Cabaret Voltaire auf dem Monte Verità, Ascona

Ausstellung Izidora L. LETHE und Installation Paul Maheke:
14.08.2021–02.10.2021

Das Booklet mit Informationen zum Projekt, den Arbeiten von LETHE und Maheke sowie zum Dialog zwischen dem Cabaret Voltaire und dem Monte Verità finden Sie hier.

Das Audio-File zur Installation von Paul Maheke können Sie hier anhören.
Izidora L. LETHES inszenierte Video-Dokumentation der Performance finden Sie hier oder unten als eingebettetes Video.





Programm Eröffnung mit Performances und Gespräch, 14.08.2021:
16:00 Eröffnung Ausstellung Izidora L. LETHE, Paul Maheke
17:00 Gespräch mit Christa Baumberger, Sophie Doutreligne, Minna Salami
18:00 Apero
18:45 Performance Paul Maheke
19:45 Choreographie / Intervention Izidora L. LETHE, aufgeführt von Val Minnig, Stéph, Nina Emge, Jovin Joëlle Barrer, Hermes Schneider, Donya Speaks, Claudia Barth
20:30 DJ-Set Yantan Ministry
21:30 Late Dinner, bitte reservieren unter info@cabaretvoltaire.ch

Öffnungszeiten Ausstellung Izidora L. LETHE, Casa dei Russi
15.08.2021–02.10.2021
Sa: 14:00–18:00
So: 10:00–13:00/14:00–18:00
oder auf Anfrage

Öffnungszeiten Installation Paul Maheke, Spazio Piscina
15.08.2021–02.10.2021
täglich, 24 Stunden


Der Monte Verità gilt – wie das Cabaret Voltaire – als einer der wichtigsten Orte der Avantgarde, sei es in Kunst, Theorie oder Lebensführung. Es erstaunt daher nicht, dass Künstler*innen um den Zürcher Dada-Kreis ihre Sommer auf dem Hügel in Ascona verbrachten, der als Zentrum der Lebensreform-Bewegung galt. Sophie Taeuber-Arp, Emmy Hennings, Hans Arp oder Hugo Ball besuchten Rudolf von Labans Kurse, tanzten, veranstalteten Ausstellungen und Feste. Sowohl im Cabaret Voltaire als auch auf dem Monte Verità war die Befreiung von körperlichen und sprachlichen Konventionen zentral. Die Lebensreform strebte danach, die Gesellschaft durch Vegetarismus, Ausdruckstanz, Naturheilkunde, Licht- und Luftbäder, Freikörperkultur und Reformkleidung aus dem steifen Korsett bürgerlicher Zwänge zu befreien. Im Fokus ihres «dritten Weges» zwischen Kapitalismus und Kommunismus stand das Individuum, der Körper und eine möglichst «naturnahe» Lebensweise. Die Kritik der Lebensreform am Fortschritt und ihr Interesse an der mythischen Vergangenheit fanden später auch Eingang in faschistoides Gedankengut. Zahlreiche lebensreformerische Ideen leben in heutigen Industrien um Selbstoptimierung und Gesundheit weiter. Sie treten aber auch dort auf, wo das Denken durch den Körper und seine Bewegungen gesellschaftliche Kategorien weiter herausfordern will – und sicherlich auf der Suche nach alternativen und gemeinschaftlich organisierten Lebensmodellen. Die Parameter um Bürgerlichkeit, Identität und Wissen haben sich allerdings geändert und müssen aus einer neuen Perspektive betrachtet werden. Diese Rückkehr ist kein nostalgischer Akt, sondern Ausgangslage, um Anliegen und Ausdrucksformen aus der Perspektive der Gegenwart zu begegnen. «Songs to the Suns» vereint holistische und fragmentierte Ansätze, sucht eine Mehrstimmigkeit, die binäre Denkweisen im Hinblick auf Natur und Kultur, Geschlecht und Herkunft beanstandet. Im Zentrum steht der Körper als Archiv und Ort der Emanzipation.

Mit Izidora L. LETHE und Paul Maheke lädt das Cabaret Voltaire zwei zeitgenössische Künstler*innen für die Kooperation mit dem Kulturzentrum Monte Verità ein. Am Eröffnungswochenende wirken als Performer*innen Val Minnig, Stéph, Nina Emge, Jovin Joëlle Barrer, Hermes Schneider, Donya Speaks und Claudia Barth. Yantan Ministry trägt einen Audio-Teil bei. Am Gespräch beteiligt sind Christa Baumberger, Sophie Doutreligne und Minna Salami.

Izidora L. LETHE, Choreographie/Intervention, 14.08.2021, WE ( , Cabaret Voltaire, Monte Verità, Photo: Diana Pfammatter

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Paul Maheke, Taboo Durag, 14.08.2021, Cabaret Voltaire, Monte Verità, Photo: Diana Pfammatter

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Gespräch zwischen Christa Baumberger, Sophie Doutreligne, Salome Hohl und Minna Salami (von links nach rechts) auf dem Monte Verità, 14.08.2021, Photo: Diana Pfammatter

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Ausstellungsansicht, Izidora L. LETHE, WE ( , Cabaret Voltaire, Monte Verità, Photo: Diana Pfammatter

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Ausstellungsansicht, Paul Maheke, «As Saturn and Jupiter Conjunct», 2021 - andauernde Reihe, Cabaret Voltaire, Monte Verità, Photo: Diana Pfammatter

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«Laube zur schiefen Lage»
Das Cabaret Voltaire auf dem Münsterhof, Zürich
27.08.2021–04.09.2021

Eine Zusammenarbeit zwischen dem Cabaret Voltaire und Benedikt Bock. Eingeladene Künstler*innen und Autor*innen: Johan Ahlkvist & Hedda Bauer, Karolin Braegger, Anne Fellner, Kasia Fudakowski, Marius Goldhorn, Johanna Kotlaris, Miriam Stoney, Claudia Stöckli & Raphael Stucky

Programm

Freitag, 27. August 2021:
20:00 Johan Ahlkvist & Hedda Bauer/Karolin Braegger
20:30 Johanna Kotlaris
21:00 Marius Goldhorn
21:30 Raphael Stucky & Claudia Stöckli

Samstag, 28. August 2021:
20:00 Miriam Stoney
20:30 Johan Ahlkvist & Hedda Bauer/Karolin Braegger
21:00 Benedikt Bock
21:30 Anne Fellner

Samstag, 4. September 2021 (Lange Nacht der Zürcher Museen):
20:00 Kasia Fudakowski
20:30 Benedikt Bock
21:00 Johanna Kotlaris
21:30 Claudia Stöckli & Raphael Stucky

Die Installation «Laube zur schiefen Lage» steht vom 27. August bis zum 4. September auf dem Münsterhof. Täglich zwischen 17:00 und 22:00 sind alle Arbeiten und Spuren der Beteiligten zu sehen.

Keine Anmeldung nötig.


Etwas verquer auf dem Münsterhof steht die «Laube zur schiefen Lage» – ein zusammengezimmertes Kunstobjekt, das zugleich als Ausstellungsfläche und Bühne dient. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Zunfthaus zur Waag, in dessen grossem Saal am 16. Juli 1916 die erste Dada-Soirée nach der Schliessung des Cabaret Voltaire stattfand. Damals erläuterten die Dadaist*innen ihre Zeichnungen, trugen Manifeste vor oder tanzten in Masken. Über 100 Jahre später bespielt das Cabaret Voltaire das Zunfthaus aus naher Distanz mit einer eigenen Bühne. Für den Zeitraum von knapp zwei Wochen wird die «Laube zur schiefen Lage» zu einem öffentlichen Ort im Spannungsfeld von antibürgerlichen Gesten und bürgerlicher Kultur, Weltbezug und Weltflucht, Gemeinschaftlichkeit und Individualität, dem Kleinen und dem Grossen.

Das Grundgerüst der «Laube zur schiefen Lage» stammt vom Künstler Benedikt Bock, der das Projekt gemeinsam mit dem Cabaret Voltaire konzipierte. An drei Abenden (27.08., 28.08. und 04.09.) zeigen eingeladene Künstler*innen, Autor*innen und Musiker*innen Kurzbeiträge. Es entsteht ein buntes Geflecht aus zeitgenössischen Narrativen, die direkt oder subtil, kritisch oder humorvoll das Menschsein in diesen allgemein schrägen Zeiten reflektieren. Im Fokus steht aber auch die Reflexion über das «Contemporary» als enge, normative ästhetische Praxis in der zeitgenössischen Kunst. Die «Laube zur schiefen Lage» spielt dabei besonders mit dem Genre der «Kleinkunst», worauf schon die Dadaist*innen mit dem «Cabaret» Bezug nahmen: Das Cabaret als ein gesellschaftskritischer (linker) Ort, der über die Unterhaltung hinaus- geht, und dabei die Grenzen der Hochkunst mitbefragt. Ausserhalb des White Cube zeigen sich gewisse Auseinandersetzung in einem anderen Licht und treffen auf ein breiteres Publikum. Die «Laube zur schiefen Lage» artikuliert sich in dieser Verschiebung und ermöglicht Raum für Zweifel. Kunstschaffen ist stets eng verbunden mit Verletzlichkeit und der Frage, was mitgeteilt wird oder verborgen bleibt.


Zu den Beiträgen und Spuren vom Freitag, 27. August:

Karolin Braegger fragt inmitten der Zunfthäuser und der effizienten Geschäftigkeit, was es heisst, zu «performen». Sie denkt in ihrer künstlerischen Praxis vom Begriff der Aneignung aus darüber nach, was es (noch) zu sagen gibt: sei es als Gastgeberin oder mit Malereien und Stoffobjekten, beispielweise der Arbeit Soso (2021) aus Toile, einem Textil, das meist zur Anprobe (Kleidung) oder als möglicher Hintergrund (Malerei) verwendet wird und sich während den Öffnungszeiten in der Laube entäussert. Als Host lädt Braegger Positionen ein, die ihre Interessen repräsentieren und ihre Arbeiten oder erweitern, wie das queere Powerplay Dynamic Resistance von Hedda Bauer und Johan Ahlkvist. In der Arbeit untersuchen die Künstler*innen mithilfe der Performer*innen Hilma Bäckström, Charlotta Öberg, Luca Büchler, Jessica Comis und Alexandra Paya Themen wie Unsichtbarkeit, inklusive Unterhaltung und exklusive Teilhabe. Die Kostüme, wovon eines in der Laube hängt, sind so gestaltet, dass sie den Raum widerspiegeln, zu dem sie Bezug nehmen – in diesem Fall das Cabaret Voltaire und den Münsterhof.

Die Zürcher Künstlerin Johanna Kotlaris zeigt Aware-Wolf, eine Weiterführung ihrer Performance-Serie The Fool: the Original Form of Things. In der Performance untersucht sie als tragisch komische Närrin, wie wir uns in der Begegnung mit der Welt, mit uns selbst und anderen definieren. Dabei teilt sie – durch Bewegung, Sprache und begleitet von Stefan Kägi am Piano – grosse Fragen: Inwiefern spiegelt sich das Selbst in unserer Begegnung mit dem Gegenüber? Welche Rolle spielen Scham und Schuld in der Definition des Ichs? Während der Öffnungszeiten hängen an der Hinterseite der Laube schwarzweisse Kleidungsstücke, die auf Fragen der Identität verweisen.

Marius Goldhorn, Autor des vielbesprochenen Romans Park, schrieb für die Laube den Vortrag Über den Aussterbenstrieb (August 2021). Themen des Textes sind das Aussterben, der Aussterbenstrieb und der Aussterbesinn. Er hinterlässt eine Keramik-Leber als Spur. Claudia Stöckli und Raphael Stucky ziehen in ihrem «Totentanz» die Auseinandersetzung mit Auflösung und Neuanfang weiter. Die Künstler*innen beginnen mit einem Knochenorakel, das eine Situation schafft, um über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu reflektieren. Dabei geht es auch um eine spielerische Bildfindung als Ausgangslage für klangliche Interpretationen: Die Künstler*innen schaffen einen fein gewobenen Soundteppich, teilweise verdichtet, dann wieder lose, Samples und Drones, mit kurz aufflammenden sphärischen MIDI-Keyboard–Klängen, Synthesizer-Rhythmen, Schritten im Kies, einem Krähendialog und E-Bass-Sound gestrichen mit einem Bogen. Das Orakel, das Stirnband-Klangspiel von Stöckli und die collagierten Lichtobjekte von Stucky bleiben für die Ausstellung zurück.

Organisiert mit Martina Mächler und Anastasia McCammon wurden Karolin Braegger, Hedda Bauer, Johan Ahlkvist und Kasia Fudakowski bereits im Rahmen von «Cracking Up and Staging Down» im April 2021 ins Cabaret Voltaire eingeladen. Aufgrund der Pandemie konnten die Performances damals nicht stattfinden.


Zu den Beitragen und Spuren vom Samstag, 28. August:

Miriam Stoney untersucht in ihrer Lesung verschiedene Ebenen des Spracherwerbs und geht der damit verbundenen Frage nach, inwiefern eine Sprache das Selbst aktiv prägt. «Deutschlernen ist anscheinend kein neutrales Unternehmen. So oft wurde ich in Deutschland darüber ausgefragt, warum ich diese historisch so problematische Sprache überhaupt sprechen wollte, dass ich irgendwann eine eigene politische Absicht für meine Bemühungen konstruieren musste». Das Plakat an der rechten Aussenseite der «Laube zur schiefen Lage» zeugt von ihrem Lernprozess.

Karolin Braegger, Johan Ahlkvist und Hedda Bauer setzen die Auseinandersetzung um Aneignung, Teilhabe und Exklusion fort (siehe Text vom Freitag, 27. August). So auch der Künstler Benedikt Bock, der gerade sein zweites Buch Vögel/ Birds bei Texte zum Nachdenken veröffentlicht hat. Der Text Sabine zeichnet die Geschichte um den fiktiven Zürcher Zeitungsverkäufer Urban Lenti, der von seiner Familie als Spezialfall bezeichnet wird, weil er für alles zu langsam ist. Lenti entwickelt sich zu einer Figur am Rand der Gesellschaft, die tagein tagaus das abstrakte Treiben an der Bahnhofstrasse beobachtet und zum Ende durch den Sturm «Sabine» mit einem antikapitalistischen Schauspiel belohnt wird.

Während den Lesungen und Performances hängt Anne Fellners Malerei im Hintergrund. Zwei Detektiv*innen sind schematisch abgebildet und verschmelzen mit den expressiven Spuren der Künstlerin. Das Gemälde korrespondiert mit der präsentierten nullten Episode TBH – a mysterious hypnotist on the loose aus der Ausstellungs- und Hörstückreihe The Bellermann Hypnotist, die im Projektraum Sangt Hipolyt in Berlin stattfindet. Die Protagonistin des Stückes ist eine nicht näher benannte Ermittlerin oder Detektivin; die Perspektive ist dem literarischen Subgenre des hard-boiled feminism sowie dem gothic thriller nachempfunden. Das fragmentarische Hörstück setzt sich aus verschiedenen literarischen Zitaten (u.a. von Charlotte Perkins Gilman oder Vladimir Nabokov) und Aussagen von Künstler*innen, Autor*innen und Psycholog*innen zusammen, die als Versatzstücke einer kriminologisch-künstlerischen Erzählung dienen.


Zu den Beiträgen und Spuren vom Samstag, 4. September:

Kasia Fudakowski fokussiert in ihrer Performance den «Joke Gap» anhand des Lebens und der Rollen der Komikerin und Schauspielerin Elisabeth Wellano alias Liesl Karlstadt (1892–1960). «Ein Witz kann als entbehrliches soziales Kapital gesehen werden. Historisch gesehen musste sich eine Frau erst als seriös etablieren, bevor sie in einen Witz investieren konnte». Der «Joke Gap» kann auch im weiteren Sinne verstanden werden: Das, was als lustig wahrgenommen wird, verändert sich je nach historischem Kontext, Lebensalter oder Kulturkreis. Fudakowskis Performance changiert zwischen Leichtigkeit und schmerzhaften Momenten, unterstützt von gemalten Kostümen, welche Liesl Karlstadt und Karl Valentin zum Leben erwecken.

Im Anschluss folgen Benedikt Bock (siehe Text zum 28. August), Johanna Kotlaris (siehe Text vom 27. August) sowie Claudia Stöckli und Raphael Stucky (siehe Text zum 27. August). Der «Totentanz» von Stöckli und Stucky spielt auch mit der Information, dass der Münsterhof im Hochmittelalter als Friedhof genutzt wurde.

«Laube zur schiefen Lage», 27.08.2021, Cabaret Voltaire, Münsterhof, Photo: IIDA

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Aktuell

Am 23. Oktober präsentieren wir unseren Audio Guide! Nach einer performativen Einführung können die Besucher*innen den Audio Guide gleich selbst testen.

Der Audio Guide führt in die Geschichte des Cabaret Voltaire und Zürich um 1916 ein und erzählt von der Entstehung von Dada in Zürich. Teil des Audio Guides sind auch die Podcasts, mit welchen wir einen Einblick in aktuelle Diskurse geben und somit die historische Perspektive auf Dada durch das Hinzufügen zeitgenössischer Blickweisen erweitern, die fortlaufend zu aktualisieren gilt.

Impressum:
Konzept/Texte: Laura Felicitas Sabel
Supervision/ Redaktion: Salome Hohl
Übersetzung: Emilia Meier, Sandra Wörz
Sprecherin: Alicia Aumüller
Aufnahme und Sounddesign: Ernesto Coba-Antequera

Eine Panel-Diskussion des Doktoratprogramms Epistemologien ästhetischer Praktiken der Universität Zürich.

Im Rahmen der Jahrestagung «Verschwörung, Fake und Gewissheiten. Fragen zum Beitrag der Künste und ihrer Theorien in Zeiten gesellschaftlichen Wandels» findet am Samstag 28. Oktober im Cabaret Voltaire den Panel «Verlernen. Postkoloniale Perspektiven», mit María do Mar Castro Varela (Berlin), Michaela Ott (Hamburg), Marita Tatari (Stuttgart/Berlin) statt, moderiert bei Ines Kleesattel (Zürich).

Die Denkfigur Verlernen sowie die Versuche ihrer Realisierung ist in aktuellen Künsten ebenso anwesend wie in anderen Diskursen. Während der Gedanke des Delinking von Walter D. Mignolo darauf abzielt, dass die Subjekte an den Rändern (border) eurozentristischen Denkens ihre eigenen Perspektiven entwickeln sollen, zielt der Begriff des Verlernens darauf, hegemoniales Wissen im Zentrum seiner Produktion zu hinterfragen. Anders gesagt, diejenigen, die versuchen, zu verlernen, beschäftigen sich mit sich selbst. Wie lies- sen sich beide Konzeptionen, die des Delinking und die des Verlernens, überhaupt zusammendenken und welche Gefahren und Selbstverständnisse bringen sie mit sich? Kann ein «unordentliches Denken» (Castro Varela) tatsächlich die Pfade westlichen Denkens verlassen oder ist «unordentliches Denken», das als Erwartung an die Künste herangetragen worden ist, nicht eher Teil des westlichen Denkens selbst.

Die Tagung des Doktoratsprogramms Epistemologien ästhetischer Praktiken findet vom 28. bis 30. Oktober 2022 in der Universität Zürich und im Cabaret Voltaire statt. Sie widmet sich den Künsten und ihren Theorien in Debatten um Verschwörungen, Fake-News und (Un-)Gewissheiten heute und wirft die Frage auf, welche Rolle letzteren bei der Formung aktueller Zustände zukommt. Bereits in den Auseinandersetzungen während der 1980er und 1990er Jahre sind Themen solcher Art intensiv diskutiert worden, etwa wenn es um Fakt und Fiktion, Ambivalenz und Unentscheidbarkeit, (Im-)Materialität und um die Verknotung des Realen, Symbolischen und Imaginären ging. Diese Diskussionen scheinen nun, oftmals unter umgekehrten theoretischen und politischen Vorzeichen, ein unerwartetes Nachleben entwickelt zu haben. Daher stellt sich umso dringlicher die Frage, was der Beitrag der Künste im gesellschaftlichen Wandel heute sein könnte.

Beiträge des Panels im Cabaret Voltaire:

María do Mar Castro Varela (Berlin): «Belohnte Ignoranz verlernen. Ethische Betrachtungen»

María do Mar Castro Varela ist Professorin für Soziale Arbeit und Allgemeine Pädagogik an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Sie forscht zu postkolonialer Theorie, Rassismus, Antisemitismus, Migration und Kritischer Theorie. In diesem Jahr erschien ihr Buch Double Bind postkolonial.

Michaela Ott (Hamburg): «Um-Lernen als epistemologisches Dividuationsverfahren»

Michaela Ott ist Professorin für Ästhetische Theorien an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind poststrukturalistische Philosophie, Ästhetik und Politik, Ästhetik des Films, Affekttheorie, Theorien des Raums, Kunst-Wissen, (In)Dividuation, postkoloniale Theorie, afrikanische Philosophie und Kunst.

Marita Tatari (Stuttgart/Berlin): «Über die Entscheidung, das westliche Denken zu verlassen»

Marita Tatari vertritt die Professur Gegenwartsästhetik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Ihre Schwerpunkte sind Kontinentalphilosophie, Ästhetik und Kunsttheorie, sowie u. a. räumliche und performative Aspekte der Künste, Epistemologie der Performance, Realität der Kunst und Kunstwerk als Handlung.

Moderierung: Ines Kleesattel

Ines Kleesattel ist Dozentin im Master Art Education der ZHdK und forscht am FSP Kulturanalyse in den Künsten zu situierter Ästhetik, künstlerischer Forschung und experimentellen Theoriepraktiken. 2021/2022 vertrat sie die Professur für Kunstvermittlung und Ästhetik in der Fachgruppe Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Lesung und Gespräch mit der Autorin.
15:00–16:30 Buchvernissage
16:30–18:00 Apéro

Silvia Boadella ist die Grossnichte von Sophie Taeuber-Arp und mit ihrem Lebenswerk aufgewachsen. Taeuber-Arp ist eine Pionierin der modernen Kunst, stand im Zentrum des Zürcher Dada und gilt als wichtigste Schweizer Künstlerin zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.

Anlässlich der Buchvernissage erzählt Silvia Boadella im Gespräch mit Salome Hohl (Direktorin Cabaret Voltaire) von den Erinnerungen ihrer Familie und und liest Passagen aus ihrer Publikation «Sophie Taeuber-Arp – Ein Leben für die Kunst | A Life through Art». Darin schöpft Boadella mit einem persönlichen Zugang aus den Geschichten und Dokumenten ihrer Familie und aus bisher unveröffentlichten Quellen. Ihr gelingt dabei eine wort- und bildstarke Erzählung, die erstmals Stationen aus Sophies Leben mit ihren Werken verbindet.

Die Zürcher Buchvernissage findet im Rahmen der Ausstellung «Sophie Taeuber-Arp / Mai-Thu Perret», die vom 14. Oktober 2022 bis 30. April 2023 im Cabaret Voltaire zu sehen ist, statt.

Buchcover, Skira Editore, Mailand

Portrait Silvia Boadella, Autorin

1982 wurde in der Whitechapel Gallery in London die Ausstellung Kahlo/Modotti von den Kurator*innen Laura Mulvey und Peter Wollen eröffnet. Gegenstand waren die Zusammenarbeit und die Arbeiten der der in Mexiko tätigen Künstlerinnen Frida Kahlo und Tina Modotti. 40 Jahre später zeigt das Cabaret Voltaire, anlässlich des ersten Besuchs der bekannten Filmwissenschaftlerin Laura Mulvey in Zürich am 08.11.22, ausgewählte Materialien aus dem Zusammenhang dieser Ausstellung. Zu sehen sind Fotografien, Texte, Audioaufnahmen und ein Film, die den Kontext der 1980er Jahre beleuchten.

Laura Mulvey und Peter Wollen, «Frida Kahlo & Tina Modotti», 1982, Filmstill

«[not] here» – eine Ausstellung und Soireen von Sarah Burger und Felipe Ribeiro
03.09.22–18.09.22

Veranstaltungen:
03.09.22, 18:00–02:00: LANGE NACHT der Zürcher Museen
06.09.22: Soiree «[not] here», Ausstellungseröffnung (ab 18:00) und Dialogue (20:00) zwischen Sarah Burger und Felipe Ribeiro
13.09.22, 20:00: Soiree «[not] here», musikalische Vertonung der ausgestellten Werke mit Dimitri Howald

Sarah Burger (Zürich) und Felipe Ribeiro (Rio de Janeiro) lernten sich während eines Workshops kennen, bei dem Ribeiro Dinge sammelte, die von verschiedenen Personen mitgebracht wurden, um die Objekte zu Erde zu verarbeiten und eine «gemeinsame Basis» zu schaffen. Burger und Ribeiro entdeckten ein geteiltes Interesse an Tektonik, Erd- und Steinformationen sowie an Landschaften und Geografien, die neue Zugänge zu Geschichte und Zeit ermöglichen. Die Idee, dass ein künstlerischer Austausch für beide fruchtbar sein könnte, entstand. Das Cabaret Voltaire war schon immer ein Ort des künstlerischen Austauschs, der internationalen Zusammenarbeit und des Experimentierens mit neuen Formen der Begegnung. Dieses historische Versprechen bot einen passenden Rahmen für den Dialog zwischen Burger und Ribeiro, der sich entlang von Reflexionen und Aneignungen von Materialeigenschaften, Erzählungen und Geschichten entfaltet. Schnell wurde deutlich, dass ihre Zusammenarbeit nicht nur aus dem Austausch von gemeinsam vereinbarten Vorschlägen bestand, sondern auch aus dem Kennenlernen des jeweils anderen als jemand, der anders arbeitet, reflektiert, assoziiert und artikuliert. Der gemeinsame Fokus liegt – wie vielleicht immer in der Kunst – auf der Frage, was sich im Dazwischen eröffnet: Jeder Blick auf Bildwelten und Objekte offenbart unterschiedliche Wertesysteme, jede Gegenüberstellung von Objekten wirft ein neues Licht auf Texturen, Formen, deren Erzählungen und Symbolik. Im Cabaret Voltaire teilen Burger und Ribeiro Überlegungen und Beobachtungen zu Fragen der Visualität, der Sprache und der Körperlichkeit, wobei sie Präsenz als eine lebendige, nicht fixierte Qualität wahrnehmen, die auch im Verschwinden stattfindet.

Sarah Burger, Dinge, 2021
Sarah Burger bat mehrere Freund*innen, ihr Listen von Gegenständen zu geben, die sie dann mit verbundenen Augen aus Ton formte. Die einzige Vorgabe, die Burger kommunizierte, war, dass die Objekte 1:1 geformt werden können und in den Brennofen passen müssen. Dieser Prozess führte sie zu vielfältigen Fragen über Dinge, Form und Bedeutung: Welche Gegenstände sind für Menschen wichtig? Wie können sich Hände Dinge einprägen? Was ist die Semantik von Formen?

Sarah Burger, Hands, Magic, Hands, 2021
Hands, Magic, Hands ist eine digitale Collage, die auf einem gefundenen Bild von Händen und einer Fotografie einer schnell hergestellten, nicht figurativen Skulptur aus Plastilin basiert. Die Hände scheinen die Skulptur zu evozieren und sie auf magische Weise zu formen, ohne sie zu berühren.

Sarah Burger, All the landscapes I’ve ever seen, 2022
Das Video-Gedicht ist eine Reflexion über die An- und Abwesenheit verschiedener Orte, über erinnerte Räume, die nie zuvor physisch besucht wurden. Burger produzierte das Werk während einer Residenz in Sofia, Bulgarien.

Felipe Ribeiro, Dematerialize i & ii, 2021-2022
Dematerialize ist Teil einer grösseren Serie mit dem Titel Revolving Actions und experimentiert mit Momenten der Abstraktion der menschlichen Figur, in der Hoffnung, dass die visuelle Destabilisierung andere Beziehungsformen ermöglicht. In beiden Arbeiten ist das Gesicht von einem goldenen Metallgewebe bedeckt, das den Gesichtsausdruck verschleiert, den Kopf als Form aber dennoch in den Vordergrund rücken lässt, während der Körper einer verschwimmenden Unbestimmtheit unterworfen ist. Dematerialize i – dawn ist eine Aktion, die sich mit der Ambivalenz des Verschwindens durch das Sichtbarwerden auseinandersetzt. Die in einer bestimmten Raum-Zeit-Koordinate stattfindende Performance findet im Morgengrauen des St.-Georgs-Tages statt, einer Feier, die in Rio de Janeiro den katholischen Heiligen mit der afrikanischen Gottheit Ogun verbindet. Als Symbol für Schutz und Resistenz predigen die Gläubigen, die Kleidung des Heiligen Georg zu tragen, damit der Feind «Augen hat, aber sie nicht sieht». Die Performance materialisiert dieses Gelübde als eine Mischung aus Anonymität und Überschwang. In Dematerialize ii – dusk, sind lang belichtete Aufnahmen eines zitternden Körpers in der Dunkelheit zu sehen, der seine Konturen verlieren soll. Die lang andauernde Aktion begann in Rio de Janeiro um 17:27 Uhr, bei Vollmondaufgang, dauerte über Nacht und endete am nächsten Tag.

Felipe Ribeiro, Whispers, 2022
Die Besucher*innen sind eingeladen, die auf die Wände des Cabaret Voltaire gerichtete Klanginstallation zu hören. Fragmentierte Erzählungen, Textauszüge, imaginative Logiken und Träume werden laut ausgesprochen, so dass die Wände sie hören und speichern können. Die Wand wird als konkrete Materie verdichteter Geschichten wahrgenommen, daher die Notwendigkeit, das Aufgenommene und Gehörte anzuerkennen und sie gezielt mit weiteren Klängen und Erzählungen zu versehen.

Die in Zürich lebende Künstlerin Sarah Burger studierte Bildende Kunst, Philosophie, Vergleichende Literaturwissenschaft und Linguistik. Ihre Praxis umfasst auch künstlerische Recherche (PhD, ZHdK Zürich und Kunstuniversität Linz). Der Künstler Felipe Ribeiro lebt in Rio de Janeiro und ist Professor für Tanz- und Filmstudien an der Federal University of Rio de Janeiro. Er studierte Film (MA) und besitzt ein PhD in Bildender Kunst.

Die Ausstellung wird von der Annemarie Schindler-Stiftung unterstützt.

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Dada-Rundgang im Zürcher Kreis 1

Zwischen 1916 und 1919 wurden in Zürich durch die Dadaist*innen Impulse gesetzt, welche die Künste weltweit nachhaltig prägen sollten. In Zürich steht mit dem Cabaret Voltaire nicht nur der Ursprungsort von Dada, im Kunsthaus Zürich befindet sich auch eine der wichtigsten Dada-Sammlungen.

Diese Führung mit der Cabaret Voltaire-Leiterin Salome Hohl und der Kunsthaus-Kuratorin Cathérine Hug verbindet die beiden Häuser und führt Sie zu weiteren Dada-Spielstätten, die das Milieu und die Orte zeigen, in denen Dada enstand und wirkte. Besammlung ist vor dem Cabaret Voltaire. Die Führung endet im Kunsthaus Zürich: im Dada-Kabinett und schliesslich beim Max Ernst-Bild in der Kunsthaus-Bar. Im Preis inbegriffen sind die kommentierte Tour und der Dada Pocket Guide.

–Treffpunkt: 18:00 vor dem Cabaret Voltaire

–Kosten: CHF 30.– / 25.– (Studierende) / 20.– (Mitglieder), inkl. Dada Pocket Guide

–Teilnehmerzahl beschränkt. Anmeldung erforderlich.

Tickets können via Ticket-Shop des Kunsthaus bezogen werden.

Der Rundgang findet auf Deutsch statt.

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Während der LANGEN NACHT der Zürcher Museen findet das folgende Programm im Cabaret Voltaire statt:

Sarah Burger/Felipe Ribeiro, «Whispers» und «Dinge»

18:00–02:00

Während der LANGEN NACHT der Zürcher Museen präsentiert Felipe Ribeiro «Whispers»: eine körperlose Klanginstallation, die fragmentierte, träumerische Erzählungen und unkonventionelle Logiken in intimen Tönen zum Besten gibt, die sich mit den Besucher*innen vermischen und ein fortlaufendes Gespräch über verschiedene Kontexte und Zeiten schaffen. Sarah Burger zeigt Objekte aus der Serie «Dinge». Sie bat mehrere Freund*innen, ihr Listen von Gegenständen zu geben, die sie dann mit verbundenen Augen aus Ton formte. Dieser Prozess führte sie zu vielfältigen Fragen über Dinge, Form und Bedeutung: Welche Gegenstände sind für Menschen wichtig? Wie können sich Hände Dinge einprägen? Was ist die Semantik von Formen? Dabei wurden 48 figurative Objekte durch sieben abstrakte Objekte ergänzt, um das Erkennen eines Objektbildes mit dem Prozess der Interpretation zu kontrastieren.

ektor garcia, «nudos de tiempo»

18:00–02:00

«nudos de tiempo» von ektor garcia (*1985) zeigt eine temporäre Konstellation aus bunten Häkelarbeiten sowie Metall- und Keramikskulpturen. In den sinnlich geknoteten Ketten oder Mäander Motiven vermengen sich kunsthandwerkliche Spuren indigener Bevölkerung aus Mittel- und Nordamerika mit Volkskunst, popkulturellen und digitalen Einflüssen. Einige Häkelarbeiten erinnern an Werke der US-Fiber-Art-Bewegung der 1960er Jahre. Der Auftritt im Cabaret Voltaire ist die erste institutionelle Einzelausstellung von ektor garcia in der Schweiz.

Ilaria Vinci, «Phoenix Philosophy Café»

18:00–02:00

Ilaria Vinci (*1991) erforscht in ihrer Praxis das, was sie als «Zone der Fantasie» bezeichnet: Der Bereich in der menschlichen Psyche, in dem sich Selbst- und Weltwahrnehmung treffen und verschwimmen. Die Künstlerin geht der Frage nach, was Realität ausmacht und wie Menschen kommunizieren und imaginieren. Während einem Jahr bespielt Vinci die Künstler*innen-Kneipe und verwandelt den Eingangsbereich in eine Feuerstelle. Um Feuer versammeln sich Menschen, tauschen Geschichten aus, essen, trinken und spielen zusammen. Teil der Ausstellung sind auch mythologische Figuren, die mit Feuer assoziiert werden, wie Phoenix und Prometheus.

Stefan Burger, «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo» (I&II)

18:00–02:00

Die Dada-Bibliothek zeigt eine Arbeit des Künstlers Stefan Burger (*1977). Burger präsentiert zwei den Raum und bestenfalls die Gemüter erhellende Leuchtenobjekte. Die Skulpturen aus gegossenem Glas und Aluminium setzen Burgers 2020 im Cabaret Voltaire begonnene Auseinandersetzung mit Kunst als Gebrauchsgegenstand fort. Es sind hybride Anlagen oder Kippfiguren, die je nach Betrachtung zu einer unterschiedlichen Qualität oder Deutung neigen und mit Zierrat und Funktion umgehen. Die Arbeit mit flüssigem Glas involviert Farben von intensiver Leuchtkraft, die dank ihrer keramischen Natur unverwüstlich heiter weiter leuchten.

Party

Smoky Tear, Playlists and Surprises

22:00–02:00

Die Ausstellung von Ilaria Vinci «Phoenix Philosophy Café» wird begleitet von der trinkbaren Skulptur «Smoky Tear», einer eigens für die Ausstellung kuratierten Playlist sowie einer Überraschungsintervention. Die Klanginstallation «Murmur» von Sarah Burger und Felipe Ribeiro im historischen Saal wird ebenfalls mit einer Playlists musikalisch abgerundet und lädt zum Tanzen ein.

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Am Freitag spielen endobliss, buffer, 400jasa, tsjmar, diejayvarni und avia ihre Sets für Radio Bollwerk im Cabaret Voltaire. Sie können kommen, wann immer Sie wollen. Die Bar ist offen.

Live-Stream unter www.radio-bollwerk.ch

Flyer von avia und diejayvarni.

«Embracing Necessity 1916 2002 2022» – 20 Jahre seit der Besetzung des Cabaret Voltaire, 24.06.–25.06.2022

Vor 20 Jahren besetzten am 2. Februar 2002 Künstler*innen und Aktivist*innen die Spiegelgasse 1 – den Ursprungsort von Dada. Die Besetzung endete am 2. April 2002 mit einer (je nach Erzählung) Räumung, welcher eine Vereinbarung zwischen der Stadt und den Besetzer*innen vorausging. Erst seit dieser Aktion wurde der Ort wieder als Kulturhaus wahrgenommen. Etwas mehr als 20 Jahres später feiern und reflektieren wir diese wichtige Initiative und haben via Rundschreiben damaligen Akteur*innen eingeladen, das Cabaret Voltaire am 24. und 25. Juni 2022 zu besuchen oder einen Beitrag zu zeigen. Im Zentrum stehen die Fragen «Wie wird Raum geschaffen und was bedeutet es, Raum zu schaffen?». Sowohl 1916, 2002 als auch 2022 galt und gilt es diese Fragen zu stellen, wenn es darum geht, herauszufinden, inwiefern Kulturschaffen ermöglicht wird und welche Voraussetzungen, Erzählweisen und Nachwirkungen mit dem künstlerischen Tun einhergehen. Wir freuen uns über das folgende Rahmenprogramm, das vielleicht durch spontane Ergänzungen erweitert wird.

Freitag, 24.06.2022

–ab 18 Uhr: Vernissage: «ten pet bottles hanging on the wall» von Mark Divo und Pavel Emelianov. Präsentation ausgewählter Fotografien von damals
–20 Uhr: Podcast «Dada2025»: Letzte Folge live im Cabaret Voltaire
Seit dem 2. Februar 2022 läuft zum Jubiläum eine Podcast-Reihe des «Maison du Futur». Die letzte Folge wird im Cabaret Voltaire ausgestrahlt. Anschliessender Talk mit Jean-Pierre Hoby, Mark Divo, Anja Nora Schulthess und Salome Hohl. Der Podcast heisst absichtlich «Dada2025», weil dieser Podcast sich ein langfristiges Ziel gesetzt hat – nämlich die Geschichtsschreibung des Cabaret Voltaire.
–im Anschluss: DJ Chiri Moya
Hinter Chiri Moya steckt die Künstlerin Maja Hürst, auch bekannt als Tika.

Samstag, 25.06.2022

–20 Uhr: Lenin Dada und Hausbesetzer*innen (Sprach/Musik/Performance mit Knarf Rellöm und Tillamanda)
22 Uhr: An der «Chaostage» von Ajana Dracula & friends sind alle dazu eingeladen, auf der offenen Bühne aufzutreten. Für die Performances stehen Bühne, Mikrofone, ein Klavier, Verstärker, Beamer sowie je max. 10 Minuten zur Verfügung. Begrüssung und Anmeldung ab 21 Uhr vor Ort oder unter ajanadracula239@gmail.com.

Open Call «Chaostage» – mach mit!
Am Samstag, 25. Juni, findet im Cabaret Voltaire die «Chaostage» von Ajana Dracula & friends statt. Wir laden dazu ein, auf der offenen Bühne aufzutreten: Reden halten, Lieder singen, Instrumente spielen, Tänze vorführen, Performances machen, rappen, Gedichte rezitieren, einen Film zeigen – alle Beiträge sind willkommen.
Für die Performances stehen Bühne, Mikrofone, ein Klavier, Verstärker, ein Computer, Beamer sowie je max.10 Minuten zur Verfügung.
In allen Sprachen. Verkleidung erwünscht!
Türöffnung: 21:00
Freier Eintritt.
Anmeldung an ajanadracula239@gmail.com
Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und Mitmachen!

Hinweis:
Vom 5. Juli bis 16. Juli finden die 10. Dadafestwochen in der Roten Fabrik statt.

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Das Cabaret Voltaire lädt herzlich zum Filmabend mit Arbeiten von Howardena Pindell, Black Audio Film Collective, Aykan Safoğlu und Ivy Monteiro ein.

CARAH (Collective for Anti-Racist Art History) ist eine Initiative von Kunsthistoriker*innen der Universität Zürich mit der Zielsetzung, die sich in der Kunstgeschichte abzeichnenden und teilweise tief verwurzelten rassistischen Ideologien kritisch zu hinterfragen und aufzubrechen. Das Kollektiv stellt sich die Aufgabe, rassistisch begründete Ein- und Ausschlüsse sowie damit zusammenhängende blinde Flecken in der Methodentradition des Faches aufzuzeigen und diesen entgegenzuwirken, um zur Rekonstruktion und Überwindung von Rassismus beizutragen.

Während des Zurich Art Weekend hat das Cabaret Voltaire Sonderöffnungszeiten. Die Ausstellungen sind Freitag bis Sonntag jeweils ab 10 Uhr geöffnet.

––––––––––––– Freitag, 10.06.2022

––21:00, «Theodora or The Progress», Performance von Alpina Huus
mit Alizee Lenox, Florence Peake, Eve Stainton.
Kostüme von Hugo Canoilas, Elise Lammer, Julie Monot, Mia Sanchez.
Szenografie und Dramaturgie: Cee Füllemann, Elise Lammer.
Musik: Alizee Lenox

Anlässlich des Zurich Art Weekend und ergänzend zur Zürcher Filmpremiere vom 31. Mai, performen Alpina Huus um 21 Uhr.

Inmitten von Generations-, Klima- und Wirtschaftskrisen hinterfragt der Film «Theodora or The Progress» des Kollektivs Alpina Huus die Sicht auf die Realität und die Legitimität des Sprechens. «Theodora or The Progress» ist ein kollektives künstlerisches Projekt, das eine Installation, Musikstücke und Performances von einer Gruppe internationaler Künstler*innen wie Hugo Canoilas, Cee Füllemann, Tarren Johnson, Elise Lammer, Alizee Lennox, Sarah Margnetti, Julie Monot, Lucien Monot, Florence Peake, Jessy Razafimandimby, Mia Sanchez, Eve Stainton und Niels Trannois umfasst.

Die Performance thematisiert den Begriff der Ermächtigung und erforscht das Potenzial des Unterbewussten. Aus den Werken von Virginia Woolf, Adrian Piper, Lisa Simpson, Deleuze, Guattari, Snoop Dogg und Franz Kafka schöpfend, durchleuchtet der Film die Fähigkeit der nonverbalen Kommunikation als Mittel gegen verschiedene Arten von Diskriminierung. In Anlehnung an den Namen der möglicherweise ersten feministischen Figur, der Kaiserin Theodora (500 n. Chr.), inszeniert «Theodora or The Progress» eine kollektive Übernahme, die von Liebe, Verwandlung und Transzendenz spricht.

––23:55, Midnight Speech mit Ilaria Vinci
Passend zu Vincis' Ausstellung «Phoenix Philosophy Café» wird der Smoked Bubble Cocktail «Smoky Tear» serviert.
Freier Eintritt

––––––––––––– Samstag, 11.06.2022

––12:00, «Theodora or The Progress», Performance von Alpina Huus
mit Alizee Lenox, Florence Peake, Eve Stainton.
Kostüme von Hugo Canoilas, Elise Lammer, Julie Monot, Mia Sanchez.
Szenografie und Dramaturgie: Cee Füllemann, Elise Lammer.
Music: Alizee Lenox

––––––––––––– Sonntag, 12.06.2022

––15:00, Book Launch «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi»
Das Cabaret Voltaire, das Schweizerische Institut und Lenz freuen sich, das Künstlerbuch Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi vorzustellen.

Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi bringt die ersten Übersetzungen von Gedichten und Texten von Emmy Hennings (geb. 1885, gest. 1948) ins Englische mit dem Werk der in Zürich lebenden Künstlerin Sitara Abuzar Ghaznawi (geb. 1995) zusammen. Hennings, Mitbegründerin des Cabaret Voltaire in Zürich (zusammen mit Hugo Ball), war eine Performerin, Künstlerin und Schriftstellerin, deren Werk bis vor kurzem kaum wahrgenommen wurde. Ghaznawi schuf einen Rahmen und Begegnungen für Hennings' Schreiben durch Collagen, Skulpturen und neue Texte von Mitgliedern ihrer künstlerischen Gemeinschaft. Bei dieser Nachmittagsveranstaltung werden Screenings einiger Mitwirkenden des Buches gezeigt und Auszüge von Hennings' Texten gelesen.

Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi
eds. Simon Castets, Salome Hohl, Eva Kenny, Laura McLean-Ferris
Publiziert vom Schweizerischen Institut und dem Cabaret Voltaire, in Zusammenarbeit mit Lenz.

Mit Texten und Beiträgen von: Sitara Abuzar Ghaznawi, Timur Akhmetov, Simon Castets, Olamiju Fajemisin, Emmy Hennings, Salome Hohl, Shamiran Istifan, Semuel Lala, Nils Amadeus Lange, Laura McLean-Ferris, Furqat Palvan-Zade, Sophia Rohwetter, Ser Serpas, Ian Wooldridge, Michael Zimmermann.
Grafik: Dan Solbach

128 pages
48 images (b/w)

ISBN 979-12-80579-36-2
20 EUR / CHF

Das Cabaret Voltaire, das Schweizerische Institut und Lenz freuen sich, das Künstlerbuch Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi vorzustellen.

Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi bringt die ersten ins Englische übersetzte Gedichte und Texte von Emmy Hennings (geb. 1885, gest. 1948) mit dem Werk der in Zürich lebenden Künstlerin Sitara Abuzar Ghaznawi (geb. 1995) zusammen. Hennings, Mitbegründerin des Cabaret Voltaire in Zürich (zusammen mit Hugo Ball), war Performerin, Künstlerin und Schriftstellerin, deren Werk bis vor Kurzem kaum wahrgenommen wurde. Ghaznawi schuf einen Rahmen und Begegnungen für Hennings' Schreiben durch Collagen, Skulpturen und neue Texte von Mitgliedern ihrer künstlerischen Gemeinschaft. Bei dieser Nachmittagsveranstaltung werden Screenings einiger Mitwirkenden des Buches gezeigt und Auszüge von Hennings' Texten gelesen.

Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi
eds. Simon Castets, Salome Hohl, Eva Kenny, Laura McLean-Ferris
Publiziert vom Schweizerischen Institut und dem Cabaret Voltaire, in Zusammenarbeit mit Lenz.

Mit Texten und Beiträgen von: Sitara Abuzar Ghaznawi, Timur Akhmetov, Simon Castets, Olamiju Fajemisin, Emmy Hennings, Salome Hohl, Shamiran Istifan, Semuel Lala, Nils Amadeus Lange, Laura McLean-Ferris, Furqat Palvan-Zade, Sophia Rohwetter, Ser Serpas, Ian Wooldridge, Michael Zimmermann.
Grafik: Dan Solbach

128 pages
48 images (b/w)

ISBN 979-12-80579-36-2
20 EUR / CHF

mit Alizee Lenox, Florence Peake, Eve Stainton.
Kostüme von Hugo Canoilas, Elise Lammer, Julie Monot, Mia Sanchez.
Szenografie und Dramaturgie: Cee Füllemann, Elise Lammer.
Music: Alizee Lenox

Anlässlich des Zurich Art Weekend und ergänzend zur Zürcher Filmpremiere vom 31. Mai, performen Alpina Huus um 21:00.

Inmitten von Generations-, Klima- und Wirtschaftskrisen hinterfragt der Film «Theodora or The Progress» des Kollektivs Alpina Huus die Sicht auf die Realität und die Legitimität des Sprechens. «Theodora or The Progress» ist ein kollektives künstlerisches Projekt, das eine Installation, Musikstücke und Performances von einer Gruppe internationaler Künstler*innen wie Hugo Canoilas, Cee Füllemann, Tarren Johnson, Elise Lammer, Alizee Lennox, Sarah Margnetti, Julie Monot, Lucien Monot, Florence Peake, Jessy Razafimandimby, Mia Sanchez, Eve Stainton und Niels Trannois umfasst.

Die Performance thematisiert den Begriff der Ermächtigung und erforscht das Potenzial des Unterbewussten. Aus dem Werk von Virginia Woolf, Adrian Piper und Lisa Simpson, Deleuze und Guattari, aber auch Snoop Dogg und Franz Kafka schöpfend, betont der Film die die Fähigkeit der nonverbalen Kommunikation als Mittel, Strategien gegen verschiedene Arten von Diskriminierung. In Anlehnung an den Namen der möglicherweise ersten feministischen Figur, der Kaiserin Theodora (500 n. Chr.), schildert «Theodora or The Progress» die Verwandlung der erzählenden Person und einiger seiner Kompliz*innen in ein Rudel von Hunden. «Theodora or The Progress» inszeniert eine kollektive Übernahme, die von Liebe, Verwandlung und Transzendenz spricht.

** Für Cabaret-Voltaire-Mitglieder, Zurich-Weekend-VIPs und Alpina-Huus-Freunde. Bitte hier anmelden.

mit Alizee Lenox, Florence Peake, Eve Stainton.
Kostüme von Hugo Canoilas, Elise Lammer, Julie Monot, Mia Sanchez.
Szenografie und Dramaturgie: Cee Füllemann, Elise Lammer.
Musik: Alizee Lenox

Anlässlich des Zurich Art Weekend und ergänzend zur Zürcher Filmpremiere vom 31. Mai, performen Alpina Huus um 21:00.

Inmitten von Generations-, Klima- und Wirtschaftskrisen hinterfragt die Performance «Theodora or The Progress» des Kollektivs Alpina Huus die Sicht auf die Realität und die Legitimität des Sprechens. «Theodora or The Progress» ist ein kollektives künstlerisches Projekt, das eine Installation, Musikstücke und Performances von einer Gruppe internationaler Künstler*innen wie Hugo Canoilas, Cee Füllemann, Tarren Johnson, Elise Lammer, Alizee Lennox, Sarah Margnetti, Julie Monot, Lucien Monot, Florence Peake, Jessy Razafimandimby, Mia Sanchez, Eve Stainton und Niels Trannois umfasst.

Die Performance thematisiert den Begriff der Ermächtigung und erforscht das Potenzial des Unterbewussten. Aus dem Werk von Virginia Woolf, Adrian Piper und Lisa Simpson, Deleuze und Guattari, aber auch Snoop Dogg und Franz Kafka schöpfend, betont der Film die die Fähigkeit der nonverbalen Kommunikation als Mittel, Strategien gegen verschiedene Arten von Diskriminierung. In Anlehnung an den Namen der möglicherweise ersten feministischen Figur, der Kaiserin Theodora (500 n. Chr.), schildert «Theodora or The Progress» die Verwandlung der erzählenden Person und einiger seiner Kompliz*innen in ein Rudel von Hunden. «Theodora or The Progress» inszeniert eine kollektive Übernahme, die von Liebe, Verwandlung und Transzendenz spricht.

Passend zu Vincis' Ausstellung «Phoenix Philosophy Café» wird der Smoked Bubble Cocktail «Smoky Tear» serviert.
Freier Eintritt

Am 28. Mai 2022 findet im Cabaret Voltaire, die multimediale Kunst-Versteigerung KUNSTLICHT GALA zugunsten geflüchteter Menschen statt. Die Veranstaltung richtet sich klar gegen die gewaltvolle, abschottende Grenzpolitik und steht für eine breite Solidaritätsbewegung für alle Menschen auf der Flucht.

Der Gesamterlös der Versteigerung wird den Hilfsorganisationen Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich, Brava - gemeinsam gegen Gewalt an Frauen, Sea-Watch – zivile Seenotrettung von Flüchtenden und Médecins Sans Frontières gespendet.

Die Spendengala umfasst die Versteigerung von über 25 künstlerischen Beiträgen verschiedener Zürcher und interna- tionaler Kunstschaffender – unter anderen MANON, Walter Pfeiffer, Mickry3 sowie vielen weiteren Künstler*innen – alle vereint in einer besonderen Verbindung zum Cabaret Voltaire und zur F+F Schule für Kunst und Design.

Die bedeutsame und gleichzeitig unterhaltende Veranstaltung richtet sich an ein breites Publikum möglicher Spender*innen. Umrahmt wird die Spendenaktion von vielseitigen künstlerischen Performances und Live-DJ-Musik.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr vorbeikommt und diese Aktion unterstützt!

F+F und Verein Kunstlicht: Kerstin, Karoline, Chiara, Noah, Christoph, Gökçe

Fragen zur Veranstaltung per E-Mail an Kerstin Wittenberg. Kunstlicht ist ein Verein, gegründet von Studierenden der F+F Schule für Kunst und Design.

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Die Vernissage der Ausstellung «nudos de tiempo» von ektor garcia markiert die zweite Eröffnungsphase. Es wird die erste institutionelle Ausstellung des in Mexiko lebenden Künstlers in der Schweiz, kuratiert von Fabian Flückiger und Salome Hohl in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler. Die kunsthandwerklichen Objektlandschaften von ektor garcia (*1985) brechen mit Erzählformen, die bestimmte Bedeutungen suchen, ohne geschichtsvergessen zu sein. Sie sind punk und queer. Durch veränderte Konstellationenproduziert garcia immer wieder neue, bedeutungsoffene Beziehungen, welche sich dem Drang, Kategorien und Hierarchien herzustellen, widersetzen. Dennoch beruhigen die Arbeiten durch ihre Sinnlichkeit, das feinfühlige Arrangement der Objekte und die vielen inhaltlichen Fährten, die aufgenommen werden können.

Ebenfalls eingeweiht wird in dieser Etappe die Dada-Vitrine im Gewölbekeller mit Original-Dokumenten aus der Dada-Sammlung des Kunsthaus Zürich.

ektor garcia, Teaser zur Ausstellung «nudos de tiempo», Cabaret Voltaire, 2022

Mit der Vernissage der Ausstellung von Ilaria Vinci in der neuen Künstler*innenkneipe und der Einweihung der Dada-Bibliothek mit Werken von Stefan Burger beginnen die Eröffnungswochen nach der Instandsetzung.

Abendprogramm 30.04.2022:

––Ab 18:00: Eröffnung der Ausstellung «Phoenix Philosophy Café» von Ilaria Vinci und Einweihung der Dada-Bibliothek mit den Werken «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo» (I&II) von Stefan Burger

––20:00: Begrüssung durch Sandro Zanetti (Präsident des Vereins Cabaret Voltaire) und Salome Hohl (Direktorin Cabaret Voltaire)

––20:15: Performance «When Darkness» von Ilaria Vinci mit einem Live-Musikstück von Rafal Skoczek und Jamira Estrada, das als Soundtrack zur Ausstellung «Phoenix Philosophy Café» von Ilaria Vinci erhalten bleibt, und einer Tanzperformance der Gruppe Stay Kids mit Kostümen von Ronja Varonier

––22:00–03:00: Belia Winnewisser (DJ-Set), Lateena Plummer (Performance und DJ-Set) und TVBXS (DJ-Set)

Im Eingangsbereich befindet sich neu eine Bar, die jeweils für ein Jahr von einer künstlerischen Position mit einer Ausstellung bespielt wird. Die Künstlerin Ilaria Vinci startet mit der Schau «Phoenix Philosophy Café». Mehr zur Ausstellung

Die Dada-Bibliothek ist neu im ersten Stock zu finden. Im Raum befinden sind ausserdem Arbeiten des Künstlers Stefan Burger. Mehr zur Bibliothek und Stefan Burgers Werken»

Die Performance «When Darkness», die als Teil von Ilaria Vincis Ausstellung zu verstehen ist, besteht aus einem Live-Musikstück von Rafal Skoczek und Jamira Estrada, das als Soundtrack zur Ausstellung «Phoenix Philosophy Café» von Ilaria Vinci bestehen bleibt, und einer Tanzperformance der Gruppe Stay Kids (mit Ave, Sunny, Tiny, Mary, Anaïs, Arun und Milo) sowie Kostümen von Ronja Varonier.

Im Anschluss freuen wir uns auf Belia Winnewisser (DJ-Set, 22:00–23:30), Lateena Plummer (Performance und DJ-Set, 24:00–01:00) und TVBXS (DJ-Set, 01:00–02:30). Sie bespielen sowohl den Gewölbekeller als auch den Historischen Saal.

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Dada-Rundgang im Zürcher Kreis 1

Zwischen 1916 und 1919 wurden in Zürich durch die Dadaist*innen Impulse gesetzt, welche die Künste weltweit nachhaltig prägen sollten. In Zürich steht mit dem Cabaret Voltaire nicht nur der Ursprungsort von Dada, im Kunsthaus Zürich befindet sich auch eine der wichtigsten Dada-Sammlungen.

Diese Führung mit der Cabaret Voltaire-Leiterin Salome Hohl und der Kunsthaus-Kuratorin Cathérine Hug verbindet die beiden Häuser und führt Sie zu weiteren Dada-Spielstätten, die das Milieu und die Orte zeigen, in denen Dada enstand und wirkte. Besammlung ist vor dem Cabaret Voltaire. Die Führung endet im Kunsthaus Zürich: im Dada-Kabinett und schliesslich beim Max Ernst-Bild in der Kunsthaus-Bar. Im Preis inbegriffen sind die kommentierte Tour und der Dada Pocket Guide.

  • Treffpunkt: 18:00 vor dem Cabaret Voltaire
  • Kosten: CHF 30.– / 25.– (Studierende) / 20.– (Mitglieder), inkl. Dada Pocket Guide
  • Teilnehmerzahl beschränkt. Anmeldung erforderlich.

Tickets können via Ticket-Shop des Kunsthaus bezogen werden.

Der Rundgang findet auf Deutsch statt.

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Cover des Pocket Guide Dada Stadt Zürich, Design: Vela Arbutina und Samuel Bànziger

Brücke: Zürich–Tbilissi, Vortrag, Talk & Filmscreening, mit den Kunsthistorikerinnen Prof. Dr. Nino Tchogoshvili und Irine Jorjadze. Eine Zusammenarbeit zwischen dem Cabaret Voltaire, der Kunsthalle Zürich und des Vereins Georgische Kulturplattform

Im Rahmen der georgischen Kulturfestivals «Brücke: Zürich–Tbilissi» laden das Cabaret Voltaire und die Kunsthalle Zürich ins Löwenbräu-Areal ein. Die Kunsthistorikerinnen Nino Tchogoshvili und Irine Jorjadze erläutern Entwicklung und Bedeutung von Modernismus, Futurismus und Dada in der georgischen Kunstszene. Anschliessend an die Vorträge und den Talk wird der Filmklassiker «Chemi bebia» (1929) gezeigt, eine Satire auf die sowjetische Bürokratie.

–Prof. Dr. Nino Tchogoshvili: Der georgische Modernismus (Vortrag)
–Irine Jorjadze: Futurismus und Dada in Georgien (Vortrag) und Vorstellung des Buches «H2SO4. Futurismus und Dada in Tiflis»
–Anschliessend Gespräch mit den beiden Vortragenden und Filmvorführung «Meine Grossmutter» (Chemi bebia, 1929) des Regisseurs Kote Mikaberidze.

Mehr zum georgischen Kulturfestival:
Das interdisziplinäre georgische Kulturfestival «Brücke: Zürich–Tbilissi» hat zum Ziel, die aktuelle Kunst- und Kulturszene von Georgien zu präsentieren, den kulturellen Dialog zwischen beiden Ländern zu vertiefen und ein Netzwerk der Zusammenarbeit zu schaffen. Gründerin und Leiterin des Festivals ist die Vereinspräsidentin Elene Chechelashvili, die das Programm in Zusammenarbeit mit den Zürcher Kulturinstitutionen Filmpodium, Literaturhaus Zürich, Cabaret Voltaire, ZAZ Zentrum Architektur Zürich und Kunstraum Walcheturm für Herbst 2021 plant. Die Partnerorganisationen der georgischen Seite sind das Nationale Filmzentrum, das Schriftstellerhaus von Georgien und die georgische Botschaft in Bern.

Künftig soll ein spiegelverkehrtes Programm «Brücke: Tbilissi–Zürich» organisiert und die schweizerische Kunst- und Kulturszene nach Georgien gebracht werden.

Anmeldung (nicht notwendig) unter info@cabaretvoltaire.ch.
Ort: Ebene A, Löwenbräukunst, Zugang Limmatstrasse 270 (per Aufzug) & 268 (per Treppe)
Eintritt: kostenfrei

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Den Link zum einmaligen Streaming finden Sie am 12. April, verfügbar von 19:00 bis 22:00, hier.

Am 23.03.2021 und 24.03.2021 fand die persönliche und berührende Lesung Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn von Armen Avanessian statt. Die Aufnahme aus dem Cabaret Voltaire wird in Zusammenarbeit mit der Volksbühne Berlin am 12.04.21 (Teil 1) sowie am 15.04.21 (Teil 2) jeweils ab 19:00 gestreamt.


Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn wurde im ersten Lebensjahr seines Sohnes geschrieben und wird als Buch vielleicht 2035 erscheinen.

Der Philosoph schildert darin ihren gemeinsamen Alltag, ihre geteilte Gegenwart und adressiert dabei einen Leser in der Zukunft, der einmal zwanzig, einmal vierzig, und am Ende des Jahrhunderts achtzig Jahre alt sein wird. Aus stets konkreten Erfahrungen und Alltagsbeschreibungen entwickeln sich Überlegungen zu allgemeinen ethischen, sozialen und philosophischen Fragen.

Was ist ein Anfang, Geburt und Beginnen, und warum konnte die männlich dominierte Philosophie diese nur unzureichend fassen? Was sind die Verengungen der klassischen Liebeskonzeptionen, und inwiefern weist Intimität uns einen anderen Weg? Was bedeutet es heute Vater zu sein, eine Familie zu haben und ein Erbe weiterzugeben oder anzutreten (oder umgekehrt auszuschlagen, zurückzuschlagen und mit seiner Familie abzurechnen)? Und inwiefern müssen wir nicht zuletzt auch Tod-und-Sterben-lernen – als vielleicht die klassischen Topoi philosophischer Selbstreflexion – nicht nur mit Blick auf nachfolgende Generationen, sondern aus deren zukünftiger Bedrohung der gesamten Gattung neu denken? Schon heute ist Geteilte Zeit eine Flaschenpost aus einer bereits vergangenen Gegenwart.

«Was ich dir schreibe, das von mir Geschriebene, will dich umarmen, will deine Zeit und meine Zeit zusammen fassen. Denn das Schreiben kommt immer zu spät, hinkt hinterher, aber dann, zugleich, schreibe ich das alles für dich, meinen zukünftigen Leser, viel zu früh. Deshalb habe ich versucht, dir entgegenzukommen.
Ich habe dir geschrieben, um mich an die Zukunft zu erinnern.
Ich habe dir geschrieben, um dich auf die Vergangenheit vorzubereiten.
Ich habe dir geschrieben, weil du sie schon für mich verändert hast.
Ich habe dir geschrieben, damit du das noch einmal lesen kannst.
Ich habe dir geschrieben, weil ich gar nicht anders konnte.
Aus unserer geteilten Zeit habe ich dir geschrieben.
Und wer hätte gedacht, dass es Wünsche und Träume gibt, die in Erfüllung gehen.»

Armen Avanessian liest sein Buch Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, 23. März 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

Den Link zum heutigen einmaligen Streaming finden Sie am 12. April, 19:00, hier.

Am 23.03.2021 und 24.03.2021 fand die persönliche und berührende Lesung Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn von Armen Avanessian statt. Die Aufnahme aus dem Cabaret Voltaire wird in Zusammenarbeit mit der Volksbühne Berlin am 12.04.21 (Teil 1) sowie am 15.04.21 (Teil 2) jeweils ab 19:00 einmal gestreamt.


Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn wurde im ersten Lebensjahr seines Sohnes geschrieben und wird als Buch vielleicht 2035 erscheinen.

Der Philosoph schildert darin ihren gemeinsamen Alltag, ihre geteilte Gegenwart und adressiert dabei einen Leser in der Zukunft, der einmal zwanzig, einmal vierzig, und am Ende des Jahrhunderts achtzig Jahre alt sein wird. Aus stets konkreten Erfahrungen und Alltagsbeschreibungen entwickeln sich Überlegungen zu allgemeinen ethischen, sozialen und philosophischen Fragen.

Was ist ein Anfang, Geburt und Beginnen, und warum konnte die männlich dominierte Philosophie diese nur unzureichend fassen? Was sind die Verengungen der klassischen Liebeskonzeptionen, und inwiefern weist Intimität uns einen anderen Weg? Was bedeutet es heute Vater zu sein, eine Familie zu haben und ein Erbe weiterzugeben oder anzutreten (oder umgekehrt auszuschlagen, zurückzuschlagen und mit seiner Familie abzurechnen)? Und inwiefern müssen wir nicht zuletzt auch Tod-und-Sterben-lernen – als vielleicht die klassischen Topoi philosophischer Selbstreflexion – nicht nur mit Blick auf nachfolgende Generationen, sondern aus deren zukünftiger Bedrohung der gesamten Gattung neu denken? Schon heute ist Geteilte Zeit eine Flaschenpost aus einer bereits vergangenen Gegenwart.

«Was ich dir schreibe, das von mir Geschriebene, will dich umarmen, will deine Zeit und meine Zeit zusammen fassen. Denn das Schreiben kommt immer zu spät, hinkt hinterher, aber dann, zugleich, schreibe ich das alles für dich, meinen zukünftigen Leser, viel zu früh. Deshalb habe ich versucht, dir entgegenzukommen.
Ich habe dir geschrieben, um mich an die Zukunft zu erinnern.
Ich habe dir geschrieben, um dich auf die Vergangenheit vorzubereiten.
Ich habe dir geschrieben, weil du sie schon für mich verändert hast.
Ich habe dir geschrieben, damit du das noch einmal lesen kannst.
Ich habe dir geschrieben, weil ich gar nicht anders konnte.
Aus unserer geteilten Zeit habe ich dir geschrieben.
Und wer hätte gedacht, dass es Wünsche und Träume gibt, die in Erfüllung gehen.»

Armen Avanessian liest sein Buch Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, 23. März 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

«When I look back on my life it’s not that I don’t want to see things exactly as they happened, it’s just that I prefer to remember them in an artistic way. And truthfully the lie of it all is much more honest because I invented it. Clinical psychology tells us arguably that trauma is the ultimate killer. Memories are not recycled like atoms and particles in quantum physics. They can be lost forever. It’s sort of like my past is an unfinished painting and as the artist of that painting I must fill in all the ugly holes, and make it beautiful again. It’s not that I have been dishonest; it’s just that I loathe reality.»

– Lady Gaga, The Prelude Pathétique – Erster Teil, Marry the Night

Samuel Haitz (*1997) lädt zu zwei aufeinanderfolgenden Soireen und zur parallellaufenden Ausstellung «Memorabilia» ins Cabaret Voltaire ein. Haitz zog erst kürzlich von Zürich nach Berlin. Ein Anlass, gelagerte Andenken in die Hand zu nehmen, Erinnerungen zu ordnen, zu bewahren und zu verklären. Im Cabaret Voltaire versammelt er eigene Arbeiten, Werke von Freund*innen und Idolen sowie weitere Objekte, die Codes des Begehrens und der Zugehörigkeit widerspiegeln. Für die Soireen lädt er seine künstlerischen Weggefährt*innen Milena Langer, Stella und Ian Wooldridge zum gemeinschaftlichen Lesen von Texten ein. Zum Abschluss interpretiert der befreundete DJ Moritz Müller die Veranstaltungen musikalisch. Soirée 1 (Before) widmet sich der Hoffnung und der romantischen Utopie; Soirée 2 (After) fokussiert die nostalgische Reflexion von Vergangenem. Die Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit dem Berner Radio Bollwerk online übertragen. In dieser stillstehenden, kontaktarmen Zeit entsteht so ein Raum, um darüber nachzudenken, welche persönliche und gemeinsame Gedächtniskultur den Werdegang prägen soll.

Soirée 1 (Before) fand am 02.03.2021 statt und Soirée 2 (After) fand am 09.03.2021 statt. Beide Soireen können Sie hier nachhören. Mit Samuel Haitz, Milena Langer, Stella, Ian Wooldridge und Moritz Müller (DJ-Set) via radio-bollwerk.ch.

Ausstellungsansicht, Samuel Haitz, Sale (After Lutz Bacher), «Memorabilia», 2021. Photo: Cabaret Voltaire, Philipp Hänger

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Kollektives Online-Lesen mit dem «Slow Reading Club»

Sie können Sich für die folgenden Daten und Zeiten hier anmelden. Preis: Pay what you want.

04. März: 19:00, 20:00, 21:30
11. März: 19:00, 20:00, 21:30
18. März: 19:00, 20:00, 21:30
25. März: 19:00, 20:00, 21:30

Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Zoom-Link per Mail. Anzahl Teilnehmer*innen: 8 Tickets pro Session. 6 Tickets am 25. März um 21.30 Uhr.

Der «Slow Reading Club» (SRC) ist eine semi-fiktionale Lesegruppe, die 2016 von Bryana Fritz und Henry Andersen initiiert wurde. Sie beschäftigen sich mit konstruierten Situationen für kollektives Lesen.SRC versucht, den Raum der Übertragung zwischen Text und Lesenden, Lesenden und Lesenden, Text und Text zu besetzen und zu erotisieren; er tut dies, um im instabilen Raum des Lesens selbst zu verweilen, um das zu intensivieren, was Spivak «die mögliche Bedrohung eines Raums außerhalb der Sprache» nennt, der sich beim Lesen und in der Liebe eröffnet.
In Future Perfect Continuous Tense werden Strategien aus ihrer Praxis in den digitalen Raum übersetzt und Zoom als Raum für das gemeinsame Lesen und intime Zusammenkommen genutzt. Jeder Abend wird als Probe oder Experiment zum digitalen, kollektiven Lesens inszeniert. Dabei werden Texte verwendet, die die Zeitform aufbrechen, um Körper, Geräte und Räume, die das Lesen umkreisen, neu zu gestalten.
Jede Sitzung ist unabhängig von den anderen. Die Teilnehmer*innen können an einer oder mehreren teilnehmen. Diejenigen Teilnehmenden, die sich am Sonntag vor jeder Sitzung anmelden, erhalten per Post ein Geschenk, das die Lesung begleitet.

Eine Kooperation zwischen dem Cabaret Voltaire (Salome Hohl und Adam Jasper) und dem Theater Neumarkt

Bild: Slow Reading Club (Henry Andersen und Bryana Fritz)

Kollektives Online-Lesen mit dem «Slow Reading Club»

Dieser Event am 25. Februar ist eine kostenlose Kennenlernsession und dauert ca. 15 Minuten.
Hier finden Sie den Zoom-Link.

Der «Slow Reading Club» (SRC) ist eine semi-fiktionale Lesegruppe, die 2016 von Bryana Fritz und Henry Andersen initiiert wurde. Sie beschäftigen sich mit konstruierten Situationen für kollektives Lesen. SRC versucht, den Raum der Übertragung zwischen Text und Lesenden, Lesenden und Lesenden, Text und Text zu besetzen und zu erotisieren; er tut dies, um im instabilen Raum des Lesens selbst zu verweilen, um das zu intensivieren, was Spivak «die mögliche Bedrohung eines Raums außerhalb der Sprache» nennt, der sich beim Lesen und in der Liebe eröffnet.
In Future Perfect Continuous Tense werden Strategien aus ihrer Praxis in den digitalen Raum übersetzt und Zoom als Raum für das gemeinsame Lesen und intime Zusammenkommen genutzt. Jeder Abend wird als Probe oder Experiment zum digitalen, kollektiven Lesens inszeniert. Dabei werden Texte verwendet, die die Zeitform aufbrechen, um Körper, Geräte und Räume, die das Lesen umkreisen, neu zu gestalten.
Jede Sitzung ist unabhängig von den anderen. Die Teilnehmer*innen können an einer oder mehreren teilnehmen. Diejenigen Teilnehmenden, die sich am Sonntag vor jeder Sitzung anmelden, erhalten per Post ein Geschenk, das die Lesung begleitet.

Eine Kooperation zwischen dem Cabaret Voltaire (Salome Hohl und Adam Jasper) und dem Theater Neumarkt

Update: Es werden neue Termine für die Aufführungen der Operette gesucht.

Letzte Aufführung

Eine didaktische Operette von Agnes Scherer
Puppenspiel: Soya Arakawa
Musik: Tobias Textor
Vokalistin: Claudia Barth

Die Ausstellung ist vom 2. Oktober bis zum 16. Januar zu sehen. Mehr Informationen zu «The Teacher» finden Sie hier.

Es besteht Maskenpflicht. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Diese Aufführung wurde auf den 14. Januar verschoben.

Eine didaktische Operette von Agnes Scherer
Puppenspiel: Soya Arakawa
Musik: Tobias Textor
Vokalistin: Claudia Barth

Die Ausstellung ist vom 2. Oktober bis zum 16. Januar zu sehen. Mehr Informationen zu «The Teacher» finden Sie hier.

Es besteht Maskenpflicht. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

Eintritt regulär: 10 CHF, Eintritt reduziert: 5 CHF. Bezahlen können Sie an der Abendkasse.

Agnes Scherer, «The Teacher»
Puppenspiel: Soya Arakawa
Musik: Tobias Textor
Vokalistin: Claudia Barth

Die didaktische Operette wird zur Eröffnung am 2. Oktober um 19:00 und 20:00 aufgeführt. Die Bar ist von 18:00 bis 02:00 geöffnet.
Die Aufführungen der Operette sind bereits ausgebucht. Wir bieten deshalb am 03.10.20, 12:00 eine Matinee-Vorstellung an.
Bitte anmelden unter info@cabaretvoltaire.ch

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Teilnehmer*innen des Workshops von Rory Pilgrim und Cassie-Augusta Jørgensen zeigen mit Pilgrim, Jørgensen und der Sängerin Robyn Haddon die Performance Software Garden im Neumarkt. Das Showing endet mit einer Suppe im Neumarkt um 17 Uhr.

Mit dem multidisziplinären Projekt Software Garden sucht der Künstler in Zeiten zunehmenden Nationalismus und Isolationismus Räume, in denen das Menschliche, Ökologische und Technologische den Grundprinzipien von Einfühlungsvermögen, Fürsorge und Freundlichkeit entspricht. Zu diesem Zweck kombiniert Rory Körper und Stimmen innerhalb und ausserhalb des Bildschirms durch Live-Performances, Musikvideos, Gedichte und interaktive Workshops.

Der Workshop ist Teil des institutionsübergreifenden Festivals Fleshy Interface. Fleshy Interface verbindet Performances und Workshops und hat die Wiederentdeckung der Körperlichkeit als zentrales Thema. Der Körper als Medium und als Instrument in den darstellenden Künsten, der digitale Körper, Körperlosigkeit und die Sehnsucht nach Berühren und Berührtwerden beschäftigen uns in dieser besonderen Zeit der physischen Distanzierung. Initiert vom Neumarkt, in Zusammenarbeit mit Cabaret Voltaire, Schauspielhaus Zürich, Literaturhaus, Tanzhaus, Fabriktheater, Winkelwiese, Shedhalle, ZHdK und Helferei. Rory Pilgrim partizipiert auf Einladung des Cabaret Voltaire, in enger Zusammenarbeit mit dem Neumarkt. Das gesamte Programm des Festivals inklusive E-Booklet ist hier zu finden.

Wir danken dem Harfen-Service Daniel Zurlinden für die Unterstützung.

«Software Garden» Live Concert, Stedelijk Museum, Amsterdam, 2019. Photo: Maarten Nauw

Mit diesem Workshop im Rahmen des Festivals Fleshy Interface können Sie Teil von Rory Pilgrims multidisziplinären Projekts Software Garden werden.

Der Künstler Rory Pilgrim sucht in Zusammenarbeit mit dem Cabaret Voltaire und dem Neumarkt im Rahmen des Festivals Fleshy Interface acht Teilnehmer*innen für eine Live-Performance von Software Garden. Software Garden, das 2018 veröffentlicht wurde, ist Rory Pilgrims erstes Musikvideoalbum, das die Frage stellt, inwiefern wir Systeme schaffen können, die das Menschliche, Ökologische und Technologische mit den Grundprinzipien von Einfühlungsvermögen, Fürsorge und Freundlichkeit vereinen. Software Garden arbeitet mit verschiedenen Generationen und Hintergründen und fragt insbesondere, wie wir hinter unseren Bildschirmen zusammenkommen.

Während des dreitägigen Workshops arbeiten Sie mit Rory Pilgrim und der Choreografin und Künstlerin Cassie Augusta Jørgensen zusammen, um Fragen der Berührung, Verbindung und Unterstützung zu untersuchen. Die Workshops, die sowohl digital als auch im 'meet space' stattfinden, werden sich insbesondere mit den Auswirkungen der globalen Pandemie befassen und Wege finden, wie wir uns physisch verbinden und eine Unterstützung innerhalb der erforderlichen Sicherheitseinschränkungen finden können.

Alle Zeiten des Workshops:
Mittwoch, 23.09.20, 14:00–17:00
Donnerstag, 24.09.20, 14:00–17:00
Freitag, 25.09.20, 14:00–17:00

Showing des Workshops (Performance «Software Garden»): Samstag, 26.09.20, 16:00 im Neumarkt. Das Showing endet mit einer Suppe im Neumarkt um 17:00.

Um am Workshop teilzunehmen, senden Sie bitte eine E-Mail an fleshyinterface@theaterneumarkt.ch

Der Workshop kostet:
CHF 30.-/60.-/90.- (3 Tage)
CHF 20.-/40.-/80.- (2 Tage)
Die Teilnehmer*innen entscheiden, welchen Preis Sie zahlen können.

Das institutionsübergreifende Festival Fleshy Interface verbindet Performances und Workshops und hat die Wiederentdeckung der Körperlichkeit als zentrales Thema. Der Körper als Medium und als Instrument in den darstellenden Künsten, der digitale Körper, Körperlosigkeit und die Sehnsucht nach Berühren und Berührtwerden beschäftigen uns in dieser besonderen Zeit der physischen Distanzierung. Initiert vom Neumarkt, in Zusammenarbeit mit Cabaret Voltaire, Schauspielhaus Zürich, Literaturhaus, Tanzhaus, Fabriktheater, Winkelwiese, Shedhalle, ZHdK und Helferei. Rory Pilgrim partizipiert auf Einladung des Cabaret Voltaire, in enger Zusammenarbeit mit dem Neumarkt. Das gesamte Programm des Festivals inklusive E-Booklet ist hier zu finden.

«Software Garden» Live Concert, Stedelijk Museum, Amsterdam, 2019. Photo: Maarten Nauw

Sexualität im Rausch von Bewegung und Musik

Im Rahmen des Zurich Art Weekend: Dialogische Führung mit Cabaret Voltaire-Leiterin Salome Hohl und Kunsthaus-Kuratorin Cathérine Hug. Kunstperformance Thirsty von Ivy Monteiro, Talaya Schmid und Angie Walti.

In die 1920er-Jahre fällt auch die erste sexuelle Revolution. Personen wie Josephine Baker, Coco Chanel, Magnus Hirschfeld, Alexandra Kollontai und Victor Margueritte haben wesentlich dazu beigetragen, dass offener über Sexualität gesprochen und dieser Befreiungsschlag auch in der Kultur gelebt wird. Dies war nur der Anfang eines langen Prozesses, der heute noch nicht abgeschlossen ist, sondern stets vor neuen Herausforderungen steht. Diese Veranstaltung in drei Teilen ist ein Streifzug durch die Erzählungen des Körpers, bei welcher die Performance von Ivy Monteiro, Talaya Schmid und Angie Walti uns mitten in die aktuellste Diskussion katapultiert, wo Fetisch, fluide Identitäten, Queerness und Herkunft Gegenstand intensiver Debatten sind.

- Treffpunkt «Führungen» im Kunsthaus Zürich.
- 14:00–14:45 in der Ausstellung «Schall und Rauch», 15:00–15:30 Rundgang zum Cabaret Voltaire. Ende der Performance und der Führung im Cabaret Voltaire.
- Teilnehmerzahl beschränkt. Anmeldung erforderlich.
- Kosten: Ausstellungsticket oder 10 CHF.

Tickets bekommen Sie hier. Die Covid-19-Schutzmassnahmen werden hier rechtzeitig kommuniziert.

Photo: Ivy Monteiro

Anlässlich des Zurich Art Weekend finden zwei Kurzführungen durch das Haus und die Ausstellung statt. Die erste Führung ist um 18 Uhr, die zweite um 20 Uhr.

Bitte Masken anziehen! Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten deshalb um Anmeldung.

14:00–14:45 Uhr in der Ausstellung im Kunsthaus Zürich. Von 15:00–15:30 performativer Rundgang zum Cabaret Voltaire.


Neue Körperempfindungen: Sexualität im Rausch von Bewegung und Musik

Im Rahmen des Zurich Art Weekend: Dialogische Führung mit Cabaret-Voltaire-Leiterin Salome Hohl und Kunsthaus-Kuratorin Cathérine Hug. Kunst-performance von Talaya Schmid und Angie Walti.

Am 8. Juni starten die drei Zürcher Kulturinstitutionen Theater Neumarkt, Literaturhaus Zürich und Cabaret Voltaire gemeinsam in die Zeit nach dem Shutdown. Unter dem Motto «Nach dem langen Sonntag» wird den Häusern und dem Niederdorf wieder kulturelles Leben eingehaucht.

Detailliertes Programm Cabaret Voltaire:

Montag, 8. Juni 2020

19:00 bis 23:00:
Wiedereröffnung und Verlängerung der Ausstellung «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi» , 8. Juni bis 22. September 2020.

19:00 bis 23:00:
Laufende Performance der Tänzerin Anastasia McCammon zu Emmy Hennings. Dabei wird auch Cognac, Hennings' Lieblingsschnaps, serviert. McCammon ist der Teil der mit Martina Mächler konzipierten Serie Cracking Up and Staging Down, die im Herbst im Rahmen der Soireen am Dienstag im Cabaret Voltaire zu sehen sein wird.

19:30, 20:30, 21:30:
Die Autorin Simone Lappert tritt in einen lyrischen Dialog mit Emmy Hennings. Reservationen für die drei Lesungen nehmen wir via info@cabaretvoltaire.ch entgegen. Nur die Hälfte der Plätze kann für Reservationen freigegeben werden.


Programmübersicht Cabaret Voltaire, Theater Neumarkt und Literaturhaus:

Zwischen 19:00 und 23:00 gibt es Theater, Musik, Performances, Literatur, Kunst und Cognac. Im Neumarkt wird der zehntägige 7/11 Performance Supermarket eingeweiht, der mit Peepshow-Ästhetik, Voyeurismus und der Sehnsucht nach Nähe spielt. Etwas weiter die Spiegelgasse hoch eröffnet im Cabaret Voltaire die Ausstellung «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi» wieder, die Autorin Simone Lappert exerziert das Menschsein durch eigene und Hennings' lyrische Texte, während die Tänzerin Anastasia McCammon den Ausschank von Hennings’ Lieblingsschnaps performativ inszeniert. Und das Literaturhaus eröffnet seine dreiwöchige Literatur-Apotheke mit dem Kollektiv «Literatur für das was passiert», das Texte auf Auftrag bzw. auf Rezept schreibt. Die Besucherinnen sind eingeladen, von Haus zu Haus frei zu spazieren und sich überraschen zu lassen.

«Wir haben uns in den letzten Wochen immer wieder ausgetauscht, es ging dabei um die grossen Fragen: Was wird aus der Kultur zu Zeiten von Social Distancing? Wie lässt sich Kultur und Kunst in der neuen Normalität weiterhin erfahrbar machen? Uns war es wichtig, Nähe und Distanz inhaltlich aufzunehmen, aber auch ein Zeichen zu setzen. Wir spannen zusammen, da wir vor ähnliche Probleme gestellt werden und sie lieber gemeinsam lösen.» Salome Hohl (Cabaret Voltaire), Tine Milz (Theater Neumarkt) und Gesa Schneider (Literaturhaus Zürich).

Die Zwei-Meter-Regel wird eingehalten, Formulare für das ContactTracing stehen bereit, ebenso Desinfektionsmittel. Wir folgen dem «Pay what you want»-Prinzip. Nehmen Sie ihr liegengebliebenes Münz mit. Wir freuen uns!

Ausstellungsansicht «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi», mit Werken von Emmy Hennings und Sitara Abuzar Ghaznawi. Photo: Cabaret Voltaire, Gunnar Meier

Ausstellungsansicht «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi», mit Werken von Emmy Hennings und Sitara Abuzar Ghaznawi. Photo: Cabaret Voltaire, Gunnar Meier

Pain – Martina Buzzi, Nicolas Buzzi und Li Tavor
Dritter Live-Broadcast

https://p-a-i-n.org/Agenda

Das Kammerensemble für improvisierte elektronische Musik geht in der aktuellen Pandemie dem Potential von Musik in Zeiten von Social Distancing nach. Martina Buzzi, Nicolas Buzzi und Li Tavor interessieren sich in ihren Performances für die räumliche und soziale Dimension von Klängen und Vibrationen. Die Materialität von Klang und die unmittelbaren Interaktionen unter den Musiker*innen sowie mit dem Publikum steht weiterhin im Zentrum ihres Schaffens. Dies erfordert die Übertragung der Musik in Echtzeit und eine hohe Wiedergabequalität. Mit Pain gründeten sie einen virtuellen Konzertort, welcher auf die globale Situation der sozialen Isolation eingeht. Die Musiker*innen sind im Programm des Cabaret Voltaire.

Das Cabaret Voltaire stellt der unabhängigen Initiative den Historischen Saal zur Verfügung. Er bietet genügend Platz für das Social Distancing der drei Mitglieder.

Pain – Martina Buzzi, Nicolas Buzzi und Li Tavor
Zweiter Live-Broadcast

https://p-a-i-n.org/Agenda

Das Kammerensemble für improvisierte elektronische Musik geht in der aktuellen Pandemie dem Potential von Musik in Zeiten von Social Distancing nach. Martina Buzzi, Nicolas Buzzi und Li Tavor interessieren sich in ihren Performances für die räumliche und soziale Dimension von Klängen und Vibrationen. Die Materialität von Klang und die unmittelbaren Interaktionen unter den Musiker*innen sowie mit dem Publikum steht weiterhin im Zentrum ihres Schaffens. Dies erfordert die Übertragung der Musik in Echtzeit und eine hohe Wiedergabequalität. Mit Pain gründeten sie einen virtuellen Konzertort, welcher auf die globale Situation der sozialen Isolation eingeht. Die Musiker*innen sind im Programm des Cabaret Voltaire.

Das Cabaret Voltaire stellt der unabhängigen Initiative den Historischen Saal zur Verfügung. Er bietet genügend Platz für das Social Distancing der drei Mitglieder.

Pain – Martina Buzzi, Nicolas Buzzi und Li Tavor
Erster Live-Broadcast: Sonntag, 12. April, 19:00

https://p-a-i-n.org/Agenda

Das Kammerensemble für improvisierte elektronische Musik geht in der aktuellen Pandemie dem Potential von Musik in Zeiten von Social Distancing nach. Martina Buzzi, Nicolas Buzzi und Li Tavor interessieren sich in ihren Performances für die räumliche und soziale Dimension von Klängen und Vibrationen. Die Materialität von Klang und die unmittelbaren Interaktionen unter den Musiker*innen sowie mit dem Publikum steht weiterhin im Zentrum ihres Schaffens. Dies erfordert die Übertragung der Musik in Echtzeit und eine hohe Wiedergabequalität. Mit Pain gründeten sie einen virtuellen Konzertort, welcher auf die globale Situation der sozialen Isolation eingeht. Die Musiker*innen sind im Programm des Cabaret Voltaire.

Ihre Performance Oh Hans, had you known / Rhythmus 21. Changes in rhythm may alter textures of spaces vom 19. Mai 2020 wird aufgrund der Corona-Krise voraussichtlich verschoben. Das Cabaret Voltaire stellt der unabhängigen Initiative den Historischen Saal zur Verfügung. Er bietet genügend Platz für das Social Distancing der drei Mitglieder.

Reduziertes Programm und Beschränkung der Gästeanzahl aufgrund der aktuellen Situation. Wir bitten Menschen mit Grippesymptomen daheim zu bleiben und die vom Bund zur Verfügung gestellten Massnahmen zu beachten. Zudem empfehlen wir allen Teilnehmenden, sich regelmässig die Hände zu waschen, Körperkontakt in Grenzen zu halten und auf herkömmliche Begrüssungsrituale zu verzichten. Das Cabaret Voltaire stellt Desinfektionsmöglichkeiten zur Verfügung und achtet auf Zirkulationsmöglichkeiten.

13.03.20–15.03.20
«Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi»

13.03.20, 18:00–04:00
– Stefan Burger, Skulptur Traverse, ab 18:00
– Begrüssung, 19:00
– Nicolas und Martina Buzzi mit Li Tavor, Franziska Koch, Monika Stalder und Miao Shuyue Zhao, Performance Suspended Gestures, 21:00
– ABGESAGT: Crystallmess, Performance Poison/Paradise, anschliessend DJ-Set, 23:15–02:00

14.03.20, 11:30–02:00
An Occasion Hosted by Isabel Lewis on the Topic of Love in the Time of Corona, ab 17:00

15.03.20, 11:30–23:00
– ABGESAGT: Soya Arakawa, Performance JIJII DOKOROKA, 17:00
– ABGESAGT: Simone Lappert, lyrischer Dialog mit Emmy Hennings, 18:00

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Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Schweiz in Bezug auf das Coronavirus möchten wir das Risiko einer Zusammenkunft anerkennen und ansprechen, während wir weiterhin Geselligkeit feiern und uns auf die Gemeinschaft konzentrieren. Die Dauer des Anlasses wurde auf mehrere Stunden ausgedehnt, damit die Besucher nach Belieben kommen und gehen können.

Die Occasions von Isabel Lewis können als ein Ritual des Zusammenkommens für das 21. Jahrhundert betrachtet werden. Sie bieten eine liberalisierte Form der Teilnahme, die es Besuchern erlaubt, stundenlang zu verweilen oder einfach nur vorbeizugehen. Die Künstlerin schuf dieses Format als eine Möglichkeit, eine Idee von Komposition anzusprechen, die ihre fehlende Autonomie, ihre Porosität und Kontingenz als Reflexion über die Natur der Realität selbst eher umarmt als verdrängt. Für das Eröffnungswochenende des Cabaret Voltaire reagiert die Künstlerin auf diesen Moment, indem sie unsere gegenwärtigen Ängste vor Nähe und Verbindung thematisiert und die Art und Weise nachzeichnet, wie diese Ängste in eine Flugbahn der Hyperindividualisierung und sozialen Atomisierung eingebaut sind, die mit dem Aufkommen der wissenschaftlichen Weltsicht, des Puritanismus und des Kapitalismus beginnt und bis heute in den sozialen und politischen Fragen des Neoliberalismus fortdauert.

Lewis entwickelt seit 2014 eine Idee, die sie als «radikale Empfänglichkeit» bezeichnet und die für sie eine Alternative zu den Formen der sozialen Interaktion bildet, statt zu Konflikten, Zwang und Konkurrenz, die im sozialen Austausch kapitalistischer Gesellschaften prominent erscheinen. Lewis legt grossen Wert auf die Rehabilitation der Sinne jenseits des Visuellen als einen Weg, sich auf unsere Umwelt einzustimmen und auf soziale und ökologische Krisen reagieren zu können. Ihr Ansatz ist realistisch – es gibt keine Verleugnung des Risikos, sich für einen anderen verwundbar zu machen, sich «gegenseitig ungeschehen zu machen». Mit den Worten von Judith Butler: «Man bleibt nicht immer intakt».

Die Ocassions (2014–heute) der international renommierten Künstlerin, Tänzerin, DJ und Theoretikerin gelten als feierliche Zusammenkünfte von Dingen, Menschen, Pflanzen, Tänzen und Düften, bei denen die Besucher*innen in die Aufmerksamkeit und die Geselligkeit eintauchen und sich aus ihr herauslösen können. Desinfektionsmittel und Erfrischungen sind Teil der Gastfreundschaft.

Suspended Gestures von Martina und Nicolas Buzzi. Performerinnen: Li Tavor, Monika Stalder, Martina Buzzi und Franziska Koch.

In der Performance Suspended Gestures interagieren die Performerinnen durch Gesten, die synthetische Klänge steuern. Ihre Körper werden durch Bewegungssensoren erweitert. Die Partitur der Bewegungen, die Choreographie, wird durch die Mittel der Klänge bestimmt, durch die die Performerinnen miteinander kommunizieren.

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Im Moment wird der Raum für Unsicherheit genutzt, um einer Gruppe von Ukrainerinnen die Möglichkeit zu geben, sich zu vernetzten und sich auszutauschen: über Ängste, Wünsche, den Alltag in der Schweiz, über ihre künstlerische oder anderweitig professionelle Praxis.

––– Ursprungsidee und Zukunftsmusik

Um Austausch soll es dabei gehen, um Arbeiten, künstlerische und wissenschaftliche, die sich im Prozess befinden, die unfertig sind, unausgegoren, unsicher eben. Eine Unsicherheit in der jeweiligen Ausdrucksform ist auch die Eintrittskarte, eine sich im Prozess befindende Arbeit, unaufgeführt, unveröffentlicht, unausgestellt.

Die Treffen finden in kleiner Runde statt (maximal 20 Anmeldungen), an denen jeweils eine bis zwei Arbeiten vorgestellt und besprochen werden. Wenn du Lust auf diesen Austausch hast, und darauf, regelmässig an den Gesprächen teilzunehmen, also nicht nur an dem einen Abend, an dem es um deine Arbeit geht, dann bist du herzlich willkommen. Wir möchten Menschen einladen, die ihre Unsicherheiten aussprechen können und an einem ehrlichen Austausch interessiert sind.

Jede Sitzung kostet 10 CHF, dafür wird eine kalte Platte und Wein/Bier serviert. Wir diskutieren in einer ruhigen Ecke im Cabaret Voltaire – in der Dada-Bibliothek, in der Ausstellung oder hinter dem grünen Vorhang im Historischen Saal.

Der «Raum für Unsicherheit» entstand 2016 im Ausstellungsraum Klingental, gegründet von Franziska Baumgartner, Simone Lappert und Simon Wunderlich. Sie tragen die Weiterführung im Cabaret Voltaire mit.

Anmeldung unter: raumfuerunsicherheit@cabaretvoltaire.ch

Aktuell
Vorschau

Am 20. September findet im Historischen Saal eine Tagung der Romanischen und des Deutschen Seminars der Universität Zürich organisiert von Thomas Klinkert und Philipp Theisohn statt.

Programm:

14:00 Uhr: Begrüssung

14:15–14:50 Uhr: Christiane Wyrwa (München)
Entsprechungen und Verwandlungen. Zu Kuno Raebers Poetik

14:50–15:25 Uhr: Walter Morgenthaler (Basel)
Kuno Raebers Beschwörungen. Zur Textgeschichte eines Gedichtzyklus

15:25–16:00 Uhr: Stefanie Leuenberger (Zürich)
«Gönd er öbere». Zu Kuno Raebers Alemannischen Gedichten

16:00–16:30 Uhr Kaffeepause (Künstler*innenkneipe)

16:30–17:05 Uhr: Wolfram Malte Fues (Basel)
Gottkugel

17:05–17:40 Uhr: Matthias Klein (München)
Kuno Raeber und Alexius im Film

17:40–18:15 Uhr: Thomas Klinkert (Zürich)
Raebers Alexius-Roman als Gedächtnisarchitektur

18:15–18:40 Uhr: Sendung BR 2 Radio (2006) von Christiane Wyrwa
Die ganze Welt als Gedicht (zu Raebers Roman Wirbel im Abfluss)

Die Teilnahme ist kostenlos; Anmeldung (auch für einzelne Blöcke) per E-Mail bitte an thomas.klinkert@uzh.ch.

…endlich da: da da da!
Buchvernissage und Apéro am Sonntag, 8. Mai 2022, 15:00 Uhr
Was heisst es, auf Dada zurückzukommen? Wie lebt Dada fort? Wie kehrt Dada wieder?
Vier Bände zur Nachgeschichte und Zukunft von Dada. Soeben erschienen im Verlag Les Presse du réel:

Band 1: Dada-Filiationen
Band 2: Dada-Ausstellungen
Band 3: Dada-Spuren
Band 4: Dada-Historiografien

Die Herausgeberin Agathe Mareuge (Paris) und der Herausgeber Sandro Zanetti (Zürich) stellen das Buch vor. Sie blicken zurück auf das Forschungsprojekt und erörtern zusammen mit Salome Hohl (Zürich) und Anja Nora Schulthess (Luzern), welche Fragen und Perspektiven weiterhin offen sind: Vive Dada!

Special Guest: Peter K. Wehrli (PKW), der als Weltpremiere seine dadaïsierenden Losungen vorlesen wird!

Die vierbändige Publikation kann vor Ort erworben werden (CHF 40.-)

Eintritt frei.

Duell der Poeten

Erleben Sie, wie man trotz Herzklopfen, Knieschlottern und feuchten Händen ein hieb- und stichfestes Alibi aus dem Ärmel schüttelt – und damit in 180 Sekunden zum Icon-Poeten gekrönt wird.

Unter Aufsicht von Etrit Hasler kreuzen während 90 Minuten Dominic Deville, Peter Schneider, Andrea Fischer-Schulthess und Sven Stickling die Federkiele.

Eintritt CHF 20, Ticketverkauf an der Abendkasse

18:30-20:00 Uhr. Die Veranstaltung findet online statt: Zoom-Link (Meeting-ID: 992 8558 7009 / Kenncode: 779717)

Kein Ort verkörpert den Geist des digitalen Kapitalismus mehr als das Silicon Valley: Visionär, innovativ, flexibel und vor allem disruptiv will man sein. Mit allem Alten wird gebrochen. So zumindest lautet der Mythos, der nicht zuletzt auch im Valley selbst produziert wird. Die Big Four – Apple, Google, Amazon und Facebook – stehen im Zentrum eines globalen Goldrauschs von Venture-Kapital und Daten. Sie verstehen sich neben dem digitalen Kerngeschäft aber auch als Denkfabriken, die uns mit neuem Sinn für die schöne neue Welt des Digitalen versorgen: mit Stories, Bildern und Vorstellungen einer permanenten technologischen Revolution. Unser Gast Adrian Daub forscht und lehrt an der Universität Stanford – quasi in Sichtweite zum Silicon Valley. In seinem Vortrag wird er der Frage nachgehen, wie disruptiv die (Selbst-)Erzählungen des Valley tatsächlich sind und in welcher unsichtbaren Denk-Tradition sie stehen: von New Age Bewegungen über die Philosophien Ayn Rands und Martin Heideggers, bis hin zurück zu den religiösen Erweckungsbewegungen in den USA seit dem 19. Jahrhundert.

Gäste: Prof. Dr. Adrian Daub (Literaturwissenschaft, Stanford University), Dr. Monika Wulz (Historikerin, ETH Zürich), Prof. Michael Hagner (Historiker, ETH Zürich)

Die Veranstaltung findet online statt. Hier befindet sich der Zoom-Link für die Installation. Meeting ID: 953 0711 2092 / Kenncode: 195368

Covid 19 hält die Welt in Atem. Noch ist nicht abzusehen, wie sich die Lage weiterentwickelt. Klar ist, das Virus und die weltweite Pandemie werden tiefe Spuren hinterlassen. COVID 19 spitzt bestehende gesellschaftliche Problem- und Fragestellungen zu, und eröffnet neue. Zusammen mit zwei ExpertInnen
aus der Medizinanthropologie bzw. der Medizingeschichte werden wir die Folgen der Pandemie für Gesundheitssysteme und die Medizin diskutieren: Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer im Gesundheitswesen und hat Corona wirklich etwas verändert? Was ist die gesellschaftliche Rolle und der Wert des Krankenhauses, speziell in Pandemie-Zeiten? Wir werden zudem über die Krise der therapeutischen Medizin sprechen und der Frage nachgehen, inwiefern das Heilungsversprechen der modernen Medizin noch greift, was sie therapieren kann und was auch nicht. Kurzum, welche Rolle spielt Medizin während COVID 19 in Gesellschaft und welche möglicherweise danach?

Auf zwei kurze Inputreferate folgt ein moderiertes Gespräch mit den Vortragenden, in der es neben den genannten Fragen auch um die Rolle der sozial- und kulturwissenschaftlichen Medizinforschung gehen wird.

Gäste:
Dr. Janina Kehr (Medizinanthropologin, Universität Bern)
Prof. Dr. Flurin Condrau (Medizinhistoriker, Universität Zürich)

Gewisse Erlebnisse graben sich so tief ins Ich ein, dass man sie kaum noch erzählen kann. So ergeht es den Protagonisten in W.G. Sebalds Die Ausgewanderten: vier Menschen mit jüdischen Wurzeln, die ihre Heimat verlassen, im Exil an ihrer Untröstlichkeit zerbrechen und ihre eigene Existenz auslöschen. Im Mittelpunkt des Abends im Cabaret Voltaire steht Musik («eine Art subjektive musikalische Lektüre Sebalds») von Sarah Nemtsov. Mit von der Partie ist der Schauspieler Paul Herwig (anstelle von Jakob Diehl, der coronabedingt absagen musste). Er liest die Geschichte des Arztes Dr. Henry Selwyn, der einst als Siebenjähriger aus Litauen nach England geflüchtet ist. Aus der Zeit gefallene Dia-Bilder beglaubigen das Erzählte und zeichnen die Spuren Selwyns nach, die übrigens auch in die Schweiz führen. Alban Bergs frühe Stücke für Klarinette und Klavier eröffnen diesen musikalisch-literarischen Abend zwischen Erinnern und Zerstören, Festhalten und Zurücklassen. (Text: https://cnz.ch/)

Einführung und Beginn des Konzerts: 19:30

Berg, Op. 5 (9’)
Central Park
(7’)
Luftmacumba
(12’)
Lesung (38’)
A Long Way Away
(15’)

Collegium Novum Zürich
Johanna Malangré: Dirigentin
Paul Herwig: Schauspieler

Tickets
Bis 35 Jahre / Kulturlegi: CHF 15
Über 35 Jahre: CHF 40
AHV / IV: CHF 30

Es besteht Maskenpflicht. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

In eigenwilliger Bildsprache erzählt Nando von Arb in der Graphic Novel 3 Väter (Edition Moderne 2019) von einer Kindheit mit wechselnden Bezugspersonen. Dafür wurde er dieses Jahr mit dem Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Der Zürcher Illustrator nimmt uns mit in seine Bild- und Vorstellungswelten. Drei Vaterfiguren prägen das Aufwachsen des Ich-Erzählers. Sie vermitteln ihm die Liebe zur Kunst, bieten Reibungsfläche oder schenken ihm einfach Nähe. Die Mutter, als Vogel dargestellt, opfert sich auf, um ihren drei Kindern etwas bieten zu können, und weint beim Staubsaugen, damit die Kinder es nicht hören sollen. Der junge Zürcher Illustrator Nando von Arb erzählt in seiner Graphic Novel über eine Kindheit, die fern von Idealvorstellungen ist. Radikal auf die Kindersicht fokussiert, wird daraus jedoch eine originelle Geschichte über kindliche Resilienz. Die Lust am Experiment zieht sich durch das Buchkunstwerk, das Nando von Arbs Debüt ist. Unkonventionell ist nicht nur das Familienmodell, sondern auch der Umgang mit Farbe und Raum im Buch. In skizzenhafter Leichtigkeit und einer mündlichen Sprache verhandelt 3 Väter die Episoden einer Kindheit und vermag damit Erwachsene und Jugendliche anzusprechen. Im Gespräch erzählt der Illustrator über seine Arbeit mit dem autobiographisch geprägten Stoff.
Moderation: Elisabeth Eggenberger, SIKJM


Mehr Infos über das Buchfestival: www.zuerich-liest.ch

Eintritt frei. Es besteht Maskenpflicht, ausser wenn Sie sitzen. Die Platzzahl ist beschränkt und die Anmeldung mit Name, Postleitzahl und Telefonnummer obligatorisch. Danke für die Solidarität.

Nach 5 Jahren kulturpolitischer Agitation wandelt sich der «Salon Bastarde» im Cabaret Voltaire zum Blind Spots Cabaret! Aus unterschiedlichen Perspektiven werden die blinden Flecken der offiziellen Schweizer Geschichte beleuchtet. Ausgangspunkte sind nicht nur Rückblicke auf 50 Jahre Schwarzenbach-Initiative oder die Kollaboration mit dem südafrikanischen Apartheid-Regime, sondern vor allem auch die Konfrontation von selbst re-/produzierten Rassismen. Mit einer Reihe multidisziplinäre Acts wird das Blind Spots Cabaret kollektiv «unbequem», um so solidarische Praxen jenseits überkommener Kriterien zu ermöglichen.

Ablauf:
–20:00: Blind Spots – Begrüssung von «Salon Bastarde», Rohit Jain, und Cabaret Voltaire, Salome Hohl
–20:15: Pre-Book Launch – Roma Jam Session art Kollektiv
–20:45: Schwarzenbach-Komplex. Blinde Flecken in der Schweizer Demokratie – Melinda Nadj Abonji und Rohit Jain
–21:15: Transkulturelle Arbeitserfahrungen zwischen Südafrika und der Schweiz – Rückblick, Ausblick und Kritik – eine Diskussion zwischen tracy september und Tim Zulauf
–21:45: Bastard Life – Ein autobiografischer Versuch von Kijan Espahangizi
–22:00–23:00: tracy september spielt Auszüge aus ihrer Performance SEPTEMBER

Mit: Kijan Espahangizi, Rohit Jain, Melinda Nadj Abonji, Roma Jam Session art Kollektiv (RJSaK – Mo Diener und RR Marki), tracy september, Tim Zulauf

www.salon-bastarde.ch

Nach Möglichkeit bitten wir um Voranmeldung für den «Salon Bastarde». Die Platzzahl ist beschränkt, es gilt Maskenpflicht. Das Contact-Tracing findet beim Einlass statt. Bitte mindestens 15 Minuten vor dem gewünschten Programmpunkt eintreffen.

Dr. Victoria Bateman (University of Cambridge, Wirtschaftswissenschaftlerin, Feministin, Aktivistin). Organisiert von Barbara Straumann, Eva Brugger und Olivia Biber.

Organisiert von Evelyn Dueck und Sandro Zanetti

Salon Bastarde

50 Jahre Schwarzenbach-Initiative oder die Schweizer Kollaboration mit dem Apartheid-Regime: Wie können wir uns von den Geistern der Vergangenheit befreien? In einer Reihe von Ton-, Text-, Video- und historischen Fernsehbeiträgen stellen Betroffene, Kulturschaffende und Forscher*innen ihre Blicke auf die Vergangenheit dar, um eine bessere Zukunft zu fordern. Mit Rohit Jain, Melinda Nadj Abonji, Robin Bhattacharya, Tim Zulauf und weiteren Gästen.

www.salon-bastarde.ch

Prof. Dr. Svenja Goltermann spricht zur «Geschichte des Gewalt- und Opferdiskurses».

Moderiert von Prof. Dr. Liliana Gómez (Universität Zürich)

Der Talk wird unterstützt vom Zentrum Künste und Kulturtheorie, dem Studienprogramm Kulturanalyse der Universität Zürich und durch den SNF.

Die Veranstaltung wird wegen des Coronavirus abgesagt.

In der Reihe «Wissen in Gesellschaft» des Zentrums «Geschichte des Wissens» (ETH & Uni Zürich) spricht Prof. Adrian Daub (Stanford) zum Silicon Valley und nimmt dessen selbstgeschaffenen Mythos der Innovation kritisch unter die Lupe. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Professur für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich statt.

Late Night im Cabaret Voltaire: Spoken-Word-Performance mit Koleka Putuma, Musik mit DJ youngseptember.

Vermittlung

Dada-Bibliothek:

Vormals im Eingangsbereich ist die Dada-Bibliothek ab Mai 2022 im ersten Stock des Cabaret Voltaire zu finden. Der Grundstock der Bibliothek ist eine Schenkung des verstorbenen Dada-Sammlers Hans Bolliger und des Dada-Spezialisten und Kurators Guido Magnaguagno. Das Cabaret Voltaire erweitert seine Bibliothek laufend. Die Bibliothek kann tagsüber als Arbeitsplatz genutzt werden, steht für Sitzungen zur Verfügung und wird am Abend zum erweiterten Barbereich. Das neu geschaffene Recherchedisplay, eine Holzkonstruktion, in der wertvolle Bücher wie Dada-Erstausgaben oder Faksimiles von Briefen und Fotos ausgestellt werden können, ist ebenfalls Teil der Bibliothek. Zudem sind wichtige Bücher zur aktuellen Ausstellung und Vermittlungsmaterial präsentiert. Im Raum finden sich auch «Leuchtenskulpturen» von Stefan Burger (mehr dazu weiter unten).

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CV Books:

Im Eingangsbereich befindet sich CV Books: Eine wechselnde Auswahl an Kunstpublikationen für das Cabaret Voltaire, kuratiert von Jan Steinbach. Erhältlich sind die Bücher und Zines im Cabaret Voltaire oder online via Edcat CV Books.

Eingangsbereich mit CV-Books-Display, Photo: Philipp Hänger

Stefan Burger, «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo» (I&II):

Die Dada-Bibliothek zeigt ausserdem eine Arbeit des Künstlers Stefan Burger (*1977). Burger präsentiert zwei den Raum und bestenfalls die Gemüter erhellende Leuchtenobjekte. Die Skulpturen aus gegossenem Glas und Aluminium setzen Burgers 2020 im Cabaret Voltaire begonnene Auseinandersetzung mit Kunst als Gebrauchsgegenstand fort. Die Begrifflichkeiten, mit welchen sich die Skulpturen attributieren lassen, schwanken munter zwischen hübsch und hässlich, pedantisch und rotzig, dekorativ und nützlich, ekelhaft und erotisch. Es sind hybride Anlagen oder Kippfiguren, die je nach Betrachtung zu einer unterschiedlichen Qualität oder Deutung neigen und mit Zierrat und Funktion umgehen. Einige Formreferenzen ergeben sich aus dem Arbeitsvorgang: Wenn flüssiges Glas miteinander verbunden wird, hängt es stets zu Boden. Brezel und Böppel (ganz in der Tradition von Bollen und Bölleli) dienen als ornamentale Wiederholungen, entspannt bedeutungsarm und dennoch entfernt mit eklektischen Zierstrategien wie der barocken Rocaille verwandt. Die Trägerstruktur der Leuchte wiederum, eine ehemalige Leiter, entstammt dem Zürcher Kanalisationssystem und wurde ursprünglich gewaltsam aus einem dort hinunterführenden Schacht entrissen. Eigentlich als Ein- und Ausstiegshilfe angelegt, erfreut sich der Schachttritt nun neuen Aufgaben als Leselampe und Ambiente prägendes Objekt. Die Arbeit mit flüssigem Glas involviert Farben von intensiver Leuchtkraft, welche dank ihrer keramischen Natur unverwüstlich heiter weiter leuchten. Auch die Namen der benutzten Farbpalette «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo» (I&II) denkt der Künstler als Fröhlichkeitsverstärker: eine Einladung also zum guten Mute.

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Zwischen 1916 und 1919 wurden in Zürich Impulse gesetzt, welche die Künste weltweit nachhaltig prägen sollten. Dada war die Avantgarde-Bewegung, die dazu aufrief, Phänomene und Ereignisse ihrer Gegenwart zu befragen. Mit Dada New York, Berlin, Paris oder Chile werden Namen wie Marcel Duchamp, Hannah Höch, André Breton und Vincente Huidobro verbunden. Auch Punk, die heutige Performance-Kunst oder Techniken wie Collagen, Hacking und Ready-Mades lassen sich im Anschluss an Dada besprechen. Und alles begann an der Spiegelgasse 1 im Zürcher Niederdorf. In der Bier- und Weinschenke Meierei gründeten Emmy Hennings, Hugo Ball, Hans Arp, Sophie Taeuber, Marcel Janco und Tristan Tzara am 5. Februar 1916 das Cabaret Voltaire. Es waren vor allem junge Emigrant*innen, für die das Cabaret Voltaire inmitten des Ersten Weltkriegs Zuflucht bot. Sie setzten dem Wahnsinn der Zeit neue Sprach- und Ausdrucksformen entgegen, experimentierten im Nebeneinander von Literatur, Kunst, Theorie, Tanz und Architektur.

In Zürich steht mit dem Cabaret Voltaire nicht nur der Ursprungsort von Dada, im Kunsthaus Zürich befindet sich auch eine der wichtigsten Dada-Sammlungen. Dieser Pocket Guide verbindet die beiden Häuser und führt Sie zu weiteren Dada-Spielstätten, die das Milieu und die Orte zeigen, in denen Dada entstand und wirkte. Sie erfahren, in welchen Lokalitäten sich die Dadaist*innen zu ihren Soireen trafen, wo Lenin debattierte und C. G. Jung das Unbewusste beschrieb, wo die wildesten Tanzabende stattfanden und woher das Wort «Dada» eigentlich kommt. Dabei überblenden sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie erfahren, was war, sehen, was ist, und überlegen, was sein könnte. In diesem Sinne wird Dada auch als aktuelle Praxis verstanden. Dada stellt fortwährend Fragen an die Gegenwart und entwickelt Ideen für die Zukunft.


Der Pocket Guide kann für 7 CHF in Deutsch oder Englisch im Shop des Kunsthaus Zürich oder online in unserem «CV Books» bezogen werden. Hier finden Sie den Link zu unserem Online-Shop «CV Books» auf Edcat: https://edcat.net/item/pocket-...

Herausgeberschaft: Salome Hohl, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich und Cathérine Hug, Kunsthaus Zürich, Heimplatz, 8001 Zürich
Produktion: Salome Hohl, Cabaret Voltaire
Texte: Salome Hohl, Cathérine Hug. Einige Texte wurden übernommen von der Karte Dada Stadt Zürich, 2016, hrsg. von Adrian Notz, Cabaret Voltaire. Texte 2016 von: Nicola Behrens, Adrian Notz, Barbara Ruf, Werner Sieg, Raimund Meyer
Produktion 2016: Nora Hauswirth
Mitarbeit Pocket Guide 2021: Elena D’Amato, Franziska Lentzsch. Herzlichen Dank auch an Raimund Meyer, Elena Grignoli und Petra Winiger Østrup
Gestaltung: Vela Arbutina, Samuel Bänziger
Lektorat: Andreas Rizzi
Druck: J.E. Wolfensberger

(c) 2021 Cabaret Voltaire und Zürcher Kunstgesellschaft / Kunsthaus Zürich
ISBN 978-3-906269-31-3

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Die Publikation «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi» bringt die ersten ins Englische übersetzte Gedichte und Texte von Emmy Hennings (geb. 1885, gest. 1948) mit dem Werk der in Zürich lebenden Künstlerin Sitara Abuzar Ghaznawi (geb. 1995) zusammen. Hennings, Mitbegründerin des Cabaret Voltaire in Zürich, war Performerin, Künstlerin und Schriftstellerin, deren Werk lange kaum wahrgenommen wurde. Ghaznawi schuf einen Rahmen und Begegnungen für Hennings' Schreiben durch Collagen, Skulpturen und neue Texte von Mitgliedern ihrer künstlerischen Gemeinschaft. Ausgangspunkt der Publikation ist die Ausstellung «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi», die 2020 im Cabaret Voltaire und später in abgewandelter Form im Swiss Institute in New York gezeigt wurde.

«Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi»
eds. Simon Castets, Salome Hohl, Eva Kenny, Laura McLean-Ferris
Publiziert vom Cabaret Voltaire (Zürich) und dem Swiss Institute (New York), in Zusammenarbeit mit Lenz.

Mit Texten und Beiträgen von: Sitara Abuzar Ghaznawi, Timur Akhmetov, Simon Castets, Olamiju Fajemisin, Emmy Hennings, Salome Hohl, Shamiran Istifan, Semuel Lala, Nils Amadeus Lange, Laura McLean-Ferris, Furqat Palvan-Zade, Sophia Rohwetter, Ser Serpas, Ian Wooldridge, Michael Zimmermann.
Grafik: Dan Solbach

128 pages
48 images (b/w)

ISBN 979-12-80579-36-2
20 EUR / CHF

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Der Dadablog entstand während des pandemiebedingten Shutdowns am Anfang des Frühlings 2020. Damit startete das Cabaret Voltaire ein regelmässiges Journal, das in der Anfangsphase jeweils donnerstags erschienen ist und später einmal pro Monat. Zurzeit werden neue Posts in unregelmässigem Abstand hochgeladen. Der Blog ist nun ein fester Bestandteil der Webseite. Nebst der Vermittlung des historischen Dada, welche hier auch die Möglichkeit hat, Bezüge zur Gegenwart herzustellen, wollen wir auch eine Plattform für verschiedene Autor*innen aufbauen und damit unbekannte und etablierte Stimmen in die Befragung unseres Erbes einfliessen lassen. Die Autor*innen schreiben jeweils in ihrer Sprache. Die Beiträge können skizzenhaft, fundiert, assoziativ oder wissenschaftlich sein.

www.cabaretvoltaire.ch/blog

–Dada-Rundgang – in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich

Zwischen 1916 und 1919 wurden in Zürich durch die Dadaist*innen Impulse gesetzt, welche die Künste weltweit nachhaltig prägen sollten. In Zürich steht mit dem Cabaret Voltaire nicht nur der Ursprungsort von Dada, im Kunsthaus Zürich befindet sich aucheine der wichtigsten Dada-Sammlungen. Diese Führung mit der Cabaret Voltaire-Leiterin Salome Hohl und der Kunsthaus-Kuratorin Cathérine Hug verbindet die beiden Häuser und führt Sie zu weiteren Dada-Spielstätten, die das Milieu und die Orte zeigen, in denen Dada enstand und wirkte. Besammlung ist vor dem Cabaret Voltaire. Die Führung endet im Kunsthaus Zürich: im Dada-Kabinett und vor dem Max Ernst-Bild in der Kunsthaus-Bar. Im Preis inbegriffen ist die Führung und der Pocket Guide Dada Stadt Zürich, den wir gemeinsam mit dem Kunsthaus herausgeben.
Die Führung findet am Mittwoch, 14. September 2022, 18:00. Die Tickets für 30 CHF können via Ticket-Shop des Kunsthaus bezogen werden. Sie können sich unter info@cabaretvoltaire.ch schon voranmelden.

–Dada in Zürich – Überblicksführung

Im Museum Cabaret Voltaire bieten wir Überblicksführungen an. Die Führungen dauern ein- bis eineinhalb Stunden und ermöglichen einen Einblick in die Geschichte von Dada und des Cabaret Voltaire sowie in gegenwärtige Aktivitäten. Neben dem Cabaret Voltaire stehen diverse weitere Dada-Orte in der Stadt Zürich auf dem Programm. Alle Führungen werden auch auf Englisch angeboten.

Anmeldung und Information: fuehrungen@cabaretvoltaire.ch
Treffpunkt: Cabaret Voltaire, Eingang Münstergasse
Sprachen: Deutsch/Englisch (Französisch auf Anfrage)

Preise für Gruppen von Schüler*innen und Student*innen
1 h Führungen für CHF 200.
1.5 h Führungen für CHF 250.-

Preise für private Gruppen
1 h Führungen für CHF 250.-
1.5 h Führungen für CHF 300.-

Preise für Firmengruppen
1 h Führungen für CHF 300.-
1.5 h Führungen für CHF 350.-

–Themenführungen

Wir entwickeln laufend Themenführungen, die Dada im Kontext spezifischer Debatten reflektieren. Die Konditionen werden über den persönlichen Kontakt besprochen: fuehrungen@cabaretvoltaire.ch

Ab Mai 2022 bieten wir Workshops für Schulklassen verschiedener Altersgruppen an:

Lautgedichte performen – auf der echten Dadabühne!
Mit Klängen und Bewegung die Gegenwart befragen

Das Cabaret Voltaire ist ein ausserschulischer Lernort von grosser Bedeutung für die Kunstgeschichte und das aktuelle Kulturschaffen. 1916 schufen die Dadaist*innen im Herzen des Niederdorfs mit dem Lautgedicht eine Kunstform, welche sich keiner bekannten Sprache bediente. Dada gilt aber auch als Geburtsstunde der Performance-Kunst. Im Workshop widmen sich die Schüler*innen sowohl der Ästhetik als auch dem Zusammenhang zwischen Form und Inhalt von Sprache. Je nach Stufe und Klasse wird der Fokus auf Assoziationen und die Ähnlichkeit zwischen Lauten und Wörtern oder auf die historische und politische Bedeutung der Sprache gelegt. Auf das Heute bezogen, kreiren wir im Workshop Lautgedichte und performen diese, je nach Wunsch, entweder auf der Dadabühne mit Kostümen, entwerfen eine visuelle Umsetzung im Stil der konkreten Poesie oder kreieren lautmalerische Video-Performances.

Dossiers zum Workshop «Lautgedichte auf der echten Dadabühne performen»:
Dossier 1: Unterstufe bis Mittelstufe
Dossier 2: Oberstufe, Mittel- und Berufsschulen

Weitere Workshops zu den Themen Collage und Manifeste werden unter den gleichen Bedingungen angeboten.



Einführende und weiterführende Unterlagen:

Die Unterlagen für Schüler*innen ab 16 Jahren, die 2016 in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum erarbeitet wurden, sind weiterhin zugänglich. Anhand von vier unterschiedlichen «Dada-Ereignis-Themenpfaden» und praktischen Übungen an verschiedenen Orten in Zürich beschäftigen sich die Schüler*innen mit den Anliegen der Dadaist*innen und werden selbst zu Akteur*innen.

Themenpfad «Die dadalogischen Dimensionen» (701,5 KiB)
Themenpfad Readymade – «Ich bin Kunst» (6,7 MiB)
Themenpfad «Sprechakte!» (7,1 MiB)
Themenpfad «Provokation auf der Bühne» (7,2 MiB)
Themenpfad «Politische Propaganda» (6,8 MiB)

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Gastronomie

Als die Dadaist*innen das Haus 1916 entdeckten, betrieb Jan Ephraim die Bier- und Weinschenke Holländische Meierei. Die Dadaist*innen bespielten den hinteren Saal und verpflegten sich mit dem Angebot der Meierei. Seit der Sanierung 2022 verfügt das Cabaret Voltaire sowohl über eine Bar im Eingangsbereich – die sogenannte Künstler*innenkneipe – als auch über eine Bar im Historischen Saal. Wir empfehlen den «Smoky Tear» zur Ausstellung von Ilaria Vinci sowie unsere weiteren Signature-Drinks «Dada Sour», Haus Negroni» und den «French 1916».

Hier finden Sie die Karte.

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Bar im Historischen Saal, Photo: Romain Mader

Künstler*innenkneipe, Photo: Romain Mader

In der oberen Etage befindet sich das ursprüngliche Cabaret Voltaire. Die Dadaist*innen mieteten das sogenannte Holländer Stübli im hinteren Bereich, um ihr eigenes Kabarett zu eröffnen. Hugo Ball beschrieb das Cabaret Voltaire in seinem Tagebuch als ihren Candide gegen die Zeit. Das Cabaret Voltaire war nur fünf Monate geöffnet. Vom 5. Februar bis zum 23. Juni 1916 fanden täglich, ausser freitags, Veranstaltungen statt. Im April 1916 einigten sich die Dadaist*innen auf den Namen Dada.

Heute ist von der Original-Bausubstanz nur noch die Säule im vorderen Teil des Saales vorhanden. Links im Raum stand – wie heute – die kleine Holzbühne, auf der experimentelle und interdisziplinäre Darbietungen gezeigt wurden. Gedichte wurden in verschiedenen Sprachen gleichzeitig aufgeführt und mit Masken, Tanz, Bühnenbildern und Musik kombiniert.

Damals hingen auch Kunstwerke an den Wänden, unter anderem auch von Picasso. Ein Höhepunkt des Cabaret Voltaire bildete der Auftritt von Hugo Ball am 23. Juni 1916, als er in einem kubistischen Kostüm als magischer Bischof seine Lautgedichte aufführte und dabei seine mystische Erleuchtung erlebte.

Historischer Saal. Photo: Cabaret Voltaire, Gunnar Meier

Durch das Mieten des Hauses ermöglichen Sie nicht nur Ihnen einen besonderen Anlass an einem mythischen Ort der Kulturgeschichte, sondern unterstützen mit Ihrer Miete auch den Erhalt des international bedeutenden Erbes von Dada.

Veranstalten Sie darin:

  • ein rauschendes Fest
  • einen inspirierenden Workshop
  • einen innovativen Launch
  • lehrreiche Kurse oder Vorträge
  • eine bedeutende Lesung

Bitte beachten Sie, dass wir die Räume des Cabaret Voltaire nur für geschlossene Veranstaltungen vermieten können.

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Art des Anlasses
 
Cabaret Voltaire

Stellungnahme der Direktorin:

Dada wird als Befragungsmodus verstanden, der nicht zielführend sein muss, sondern in unterschiedlichen Formen und Formaten fortwährend Fragen stellt: Wie reagieren wir auf die Gegenwart? Mit welchen Mitteln denken wir die Zukunft? Welcher Sprache bedienen wir uns? Wer nimmt an der Gesellschaft teil, unter welchen Bedingungen? Was bedeutet Existenz? Welche Rolle spielen die Künste? Ebenfalls im Fokus steht das Gemeinschaftliche, die gegenseitige Stärkung und Konfrontation, Verletzlichkeit und Mut. Das Cabaret Voltaire war und bleibt ein offener Ort der ehrlichen Kritik und des disziplinübergreifenden Austausches. Diese Ansprüche an eine Kulturinstitution haben heute dieselbe Dringlichkeit wie 1916. Vor der dadaistischen Folie können historische Positionen und zeitgenössische Strategien diskutiert werden, die unsere politische und ästhetische Urteilskraft schärfen. Das Cabaret Voltaire fungiert zugleich als Künstlerkneipe, Vermittlungsort für Dada sowie als Plattform für gegenwärtiges Kulturschaffen und relevante Debatten.

Stellungnahme Vorstand Cabaret Voltaire:

Das Museum Cabaret Voltaire ist der Ursprungsort der weltweit bekannten Dada-Bewegung, die 1916 in Zürich entstanden ist. Das Programm des Cabaret Voltaire lebte und lebt stark von der Besonderheit des Ortes: dem Saal für Aufführungen und Aktivitäten unterschiedlichster Art, dem Barbetrieb, den zugänglichen Räumen davor und darunter, dem Eingangsbereich, der die Tür zur Stadt und zugleich zur Welt bildete und bildet.

1916 war das Cabaret Voltaire ein Ort, an dem die damalige durch Krieg und Exil geprägte Gegenwart das Bedürfnis weckte, sich von den gegebenen Zeitumständen und ihren ideologischen Verengungen radikal (negativ) abzusetzen, um stattdessen neue Weisen der Kooperation und Kritik, experimentelle Formen der Aufführung und Inszenierung sowie neu entdeckte Medien der Reflexion und Dokumentation zu erproben. Dada war insgesamt keine Kunstrichtung, die sich in erster Linie mit der Vergangenheit sowie überhaupt mit dem bereits Bekannten befasste. Viel mehr setzte Dada in zuvor ungekannter Radikalität auf die Auseinandersetzung mit dem, was noch unbekannt war, mit dem, was gerade in der Gegenwart passierte oder noch passieren könnte, um daraus Ideen für die Zukunft zu entwickeln.

Zur «Erbschaft» von Dada gehört deshalb die Frage: Worauf wird man später einmal zurückkommen können? Antworten auf diese Frage können immer nur in der jeweiligen Gegenwart formuliert werden. Das ist das Besondere an Dada, auch jenseits von 1916: Nicht ein Stil, nicht ein bestimmtes politisches Programm und nicht ein fest stehender Inhalt war kennzeichnend für Dada, sondern die Einsicht, dass jede Gegenwart ihre eigenen Mittel und Wege finden muss, um sich möglichst frei aus sich heraus bewegen zu können: künstlerisch, gesellschaftlich, lebenspraktisch.

Das Programm des Cabaret Voltaire versucht, diese Einsichten der Dadaisten aus heutiger Sicht, für die heutige Situation zu befragen und sie erneut fruchtbar zu machen. Die Auseinandersetzung mit dem historischen Erbe enthält zwar eine Komponente der Dokumentation von Geschichte, doch sie kann sich nicht darin erschöpfen. Denn Dada war schon immer auf die Zukunft ausgerichtet und deswegen gilt es auch, die Vergangenheit von Dada nicht als statisch zu begreifen. Vielmehr soll diese Vergangenheit immer wieder neu auf ihre Aktualität für die Gegenwart und Zukunft hin befragt werden.

Die damaligen Aktivitäten der Dadaist*innen bewegten sich allesamt in Spannungsfeldern: zwischen Kunst und Nicht-Kunst, Planung und Zufall, Sinn und Unsinn, Behauptung und Realisierung, lokalen Besonderheiten und internationaler Vernetzung, intensiven Livemomenten und – was oft vergessen geht – Bestrebungen nach Anerkennung und Dauer. Diese Spannungsfelder bestehen auch heute noch. Sie sind unauflöslicher Teil der fortlaufenden Geschichte von Dada. Das Programm des Cabaret Voltaire ist sich dessen bewusst, ortet diese Spannungen in ihrer jeweils aktuellen Ausprägung und arbeitet mit ihnen. Sie unterzieht sie so einem permanenten «Gegenwarts-Check».

Für Bildanfragen, Informationen zu den Ausstellungen und Veranstaltungen sowie Interviewanfragen kontaktieren Sie bitte Salome Hohl:
salome.hohl@cabaretvoltaire.ch
oder +41 43 268 08 44 (Büro)

Falls Sie regelmässig Presseinformationen zu unseren Ausstellungen und Veranstaltungen erhalten möchten, nehmen wir Sie gerne in den Presseverteiler auf. Senden Sie uns diesbezüglich eine Mail.

Das Cabaret Voltaire wird vom gleichnamigen Verein getragen, der auf die Unterstützung von Mitgliedern, öffentlicher Hand, Stiftungen und privaten Personen angewiesen ist.

Als Mitglied oder Cabaret-Voltaire-Freund*in unterstützen Sie die lebendige Bearbeitung des dadaistischen Erbes, die Ausstellungen und die disziplinübergreifenden Auseinandersetzungen während Veranstaltungen wie der Soireen am Dienstag. Durch Ihren Beitrag ermöglichen Sie das Fortbestehen dieser weltweit bekannten Kulturinstitution.

Werden Sie Mitglied (1 Jahr)
CHF 100
CHF 50 (reduziert für Student*innen und Künstler*innen)

Sie erhalten jedes Jahr einen Mitgliederausweis, der Sie zum Gratiseintritt in die Ausstellungen und alle weiteren Veranstaltungen, die vom Cabaret Voltaire organisiert werden, berechtigt. Zudem gewähren wir Ihnen 10% auf Getränke und Publikationen.

Werden Sie Cabaret-Voltaire-Freund*in (1 Jahr)
ab CHF 500

Sie erhalten jedes Jahr einen Mitgliederausweis, der Sie zum Gratiseintritt in die Ausstellungen und alle weiteren Veranstaltungen, die vom Cabaret Voltaire organisiert werden, berechtigt. Zudem gewähren wir Ihnen 10% auf Getränke und Publikationen. Überdies führt Sie die Direktorin auf Anfrage durch die Ausstellungen und das Haus. Sie bekommen jährlich eine Einladung zur unserer Programmpräsentation mit Aperitif für Unterstützer*innen und Mitwirkende zum Geburtstag des Cabaret Voltaire am 5. Februar.

Kontaktieren Sie uns dafür unter info@cabaretvoltaire.ch. Falls Sie die Institution längerfristig und spezifisch unterstützen möchten, wenden Sie sich an die Leitung: salome.hohl@cabaretvoltaire.ch (Direktorin), esther.widmer@cabaretvoltaire.ch (Geschäftsführerin)

Bankverbindung
Selbstverständlich können Sie Ihren Beitrag nach Wahl auch direkt auf folgendes Bankkonto überweisen:

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IBAN: CH32 0070 0110 0007 7322 2
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Inhaber: Trägerverein Cabaret Voltaire

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Statuten
180620 Verein Cabaret Voltaire Statuten 2018.pdf (2,1 MiB)

Vorstand
Sandro Zanetti (Präsident)
Jean-Pierre Hoby (Vize-Präsident)
Barbara Basting (ex officio Stadt Zürich)
Patrick Hug
Fabienne Barras
Annatina Menn
Una Szeemann
Raffael Büchi

Jahresberichte
Jahresbericht Verein Cabaret Voltaire 2020.pdf (4,9 MiB)

Jahresbericht Verein Cabaret Voltaire 2019.pdf (6,8 MiB)

Jahresbericht Verein Cabaret Voltaire 2018.pdf (2,5 MiB)
Jahresbericht Verein Cabaret Voltaire 2017.pdf (6,4 MiB)

Leitung

  • Salome Hohl (Direktorin und künstlerische Leitung)
  • Esther Widmer (Geschäftsführerin)

Mitarbeiter*innen Programm und Vermittlung

  • Monica Unser (Assistenzkuratorin)
  • Martina Felber (Kommunikation)
  • Naïma Trabelsi (Projekte)
  • Elena Grignoli (Workshops für Schulklassen und Führungen)
  • Andrea Oertle (Workshops für Schulklassen)
  • Laura Sabel (Audio Guide und Führungen)
  • Petra Winiger Østrup (Führungen)

Mitarbeiter*innen Bar, Café/Bar und Vermittlung, Technik

  • Roberto Grassi (Leitung Bar)
  • Roberto von Escher (Bar)
  • Aytac Pekdemir (Bar)
  • Giorgina Hämmerli (Bar)
  • Magali Berberat (Bar)
  • Elvira Bättig (Café/Bar und Vermittlung)
  • Joëlle Bischof (Café/Bar und Vermittlung)
  • Seraphin Reich (Café/Bar und Vermittlung)
  • Flavia Senn (Café/Bar und Vermittlung)
  • Val Minnig (Café/Bar und Vermittlung, Technik)
  • Lorik Visoka (Technik)

Grafik / Informatik

  • Vela Arbutina (Studio Vela Arbutina, Grafik)
  • Samuel Bänziger (Bänziger Hug, Grafik)
  • Olivier Hug (Bänziger Hug, Informatik Website)

Wir suchen auf den 1. Oktober oder nach Vereinbarung eine engagierte Person für die folgende Position:

Mitarbeiter*in Bar und Anlassgastronomie 60–100%

Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung!

Das Cabaret Voltaire erhält grosszügige Betriebsbeiträge von:
Stadt Zürich

Das Cabaret Voltaire erhielt 2020 und 2021 grosszügige Projektbeiträge von:
Die Mobiliar

Kanton Zürich
Ernst Göhner Stiftung
Nestlé Fondation pour l’Art
Avina Stiftung
Gottfried und Ursula Schäppi-Jecklin Stiftung
Ars Rhenia
Elisabeth Weber Stiftung

Temperatio

Frühere Betriebsbeiträge:
Bank Julius Bär (2008–2011)
Andy Rihs (2008–2011)
Swatch (2004–2008)

Frühere Projektbeiträge:
Dr. Adolf Streuli Stiftung (2013, 2017)
artEDUStiftung (2017)
Fachstelle Kultur Kanton Zürich (2017)
Avina Stiftung (2016)
Dr. Georg und Josi Guggenheim Stiftung (2014–2017)
UBS Kulturstiftung (2017)
Agape Stiftung (2015–2017)
Else v. Sick Stiftung (2016–2017)
Zürcher Kantonalbank (2013, 2016)
Ernst Göhner Stiftung (2013, 2016)
Maya Behn-Eschenburg Stiftung (2015–2016)
Pro Helvetia (2016)
Lixmar-Stiftung (2016)
Ars Rhenia Stiftung (2016)
Ernst und Olga Gubler-Hablützel Stiftung (2016)
Walter Haefner Stiftung (2016)
Cassinelli–Vogel Stiftung (2016)
Stiftung Temperatio (2016)
Kunstsammlung Albert und Melanie Rüegg (2008–2016)
Volkart Stiftung (2008–2014)
Swiss Re (2013)
Migros-Kulturprozent (2013)
Baugarten Stiftung (2013)
Adolf und Mary Mil-Stiftung (2013)
Parrotia-Stiftung (2013)
Georges und Jenny Bloch-Stiftung (2013)
Georg und Bertha Schwyzer-Winiker-Stiftung (2013)

Cabaret Voltaire 1916–2004
Nachdem das Cabaret Voltaire 1916 von den Dadaist*innen eröffnet und wenige Monate später geschlossen wurde, folgte eine lange Zeit diverser Nutzungen. 2002 wurde das Cabaret Voltaire von einer Gruppe aus politischer und künstlerischer Überzeugung besetzt und somit verhindert, dass aus dem Cabaret Voltaire – wie die Erzählung ist – eine Apotheke werden sollte. Durch die Besetzung gelang die Bedeutung von Dada und dem Cabaret Voltaire zurück in das Bewusstsein der Zürcher Gesellschaft. Durch die Unterstützung des “Komitee pro Dada-Haus” sowie einiger Politiker*innen wurde das Cabaret Voltaire 2004 unter dem Dach eines Trägervereins sowie unter der Direktion von Philipp Meier und mit Adrian Notz als künstlerische Assistenz “wiedereröffnet”. 2006 wurde Adrian Notz Co-Direktor und 2012 alleiniger Direktor des Cabaret Voltaire.

Archiv Cabaret Voltaire 2004–2019
Mit dem “Archiv Cabaret Voltaire 2004–2019” bieten wir Ihnen nicht nur einen Einblick in die Veränderungen und Visionen der letzten 15 Jahre, sondern auch in den Umgang mit Obsessionen sowie dem historischen Kulturerbe. Im Zeitraum von 2004–2019 sind über 64 Ausstellung und unzählige Veranstaltungen und Aktionen realisiert worden, in denen Dada in seinen unterschiedlichen Formen und Inhalten befragt und aktualisiert wurde. In den 15 Jahren musste das Cabaret Voltaire immer wieder um seine Akzeptanz sowie sein Dasein kämpfen und es wurde zum bedeutenden Ort der philosophischen und künstlerischen Auseinandersetzung mit Dada und zum Ort der Kunst!

Online – Besucher*innen haben die Möglichkeit, über “kleio - the living catalog” online einen Einblick in die Geschichte des Cabaret Voltaire zu erhalten. Wir verstehen das Archiv als ein mobiles, da es sich nicht nur ständig entwickeln und erweitern, sondern auch und insbesondere durch die Rezeption und Zugänglichkeit immer neu interpretiert und ausgelegt werden kann. Im Archiv finden Sie alle Projekte, Publikationen, Presseartikel sowie diverses Foto-, Video-, und Sound-Material. Durch die Funktionen, die uns “kleio” ermöglicht, können Sie rhizomartig durch Verlinkungen auf andere Projekte, Personen, und Institutionen gelangen.

Analog - Das Cabaret Voltaire ist Besucher*innen in seiner analogen Form im Stadtarchiv Zürich zugänglich, wo sich die Vielzahl aller Dokumente, AV-Medien, Publikationen sowie diverses, objekthaftes Ausstellungsmaterial der vergangenen 15 Jahre befindet. Wo Sie im Online-Archiv einen Überblick über die gesamten 15 Jahre gewinnen können, bietet Ihnen das analoge Archiv die Möglichkeit, sich zu vertiefen und sich mit der Geschichte und all ihren Facetten zu beschäftigen.

Der Online Archivkatalog der Stadt Zürich: https://amsquery.stadt-zuerich.ch/suchinfo.aspx

Das Online Archiv des Cabaret Voltaire auf kleio: https://cabaretvoltaire.kleio.com

Archivbestand
Cabaret Voltaire (2004–2019)
Archivbestand

Impressum 2019
Konzeption/Realisierung: Laura Sabel, Adrian Notz
Mitarbeiter*innen: Petra Winiger Østrup, Tilde von Overbeck, Marlies Jost, Sonja Jost, Jessica Palmer, Clara Atkinson, Kirsty Clark, Michelle Chin, Poppy Eastwood, Oliver Bass.

Mit grossem Dank an Anina Schenker (kleio) und Max Schultheiss (Stadtarchiv Zürich) für die grosse Unterstützung und sehr gute Zusammenarbeit.

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Programme

Opening: 20 May 2022, 18:00

The artisanal object landscapes by ektor garcia (*1985) are frozen moments within an ongoing process. Using a variety of materials and techniques, the artist creates temporary structures that can be reworked at any time. Set in juxtaposition, the crocheted textiles, copper wire connections, ceramic forms, and metal castings function like free-form poems that constantly generate fresh resonances. For each exhibition, garcia produces new constellations that resist the urge to establish categories and hierarchies. They are punk and queer. The sensual installations break with narrative forms that are intended to convey a certain story without obliviousness to history. Through the materials and symbols, multi-layered content traces can be picked up on without imposing themselves.

The artist’s work involves intense physical labor. Countless loops, knots, and fingerprints are evidence of his daily work, in which chaos and logic, connection and detachment exist in parallel. garcia strives for the imperfect, the beauty of the handmade, unique with its flaws. Fragments of the installation in the vaulted cellar were produced partly in Mexico City, the artist’s current place of residence, as well as in Zurich, Berlin, Paris, and Venice. In these places, for the past few weeks, garcia has knotted, knitted, modeled, and crocheted daily to produce work for the exhibition nudos de tiempo. Because of his nomadic practice, his art is invariably exposed to new influences. These do not, however, become fixed. Contributing to this openness is the fact that the objects are detached from craft traditions due to the sometimes unusual combinations of materials and techniques. For example, garcia crochets with copper wire, forms resistant objects such as chains from fragile terracotta, or transfers soft materials into bronze using the lost wax process. During the casting process, the original is dipped in wax melts. In order to extract the work fragment, the plaster mold must be destroyed, meaning that the casting can be carried out only once; the result is a unique piece with uncontrollable, surprising formations.

Some of the crochet works on display are reminiscent of the US fiber art movement of the 1960s, which addressed the division of the sexes by means of female-dominated domestic labor. garcia uses the emancipatory power of crochet but expands the feminist material vocabulary through disconcerting connections between material and technique. In the context of feminist movements, the butterfly can be read as a symbol of transformation and freedom. In the Cabaret Voltaire, butterflies made of cut leather, crocheted copper, yarn, or ceramics can be seen. garcia also associates the butterfly with other experiences. He made several visits to the Mariposa Monarca biosphere reserve near Mexico City, which serves as the winter quarters for the monarch butterfly. Countless butterflies fly up to 4,000 kilometers from Canada to Mexico in winter, and make the return journey in spring. These butterflies cross borders in a way that is not possible for many people wanting to enter the US from Mexico. On the other hand, the Spanish word for butterfly, this symbol of transnational freedom, is mariposa a derogatory term used in Mexico for homosexual men. Here, garcia reclaims the word. His small black leather butterfly displayed on the floor recalls, in its abstracted form, the armor of the Toltec warriors of Tula, who wear the butterfly emblazoned across their chests as a protective shield.

These historical intersections of nature, cultural production, and society are reflected in garcia’s use of materials. Ceramic and textile crafts are among the oldest and most important of cultural techniques. Textile products, for example, were used as communication systems by advanced civilizations. The Quipu, a knot script from the Inca Empire, served as a sophisticated counting system and as a simple form of correspondence from the 7th century onwards. Textiles have also been an important medium of communication in more recent history: for example, the Arpilleras, which gave expression to the oppression suffered during the Pinochet dictatorship in Chile, or the AIDS Memorial Quilt in the US, which commemorates the frequently socially ostracized victims. There are no obvious analogies to this in garcia’s work. It remains unclear whether the patterns and shapes follow a specific tradition, spring from the artist’s imagination, or come as arbitrary pattern templates sourced from the internet. However, knots, patchwork, material collages, and banners recall the coexistence of indigenous history, folk art, protest movements, and pop cultures.

All of garcia’s objects are produced with naturally sourced fabrics and natural dyes. The brownish yarn’s color comes from walnut shells. The crimson-red work on the floor comes from Central and South American cochineal insects, whose dyes were supplied to both European royalty and the Vatican to intensify the colors of precious textiles. garcia uses cactus fibers and the tips of water-chestnut seeds to attach barbs to a chain. This makes some objects reminiscent of tools for agriculture or hunting, and also bridles. These interpretations are supported by the lighting, which for brief moments is reminiscent of ethnographic displays but which in the end remains too scattered for that.

garcia always writes his name in lower case. In this way, he recalls US author bell hooks, and the idea that the content of a work should take precedence over its authorship. This negotiation of subject-object relationships and the breaking of hierarchies runs through his entire body of work. His exhibitions occupy floors, walls, ceilings, and intermediate spaces in equal measure. In their fragmentarily evoked history, the objects are transnational, trans- cultural, and hierarchically vertical. In the tradition of US theorist Eve Sedgwick, a wide range of desiring, identifying, representing, repelling, rivaling, imitating, withdrawing, attacking, distorting, and other relationships emerge in the juxtaposition.

In garcia’s work, a literary quality emerges in the production process as well as in each presentation. Like passages of poetry, the stitches of the crochet works and the individual fragments of an entire landscape of objects are strung together. Repetition, rhythm, and superimposition give rise to new meanings that can become knotted and unravel again at any time, as the exhibition title nudos de tiempo (knots of time) implies. Here, ektor garcia may be following the sculptor Barbara Chase-Riboud, who states in her book Everytime a Knot Is Undone, a God Is Released that each unraveling of a knot creates a new meaning.

It is precisely in this play with norms, and the simultaneity of openness and the search for meaning, that garcia’s practice finds a connection with the Dada legacy. The Dadaists moved between art and non-art, planning and chance, sense and nonsense, chaos and order, process and manifestation in their desire to overcome conventions and find new forms of expression. To this end, they made use of materials that had not previously been assigned to art, and committed themselves to process, to coexistence, and to drawing on cultural products of non-European cultures. Despite their progressive stance at the time, there were blind spots in their actions. They appropriated “the Other” for their own purposes, and ignored the fact that their reference objects became available to them through colonization.

The show at Cabaret Voltaire is ektor garcia’s first institutional solo exhibition in Switzerland. It is curated by Fabian Flückiger and Salome Hohl in close collaboration with the artist.

ektor garcia earned a BFA at the Art Institute of Chicago and an MFA at Columbia University. He has had solo exhibitions at the Henry Art Gallery (Seattle), Empty Gallery (Hong Kong), Progetto (Lecce), the Sculpture Center (New York), and the Museum Folkwang (Essen). His work has been included in numerous group exhibitions, including the Hangzhou Triennial of Fiber Art (China), the New Museum (New York), El Museo del Barrio (New York), and Prospect New Orleans.


Exhibition view ektor garcia «nudos de tiempo», Cabaret Voltaire 2022. Photo: Cedric Mussano

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Letter from Sophie Taeuber-Arp to Hans Arp from Arosa on Mai 4, 1919. Image: Zentralbibliothek Zürich, Ms. Z II 3067.37

Mai-Thu Perret, Untitled (Green Oval), 2018, Haute lisse hand-woven wool rug, 178 cm × 118 cm, MAMCO Collection. Photo: Annik Wetter

Opening: 13 October, from 18:00

Although depicted on the old 50-franc note, Sophie Taeuber-Arp, like so many women in the Dada circle, was long denied recognition. In recent years, much has been done to honor her oeuvre, including the retrospective «Gelebte Abstraktion» [Lived Abstraction], which traveled from Basel (Kunstmuseum) to London (Tate Modern) and New York (MoMa) in 2021. Nevertheless, the artist’s complex oeuvre, shifting between applied, visual, and performing arts, needs to be further explored. Many art-historical and cultural-analytical questions arise that are still topical today: for example, abstraction processes or concepts of artisthood in the context of genre hierarchies, gender attribution, or democracy. Particularly revealing in this regard are Taeuber-Arp’s letters, acquired by the Zentralbibliothek Zürich [Zurich Central Library], which were recently examined in an edition project by Medea Hoch, Walburga Krupp, and Sigrid Schade. Until now, the art-historical reception of Sophie Taeuber-Arp has been based on the memories of Hans Arp and his companions. With the letters, the artist’s «own» view and her system of reference can be reconstructed for the first time.

At Cabaret Voltaire, Sophie Taeuber-Arp’s letters, isolated works (such as a never-before-shown necklace owned by Johanna Lohse James), and testimonies of her work as a teacher of textile design at the Kunstgewerbeschule Zürich [Zurich School of Arts and Crafts] enter into dialogue with works by the Geneva-based artist Mai-Thu Perret (*1976). Perret’s multidisciplinary work combines feminist concerns, literary references, and questions about craft with the avant-garde movements of the 20th century. Political as well as formal questions of materiality are in the foreground. Dada and especially Sophie Taeuber-Arp represent an important source of inspiration for Perret. In addition to older works that quote Taeuber-Arp, the exhibition at Cabaret Voltaire shows new works by the artist. Among other things, Perret translates an exercise sheet designed by Taeuber-Arp from lessons for textile professions into a neon work. In this way, the artist transfers a formal language with female connotations as well as patterns from the textile trade into a medium that follows the male-dominated Minimal Art tradition. Following Perret’s genealogical interest in«Fiber Art», the exhibition also features works by Taeuber-Arp’s students, such as Elsi Giauque and Gertrud Sonderegger.

Both Cabaret Voltaire as well as the former Galerie Dada [Gallery Dada] in Zurich's Sprünglihaus must be read as important stations for Sophie Taeuber-Arp. In the Dada House, a discussion arises between the works of women of different generations and regions. Taeuber-Arp’s years in the Dada circle stand at the interface between her apprenticeship years in Eastern Switzerland and her path into the avant-garde, which later led her to Paris, among other places, as a pioneer of abstract art. The exhibition title «Ich bin wü ü ü ü ü ü ü ü ü tend» [I am ang g g g g g g g g ry] is a quotation from a letter Taeuber-Arp wrote to Hans Arp in Arosa on May 4, 1919, in which she expressed her disgust at some of what she saw as gimmicky male Dadaists, who considered themselves to be «radical artists.» The letter gives an additional perspective on Taeuber-Arp and Dada, but in the exhibition «I am wü ü ü ü ü ü ü ü ü tend» is also representative of the rejection of hierarchies and constricting artistic methods.

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A didactic operetta by Agnes Scherer
Puppet play: Soya Arakawa
Music: Tobias Textor
Vocalist: Claudia Barth

Performance of the operetta «The Teacher» at Cabaret Voltaire. Photo: Gunnar Meier

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Exhibition «The Teacher»

In the work of Agnes Scherer (*1985), the operettas that she has been developing since 2015, occupy a unique position. Her unusual performance formats draw inspiration from basal theatre forms such as processions, the mechanical theatres of the Baroque period, and even from the form of PowerPoint presentations. Thereby, Scherer is interested in possibilities of liberating the work of art from the status of the passive object, and giving it a heightened agency. At the center of «The Teacher» stands a teacher figure, which is controlled by a student – performed by Soya Arakawa – laying on the floor, using his feet to control the figure by employing some quite formidable effort. The teacher is thus placed in a didactic frenzy, a kind of hectic dance that sometimes seems monstrous, sometimes seductive. His lessons are illustrated by large diagrams that fall to the floor in short intervals, in order to reveal something new over and over again. What the teacher presents sounds impressive and true but in fact, contradicts itself. The text, which is closely interwoven with Tobias Textor’s rapid percussion, consists of aphorisms that Scherer was partly told by authorities and partly wrote herself. Together, the texts analyse and demonstrate the rhetorical blueprint of so-called wisdoms and their manipulative potential.

The concluding lesson, «The greater is the lesser and the lesser is the greater» seems to claim that in reality, there are opposing (power-)relations which exist a priori to those who are visible; logical if one considers that the teacher would be incapable of acting without the supporting function of the student. – Or, is it an insidiously constructed paradox, whose seductive anti-logic wants to convince the pupil to be satisfied while remaining in his powerless position? After this final lesson, the teacher disappears, leaving the pupil disoriented, longing for the return of his master. A colossal letter opens. Instead of the longed-for word of authority from afar, what emerges is a scene depicting futile waiting where the student, reclined on a sarcophagus, turns to stone while waiting. The content of the letter suggests that, in fact, no letter has ever arrived. Meanwhile, a stone replicate replaces the waiting and laying student, who can escape through a side hatch in the sarcophagus. In this final image, the artist opens up a space for in-between moments, which play out in unequal relationships. For example, the action of the student can be read as naivety that exists in order to accept power relations. At the same time, though, the scene also reflects the ambivalent longing toward wanting to be at home in a teaching, while, in equal measure, emancipating oneself from it. The master-student-relationship, which in «The Teacher» is embodied by men, refers back to the history of authority, which as a social principle of order and relationship is male. The fact that a woman transmits the patriarchal speech-act – the logos – causes a refraction through which a critical distance is created.

The twelve large paintings that accompany the lessons are playing with the genre of the diagram. The depicted arrangement of objects and pictorial figures seem to illustrate causalities and conditional relationships. However, this communicative character, which invites us to understand, is counteracted by a compositional unity containing fantastical landscapes. In analogy to the texts with which they correspond, they evoke a sentiment of near comprehension. The image-finding process emerges from a longstanding practice of elaborated pencil drawings, which is illustrated by a series exhibited on the upper floor of the Cabaret Voltaire. Stylistically, both, the paintings and the drawings combine, among other things, elements of the Middle Ages with those of Surrealism from the 1960s and 1970s and testify to the broad spectrum of references with which the artist, who is also trained as an art historian, works. References include the medieval Voynich manuscript, which illustrates botanical, anatomical, and astronomical contexts, and the psychedelic comic book Codex Seraphinianus (1981), which is based on the Voynich manuscript in its encyclopaedic approach.

With regard to the historical legacy of the Cabaret Voltaire, Scherer’s work connects in many ways to the site. By bringing together paintings, puppetry, sculpture, stagecraft, music and text, the artist continues the tradition of the Gesamtkunstwerk. Yet, Scherer also touches on other core themes of the Dada Zurich: She illustrates and distorts authoritarian relationships, whether it be through language, gestures or visual mediation. The didactic recognises itself ludicrously.

At Cabaret Voltaire, the installation accompanying the operetta will be on display for the entire duration of the exhibition. At the opening on October 2, at the matinée on October 3, and by the end of the exhibition, Agnes Scherer enlivened the production collaborating with Tobias Textor (musician/Berlin), Soya Arakawa (performer/Düsseldorf) and Claudia Barth (performer and activist/Zurich). In addition to the exhibition on the ground floor, a series of large-scale pencil drawings by the artist, spanning the years 2017-2019, is also on display on the upper floor.

«The Teacher» was shown for the first time in April/May 2019 at the Berlin project space Kinderhook & Caracas, curated by Sol Calero and Christopher Kline.


Biographies

Agnes Scherer (*1985 in Lohr am Main, Germany) lives and works in Berlin. She studied art history in Tübingen and Vienna and fine arts at the Düsseldorf Art Academy. In 2019, she won the Berlin Art Prize. Most recently, her work has been shown in group exhibitions including in the Galerie ChertLüdde (Berlin, 2019) and the Kunstverein Düsseldorf (Düsseldorf, 2019), as well as in solo exhibitions; «Coeurs Simples», Galerie Sans Titre (Paris, 2020); «Orlando Tussaud», Philipp Haverkampf Galerie (Berlin, 2019/20); «The Very Hungry», Horse & Pony (Berlin, Berlin Art Prize finalists exhibition 2019); «The Teacher», Kinderhook & Caracas (Berlin, 2019) and «Cupid and the Animals», Tramps (New York, 2018 and London, 2017). «The Teacher» was first shown in April and May 2019 in the Berlin project space Kinderhook & Caracas, curated by Sol Calero and Christopher Kline. www.agnesscherer.de

The career of multidisciplinary artist Soya Arakawa (* 1984 in Hamamatsu, Japan) includes many years of activity in the field of performance – including solo performances as well as repeated collaborations, in which he acts as a singer, dancer and instrumentalist. His contribution to «The Teacher» draws on his profound knowledge of the art of puppetry, which he also explores in his own recent work. His most recent projects include the performance Crystals at the Market Gallery, Glasgow (February 2020) and Passacaglia della Vita, together with the group SPINE (to which Claudia Barth belongs) at the Simultanhalle Köln (September 2020). Soya Arakawa lives in Krefeld, Germany. www.tacolv.org

The music for «The Teacher» was composed by Tobias Textor (* 1986 in Siegen, Germany). The Berlin-based musician cultivates an experimental attitude and creates music as a spontaneous reaction to social and material environments. His more recent works include «The Teacher», the setting to music of a painting performance by Gregor Hildebrandt together with Christopher Schmidt (2018), as well as compositions with Ornella Balhi for the operetta The Salty Testament, which is currently being written. In 2020, he developed music in connection with drawing in the context of the artists’ residence in the Freiraum of the dance company Ben J. Riepe in Düsseldorf. For «The Teacher», Textor has put together a percussion set of gongs and wooden percussion instruments, most of which originate from theatre contexts. Through his unconventional approach to these instruments, he elicits new and exciting sound qualities from them. https://www.instagram. com/tobias_textor/

Claudia Barth’s (* 1987 in Herrliberg, Switzerland) work focuses on a performance practice that concentrates on movement and speech acts. Her socially and politically committed artistic activity has resulted in video works, sculptural works and large-scale silhouette cut-out. In 2019 Barth completed the long-term project Eu-você at the EinTanzhaus Mannheim, a collaboration with her sister Isabelle Barth and Brazilian artists. Part of this project are also the video works every smell a thousand memories, which were also shown in 2019 at the Raum*station Zürich, as well as the performance Eu não falo português – Ich spreche kein Portugiesisch, which can be seen online this year as a final work at the HKB Bern. At the end of October 2020, Claudia Barth was nominated for the Performance Prize Switzerland in Geneva. For «The Teacher», she performs as a reciter. https://cap-common-ground.ch/a..., www.barthclaudia.com

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Angespannte Latenz [Tense Latency]

Three large drawings are on display at Cabaret Voltaire until April 30. One of them, Gegenstände [Objects], is attributed to Agnes Scherer. The other two deny their creation by Scherer's hand – by any hand: Inaktiver Zeichenarm [Inactive Drawing Arm] and Inaktiver Zeichenarm mit Motiven, die ohne dessen Zutun entstanden [Inactive Drawing Arm with Motifs Created Without its Involvement] show idle arms next to seemingly lost figurations. Incoherent motifs buzz unrelieved in a damaged framework of bridle that obviously failed to unfold into a foulard à la Hermès. Six stranded seals attempt to establish at least a formal relationship to the drawing arm passing by in a barge by imitating its silhouette. Comparable to the ownerless play personnel in Pirandello's «Sechs Personen suchen einen Autor» [Six Persons Seeking an Author], this assembly of motif finds itself in a kind of purgatory of only partially recognized existence. At the same time, the drawings, created in 2017 during a slow convalescence after pneumonia, reflect strangely aptly the state of tense latency prevailing today due to the pandemic. The enigmatic imagery of her pencil drawings, a core practice in Scherer's work, reveals itself as the source of the disorienting schematics of her operetta/exhibition «The Teacher», currently on view in the exhibition space. In front of the camera lens, the gingerly executed works on paper usually retreat into a nebulous haze that approximates photographic reproduction to a blurred memory. Thus, they circulate mainly in a cloud of inner images from which they have emerged.




Due to Covid-19 the performance to the finissage cannot take place in May 2021.

Sitara Abuzar Ghaznawi, Sculpture 1, 2020, Photo: Cabaret Voltaire, Gunnar Meier

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Emmy Hennings (1885–1948) was co-founder of the artists’ bar with Hugo Ball, and probably the most present figure at Cabaret Voltaire. The fact that she received little attention as a writer and artist may be due to various reasons. Perhaps it was the distinct language, or the general uneasiness at dealing with her Catholicism; whatever it was, her trace is missing in the male-dominated Dada historicisation. Only recently has Hennings received recognition, and indeed beyond the role of cabaret star. Whoever reads her novels, poems, and reviews will encounter a woman for whom writing was a survival strategy. She astutely analyses her existence and stages herself as a multiple. The aim of this exhibition is to examine her oeuvre seriously and to promote the opinion that there is continuity within it. For example, ecstasy and faith lie close together, and the themes of captivity and freedom run throughout her work. Motifs like the rose are recurring. For the first time, stained glass from the last years of her life can be viewed in an exhibition. In the past, little claim to art was attributed to them.

At Cabaret Voltaire, Hennings’ writings and paintings enter into an associative dialogue with the works of Sitara Abuzar Ghaznawi (*1995). The young artist stages Hennings’ literary and artistic works in showcases that can also be understood as sculptures. The exhibition display as a place of encounter and a focal point of standardised ideas is part of her artistic questioning. Ghaznawi focuses her attention on power structures, possibilities of participation, forms of aesthetics, craft and knowledge. She questions her environment from a position between autonomy and dependence, the private and public spheres, collectivity and individuality. Characteristic of her formal language is the self-made and the use of everyday, often worthless, materials. The works appear fragile and poetic, a characteristic she shares, amongst other things, with Hennings. Thus, repetitive subjects such as specific flowers, materials and patterns are also present in her work. They result from her engagement with socialized taste and circulating motifs.

Emmy Hennings, who was born 1885 in Flensburg/D and died 1948 in Soregno near Lugano, was a writer, actress, cabaret artist and co-founder of the Cabaret Voltaire and the Dada Gallery. During her lifetime, the following writings were published among others: Die letzte Freude (1913), Gefängnis (1919), Das Brandmal. Ein Tagebuch, (1920), Helle Nacht (1922), Die Geburt Jesu (1932), Der Kranz (1939). But she also wrote for magazines and newspapers (including Revoluzzer) and painted.

Sitara Abuzar Ghaznawi, born 1995 in Ghazni/Afghanistan, lives and works in Obwalden and Zurich. In 2019 she received her Bachelor at the Zurich University of Applied Sciences of Arts and presented, among others, in the following group exhibitions: Gallery Maria Bernheim (Zurich, 2019), Fri Art (Fribourg, 2019), Museum in Bellpark (Kriens, 2019), Édouard Montassut (Paris, 2019), Material Art Fair (New Mexico City, 2019). Solo exhibition: Luma Westbau|schwarzescafé (Zurich, 2019).


Courtesy works Sitara Abuzar Ghaznawi: The artist
Courtesy exhibits Emmy Hennings: Swiss National Library, University Library Basel, Swiss Federal Archive and Zurich Central Library

We thank the Swiss National Museum for sponsoring the material.

Opening: 30. April 2022, 18:00–03:00
Exhibition: 30.04.2022–09.07.2023

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In the entrance area there is now a bar, which is occupied by an artistic position for one year at a time and opens the house towards Münstergasse. In its designation as «Künstler*innenkneipe» (Artists’ Bar), the bar refers to the original name of the Cabaret Voltaire: the Dadaists originally opened their art space in 1916 as the «Künstlerkneipe Voltaire». With the gender star, the setting is updated, but the intertwining of art and gastronomy is carried forward. The Cabaret Voltaire invites people to meet without museum barriers in the midst of art.

Ilaria Vinci (*1991) kicks things off with her exhibition «Phoenix Philosophy Café». In her practice, Vinci explores what she calls the «Zone of Fantasy»: the area in the human psyche where self-perception and world-perception meet and blur. The artist explores what constitutes reality and how people communicate and imagine. To this end, she creates installations, props and writings that make use of visual and linguistic vocabulary, start with the everyday, but always tip over into the fantastic.

For «Phoenix Philosophy Café» Ilaria Vinci took as her starting point a particular type of fireplace that has its origin in the south of Italy in the beginning of 1900: A kind of living alcove where people gather, share stories, debate, eat, drink, or play together. The partially burnt furniture, which the artist created through skillful paint effects, underline the reference to the fireplace. Kept in shades of gray, the tables and chairs however seem slightly removed, as if from an old black-and-white film. In complete contrast, the colorful flickering flames in the background are reminiscent of Tiffany lamps, a special technique of glass processing in the Art Nouveau style. The fireplace aesthetic – which includes brick pillows designed by Vinci with a digital aesthetic – in connection with the lamps turns into an avant-garde grand café atmosphere. Both the fireplace and the café are places of encounter and exchange, with fire having a special aesthetic and social power.

Individual faces and thoughts appear particularly nuanced around the fireplace, then disappear in a collective play of shadows. Flames captivate; they have a calming and stirring effect. In the blazing fire, gazes meet and lose each other again. The fireplace (and also the café) seems to be a place where existentialist questions are particularly revealed. This refers to the examination of lived experiences and the view of an individual as something that is not predetermined in its essence, but only becomes what it is by creating itself – depending on the situations into which they have been thrown. The large gestural acrylic painting, partly in airbrush technique, in the alcove on the back wall hints at such musings.

On the lower left half of the picture are three burning candles, which can be read sometimes more clearly, sometimes more abstractly as «I» (German «Ich»). At the latest, this association is triggered when the eye wanders to the many letters «I», reminiscent of a concrete or Dadaist poem. The repetitions of «I» as «I» trigger different chains of thought. For example, on the interdependence of the many individual «I»s, raising the question of where the collective «we» should stand.

As a German speaker, the pronunciation of the English «I» absurdly leads to the German word «Ei» (English: «egg»), which is the focal point of the painting. In the juxtaposition of the burning egg and the candles, it is suggested that it is not so much transience as the examination of cycles of life and thought that underlie the painting. Vinci creates an image situation that changes every moment, a transformation process in which it is not clear whether something new will soon hatch from the egg or burnt-out shells will remain.

The burning egg on the nest is a reference to the mythological figure of Phoenix, which can be seen throughout the exhibition, for example on both the flanking columns of the fireplace console. Phoenix is the story of a fabulous bird, allegedly as large as an eagle, with scarlet and gold plumage, which communicated with melodious cries. When Phoenix‘s life approached its end, the bird built a nest for itself in Heliopolis, the city of sun, out of fragrant twigs and spices, set the nest on fire, and burned in the flames. A young Phoenix emerged from the pyre, which is why the story became a metaphor for rebirth and resilience. However, the phrase «like Phoenix from the ashes» also stands for the collapse of an old system and the emergence of old values in a new guise – a remarkable reference regarding the Dada house and the contexts of then and now.

Another reference is the legend of Prometheus, one of the most famous literary figures. In this story, too, fire plays an important role when it comes to man‘s power to act. Prometheus is considered the bringer of fire and culture, the founder of human civilization. Depending on the interpretation, he is seen as a courageous rebel against oppressive narratives or as a progressive exaggeration of man.

Vinci‘s exhibition is not only a place of traditional contemplation of art works – that is, a concentrated viewing of works of art according to certain ideas – but also a sitting area where people with different stories come together and interact with each other; discovering themselves and others. It is about the process of thought formation and the form of communication, as well as (thinking existentially) about moments of decision-making. Perhaps the art space, too, may be understood as such an incubator: In the engagement with big, existential, and time-transcending questions, impulses for change mature.

In addition to the fact that the exhibition is also a bar, Vinci‘s interventions extend into other areas of the operation: the exhibition includes, for example, the cocktail «Smoky Tear», a smoky drink with smoke bubbles, and soirees and various activations are to take place again and again: Readings, a joint chess game or a movie night are planned for the coming months. In «Phoenix Philosophy Café», art experience and gastronomy, exhibitions and events blur.

For the opening on April 30, 2022, the first fringe event will take place, which will also occupy the Vaulted Cellar and the Historic Hall, while still allowing a view of the new architectural interventions. Phoenix moves from room to room, kindling fires that go out again and ignite in another place. Continuing thinking about the eternal cycle, the contributions are dedicated to sampling and repetition with difference as an artistic practice, among other things. In line with the unifying and dispersing idea of fire – and following the Dadaist legacy – different sounds and movements gather in the house. The performance «When Darkness», to be understood as part of the exhibition, consists of a live sound piece by Rafal Skoczek and Jamira Estrada, which will remain the soundtrack to the exhibition «Phoenix Philosophy Café» by Ilaria Vinci, and a dance performance by the group Stay Kids (with Ave, Sunny, Tiny, Mary, Anaïs, Arun and Milo) with costumes by Ronja Varonier.

We thank Serena Scozzafava for her assistance in the production of the textiles used as pillowcases.

Ilaria Vinci, Miss Phoenix, 2022

Current

This fall and winter, Cabaret Voltaire and CARAH – Collective for Anti-Racist Art History cordially invite you to a reading group. Together we’re going to read and discuss texts on (anti-)racism in art history and related topics.

The reading group meets at 6 p.m. at Cabaret Voltaire (Spiegelgasse 1) on the following dates:

– September 27, 2022
– October 25, 2022
– November 22, 2022
– December 13, 2022

Depending on the composition of the group, the discussions will take place in German and/or English.

The reading group is open to anyone interested. To participate, all you need to do is register via email to antirassismus@khist.uzh.ch.

During our first meeting on September 27, 2022, we will discuss the following essays:

– Homi Bhaba „Black Male: Representations of Masculinity in Contemporary American Art“, in Artforum, Vol. 33, Nr. 6, Februar 1995.
– Kobena Mercer „Looking for Trouble“, in: Transition, Nr. 51 (1991).
– McKenzie Wark „The Cis Gaze and Its Others (for Shola)“, in: e-flux journal, #117, April 2021.

The texts will be sent to all participants after registration.

CARAH (Collective for Anti-Racist Art History) is an initiative of art historians at the University of Zurich that aims to critically question and break down racist ideologies that are rooted in art history. The collective sets itself the task of exposing and counteracting racially based inclusions and exclusions as well as blind spots in the methodological tradition of art history as an academic discipline in order to help deconstruct and overcome racism.

As part of the exhibition «Phoenix Philosophy Café» by Ilaria Vinci in the Artists' Bar, «CHESS NOISE» will take place. Visitors are invited to play chess, accompanied by musical interventions organized by Rafal Skoczek.Prizes specially created by Ilaria Vinci await the winners. If you would like to take part in the tournament, please register here with your chess level: info@cabaretvoltaire.ch.

At the same time, chess boards for free play can be found in the Historic Hall. The bar in the Historic Hall is open.

Marcel Duchamp and John Cage «Reunion», 1968. Shortly before his death, the Dadaist Marcel Duchamp and the composer and music theorist John Cage developed the «Reunion» project, in which chess games were transformed into pieces of music.

This fall and winter, Cabaret Voltaire and CARAH – Collective for Anti-Racist Art History cordially invite you to a reading group. Together we’re going to read and discuss texts on (anti-)racism in art history and related topics.

The reading group meets at 6 p.m. at Cabaret Voltaire (Spiegelgasse 1) on the following dates:

– September 27, 2022
– October 25, 2022
– November 22, 2022
– December 13, 2022

Depending on the composition of the group, the discussions will take place in German and/or English.

The reading group is open to anyone interested. To participate, all you need to do is register via email to antirassismus@khist.uzh.ch.

During our first meeting on September 27, 2022, we will discuss the following essays:

– Homi Bhaba „Black Male: Representations of Masculinity in Contemporary American Art“, in Artforum, Vol. 33, Nr. 6, Februar 1995.
– Kobena Mercer „Looking for Trouble“, in: Transition, Nr. 51 (1991).
– McKenzie Wark „The Cis Gaze and Its Others (for Shola)“, in: e-flux journal, #117, April 2021.

The texts will be sent to all participants after registration.

CARAH (Collective for Anti-Racist Art History) is an initiative of art historians at the University of Zurich that aims to critically question and break down racist ideologies that are rooted in art history. The collective sets itself the task of exposing and counteracting racially based inclusions and exclusions as well as blind spots in the methodological tradition of art history as an academic discipline in order to help deconstruct and overcome racism.

The well-known feminist film theorist will speak about her work for the first time in Zurich. The conversation with Volker Pantenburg will take place in English. The lecture will be accompanied by a display.

The «Slow Reading Club» (SRC) is a semi-fictional reading group that was founded by Bryana Fritz and Henry Andersen in late 2016. The group deals with constructed situations for collective reading. The SRC regards, explores and interrupts the «readership» as a way to stimulate the contact zones between reader and text, text and text, reader and reader.

In collaboration with Zürcher Hochschule der Künste and Neumarkt.

Slow Reading Club at Bâtard Festival 2017, Photo: Cillian O’Neill

This fall and winter, Cabaret Voltaire and CARAH – Collective for Anti-Racist Art History cordially invite you to a reading group. Together we’re going to read and discuss texts on (anti-)racism in art history and related topics.

The reading group meets at 6 p.m. at Cabaret Voltaire (Spiegelgasse 1) on the following dates:

– September 27, 2022
– October 25, 2022
– November 22, 2022
– December 13, 2022

Depending on the composition of the group, the discussions will take place in German and/or English.

The reading group is open to anyone interested. To participate, all you need to do is register via email to antirassismus@khist.uzh.ch.

During our first meeting on September 27, 2022, we will discuss the following essays:

– Homi Bhaba „Black Male: Representations of Masculinity in Contemporary American Art“, in Artforum, Vol. 33, Nr. 6, Februar 1995.
– Kobena Mercer „Looking for Trouble“, in: Transition, Nr. 51 (1991).
– McKenzie Wark „The Cis Gaze and Its Others (for Shola)“, in: e-flux journal, #117, April 2021.

The texts will be sent to all participants after registration.

CARAH (Collective for Anti-Racist Art History) is an initiative of art historians at the University of Zurich that aims to critically question and break down racist ideologies that are rooted in art history. The collective sets itself the task of exposing and counteracting racially based inclusions and exclusions as well as blind spots in the methodological tradition of art history as an academic discipline in order to help deconstruct and overcome racism.

October 4, 2022, 20:00Noise Chess NightArchiveDada ShowcaseCabaret Voltaire Re-VisitsSpecial EventsSpace for UncertaintyGuest events

This fall and winter, Cabaret Voltaire and CARAH – Collective for Anti-Racist Art History cordially invite you to a reading group. Together we’re going to read and discuss texts on (anti-)racism in art history and related topics.

The reading group meets at 18:00 at Cabaret Voltaire (Spiegelgasse 1) on the following dates:

– September 27, 2022
– October 25, 2022
– November 22, 2022
– December 13, 2022

Depending on the composition of the group, the discussions will take place in German and/or English.

The reading group is open to anyone interested. To participate, all you need to do is register via email to antirassismus@khist.uzh.ch.

During our first meeting on September 27, 2022, we will discuss the following essays:

– Homi Bhaba «Black Male: Representations of Masculinity in Contemporary American Art», in Artforum, Vol. 33, Nr. 6, February 1995.
– Kobena Mercer «Looking for Trouble», in: Transition, Nr. 51, 1991.
– McKenzie Wark «The Cis Gaze and Its Others (for Shola)», in: e-flux journal, Nr. 117, April 2021.

The texts will be sent to all participants after registration.

CARAH (Collective for Anti-Racist Art History) is an initiative of art historians at the University of Zurich that aims to critically question and break down racist ideologies that are rooted in art history. The collective sets itself the task of exposing and counteracting racially based inclusions and exclusions as well as blind spots in the methodological tradition of art history as an academic discipline in order to help deconstruct and overcome racism.

October 4, 2022, 20:00Noise Chess NightArchiveDada ShowcaseCabaret Voltaire Re-VisitsSpecial EventsSpace for UncertaintyGuest events

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«[not] here» – An exhibition and soirées by Sarah Burger and Felipe Ribeiro
03.09.22–18.09.22

Events:
03.09.22, 18:00–02:00: Zurich’s LONG NIGHT of museums
06.09.22: Soiree «[not] here», exhibition opening (from 18:00) and dialogue (20:00) between Sarah Burger and Felipe Ribeiro
13.09.22, 20:00: Soiree «[not] here», improvised music to the works on display with Dimitri Howald

Sarah Burger (Zurich) and Felipe Ribeiro (Rio de Janeiro) met at a workshop where Ribeiro collected matters brought by different people to be assembled into soil and forming a «common ground». They discovered a shared interest in tectonics, earth and stone formations and how landscapes and geographies offer new accesses to history and time. The idea that an artistic exchange could be fruitful for both of them, sedimented. Cabaret Voltaire has always been a place for artistic exchange, international collaborations, and experimentation with ways to interact. This historical promise offered a fitting context for Burger and Ribeiro to enter a dialogue which unfolds along reflections and appropriations of materials’ characteristics, stories and histories. It soon became apparent that their collaboration was not only the exchange of mutually agreed suggestions but also the learning to know the other one as someone working, reflecting, associating and articulating differently. The common focus - as perhaps always in art making - lies on the question of what opens up in the in-between: Each glimpse of visual worlds and objects reveals various value systems, each juxtaposition of objects sheds new light on textures, forms, their narratives and symbolism. At Cabaret Voltaire, Burger and Ribeiro offer reflections and observations on matters of visualities, of language and bodies, perceiving presence as a living, un-fixed quality that also works through disappearance.

Sarah Burger, Dinge, 2021
Sarah Burger asked several friends to provide her lists of objects, which she then moulded out of clay while being blindfolded. The only rule Burger communicated was that the objects could be formed 1:1 and had to fit into the oven. This process led her to ask a variety of questions about things, form and meaning: Which objects are important to people? How can hands memorise things? What are the semantics of shapes?

Sarah Burger, Hands, Magic, Hands, 2021
Hands, Magic, Hands is a digital collage based on a found image of hands and a photograph of a quickly made, non-figurative sculpture made of Plasteline. The hands seem to evoke the sculpture, magically shaping it without touching it.

Sarah Burger, All the landscapes I’ve ever seen, 2022
The video-poem is a reflection on the presence and absence of different places, on memorised sites that have never been physically visited before. Burger produced the work during a residency in Sofia, Bulgaria.

Felipe Ribeiro, Dematerialize i & ii, 2021-2022
Dematerialize is part of a larger series entitled Revolving Actions and experiments with moments of abstraction of the human figure in the hope that visual destabilisation will allow for other means of relations. In both works, the face is covered by a golden metal tissue that veils facial expression but still foregrounding the head as a shape to appear, while the body is subjected to a blurring undefinition. Dematerialize i - dawn is an action that delves into the ambivalence of disappearing by becoming in evidence. Fomented in a specific space-time coordinate, the performance, takes place at dawn on St George’s Day, a celebration that in Rio de Janeiro confounds the Catholic saint with the African deity Ogun. Forged as a symbol of protection and resistance, devotees preach wearing St George’s clothes so that the enemy «has eyes but does not see them». The performance materialises such vow as a mingling of anonymity and exuberance. In Dematerialize ii - dusk, we see long-exposure shots of a trembling body in the dark, intended to lose its contours. The endured action started in Rio de Janeiro at 5:27 pm, at full moonrise, crossing the evening and edging the next day.

Felipe Ribeiro, Whispers, 2022
Visitors are invited to listen to the sound installation aimed at the walls of the Cabaret Voltaire. Fragmented narratives, text excerpts, imaginative logics and dreams are voiced out so that the walls are able to hear and retain them. The wall is perceived as a concrete matter of condensed histories, hence the need to acknowledge what they’ve absordbed and heard, and to purposefully furnish them with further sounds and narratives.

Zurich-based artist Sarah Burger studied visual arts, philosophy, comparative literature and linguistics. Her practice also includes artistic research (PhD, ZHdK Zurich and Kunstuniversität Linz). The artist Felipe Ribeiro lives in Rio de Janeiro and is a professor of dance and film studies at the Federal University of Rio de Janeiro. He studied film (MA) and holds a PhD in visual arts.

The exhibition is supported by the Annemarie Schindler-Stiftung.

«[not] here» – An exhibition and soirées by Sarah Burger and Felipe Ribeiro
03.09.22–18.09.22

Events:
03.09.22, 18:00–02:00: Zurich’s LONG NIGHT of museums
06.09.22: Soiree «[not] here», exhibition opening (from 18:00) and dialogue (20:00) between Sarah Burger and Felipe Ribeiro
13.09.22, 20:00: Soiree «[not] here», improvised music to the works on display with Dimitri Howald


Sarah Burger (Zurich) and Felipe Ribeiro (Rio de Janeiro) met at a workshop where Ribeiro collected matters brought by different people to be assembled into soil and forming a «common ground». They discovered a shared interest in tectonics, earth and stone formations and how landscapes and geographies offer new accesses to history and time. The idea that an artistic exchange could be fruitful for both of them, sedimented. Cabaret Voltaire has always been a place for artistic exchange, international collaborations, and experimentation with ways to interact. This historical promise offered a fitting context for Burger and Ribeiro to enter a dialogue which unfolds along reflections and appropriations of materials’ characteristics, stories and histories. It soon became apparent that their collaboration was not only the exchange of mutually agreed suggestions but also the learning to know the other one as someone working, reflecting, associating and articulating differently. The common focus - as perhaps always in art making - lies on the question of what opens up in the in-between: Each glimpse of visual worlds and objects reveals various value systems, each juxtaposition of objects sheds new light on textures, forms, their narratives and symbolism. At Cabaret Voltaire, Burger and Ribeiro offer reflections and observations on matters of visualities, of language and bodies, perceiving presence as a living, un-fixed quality that also works through disappearance.

Sarah Burger, Dinge, 2021
Sarah Burger asked several friends to provide her lists of objects, which she then moulded out of clay while being blindfolded. The only rule Burger communicated was that the objects could be formed 1:1 and had to fit into the oven. This process led her to ask a variety of questions about things, form and meaning: Which objects are important to people? How can hands memorise things? What are the semantics of shapes?

Sarah Burger, Hands, Magic, Hands, 2021
Hands, Magic, Hands is a digital collage based on a found image of hands and a photograph of a quickly made, non-figurative sculpture made of Plasteline. The hands seem to evoke the sculpture, magically shaping it without touching it.

Sarah Burger, All the landscapes I’ve ever seen, 2022
The video-poem is a reflection on the presence and absence of different places, on memorised sites that have never been physically visited before. Burger produced the work during a residency in Sofia, Bulgaria.

Felipe Ribeiro, Dematerialize i & ii, 2021-2022
Dematerialize is part of a larger series entitled Revolving Actions and experiments with moments of abstraction of the human figure in the hope that visual destabilisation will allow for other means of relations. In both works, the face is covered by a golden metal tissue that veils facial expression but still foregrounding the head as a shape to appear, while the body is subjected to a blurring undefinition. Dematerialize i - dawn is an action that delves into the ambivalence of disappearing by becoming in evidence. Fomented in a specific space-time coordinate, the performance, takes place at dawn on St George’s Day, a celebration that in Rio de Janeiro confounds the Catholic saint with the African deity Ogun. Forged as a symbol of protection and resistance, devotees preach wearing St George’s clothes so that the enemy «has eyes but does not see them». The performance materialises such vow as a mingling of anonymity and exuberance. In Dematerialize ii - dusk, we see long-exposure shots of a trembling body in the dark, intended to lose its contours. The endured action started in Rio de Janeiro at 5:27 pm, at full moonrise, crossing the evening and edging the next day.

Felipe Ribeiro, Whispers, 2022
Visitors are invited to listen to the sound installation aimed at the walls of the Cabaret Voltaire. Fragmented narratives, text excerpts, imaginative logics and dreams are voiced out so that the walls are able to hear and retain them. The wall is perceived as a concrete matter of condensed histories, hence the need to acknowledge what they’ve absordbed and heard, and to purposefully furnish them with further sounds and narratives.

Zurich-based artist Sarah Burger studied visual arts, philosophy, comparative literature and linguistics. Her practice also includes artistic research (PhD, ZHdK Zurich and Kunstuniversität Linz). The artist Felipe Ribeiro lives in Rio de Janeiro and is a professor of dance and film studies at the Federal University of Rio de Janeiro. He studied film (MA) and holds a PhD in visual arts.

The exhibition is supported by the Annemarie Schindler-Stiftung

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Felipe Ribeiro DEMATERIALIZE, 2022, Video-Still, Photo: Renato Mangolin 371

Cabaret Voltaire hosts the Zurich premiere of «Theodora or The Progress». The screening at 20:00 will be followed by a discussion with Elise Lammer, Izidora L. LETHE and Salome Hohl. Already on view are elements of the scenic landscape by Cee Füllemann, which will be also part of the performance by the collective Alpina Huus at Cabaret Voltaire during the Zurich Art Weekend on Friday 10 June, 21:00 and Saturday 11 June, 12:00.

In the midst of generational, climate and economic crises, the film «Theodora or The Progress» by the collective Alpina Huus questions the view of reality and the legitimacy of speech. «Theodora or The Progress» is a collective artistic project that includes an installation, music pieces and performances by a group of international artists such as Hugo Canoilas, Cee Füllemann, Tarren Johnson, Elise Lammer, Alizee Lennox, Sarah Margnetti, Julie Monot, Lucien Monot, Florence Peake, Jessy Razafimandimby, Mia Sanchez, Eve Stainton and Niels Trannois.

The film addresses the notion of empowerment and explores the potential of the subconscious. Drawing on a body of work by Virginia Woolf, Adrian Piper and Lisa Simpson, Deleuze and Guattari, as well as Snoop Dogg and Franz Kafka, the film emphasises the capacity of non-verbal communication as a means of employing strategies against different kinds of discrimination. Based on the name of possibly the first feminist figure, the empress Theodora (500 AD), «Theodora or The Progress» depicts the transformation of the narrator and some of his accomplices into a pack of dogs. «Theodora or The Progress» stages a collective takeover that speaks of love, transformation and transcendence.

Alpina Huus, «Theodora or The Progress», 2021, filmstill.

In an informal atmosphere with bar service, a workshop with ektor garcia will take place. While we talk about his work and the exhibition «nudos de tiempo» at the Cabaret Voltaire, we create masks with the artist: on the one hand with regard to the Dada tradition in this matter, on the other hand with reference to garcia's early work. He crocheted masks in a queer punk environment in San Francisco.

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We look back on «Songs to the Suns» – our guest performance on Monte Verità and are happy to talk with Izidora L. LETHE on October 26 about the work WE ( and to show the staged video documentation of the choreography / intervention in the Löwenbräu-Areal.

Some of the performers and contributors of the choreography / intervention will also be present.
Performers: Val Minnig, Stéph, Nina Emge, Jovin Joëlle Barrer, Hermes Schneider, Donya Speaks, Claudia Barth
Sound: Yantan Ministry
Camera: Diana Pfammatter, Antoine Felix Bürcher
Editing: Izidora L. LETHE

More about the «Songs to the Suns» and Izidora L. LETHE's work you can find here.

Cabaret Voltaire is currently being renovated. That's why we are guests at the Löwenbräu-Areal:
Level A, access Limmatstrasse 270 (by lift) & 268 (by stairs)
Admission: free of charge, registration not required

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«Salon der Republik» – Wie viel Patriarchat steckt in der Literatur?

The authors Nicole Seifert and Ivna Zic will be guests at the next – and for the time being last – Literature Salon on 28 September in Zurich.

Nicole Seifert had enough at some point. Because the literary world is still decidedly male-dominated, she decided a good three years ago to read only books by female authors for the time being. On her blog and in German-language media, she wrote about her readings and about misogyny in the literary scene – and has now bundled all the debates on the topic into a nonfiction book that has just been published:

Nicole Seifert: Frauen Literatur: Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt. Kiepenheuer & Witsch, Cologne 2021. 224 pages, approx. 26 francs.

At the upcoming «Salon der Republik» this book will be discussed – together with the author as well as with the writer and director Ivna Žic, who was nominated for both the Swiss and the Austrian Book Prize in 2019 with her debut novel Die Nachkommende. Both guests will discuss Nicole Seifert's book with the salon team (Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger, Daniel Graf) and also take a look at the literary sociological study Schreiben by Basel scholar Carolin Amlinger.

Please note: Because the Cabaret Voltaire is being renovated, Cabaret Voltaire will be guesting the «Salon der Republik» at the Zurich Literaturhaus, on Tuesday, 28 September, at 19:30.

The ticket price is 14 CHF, for Republic subscribers and members of Cabaret Voltaire 8 CHF. Tickets can be purchased directly from the Literaturhaus website.

Please note the current safety concept of the Literaturhaus Zürich.

Important: This time, the event will not be available as a podcast, as in the past. In general, there will be some changes at the «Salon der Republik». The event in September will be the last in this form, after which we will take a break – and conceptualize a new approach.

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Relisten to the «Salon der Republik» here.


We invite you to the Salon with Patti Basler

New German-language poetry is the subject of the «Salon der Republik» on 4 May. Anyone can attend – from anywhere.

Everyone in Switzerland knows that Patti Basler is one of Switzerland's most successful comedians. And everyone knows as well, that she prefers to build her punchlines out of wordplay and language games. But far fewer people are aware that Patti Basler is also a poet. And that in her poems she sometimes rhymes «Klause» with «Meno-Pause» (or «leiser» with «Trip-Advisor»).

So it fits perfectly that she is our guest at the next «Salon der Republik» on Tuesday, May 4, starting at 20:00, and will be joined by the regular trio from Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger and Daniel Graf to talk about new verses.

More precisely:
– about the lieder an das große nichts [songs to the great nothing], the debut of Juliane Liebert, who has also made a name for herself as a cultural journalist and pop specialist.
– and about Gestohlene Luft [stolen air] by Yevgeniy Breyger, a volume of poetry that is considered one of the most important of recent years.

And perhaps also about poems by Patti Basler?

In any case, you can attend the salon round from the comfort of your sofa – and join in the discussion, if you like. Despite the decision to open the doors, we will not be holding the event at Cabaret Voltaire, but digitally via videochat. So you can watch from any location. All you need is an Internet connection and click the link above at 20:00, on Tuesday, 4 May.

If you have any technical questions, simply contact us in advance at info@cabaretvoltaire.ch. Admission to the digital salon is free. If you want to support us in any other way, we would be happy if you (continue to) read the Republik. Or follow the current program of the Cabaret Voltaire.

As always, we will record the event and publish it afterwards as an audio podcast in the Republik. Anyone who wants to can share their reading impressions in advance or raise questions that the panel should discuss. Simply use the comment function for this.

The third act is on display from 20.04–30.04.2021. Opening hours: Tuesday, 14:00–21:00 (opening); Wednesday–Saturday: 14:00–18:00; Sunday and Monday: on request.

Originally planned as soirées, the exhibition series «Cracking Up and Staging Down» sees itself as a possibility to work out functionings of humor and its sceneries. During four weeks, the extent to which the cross-border, social and critical potential of laughter and comedies (still) work will be examined at Cabaret Voltaire. Every Tuesday for one week, participants from different arts will contribute props, traces, works, their insights and documentations to the historic hall.

Hosts and mimes, tricksters and ghosts were invited and supposed to travel amongst collective and individual bodies. «Initiated was a nice performance in a physical space with clothes inhabited by bodies, obviously. Unfortunately, it was not supposed to happen, maybe». Instead, shells are insisting on potentiality. The third soirée of «Cracking Up and Staging Down» has also become an exhibition, with «Didi da da da», «current parroting» and «ein weiblicher Humorist genannt Kobold» [female humorist called goblin]. Karolin Braegger, Johan Ahlkvist, Hedda Bauer and Anastasia McCammon use parroting and imitation as everyday comedy to get closer to people and disclose mechanisms determining the body. Repetition and appropriation always create a distance from the original use and shift the meaning.
Johan Ahlkvist and Hedda Bauer show costumes that depict the most basic of Cabaret Voltaire, often perceived as random or given, maybe overseen, which will be activated by bodies performing a queer powerplay in June as Dynamic Resistance. Karolin Braegger thinks from the concept of appropriation, going over to becoming. «Ah, they have to come here», she says as host and participant, inviting Bauer and Ahlkvist as well as showing «Didi da da da», a series of new works, all made from toile, a fabric most often used in try outs (clothing) or as a possible background (painting) and hinting onto something yet to become. Anastasia McCammon must first imagine the person she addresses. The artist displays traces and letters from her communications with Emmy Hennings, co-founder of Cabaret Voltaire, who was employed as a «weiblicher Humorist genannt Kobold».

The series «Cracking Up and Staging Down» is organized with Martina Mächler and Anastasia McCammon.



Johan Ahlkvist, Hedda Bauer and Karolin Braegger
The complete poem, manifested, 2021


The complete poem, manifested:

Current parroting is an exhibition darling. Live, a little.

The tricksters were supposed to be here, dealing with the neverending rearrangements of __serious__ non-performed initiations.

Where are they darling?

puh..

Left a mark and boarded flights.

Birds in the back.

(Birds in the back.)

Over-rehearsing until the nasty habit of repetition becomes an exhibition.

re-re

aww

In the midst of the __elitist intimacy__, this actually totally made sense.

What are you talk talking about?

___________

or maybe at least or at least maybe, for them -

but we can't entirely figure

mrr

brrr

Initiated was a nice performance in a physical space with clothes inhabited by bodies obviously. Unfortunately, it was not supposed to happen maybe.

The extended version made it almost accessible possible

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Exhibition view «current parroting, Didi da da da and 'ein weiblicher Humorist genannt Kobold'», Johan Ahlkvist and Hedda Bauer, costumes for the performance Dynamic Resistance for Cabaret Voltaire (bells, various cloths, PVC, gloves, tassels, old clothes), 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

The second act is on show from 13.04.–17.04.2021. Opening hours: Tuesday, 14:00–21:00 (opening); Wednesday–Saturday: 14:00–18:00; Sunday and Monday: on request.

Originally planned as soirées, the exhibition series «Cracking Up and Staging Down» sees itself as a possibility to work out functionings of humor and its sceneries. During four weeks, the extent to which the cross-border, social and critical potential of laughter and comedies (still) work will be examined at Cabaret Voltaire. Every Tuesday for one week, participants from different arts will contribute props, traces, works, their insights and documentations to the historic hall.

In the second act, «Slapstick and Laughters», of the series «Cracking Up and Staging Down», Dimitris Chimonas and Shinichi Iova-Koga address tipping forms and displays of human emotion beyond the verbal. «Slapstick» also references its cinematic origins in silent film and humor as a tool to depict pain and vulnerability.

The dancer Shinichi Iova-Koga explores slapstick humor, the body-based, mostly wordless and, in Iova-Koga's case, tactile form of comedy. Entitled Collapsible Voltaire, the piece interacts with space, surfaces and furnishings to perform – sometimes quickly, sometimes in slow motion – a body attempting to find stability with a collapsing structure.
Dimitris Chimonas' two films deal with the ridiculousness of the human performativity of emotions. In the nuances of current situations crying often crosses into the thresholds of laughter. In Globus Sensation, the artist elaborates on the function of the lump in the throat; a sensation we feel when we have to cry, but which we cannot fake. As a stepping stone for the second film Chimonas shows at Cabaret Voltaire, the testimony «everything is a lie» is paradoxically revealed as a lie, in a ceremony where tissues celebrate, laugh and cry over their ability to be teared apart and re-appear as whole through magic tricks.

The documentation of Iova-Koga's intervention in the historical hall is called Collapsible Voltaire and can be seen alongside Dimitris Chimonas' films Globus Sensation and Everything Is a Lie, Is a Lie! at Cabaret Voltaire until Saturday, 17.04.2021.

The series «Cracking Up and Staging Down» is organized with Martina Mächler and Anastasia McCammon.

Exhibition view, Dimitris Chimonas, Everything Is a Lie, Is a Lie!, 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

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The first act is on display for one week.Opening hours: Tuesday, 14:00–21:00 (opening);Wednesday–Saturday, 14:00–18:00; Sunday / Monday, on request.

Originally planned as soirées, the exhibition series «Cracking Up and Staging Down» sees itself as a possibility to work out functionings of humor and its sceneries. During four weeks, the extent to which the cross-border, social and critical potential of laughter and comedies (still) work will be examined at Cabaret Voltaire. Every Tuesday for one week, participants from different arts will contribute props, traces, works, their insights and documentations to the historic hall.

In the first act, Tickle and Tackle Stand Up, Kasia Fudakowski and Francesca Hawker gaze backstage and expose rituals and rules. Fudakowski focuses on the «Joke Gap» through the life and roles of comedian and actress Elisabeth Wellano, aka Liesl Karlstadt (1892–1960). «A joke can be seen as expendable social capital. Historically, a woman had to establish herself as respectable before she could invest in a joke.» At Cabaret Voltaire, Fudakowski will display research materials and props that will be activated as a performance in June. Francesca Hawker’s desire to «delight the undelighted face» (Anne Boyer) is thwarted by the empty bar that awaits her. She will therefore turn her attention to the making and breaking of alternative vessels of enjoyment. Hawker shows her Spaghetti Film, bar sculptures in the space, and a poetry menu that she activates on site on Tuesday between 14:00 and 21:00.

The series «Cracking Up and Staging Down» is organized with Martina Mächler and Anastasia McCammon.

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Relisten to the «Salon der Republik» here.

the On March 30, the «Salon der Republik» will discuss new books by Christian Kracht and Claudia Durastanti live via video chat with author Annette Hug – live via video chat. The motto this time: family and other abysses.

The culture-lockdown is not over yet. And while further openings and a possible end to the event ban are being debated, book-spring has long since begun.

With Eurotrash, the new work by Christian Kracht, a novel has hit the stores that can already be said to be one of the most discussed of the year. With her first novel Die Fremde, Claudia Durastanti has presented a book about growing up with deaf parents that is quieter in both senses and all the more fascinating from a literary point of view. As different as the two books are at first glance: They are both autobiographically inspired family novels. Works that are about remembering, about reality and invention, about history and stories – not least about storytelling itself.

Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger and Daniel Graf will talk about both books with the author, translator and columnist Annette Hug on March 30, starting at 20:00. And with you, of course, if you like! You don't even have to leave the house to do so. Because of the current situation concerning Coronavirus, this salon will not take place at the Cabaret Voltaire in Zurich as usual, but digitally via video chat.

Admission to the digital salon is free. If you'd like to support us in other ways by stopping by Cabaret Voltaire or (continuing to) read the Republik, we'd love to hear from you. As always, the event will be recorded and released as an audio podcast afterwards.

You can read more about the specific books on the website of the Republik.

Part 1 takes place on 23.03.2021, 18:00–22:00. Part 2 takes place on 24.03.2021, 18:00–22:00.

Armen Avanessian will read his latest book, Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn [Divided Time – Letters to My Son], on two evenings. Written in the first year of his son's life, the book may be published in 2035.

In it, the philosopher describes their everyday life together, their shared present, and addresses a reader in the future who will be once twenty, once forty, and at the end of the century eighty years old. From concrete experiences and descriptions of everyday life, reflections on general ethical, social and philosophical questions develop.

What is a start, birth, beginning, and why has male-dominated philosophy been able to grasp these only inadequately? What are the constrictions of classical conceptions of love, and to what extent does intimacy point us in a different direction? What does it mean today to be a father, to have a family, and to pass on or take on an inheritance (or, conversely, to renounce, strike back, and settle accounts with one's family)? And to what extent, if nothing else, do we need to rethink death and learning to die – as perhaps the classic topoi of philosophical self-reflection – not only with an eye to future generations, but from their future threat to the entire species? Even today, Divided Time is a message in a bottle from a present that has already passed.

«What I write to you, what I have written, wants to embrace you, wants to sum up your time and my time. For writing always comes too late, lags behind, but then, at the same time, I write it all for you, my future reader, far too soon. That's why I tried to write towards you.
I wrote to you to remind me of the future.
I wrote to you to prepare you for the past.
I wrote to you because you have already changed it for me.
I wrote to you so you could read all this again.
I wrote to you because I couldn't help it.
From our shared time I wrote to you.
And who would have thought that there are wishes and dreams that come true.»


Walk past Cabaret Voltaire between 18:00 and 22:00. The reading will be broadcast on Spiegelgasse and Münstergasse. In addition, you will receive a page of a book that may be published in the distant future – but like this exists distributed across Zurich.

No registration required.

Armen Avanessian reads his book Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, March 23, 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

Armen Avanessian reads his book Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, March 23, 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

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Part 1 takes place on 23.03.2021, 18:00–22:00. Part 2 takes place on 24.03.2021, 18:00–22:00.

Armen Avanessian will read his latest book, Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn [Divided Time – Letters to My Son], on two evenings. Written in the first year of his son's life, the book may be published in 2035.

In it, the philosopher describes their everyday life together, their shared present, and addresses a reader in the future who will be once twenty, once forty, and at the end of the century eighty years old. From concrete experiences and descriptions of everyday life, reflections on general ethical, social and philosophical questions develop.

What is a start, birth, beginning, and why has male-dominated philosophy been able to grasp these only inadequately? What are the constrictions of classical conceptions of love, and to what extent does intimacy point us in a different direction? What does it mean today to be a father, to have a family, and to pass on or take on an inheritance (or, conversely, to renounce, strike back, and settle accounts with one's family)? And to what extent, if nothing else, do we need to rethink death and learning to die – as perhaps the classic topoi of philosophical self-reflection – not only with an eye to future generations, but from their future threat to the entire species? Even today, Divided Time is a message in a bottle from a present that has already passed.

«What I write to you, what I have written, wants to embrace you, wants to sum up your time and my time. For writing always comes too late, lags behind, but then, at the same time, I write it all for you, my future reader, far too soon. That's why I tried to write towards you.
I wrote to you to remind me of the future.
I wrote to you to prepare you for the past.
I wrote to you because you have already changed it for me.
I wrote to you so you could read all this again.
I wrote to you because I couldn't help it.
From our shared time I wrote to you.
And who would have thought that there are wishes and dreams that come true.»


Walk past Cabaret Voltaire between 18:00 and 22:00. The reading will be broadcast on Spiegelgasse and Münstergasse. In addition, you will receive a page of a book that may be published in the distant future – but like this exists distributed across Zurich.

No registration required.

Armen Avanessian reads his book Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, March 23, 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

Armen Avanessian reads his book Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, March 23, 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

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Samuel Haitz with Milena Langer, Stella, Ian Wooldridge and Moritz Müller (DJ-Set)
Soirée 2 (After) took place on the 09.03.2021, Soirée 1 (Before) took place on the 02.03.2021. You can re-listen to both soirées here (via radio-bollwerk.ch). The simultaneously running exhibition «Memorabilia» takes place from 02.03.2021 until 27.03.2021.


«When I look back on my life it’s not that I don’t want to see things exactly as they happened, it’s just that I prefer to remember them in an artistic way. And truthfully the lie of it all is much more honest because I invented it. Clinical psychology tells us arguably that trauma is the ultimate killer. Memories are not recycled like atoms and particles in quantum physics. They can be lost forever. It’s sort of like my past is an unfinished painting and as the artist of that painting I must fill in all the ugly holes, and make it beautiful again. It’s not that I have been dishonest; it’s just that I loathe reality.»

– Lady Gaga, The Prelude Pathétique – First Part, Marry the Night

Samuel Haitz (*1997) invites to two consecutive soirées and the simultaneously running exhibition «Memorabilia» at Cabaret Voltaire. Haitz recently moved from Zurich to Berlin. An occasion to take stored souvenirs in hand, to arrange, preserve and transfigure memories. At Cabaret Voltaire, he brings together his own works, works by friends and idols, and other objects that reflect codes of desire and belonging. For the soirées, he invites his artistic companions Milena Langer, Stella and Ian Wooldridge to read texts together. To round off, DJ Moritz Müller, a friend, interprets the events musically. Soirée 1 (Before) is dedicated to hope and romantic utopia; Soirée 2 (After) focuses on nostalgic reflection of the past. The events will be broadcast online in collaboration with the Bernese Radio Bollwerk. In this stagnant time of social distance and absence, a space is thus created to reflect on which personal and collective culture of memory should shape one's future.

From left to right at Cabaret Voltaire: Samuel Haitz, Milena Langer, Stella, Moritz Müller and Ian Wooldridge. Photo: Philipp Hänger

Samuel Haitz with Milena Langer, Stella, Ian Wooldridge and Moritz Müller (DJ-Set)
Soirée 1 (Before) took place on the 02.03.2021, Soirée 2 (After) took place on the 09.03.2021. You can re-listen to both soirées here (via radio-bollwerk.ch). The simultaneously running exhibition «Memorabilia» takes place from 02.03.2021 until 27.03.2021.


«When I look back on my life it’s not that I don’t want to see things exactly as they happened, it’s just that I prefer to remember them in an artistic way. And truthfully the lie of it all is much more honest because I invented it. Clinical psychology tells us arguably that trauma is the ultimate killer. Memories are not recycled like atoms and particles in quantum physics. They can be lost forever. It’s sort of like my past is an unfinished painting and as the artist of that painting I must fill in all the ugly holes, and make it beautiful again. It’s not that I have been dishonest; it’s just that I loathe reality.»

– Lady Gaga, The Prelude Pathétique – First Part, Marry the Night

Samuel Haitz (*1997) invites to two consecutive soirées and the simultaneously running exhibition «Memorabilia» at Cabaret Voltaire. Haitz recently moved from Zurich to Berlin. An occasion to take stored souvenirs in hand, to arrange, preserve and transfigure memories. At Cabaret Voltaire, he brings together his own works, works by friends and idols, and other objects that reflect codes of desire and belonging. For the soirées, he invites his artistic companions Milena Langer, Stella and Ian Wooldridge to read texts together. To round off, DJ Moritz Müller, a friend, interprets the events musically. Soirée 1 (Before) is dedicated to hope and romantic utopia; Soirée 2 (After) focuses on nostalgic reflection of the past. The events will be broadcast online in collaboration with the Bernese Radio Bollwerk. In this stagnant time of social distance and absence, a space is thus created to reflect on which personal and collective culture of memory should shape one's future.

From left to right at Cabaret Voltaire: Samuel Haitz, Milena Langer, Stella, Moritz Müller and Ian Wooldridge, Photo: Philipp Hänger

Update: New dates are being sought for performances of the operetta.

A didactic operetta by Agnes Scherer, music by Tobias Textor, performances by Soya Arakawa and Claudia Barth. The installation on the operetta can be seen throughout the exhibition from October 2 to January 16.

The operetta will be staged at 19:00 and 20:00.

More information about the project «The Teacher» can be found here.

Masks are mandatory. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Update: New dates are being sought for performances of the operetta.

A didactic operetta by Agnes Scherer, music by Tobias Textor, performances by Soya Arakawa and Claudia Barth. The installation on the operetta can be seen throughout the exhibition from October 2 to January 16.

The operetta will be staged on this day at 19:00 and 20:00. The last performance will also take place on Thursday, 14 January at 20:00.

More information about the project «The Teacher» can be found here.

Masks are mandatory. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Why does the cat play keyboard? Ständige Verwirrung, organised by Ronny Hunger and Roman Blumenthal.

Masks are mandatory. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Martina Buzzi and Nicolas Buzzi approach the filmic examination of time, perception and space by Hans Richter from a contemporary perspective using auditory means. Performance with Li Tavor

Richter's Rhythmus 21 does not only deal with rhythm, but especially with the medium of film. Around 1921, film was practically unseen and not comparable with the current significance of the medium. Today, animated and recorded moving images are an everyday phenomenon, which is why Richter's analysis of time, perception and space in his work cannot be read without a historical location of the techniques used in Rhythmus 21. Film and rhythm are both time-based media. Individual images of a film or beats in a rhythmic construct only appear as a whole through their sequence and common relationship. This commonality is particularly striking when working with the stop-motion technique, while a seemingly disproportionate amount of time is devoted to each individual image during production in comparison to the projection time. One hundred years after Rhythmus 21, the technical processes in film are widely known and developed to such an extent that no single frame is perceived. Thus, in comparison to Richter's time, the relevance of the interaction with the granularity of the medium has changed. One possibility of approaching the subject matter today is the sensual perception of space and the transformation of this perception through the use of acoustic phenomena. In Oh Hans, had you known / Rhythmus 21, Martina Buzzi and Nicolas Buzzi take the time-based property of film and rhythm as a starting point to negotiate the fundamental questions of Rhythmus 21 in the present day, using means such as sound, space and music, while taking into account formal decisions and the morphological characteristics of Rhythmus 21. By using the inherent dynamics of oscillations – namely, their continuous transgression of modalities and boundaries – Rhythmus 21 is translated into an inner and outer space with fluid boundaries (text by Martina Buzzi and Nicolas Buzzi).

Masks are mandatory. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

This soirée has been postponed to January 12.

A didactic operetta by Agnes Scherer, music by Tobias Textor, performances by Soya Arakawa and Claudia Barth. The installation on the operetta can be seen throughout the exhibition from October 2 to January 16.

More information about the project «The Teacher» can be found here.

Masks are mandatory. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

The «Slow Reading Club» (SRC) is a semi-fictional reading group that was founded by Bryana Fritz and Henry Andersen in late 2016. The group deals with constructed situations for collective reading. The SRC regards, explores and interrupts the «readership» as a way to stimulate the contact zones between reader and text, text and text, reader and reader. Organised with Adam Jasper and Jan Steinbach.

Masks are mandatory. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Slow Reading Club at Louise Dany, 2019, Credit: Ignas Krunglevičius

Slow Reading Club at Bâtard Festival 2017, Credit: Cillian O’Neill

Here you can listen to the «Salon der Republik» of November 24.


Noble prizes

The next «Salon der Republik» on November 24 at Cabaret Voltaire will be about the poems of Nobel Prize winner Louise Glück. And the winning text of the Swiss Book Prize.

When the decision on the Nobel Prize for Literature 2020 was announced on October 8 and Louise Glück was chosen, the astonishment in the literary world and in the feature pages in this country was enormous. Despite all the speculation in the run-up to the award, the name Louise Glück had not played a role; indeed, very few people knew her name at that time.
But that says little about Louise Glück and much about the gaps in reception here. In the USA, Louise Glück has won just about everything in terms of honours and prizes in recent decades that an author can win, from the Pulitzer Prize to the National Book Award. Of her twelve poetry collections, two of her most acclaimed poems have been published in German: Averno (2007) and Wilde Iris (2008), both translated by Ulrike Draesner. However, both books have been out of print for a long time – and will be available again from mid November.

The author and columnist Nina Kunz will our guest on this evening. She will discuss the poetry of Louise Glück with Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger and Daniel Graf – and the winning text of the Swiss Book Prize 2020.

The Swiss Book Prize was awarded on November 8. It went to Anna Stern for the novel das alles hier, jetzt (Elster & Salis). Other nominees were Dorothee Elmiger, Aus der Zuckerfabrik (Hanser); Tom Kummer, Von schlechten Eltern (Klett-Cotta); Charles Lewinsky, Der Halbbart (Diogenes); Karl Rühmann, Der Held (Rüffer & Rub).

Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office. Masks are mandatory.

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Postponed to 2021 due to quarantine regulations

Screening Martine Syms and inputs about humour and racism. Organised in collaboration with Martina Mächler und Anastasia McCammon.

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration.
Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Contagion (Steven Soderbergh, 2011) is seen by many as a prophetic film for the events surrounding Corona this year. But with the second wave of the pandemic at the latest, we are also seeing what has changed and shifted in the decade since the film was made, in our biological and virological knowledge, on the (social)media level, and above all in the geopolitical conditions. Made less than a decade ago, the film still shows an intact globalisation, including undisputed international organisations. Excerpts from the film are shown, and after a short impulse Armen Avanessian discusses with Elisabeth Bronfen. In September 2020 her publication Angesteckt. Zeitgemässes über Pandemie und Kultur was published by Echtzeit-Verlag. The cultural and literary scholar is Professor of English Studies at the University of Zurich and Global Distinguished Professor at New York University.

«Cabaret Avanessian» is a series with the philosopher and cultural theorist Armen Avanessian at Cabaret Voltaire. He currently holds a guest professorship for philosophy at the HFBK Hamburg.

Masks are mandatory. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Filmstill, Steven Soderbergh, Contagion, 2011

Postponed to 2021 due to quarantine regulations

Kasia Fudakowski and Francesca Hawker. Organised with Martina Mächler und Anastasia McCammon

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration.
Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

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Update: Due to the current situation the soiree unfortunately has to be postponed.

20:00–21:30:
A conversation with Tove Soiland and Stefanie Leuenberger about Lenin's Imperialism, the Highest Stage of Capitalism, which he wrote in 1916 in Zurich's Spiegelgasse and published in 1917. We discuss capitalist conditions of that period and today and compare Lenin's approach with the Dadaist criticism of «Wirtschaftsfatalismus» [economic fatalism] (Hugo Ball) and the avant-garde way of life. The evening will be moderated by Andreas Rizzi and Salome Hohl.

Niels van der Waerden will play and sing classical and cabaret workers' songs to start and finish the evening.

Around 22:00-23:00:
Streaming of the coverage in the run-up to the US presidential elections

Masks are mandatory. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Attention: The soirée is postponed to 17 November 2020.

17.11.20, 20:00
«Cabaret Avanessian #2 Updating Contagion»
Contagion
(Steven Soderberghs, 2011) is seen by many as a prophetic film for the events surrounding Corona this year. But with the second wave of the pandemic at the latest, we are also seeing what has changed and shifted in the decade since the film was made, in our biological and virological knowledge, on the (social)media level, and above all in the geopolitical conditions. Made less than a decade ago, the film still shows an intact globalisation, including undisputed international organisations. Excerpts from the film are shown, and after a short impulse Armen Avanessian discusses with Elisabeth Bronfen. In September 2020 her publication Angesteckt. Zeitgemässes über Pandemie und Kultur was published by Echtzeit-Verlag. The cultural and literary scholar is Professor of English Studies at the University of Zurich and Global Distinguished Professor at New York University.

«Cabaret Avanessian» is a series with the philosopher and cultural theorist Armen Avanessian at Cabaret Voltaire. He currently holds a guest professorship for philosophy at the HFBK Hamburg.

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration. Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Film still, Steven Soderberg, Contagion, 2011

Diary-like short films and an introduction to «Imperfect Cinema» as an egalitarian and poetic tool, organised by Jiajia Zhang.
Films:
– George Kuchar, Weather Diary Nr. 3, 1988, 25 minutes
– YouTube-Channel Melanie-Jane, 2020, 5 minutes
– Tiffany Sia, Never Rest/Unrest, 2020, 29 minutes

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration.
Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Postponed to 2021 due to quarantine regulations

Shinichi Iova-Koga and Dimitris Chimonas. Organised with Anastasia McCammon and Martina Mächler

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration.
Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Photo: Sheila Bosco/inkBoat

Photo: Dimitris Chimonas

Postponed to 2021 due to quarantine regulations.

Karolin Brägger (costume in collaboration with Janek Ackermann), Anastasia McCammon / Emmy Hennings, Dynamic Resistance by Hedda Bauer and Johan Ahlkvist with Charlotte Gash, Charlotta Öberg, Sigrid Mau, Rogine Moradi. Organised with Martina Mächler and Anastasia McCammon.

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration.
Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

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delirium is a Zürich literature platform. The first texts for magazine N°12 arrived in early 2020. Meanwhile, corona, an economic crisis and another record-breaking heatwave have fallen on the world. Shouldn't we be rethinking the world and literature given this situation? For the release of N°12, the philosopher and cultural theorist Armen Avanessian asks the authors of the magazine for an adequate update.

Participants:
Armen Avanessian
Patrizia Huber
Fabian Schwitter
Gerhild Perl
Samuel Prenner
Rahel Hochstrasser
Samuel Eberenz
Niki Grieser
Kim de l'Horizon
Salomé Meier

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration.
Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Image: Passage from the new delirium edition N°12

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Rory Pilgrim shows elements of the multidisciplinary project Software Garden as part of the Fleshy Interface festival.

In times of increasing nationalism and isolationism, the artist seeks spaces where the human, ecological and technological meet the basic principles of empathy, care and kindness. For this purpose, Rory Pilgrim combines bodies and voices inside and outside the screen through live performances, music videos, poems and interactive workshops. The event will open on September 22 with an artist talk at Cabaret Voltaire with Pilgrim, accompanied by a selection of songs from the back catalogue with singer Robyn Haddon and poems by the poet and disability rights activist Carol R. Kallend joining via Skype. In the following days Rory Pilgrim and choreographer and artist Cassie-Augusta Jørgensen will host a workshop where interested people can become part of the performance Software Garden, which will then be performed with the participants at Neumarkt on Saturday, September 26.

The cross-institutional festival Fleshy Interface combines performances and workshops and has the rediscovery of physicality as its central theme. The body as a medium and as an instrument in the performing arts, the digital body, immateriality and the longing for touching and being touched occupy us in this special time of physical distance. Initiated by Neumarkt, in collaboration with Cabaret Voltaire, Schauspielhaus Zürich, Literaturhaus, Tanzhaus, Fabriktheater, Winkelwiese, Shedhalle, ZHdK and Helferei. Rory Pilgrim participates at the invitation of Cabaret Voltaire, in close collaboration with Neumarkt. The complete programme of the festival including e-booklet can be found here.

Registration Tuesday Soirée:
Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration. Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Registration Workshop/Showing:
Workshop: 23.09.–25.09.20, 14:00–17:00, registration via fleshyinterface@theaterneumarkt.ch. Showing of the workshop (Performance Software Garden): Saturday, 26.09.20, 16:00 at Neumarkt. You can find more information here.

Rory Pilgrim (*1988 in Bristol, UK) lives and works in Rotterdam and Isle of Portland. The exhibitions include: Stedelijk Museum Amsterdam (Amsterdam, 2019), Between Bridges (Berlin, 2019), South London Gallery (London, 2018); andriesse eyck galerie (Amsterdam, 2018); Rowing Gallery (London, 2017), Plymouth Art Centre (Plymouth, 2017), Flat Time House (London, 2016), Site Gallery (Sheffield, 2016), sic! Raum für Kunst (Lucerne, 2014), Rongwrong (Amsterdam, 2014), Kunsthuis SYB (Beetsterzwaag, 2011). In 2019 Pilgrim was awarded the Prix de Rome.

«Software Garden» Live Concert, Transmediale 2019, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 2019. Photo: Laura Fiorio

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Here you can listen to the «Salon der Republik» of September 15. The next Salon will take place on November 24.

The «Salon der Republik» is a forum for literature and debate. Discussions take place about current books and relevant topics: the culture section of the online magazine Republik, selected guests – and you, if you like. On September 15 the keyword will be «power issues» and «gender issues». The focus will be on the novels Breasts and Eggs by Mieko Kawakami and Milkman by Anna Burns; the new publications Der Defekt [the defect] by Leona Stahlmann and Hexen [witches] by Mona Chollet will also be presented. Franziska Schutzbach will be our guest. She will discuss with Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger and Daniel Graf.

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration.
Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

«Salon der Republik», September 15 2020. Guest was Franziska Schutzbach. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

«Salon der Republik», September 15 2020, with Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger, Franziska Schutzbach and Daniel Graf. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

A guided tour of Cabaret Voltaire and the internationalist neighbourhood

Meeting point: Cabaret Voltaire, Historical Hall, 20:00

Cabaret Voltaire opened on February 5, 1916, with the participation of a group of deserters, students, and intellectuals, and from then on provided a framework for dissent and artistic experiments. In addition to a general introduction to Dada and its protagonists, this tour will explore some aspects of the historical context around 1916. We will start at Cabaret Voltaire and then continue up to Spiegelgasse, where Lenin lived with his wife Nadezhda Krupskaya, to the international labor union hostel Eintracht, the Schwänlianer-Treff and the apartment of Ball and Hennings on Predigerplatz, via Cabaret Hirschen on Hirschenplatz to Stüssihof, where the «Kegelklub» met for its weekly debate. «Despair regarding the time paired with unbroken, youthful strength» was found both in the artistic activities at Cabaret Voltaire and in the debates of the internationalist socialists and exiles in the neighbourhood restaurants. The goals were basically the same: Peace, freedom and a new world order. This, and consequently topics such as socialism, pacifism, revolution and the role of labor unions, offer a stimulating basis for discussion even in today's context.

The exhibition «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi» can be viewed before or after the tour. Henning's memories are also of interest for the tour:

«Viele Schweizer Familien hatten Ferienkinder aus den Kriegsländern eingeladen. Die kleinen Gäste kamen an, schmal, bleich, hohläugig, um hier aufzublühen wie junge Rosen. Wie viele, die inzwischen herangewachsen sind, werden sich dankbar zurückerinnern! 'Wer ein Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.' Ferner war eine unzählige Anzahl Fremder freiwillig gekommen, für die Zürich die hohe Warte war, von der aus man das Weltgeschehen ruhig oder entsetzt beurteilen konnte. Die Stadt war damals das Internationalste, das man sich denken kann. Am Quai hörte man in allen Zungen sprechen.»
– Emmy Hennings, in: Neue Zürcher Zeitung, Erste Sonntagsausgabe, 27.05.1934

«Es war im Kriegsjahr 1917 in Zürich. Im Cabaret Voltaire war soeben der Dadaismus geboren worden. Der Dadaist kämpfte gegen die Agonie, gegen den Todestaumel der Zeit. Im Widerspruch behauptete sich das Leben. Jede Art von Maske war dem Dadaisten recht. Die Maske jedoch diente als notwendiger Unterschlupf, das wahre, zu tief erschütterte Gesicht zu verbergen. Beim Dadaismus war viel Verzweiflung an der Zeit mit ungebrochener, jugendlicher Kraft gepaart, die oftmals wie Übermut und Spottlust anmutete.»
Emmy Hennings, Erinnerungen an Sophie Taeuber, in: Sophie Taeuber-Arp, hg. von Georg Schmidt, Basel, Holbein-Verlag, 1948

The tour is led by Elena Grignoli and Salome Hohl.

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration.

Anny Klawa-Morf. Photo: freiberthoud.ch

Marcel Janco's Cabaret Voltaire, picture from the catalogue Dada in Zurich, Arche Verlag

Historical Hall 2020. Photo: Gunnar Meier

Emmy Hennings, read by Heidi Maria Glössner, in dialogue with Ariane von Graffenried. Followed by a discussion with Jael Bollag, Carla Jörg and all participants. A collaboration with the Swiss Literary Archives.

Not only is Emmy Hennings' eventful biography extraordinary, her artistic work also exerts a great attraction. She is remembered as one of the most powerful stage artists of Dadaism. Her poems still have a fresh effect, and as a performance artist and avant-garde author she was ahead of her time and continues to influence writers today.

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration. Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office. The exhibition «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi» is open before the soiree until 20:00.

Photo Emmy Hennings: Estate of Hennings, SLA Bern; Photo Ariane von Graffenried: Alexander Jaquemet; Collage: Gerhard Blättler

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Lara Dâmaso, Photo: Flavio Karrer

A performance by Lara Dâmaso, afterwards DJ set by Asian Eyez

The dancing body and the singing body are one and the same. The same mode of communication: vibration. The dancing body and the singing body speak to, but needn’t answer each other. This isn’t call-and-response, it’s faster than that. A skip ahead. Immediate presence. The dancing-singing body is an open channel – not an empty chamber. Because it is a conduit, and not a chamber, it can harmonise with what passes through it. This in turn reveals what it carries and how it’s constructed. It isn’t an echo, it’s more melodic than that. The dancing-singing body is a reflective surface. It details acutely the time and space, form and movement that surround it. It is implicated by these agents and simultaneously implicates them. But this isn’t representation, it’s more immersive than that. And it doesn’t need more than what’s already here. (Text: Lara Dâmaso/Matthew Hanson)

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration.
Regular admission: 10 CHF; reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

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At info@cabaretvoltaire.ch short contributions (5-10 minutes) can be submitted until 01.07.20 (circa 2000 characters). A maximum of 15 participants* will be selected.

Here is the audio version of the first «Salon der Republik» as podcast for listening. The next «Salon der Republik» will take place on September 15th.

The «Salon der Republik» is a forum for literature and debate. The feuilleton team selected guests – and you, if you like, as listening is also allowed – discuss current books and relevant topics at Cabaret Voltaire.

All over the world, anger about racism and police violence is being unleashed on the streets. For the first literary «Salon der Republik» we will discuss three new publications, which are all the more urgent. Our guest is the spoken word poet Fatima Moumouni. The selected works: The Water Dancer by Ta-Nehisi Coates, 1000 Serpentine Fear by Olivia Wenzel and the volume of poetry Night Sky with Exit Wounds by Ocean Vuong.

All three books deal with the persistence of racist violence. All three describe exclusion and misanthropy in their own way. And they deal with the centuries-old ideology of white supremacy, on both sides of the Atlantic, the consequences of which have not only been clear since George Floyd was killed by brutal police violence.

With Fatima Moumouni, Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger and Daniel Graf from the online magazine Republik debate. And you, if you like. Please note: the event will be held in accordance with Corona security regulations. We will keep sufficient distance between the seats and ask for registration at info@cabaretvoltaire.ch. Please also let us know if you want to come in pairs or more. The entrance fee is 10 CHF regular, 5 CHF reduced. Republik publishers pay the reduced rate.

The event will be recorded as an audio podcast to relisten.

More about the books:
Der Wassertänzer
(The Water Dancer), the first novel by Ta-Nehisi Coates, whose non-fiction books on racism in the USA have long been standard international works; 1000 Serpentinen Angst [1000 Coils of Fear] by Olivia Wenzel, a debut novel that tells of life as a Person of Colour in German-Germany;
the book of poetry Nachthimmel mit Austrittswunden [Night Sky with Exit Wounds], for which Ocean Vuong is internationally celebrated as a new literary sensation.

Here you can find short reviews of the books by Daniel Graf.

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Urgent to 2020 in / to cabaret

Screening Martine Syms and inputs about humour and racism. Organised in collaboration with Martina Mächler und Anastasia McCammon.

An interlude on a sound carrier is understood as an intermediate commentary or dialogue. Invited musicians perform between your beer and conversation. On this evening, Cabaret Voltaire will get to know short musical contributions from the wider neighbourhood. Organized by Lorik Visoka.

Current perspectives on Emmy Hennings with Christa Baumberger, Jael Bollag and Sophie Doutreligne.

ESTAR(SER) and others. Organised in collaboration with Adam Jasper

Kasia Fudakowski, Francesca Hawker. Organised with Martina Mächler und Anastasia McCammon.

Martina Buzzi, Nicolas Buzzi and Li Tavor approach the filmic examination of time, perception and space by Hans Richter from a contemporary perspective using auditory means.

Text by Martina and Nicolas Buzzi: Richter's Rhythmus 21 does not only deal with rhythm, but especially with the medium of film. Around 1921, film was practically unseen and not comparable with the current significance of the medium. Today, animated and recorded moving images are an everyday phenomenon, which is why Richter's analysis of time, perception and space in his work cannot be read without a historical location of the techniques used in Rhythmus 21. Film and rhythm are both time-based media. Individual images of a film or beats in a rhythmic construct only appear as a whole through their sequence and common relationship. This commonality is particularly striking when working with the stop-motion technique, while a seemingly disproportionate amount of time is devoted to each individual image during production in comparison to the projection time. One hundred years after Rhythmus 21, the technical processes in film are widely known and developed to such an extent that no single frame is perceived. Thus, in comparison to Richter's time, the relevance of the interaction with the granularity of the medium has changed. One possibility of approaching the subject matter today is the sensual perception of space and the transformation of this perception through the use of acoustic phenomena. In Oh Hans, had you known / Rhythmus 21, Martina Buzzi and Nicolas Buzzi take the time-based property of film and rhythm as a starting point to negotiate the fundamental questions of Rhythmus 21 in the present day, using means such as sound, space and music, while taking into account formal decisions and the morphological characteristics of Rhythmus 21. By using the inherent dynamics of oscillations – namely, their continuous transgression of modalities and boundaries – Rhythmus 21 is translated into an inner and outer space with fluid boundaries.

The «Salon der Republik» is a forum for literature and debate. The feuilleton of the online magazine Republik, selected guests – and you, if you like, as listening is also allowed – discuss current books and relevant topics.

«Slow Reading Club» (SRC). Organised in collaboration with Adam Jasper and Jan Steinbach.

Shinichi Iova-Koga, Dimitris Chimonas. Organised with Anastasia McCammon and Martina Mächler.

A conversation with Tove Soiland, Stefanie Leuenberger and Gleb Albert. Moderated by Andreas Rizzi. Socialist songs by Niels van der Waerden

Emmy Hennings read by Heidi Maria Glössner, in dialogue with Ariane von Graffenried. A soirée in collaboration with the Swiss Literary Archives.

Karolin Brägger (costume in collaboration with Janek Ackermann), Anastasia McCammon / Emmy Hennings, Dynamic Resistance by Hedda Bauer and Johan Ahlkvist with Charlotte Gash, Charlotta Öberg, Sigrid Mau, Rogine Moradi. Organised with Martina Mächler and Anastasia McCammon.

The «Salon der Republik» is a forum for literature and debate. The feuilleton of the online magazine Republik, selected guests – and you, if you like, as listening is also allowed – discuss current books and relevant topics. The series kicks off at 20:00 on 24 March and focuses on the topic of «identities» and on new books by Olivia Wenzel, Ta-Nehisi Coates and Ocean Vuong. The guest is Fatima Moumouni. She will read and debate together with Barbara Villiger Heilig, Daniel Binswanger and Daniel Graf.

The event is cancelled due to the coronavirus.

In the series «Wissen in Gesellschaft» of the Center «Geschichte des Wissens» (ETH & University of Zurich) Prof. Adrian Daub (Stanford) speaks on Silicon Valley and takes a critical look at its self-created myth of innovation.

This event takes place in cooperation with the Chair of Science Studies at ETH Zurich.

Wissen in Gesellschaft

Dada Showcase with exhibits from the Kunsthaus Zürich collection in the Vaulted Cellar

In the Vaulted Cellar, there is now a climate-proof showcase so that, starting on 20 May, a few original documents from the Dada collection of the Kunsthaus Zürich can be borrowed for three months at a time. The exhibits will be selected jointly with the Kunsthaus Zürich. On the one hand, the fact that only a few documents will be shown enables a concentrated examination of the content of the objects. On the other hand, the isolation allows precise questions to be asked about the reception and collection history of Dada. Furthermore, the exhibits thus enter into a dialogue with the exhibitions in the Vaulted Cellar. Historical documents and Dadaist strategies meet contemporary themes and questions.

Exponate Slot 1 (20.05.2022–18.07.2022)

–Das Neue Leben. Erste Ausstellung, Kunsthaus Zürich, 1919, Zürich exhibition magazine, 16 pages, Kunsthaus Zürich, library (since 1919)
–Hans Richter, Portrait Heinrich Coray (Han Corray), 1917, Graphite pencil on squared paper, Kunsthaus Zürich, graphic collection (since 1980)
–Tristan Tzara, Vortrag, Januar 1917, Galerie Corray, Zürich, Kunsthaus Zürich, library, since 1980)

Exponate Slot 2 (19.07.2022–25.09.2022)

Fotografie Han Corray, um 1928, Kunsthaus Zürich, library, gift Hans Bolliger
Katalog Eröffnungsausstellung Galerie Corray, Basel, Zürich, 1916/1917, 1916, Kunsthaus Zürich, library
Der Ararat. Glossen, Skizzen und Notizen zur Neuen Kunst, 1921, issue 7, Kunsthaus Zürich, Bibliothek, (since 2018)
Der Ararat. Glossen, Skizzen und Notizen zur Neuen Kunst, 1921, issue 1, Kunsthaus Zürich, Bibliothek, (since 2018)

Dada Showcase in the Vaulted Cellar, Slot 1, Image: Cedric Mussano

Dada Showcase in the Vaulted Cellar, Slot 1, Image: Cedric Mussano

«Songs to the Suns»
Cabaret Voltaire on Monte Verità, Ascona

Exhibition Izidora L. LETHE and installation Paul Maheke
14.08.2021–02.10.2021

The booklet with information about the project, the works of LETHE and Maheke and the dialogue between the Cabaret Voltaire and Monte Verità can be found here.

The audio file of the installation by Paul Maheke can be found here.
Izidora L. LETHE's staged video documentation of the performance can be found here or as an embedded video below.




Opening with Performances and Talk, 14.08.2021:
16:00 Opening Exhibition Izidora L. LETHE, Paul Maheke
17:00 Talk with Christa Baumberger, Sophie Doutreligne, Minna Salami
18:00 Apéro
18:45 Performance Paul Maheke
19:45 Choreography / Intervention Izidora L. LETHE, performed by Val Minnig, Stéph, Nina Emge, Jovin Joëlle Barrer, Hermes Schneider, Donya Speaks, Claudia Barth
20:30 DJ Set Yantan Ministry
21:30 Late Dinner, please register at info@cabaretvoltaire.ch

Opening hours exhibition Izidora L. LETHE, Casa dei Russi
15.08.2021–02.10.2021
Sat: 14:00–18:00
Sun: 10:00–13:00/14:00–18:00
or on request at info@cabaretvoltaire.ch

Opening hours installation Paul Maheke, Spazio Piscina
15.08.2021–02.10.2021
daily, 24 hours


Monte Verità – like the Cabaret Voltaire – has long been considered one of the most important places of the avant-garde, whether in relation to art, theory or lifestyle. It is therefore not surprising that artists around the Zurich Dada circle spent their summers on the hill in Ascona, which was regarded as the center of the Lebensreform movement. Sophie Taeuber- Arp, Emmy Hennings, Hans Arp, and Hugo Ball attended Rudolf von La- ban’s courses, danced, held exhibitions and gave parties. Both in the Cabaret Voltaire and on Monte Verità, liberation from physical and linguistic conventions was central. The Lebensreform strove to free society from the stiff corset of bourgeois constraints through vegetarianism, expressive dance, naturopathy, light- and air-bathing, free-body culture and reform clothing. The primary focus of their «third way» between capitalism and communism was the individual, the body, and a way of life that was as «close to nature» as possible. Later, the Lebensreform’s criticism of progress and their interest in a mythical past found their way into fascist ideas. Numerous life-reformist ideas live on in today’s industries based around self-optimization and health. But they also appear where thinking is aimed at further challenging social categories through the body and its movements – and certainly in the search for alternative and communally organized models of life. However, the parameters around citizenship, identity, and knowledge have changed and need to be looked at from a new perspective. This return is not a nostalgic act, but rather a starting point from which to encounter concerns and forms of expression from the perspective of the present. «Songs to the Suns» combines holistic and fragmented approaches, and seeks a polyphony that challenges binary ways of thinking in terms of nature and culture, gender and origin. The focus is on the body as an archive and a site of emancipation.

With Izidora L. LETHE and Paul Maheke, Cabaret Voltaire invites two contemporary artists for a collaboration with the Monte Verità Cultural Centre. Performers on the opening weekend will be Val Minnig, Stéph, Nina Emge, Jovin Joëlle Barrer, Hermes Schneider, Donya Speaks, and Claudia Barth. Yantan Ministry will make an audio contribution. Christa Baumberger, Sophie Doutreligne, and Minna Salami will participate in the conversation.

Exhibition view, Paul Maheke, «As Saturn and Jupiter Conjunct», 2021 - ongoing series, Cabaret Voltaire, Monte Verità, photo: Diana Pfammatter

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Exhibition view, Izidora L. LETHE, WE ( , Cabaret Voltaire, Monte Verità, photo: Diana Pfammatter

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Talk between Christa Baumberger, Sophie Doutreligne, Salome Hohl and Minna Salami (from left to right) on Monte Verità, 14.08.2021, photo: Diana Pfammatter

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Paul Maheke, Taboo Durag, 14.08.2021, Cabaret Voltaire, Monte Verità, photo: Diana Pfammatter

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Izidora L. LETHE, Choreography/Intervention, 14.08.2021, WE ( , Cabaret Voltaire, Monte Verità, photo: Diana Pfammatter

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«Laube zur schiefen Lage»
Cabaret Voltaire on Münsterhof, Zurich
27.08.2021–04.09.2021

A collaboration between Cabaret Voltaire and Benedikt Bock. Invited artists and authors: Johan Ahlkvist & Hedda Bauer, Karolin Braegger, Anne Fellner, Kasia Fudakowski, Marius Goldhorn, Johanna Kotlaris, Miriam Stoney, Claudia Stöckli & Raphael Stucky

Programme

Friday, 27 August 2021:
20:00 Johan Ahlkvist & Hedda Bauer/Karolin Braegger
20:30 Johanna Kotlaris
21:00 Marius Goldhorn
21:30 Raphael Stucky & Claudia Stöckli

Saturday, 28 August 2021:
20:00 Miriam Stoney
20:30 Johan Ahlkvist & Hedda Bauer/Karolin Braegger
21:00 Benedikt Bock
21:30 Anne Fellner

Saturday, 4 September 2021 (Lange Nacht der Zürcher Museen):
20:00 Kasia Fudakowski
20:30 Benedikt Bock
21:00 Johanna Kotlaris
21:30 Claudia Stöckli & Raphael Stucky

The installation «Laube zur schiefen Lage» will be on display in the Münsterhof from 27 August to 4 September. All works and traces by the participants can be seen daily between 17:00 and 22:00.

No registration necessary.


Somewhat out of place at Münsterhof stands the «Laube zur schiefen Lage» – a cobbled-together art object that serves both as an exhibition space and a stage. It is located in the immediate vicinity of the Zunfthaus zur Waag, in whose large hall the first Dada soirée after the closure of Cabaret Voltaire took place on 16 July 1916. At that time, the Dadaists explained their drawings, recited manifestos or danced in masks. More than 100 years later, Cabaret Voltaire is engaging with the guildhall from a distance with its own stage. For a period of almost two weeks, the «Laube zur schiefen Lage» becomes a public place in the field of tension between anti-bourgeois gestures and bourgeois culture, world reference and world escapism, community and individuality, the small and the big.

The basic framework of the «Laube zur schiefen Lage» is made by the artist Benedikt Bock, who conceived the project together with Cabaret Voltaire. On three evenings (27.08., 28.08. und 04.09.), invited artists, authors and musicians will present short contributions. The result is a colourful mesh of contemporary narratives that reflect directly or subtly, critically or humorously on what it means to be human in these challenging times. Another point of foucus is the reflection on the «contemporary» as a narrow, normative aesthetic practice in contemporary art. The «Laube zur schiefen Lage» especially plays with the genre of «cabaret art», which the Dadaists already referred to by naming their artistic space «cabaret»: the cabaret as a socially critical (left-wing) place that goes beyond entertainment and thereby questions the boundaries of high art. Outside the White Cube, certain debates are shown in a different light and meet a wider audience. «Laube zur schiefen Lage» articulates itself in this shift and allows space for doubt. Art-making is always closely connected with vulnerability and the question of what is communicated and what remains hidden.


On the contributions and tracks of Friday, 27 August:

Amid guild houses and efficient busyness, Karolin Braegger asks what it means to «perform». In her artistic practice, she thinks from the concept of appropriation about what there (still) is to say: be it as a host or with paintings and fabric objects, for example the work Soso (2021) made of toile, a textile that is mostly used for fitting (clothing) or as a possible background (painting) and expresses itself in the arbour during opening hours. As host, Braegger invites positions that represent her interests and expand or extend her work, such as the queer power play Dynamic Resistance by Hedda Bauer and Johan Ahlkvist. In the work, the artists explore themes of invisibility, inclusive entertainment and exclusive participation with the help of performers Hilma Bäckström, Charlotta Öberg, Luca Büchler, Jessica Comis and Alexandra Paya. The costumes, one of which hangs in the «Laube», are designed to reflect the space they relate to, in this case Cabaret Voltaire and Münsterhof.

Zurich artist Johanna Kotlaris shows Aware-Wolf, a continuation of her performance series The Fool: the Original Form of Things. In the performance, as a tragically comic fool, she explores how we define ourselves in our encounters with the world, with ourselves and with others. In this process – through movement, language and accompanied by Stefan Kägi on the piano – she shares big questions: To what extent is the self reflected in our encounters with others? What role do shame and guilt play in the definition of the self? During the opening hours, black and white pieces of clothing will hang at the back of the «Laube», referring to questions of identity.

Marius Goldhorn, author of the widely acclaimed novel Park, wrote the lecture Über den Aussterbenstrieb (August 2021) for the «Laube». Themes of the text are extinction as well as the drive and sense for extinction. He leaves a ceramic liver as a trace. Claudia Stöckli and Raphael Stucky continue the discussion of dissolution and new beginnings in their «Totentanz» (dance of death). The artists begin with a bone oracle that creates a situation to reflect on the past, present and future. This also involves playful image-making as a starting point for sonic interpretations: The artists create a finely woven carpet of sound, sometimes condensed, then loose again, samples and drones, with briefly flaring spherical MIDI keyboard sounds, synthesizer rhythms, footsteps in the gravel, a crow dialogue and electric bass sound bowed with a bow. The oracle, Stöckli‘s headband sound game and Stucky‘s collaged light objects are left behind for the exhibition.

Organised with Martina Mächler and Anastasia McCammon the artists Karolin Braegger, Hedda Bauer, Johan Ahlkvist and Kasia Fudakowski have already been invited to Cabaret Voltaire as part of «Cracking Up and Staging Down» in April 2021. Due to the pandemic, the performances could not take place at that time.


On the contributions and traces from Saturday, 28 August:

Miriam Stoney‘s reading explores different levels of language learning and the related question of the extent to which a language actively shapes the self. «Learning German is apparently not a neutral enterprise. So often was I questioned in Germany about why I wanted to speak this historically problematic language in the first place that at some point I had to construct my own political purpose for my efforts». The poster on the right outside of the «Laube zur schiefen Lage» bears witness to her learning process.

Karolin Braegger, Johan Ahlkvist and Hedda Bauer continue the discussion about appropriation, participation and exclusion (see text from Friday, 27 August). So does the artist Benedikt Bock who just published his second book Vögel/Birds at Texte zum Nachdenken. His text Sabine tells the story of the fictional Zurich newspaper seller Urban Lenti, who is called a misfit by his family because he is too slow for everything. Lenti develops into an outcast of society who observes the abstract goings-on on Bahnhofstrasse day in, day out and is rewarded at the end by the storm «Sabine» with an anti-capitalist play.

Anne Fellner‘s painting hangs in the background during all the readings and performances. Two detectives are schematically depicted and merge with the artist‘s expressive traces. The painting corresponds with the presented zeroth episode TBH – a mysterious hynponist on the loose from the exhibition and audio play series The Bellermann Hypnotist, which takes place in the project space Sangt Hipolyt in Berlin. The protagonist of the piece is an unspecified female investigator or detective; the perspective is modelled on the literary sub-genre of hard-boiled feminism as well as the gothic thriller. The fragmentary audio piece is composed of various literary quotations (by Charlotte Perkins Gilman or Vladimir Nabokov, among others) and statements by artists, authors and psychologists, which serve as set pieces of a criminological-artistic narrative.


On the contributions and traces from Saturday, 4 September:

Kasia Fudakowski‘s performance focuses on the «Joke Gap» through the life and roles of comedian and actress Elisabeth Wellano aka Liesl Karlstadt (1892-1960). «A joke can be seen as expendable social capital. Historically, a woman had to establish herself as respectable before she could invest in a joke». The «joke gap» can also be understood in a broader sense: What is perceived as funny changes depending on historical context, age or cultural background. Fudakowski‘s performance oscillates between lightness and painful moments, supported by painted costumes that bring Liesl Karlstadt and Karl Valentin to life.

This is followed by Benedikt Bock (see text for 28 August), Johanna Kotlaris (see text for 27 August) and Claudia Stöckli and Raphael Stucky (see text for 27 August). The «Dance of Death» by Stöckli and Stucky also plays with the information that the Münsterhof was used as a cemetery in the High Middle Ages.

Karolin Braegger during her performance, 27.08.2021, Cabaret Voltaire, Münsterhof, Photo: IIDA

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Current

On 23 October we will present our Audio Guide! After a performative introduction, visitors can try out the Audio Guide for themselves.

The audio guide introduces the history of the Cabaret Voltaire and Zurich around 1916 and tells about the emergence of Dada in Zurich. Part of the audio guide are also podcasts, with which we give an insight into current discourses and thus broaden the historical perspective on Dada by adding contemporary perspectives that need to be continuously updated.

Imprint:
Concept/texts: Laura Felicitas Sabel
Supervision/editing: Salome Hohl
Translation: Emilia Meier, Sandra Wörz
Narrator: Alicia Aumüller
Recording and sound design: Ernesto Coba-Antequera

A panel discussion of the PhD program Epistemologien ästhetischer Praktiken of the University of Zurich.

As part of the annual conference «Verschwörung, Fake und Gewissheiten. Fragen zum Beitrag der Künste und ihrer Theorien in Zeiten gesellschaftlichen Wandels», a panel discussion will take place on Saturday October 28 at Cabaret Voltaire, entitled «Verlernen. Postkoloniale Perspektiven», with María do Mar Castro Varela (Berlin), Michaela Ott (Hamburg), Marita Tatari (Stuttgart/Berlin), moderated by Ines Kleesattel (Zurich).

The thought figure of «unlearning» as well as the attempts of its realization is present in current arts as well as in other discourses. While Walter D. Mignolo's notion of «delinking» aims to have subjects at the border of Eurocentric thought develop their own perspectives, the notion of unlearning aims to question hegemonic knowledge at the center of its production. In other words, those who seek to unlearn are engaging with themselves. How can the two conceptions, delinking and unlearning, be thought together at all, and what dangers and self-understandings do they entail? Can a «unordentliches Denken» [messy thinking] (Castro Varela) actually leave the paths of Western thinking or isn't – as something brought to the arts as an expectation – rather part of Western thinking itself.

The conference will take place from October 28 to 30, 2022 at the University of Zurich and at the Cabaret Voltaire. It is dedicated to the arts and their theories in debates about conspiracies, fake news, and (un)certainties today, and raises the question of what role the latter play in shaping current conditions. Already in the debates of the 1980s and 1990s, topics of this kind have been intensively discussed, for instance when it came to fact and fiction, ambivalence and undecidability, (im-)materiality, and the knotting of the real, the symbolic, and the imaginary. These discussions now seem to have developed an unexpected afterlife, often under reversed theoretical and political auspices. Therefore, the question of what the contribution of the arts in social change might be today is all the more urgent.

Contributions of the panel at Cabaret Voltaire:

María do Mar Castro Varela (Berlin): «Belohnte Ignoranz verlernen. Ethische Betrachtungen»

María do Mar Castro Varela is Professor of Social Work and General Education at the Alice Salomon Hochschule Berlin. She researches postcolonial theory, racism, anti-Semitism, migration, and critical theory. This year saw the publication of her book Double Bind postkolonial.

Michaela Ott (Hamburg): «Um-Lernen als epistemologisches Dividuationsverfahren»

Michaela Ott is Professor of Aesthetic Theories at the Hamburg University of Fine Arts. Her research focuses on poststructuralist philosophy, aesthetics and politics, aesthetics of film, theory of affect, theories of space, art-knowledge, (in)dividuation, postcolonial theory, African philosophy and art.

Marita Tatari (Stuttgart/Berlin): «Über die Entscheidung, das westliche Denken zu verlassen»

Marita Tatari holds the professorship of Contemporary Aesthetics at the Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Her focus is on continental philosophy, aesthetics and art theory, as well as spatial and performative aspects of the arts, epistemology of performance, reality of art and artwork as action, among others.

Moderation: Ines Kleesattel

Ines Kleesattel is a lecturer in the Master Art Education at ZHdK and researches at the FSP Cultural Analysis in the Arts on situated aesthetics, artistic research and experimental theoretical practices. In 2021/2022 she represented the professorship for art education and aesthetics in the art department at the Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.


Reading and talk with the author.
15:00–16:30 book launch
16:30–18:00 apéro

Silvia Boadella is the grandniece of Sophie Taeuber-Arp and grew up with her life's work. Taeuber-Arp is a pioneer of modern art, was at the center of Zurich Dada and is considered the most important female Swiss artist at the beginning of the twentieth century.

On the occasion of the book vernissage, Silvia Boadella will share her family's memories in a conversation with Salome Hohl (Director Cabaret Voltaire) and read passages from her publication «Sophie Taeuber-Arp - Ein Leben für die Kunst | A Life through Art». In it, Boadella draws with a personal approach from her family's stories and documents and from previously unpublished sources. She succeeds in creating a narrative with powerful words and images, which for the first time connects stages of Sophie's life with her works.

The Zurich book vernissage will take place in conjunction with the exhibition «Sophie Taeuber-Arp / Mai-Thu Perret», which will be on view at the Cabaret Voltaire from October 14, 2022 to April 30, 2023.

Book cover, Skira Editore, Milan

Portrait Silvia Boadella, author

In 1982, the curators Laura Mulvey and Peter Wollen opened the exhibition Kahlo/Modotti at the Whitechapel Gallery in London. The subject was the collaboration and works of the artists Frida Kahlo and Tina Modotti, both active in Mexico. 40 years later, on the occasion of the first visit of the well-known film scholar Laura Mulvey to Zurich on 08.11.22, Cabaret Voltaire shows selected material from the context of this exhibition. On display are photographs, texts, audio recordings and a film that illuminate the context of the 1980s.

Laura Mulvey and Peter Wollen, «Frida Kahlo & Tina Modotti», 1982, Filmstill

«[not] here» – An exhibition and soirées by Sarah Burger and Felipe Ribeiro
03.09.22–18.09.22

Events:
03.09.22, 18:00–02:00: Zurich’s LONG NIGHT of museums
06.09.22: Soiree «[not] here», exhibition opening (from 18:00) and dialogue (20:00) between Sarah Burger and Felipe Ribeiro
13.09.22, 20:00: Soiree «[not] here», improvised music to the works on display with Dimitri Howald

Sarah Burger (Zurich) and Felipe Ribeiro (Rio de Janeiro) met at a workshop where Ribeiro collected matters brought by different people to be assembled into soil and forming a «common ground». They discovered a shared interest in tectonics, earth and stone formations and how landscapes and geographies offer new accesses to history and time. The idea that an artistic exchange could be fruitful for both of them, sedimented. Cabaret Voltaire has always been a place for artistic exchange, international collaborations, and experimentation with ways to interact. This historical promise offered a fitting context for Burger and Ribeiro to enter a dialogue which unfolds along reflections and appropriations of materials’ characteristics, stories and histories. It soon became apparent that their collaboration was not only the exchange of mutually agreed suggestions but also the learning to know the other one as someone working, reflecting, associating and articulating differently. The common focus - as perhaps always in art making - lies on the question of what opens up in the in-between: Each glimpse of visual worlds and objects reveals various value systems, each juxtaposition of objects sheds new light on textures, forms, their narratives and symbolism. At Cabaret Voltaire, Burger and Ribeiro offer reflections and observations on matters of visualities, of language and bodies, perceiving presence as a living, un-fixed quality that also works through disappearance.

Sarah Burger, Dinge, 2021
Sarah Burger asked several friends to provide her lists of objects, which she then moulded out of clay while being blindfolded. The only rule Burger communicated was that the objects could be formed 1:1 and had to fit into the oven. This process led her to ask a variety of questions about things, form and meaning: Which objects are important to people? How can hands memorise things? What are the semantics of shapes?

Sarah Burger, Hands, Magic, Hands, 2021
Hands, Magic, Hands is a digital collage based on a found image of hands and a photograph of a quickly made, non-figurative sculpture made of Plasteline. The hands seem to evoke the sculpture, magically shaping it without touching it.

Sarah Burger, All the landscapes I’ve ever seen, 2022
The video-poem is a reflection on the presence and absence of different places, on memorised sites that have never been physically visited before. Burger produced the work during a residency in Sofia, Bulgaria.

Felipe Ribeiro, Dematerialize i & ii, 2021-2022
Dematerialize is part of a larger series entitled Revolving Actions and experiments with moments of abstraction of the human figure in the hope that visual destabilisation will allow for other means of relations. In both works, the face is covered by a golden metal tissue that veils facial expression but still foregrounding the head as a shape to appear, while the body is subjected to a blurring undefinition. Dematerialize i - dawn is an action that delves into the ambivalence of disappearing by becoming in evidence. Fomented in a specific space-time coordinate, the performance, takes place at dawn on St George’s Day, a celebration that in Rio de Janeiro confounds the Catholic saint with the African deity Ogun. Forged as a symbol of protection and resistance, devotees preach wearing St George’s clothes so that the enemy «has eyes but does not see them». The performance materialises such vow as a mingling of anonymity and exuberance. In Dematerialize ii - dusk, we see long-exposure shots of a trembling body in the dark, intended to lose its contours. The endured action started in Rio de Janeiro at 5:27 pm, at full moonrise, crossing the evening and edging the next day.

Felipe Ribeiro, Whispers, 2022
Visitors are invited to listen to the sound installation aimed at the walls of the Cabaret Voltaire. Fragmented narratives, text excerpts, imaginative logics and dreams are voiced out so that the walls are able to hear and retain them. The wall is perceived as a concrete matter of condensed histories, hence the need to acknowledge what they’ve absordbed and heard, and to purposefully furnish them with further sounds and narratives.

Zurich-based artist Sarah Burger studied visual arts, philosophy, comparative literature and linguistics. Her practice also includes artistic research (PhD, ZHdK Zurich and Kunstuniversität Linz). The artist Felipe Ribeiro lives in Rio de Janeiro and is a professor of dance and film studies at the Federal University of Rio de Janeiro. He studied film (MA) and holds a PhD in visual arts.

The exhibition is supported by the Annemarie Schindler-Stiftung

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Felipe Ribeiro DEMATERIALIZE, 2022, Video-Still, Photo: Renato Mangolin 371

Dada Tour in Zurich's District 1

Between 1916 and 1919, the Dadaists in Zurich set impulses that were to have a lasting influence on the arts worldwide. Zurich is not only home to the Cabaret Voltaire, the place where Dada originated, but also to one of the most important Dada collections in the Kunsthaus Zürich.

This guided tour with Cabaret Voltaire director Salome Hohl and Kunsthaus curator Cathérine Hug connects the two houses and takes you to other Dada venues, revealing the milieu and places where the Dada movement was born and developed. The meeting point is in front of the Cabaret Voltaire. The tour ends at the Kunsthaus Zürich: in the Dada cabinet and finally in front of the Max Ernst painting in the Kunsthaus bar. The price includes the guided tour and the Dada Pocket Guide.

–Meeting point: 18:00 in front of Cabaret Voltaire

–Cost: CHF 30.- / 25.- (students) / 20.- (members), incl. Dada Pocket Guide

–Limited number of participants. Registration required.

Tickets can be purchased via the ticket store of the Kunsthaus.

The tour is in German.

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During Zurich's LONG NIGHT of museums the following program will take place at the Cabaret Voltaire:

Sarah Burger/Felipe Ribeiro, «Whispers» and «Dinge»

18:00–02:00

During the LONG NIGHT of museums, Felipe Ribeiro presents "Whispers": a disembodied sound installation that voices out fragmented, dreamy narratives and unconventional logics, in intimate tones that mingle with visitors and create an ongoing conversation of different contexts and times. Sarah Burger shows objects from the series "Dinge". She asked several friends to give her lists of objects which she then formed out of clay blindfolded. This process lead her to manifolding questions regarding things, shape and meaning: What objects are important to people? How are things imprinted in the hands? What are the semantics of shapes? In the process, 48 figurative objects were supplemented by 7 abstract objects to contrast the recognition of an object image with the process of interpreting it.

ektor garcia, «nudos de tiempo»

18:00–02:00

«nudos de tiempo» by ektor garcia (*1985) shows a temporary constellation of colourful crochet works as well as metal and ceramic sculptures. The sensually knotted chains or meandering motifs blend traces of indigenous craftsmanship from Central and North America with folk art, pop cultural and digital influences. Some crochet works are reminiscent of works from the US fibre art movement of the 1960s. The show at Cabaret Voltaire is ektor garcia's first institutional solo exhibition in Switzerland, curated by Fabian Flückiger and Salome Hohl in close collaboration with the artist.

Ilaria Vinci, «Phoenix Philosophy Café»

18:00–02:00

Ilaria Vinci (*1991) explores in her practice what she calls the «Zone of Fantasy»: The area in the human psyche where self-perception and world-perception meet and blur. The artist explores what constitutes reality and how people communicate and imagine. Over the course of a year, Vinci will occupy the artists' bar and transform the entrance area into a fireplace. People gather around fires, share stories, eat, drink, and play together. Part of the exhibition are also mythological figures associated with fire, like Phoenix and Prometheus.

Stefan Burger, «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo» (I&II)

18:00–02:00

Stefan Burger (*1977) exhibits two luminaire objects in the library which will light up the room as well as the visitors’ moods. The sculptures, made from poured glass and aluminum, continue Burger’s work with art as a commodity which he began at the Cabaret Voltaire in 2020. They are hybrid installations or tilting figures which, depending on the view, lean towards different qualities and interpretations and deal with decoration and function. Working with liquid glass involves colors of intense radiance, which continue to shine indestructibly happily thanks to their ceramic nature.

Party

Smoky Tear, Playlists and Surprises

22:00–02:00

The exhibition by Ilaria Vinci «Phoenix Philosophy Café» is accompanied by the drinkable sculpture «Smoky Tear», a playlist curated especially for the exhibition and a surprise intervention. The sound installation «Murmur» by Sarah Burger and Felipe Ribeiro in the Historic Hall will also be musically rounded off with a playlist and invites you to dance. Regular bar service until 2:00 a.m. in the Historic Hall and the Artists' Bar.

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On Friday endobliss, buffer, 400jasa, tsjmar, diejayvarni and avia will play their sets for Radio Bollwerk at Cabaret Voltaire. You can come whenever you want. The bar is open.

Live stream via www.radio-bollwerk.ch

Flyer by avia and diejayvarni.

«Embracing Necessity 1916 2002 2022» – 20 years since the squatting of the Cabaret Voltaire

20 years ago, on February 2, 2002, artists and activists squatted Spiegelgasse 1 - the place of origin of Dada. The squatting ended on April 2, 2002 with an eviction (according to the story), which was preceded by an agreement between the city and the squatters. Only since this action the place was perceived as a house for cultural activities again. A little more than 20 years later, we celebrate and reflect on this important initiative and have invited via circular letter actors of that time to visit the Cabaret Voltaire on June 24 and 25, 2022 or to show a contribution. The central questions are «How is space created and what does it mean to create space?». Both in 1916, in 2002 and in 2022, these questions were and are valid to ask when it comes to finding out to what extent cultural creation is made possible and what preconditions, narratives and after-effects are associated with artistic activity. We are looking forward to the following framework program, which maybe will be extended by spontaneous additions.

Friday, 24.06.2022

–6 p.m.: Opening: «ten pet bottles hanging on the wall» by Mark Divo and Pavel Emelianov. Presentation of selected photographs from that time
–8 p.m.: Podcast «Dada2025»: Last episode live at Cabaret Voltaire
A podcast series of the «Maison du Futur» has been running since February 2, 2022 to celebrate the anniversary. The last episode will be broadcast at the Cabaret Voltaire. Followed by a talk with Jean-Pierre Hoby, Mark Divo, Anja Nora Schulthess and Salome Hohl. The podcast is intentionally called «Dada2025» because this podcast has set itself a long-term goal - namely, to write the history of Cabaret Voltaire.
–Followed by: DJ Chiri Moya
Behind Chiri Moya is the artist Maja Hürst, also known as Tika.

Saturday, 25.06.2022

–8 p.m.: Lenin Dada and Squatters (speech/music/performance with Knarf Rellöm and Tillamanda)
–10 p.m.: Everyone is invited to perform on the open stage at Ajana Dracula & friends' «Chaostage». Stage, microphones, a piano, amplifier, beamer and a maximum of 10 minutes each will be available for the performances. Welcome and registration from 9 pm on site or at ajanadracula239@gmail.com.


Open Call «Chaostage» – participate!
On Saturday, June 25, the «Chaostage» of Ajana Dracula & friends will take place at Cabaret Voltaire. Everyone is invited to perform on the open stage: Making speeches, sing songs, play instruments, perform dances, do performances, rap, recite poetry, show a film – all contributions are welcome.
For the performances, a stage, microphones, a piano, amplifier, a computer, beamer and max. 10 minutes are available.
In all languages. Costumes are welcome!
Doors: 21:00
Free entrance.
Registrations to ajanadracula239@gmail.com
We look forward to a large turnout and participation!

Notice:
From July 5 to July 16, the Dada Festival Weeks will take place at the Rote Fabrik.

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Cabaret Voltaire warmly invites you to a film evening with works by Howardena Pindell, Black Audio Film Collective, Aykan Safoğlu and Ivy Monteiro.

CARAH (Collective for Anti-Racist Art History) is an initiative of art historians at the University of Zurich that aims to critically question and break down racist ideologies that are rooted in art history. The collective sets itself the task of exposing and counteracting racially based inclusions and exclusions as well as blind spots in the methodological tradition of art history as an discipline in order to deconstruct and overcome racism.

During the Zurich Art Weekend, the Cabaret Voltaire has special opening hours. The exhibitions are open Friday to Sunday from 10 am.

––––––––––––– Friday, 10.06.2022

––21:00 «Theodora or The Progress», Performance by Alpina Huus
with Alizee Lenox, Florence Peake, Eve Stainton.
Outfits by Hugo Canoilas, Elise Lammer, Julie Monot, Mia Sanchez.
Scenography and dramaturgy: Cee Füllemann, Elise Lammer.
Music: Alizee Lenox

On the occasion of the Zurich Art Weekend and complementary to the Zurich film premiere on May 31, Alpina Huus perform at 21:00.

In the midst of generational, climate and economic crises, the film «Theodora or The Progress», by the collective Alpina Huus questions the view of reality and the legitimacy of speech. «Theodora or The Progress», is a collective artistic project that includes an installation, music pieces and performances by a group of international artists* such as Hugo Canoilas, Cee Füllemann, Tarren Johnson, Elise Lammer, Alizee Lennox, Sarah Margnetti, Julie Monot, Lucien Monot, Florence Peake, Jessy Razafimandimby, Mia Sanchez, Eve Stainton and Niels Trannois.

The film addresses the notion of empowerment and explores the potential of the subconscious. Drawing from the work of Virginia Woolf, Adrian Piper and Lisa Simpson, Deleuze and Guattari, as well as Snoop Dogg and Franz Kafka, the film emphasizes the ability of nonverbal communication as a means of employing strategies against different types of discrimination. Taking its cue from the name of possibly the first feminist figure, the Empress Theodora (500 AD), «Theodora or The Progress», depicts the transformation of the narrator and some of his accomplices into a pack of dogs. «Theodora or The Progress», stages a collective takeover that speaks of love, transformation and transcendence.


––23:55, Midnight Speech with Ilaria Vinci
Additional to Vincis' Exhibition «Phoenix Philosophy Café», the Smoked Bubble Cocktail, «Smoky Tear» will be served.
Free admission

––––––––––––– Saturday, 11.06.2022

––12:00 «Theodora or The Progress», Performance by Alpina Huus
with Alizee Lenox, Florence Peake, Eve Stainton.
Outfits by Hugo Canoilas, Elise Lammer, Julie Monot, Mia Sanchez.
Scenography and dramaturgy: Cee Füllemann, Elise Lammer.
Music: Alizee Lenox

––––––––––––– Sunday, 12.06.2022

––15:00, Book Launch «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi»
Cabaret Voltaire, Swiss Institute, and Lenz are happy to launch the artist’s book Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi with a celebration, screenings, and readings at Cabaret Voltaire.

Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi brings together the first translations in English of poems and writing by Emmy Hennings (b. 1885, d. 1948) with the work of Zurich-based artist Sitara Abuzar Ghaznawi (b. 1995). Hennings, co-founder of Cabaret Voltaire, Zurich (with Hugo Ball) was a performer, artist, and writer whose work has received little visibility until relatively recently. Ghaznawi created frames and encounters for Hennings's writing through collages, sculptures, and new writing by members of her artistic community. This afternoon event will feature screenings from the book’s contributors and readings of Hennings’ texts.

Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi
eds. Simon Castets, Salome Hohl, Eva Kenny, Laura McLean-Ferris
Published by Swiss Institute and Cabaret Voltaire, in collaboration with Lenz.

With texts and contributions by: Sitara Abuzar Ghaznawi, Timur Akhmetov, Simon Castets, Olamiju Fajemisin, Emmy Hennings, Salome Hohl, Shamiran Istifan, Semuel Lala, Nils Amadeus Lange, Laura McLean-Ferris, Furqat Palvan-Zade, Sophia Rohwetter, Ser Serpas, Ian Wooldridge, Michael Zimmermann.
Graphic design: Dan Solbach

128 pages
48 images (b/w)

ISBN 979-12-80579-36-2
20 EUR / CHF

Cabaret Voltaire, Swiss Institute, and Lenz are happy to launch the artist’s book Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi with a celebration, screenings, and readings at Cabaret Voltaire.

Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi brings together the first translations in English of poems and writing by Emmy Hennings (b. 1885, d. 1948) with the work of Zurich-based artist Sitara Abuzar Ghaznawi (b. 1995). Hennings, co-founder of Cabaret Voltaire, Zurich (with Hugo Ball) was a performer, artist, and writer whose work has received little visibility until relatively recently. Ghaznawi created frames and encounters for Hennings's writing through collages, sculptures, and new writing by members of her artistic community. This afternoon event will feature screenings from the book’s contributors and readings of Hennings’ texts.

Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi
eds. Simon Castets, Salome Hohl, Eva Kenny, Laura McLean-Ferris
Published by Swiss Institute and Cabaret Voltaire, in collaboration with Lenz

With texts and contributions by: Sitara Abuzar Ghaznawi, Timur Akhmetov, Simon Castets, Olamiju Fajemisin, Emmy Hennings, Salome Hohl, Shamiran Istifan, Semuel Lala, Nils Amadeus Lange, Laura McLean-Ferris, Furqat Palvan-Zade, Sophia Rohwetter, Ser Serpas, Ian Wooldridge, Michael Zimmermann.
Graphic design: Dan Solbach

128 pages
48 images (b/w)

ISBN 979-12-80579-36-2
20 EUR / CHF

with Alizee Lenox, Florence Peake, Eve Stainton.
Outfits by Hugo Canoilas, Elise Lammer, Julie Monot, Mia Sanchez.
Scenography and dramaturgy: Cee Füllemann, Elise Lammer.
Music: Alizee Lenox

On the occasion of the Zurich Art Weekend and complementary to the Zurich film premiere on May 31, Alpina Huus perform at 21:00.

In the midst of generational, climate and economic crises, the film «Theodora or The Progress», by the collective Alpina Huus questions the view of reality and the legitimacy of speech. «Theodora or The Progress», is a collective artistic project that includes an installation, music pieces and performances by a group of international artists* such as Hugo Canoilas, Cee Füllemann, Tarren Johnson, Elise Lammer, Alizee Lennox, Sarah Margnetti, Julie Monot, Lucien Monot, Florence Peake, Jessy Razafimandimby, Mia Sanchez, Eve Stainton and Niels Trannois.

The performance addresses the notion of empowerment and explores the potential of the subconscious. Drawing from the work of Virginia Woolf, Adrian Piper and Lisa Simpson, Deleuze and Guattari, as well as Snoop Dogg and Franz Kafka, the film emphasizes the ability of nonverbal communication as a means of employing strategies against different types of discrimination. Taking its cue from the name of possibly the first feminist figure, the Empress Theodora (500 AD), «Theodora or The Progress», depicts the transformation of the narrator and some of his accomplices into a pack of dogs. «Theodora or The Progress», stages a collective takeover that speaks of love, transformation and transcendence.

** For Cabaret Voltaire members, Zurich Art Weekend VIPs and Alpina Huus friends. Please register here.

with Alizee Lenox, Florence Peake, Eve Stainton.
Outfits by Hugo Canoilas, Elise Lammer, Julie Monot, Mia Sanchez.
Scenography and dramaturgy: Cee Füllemann, Elise Lammer.
Music: Alizee Lenox

On the occasion of the Zurich Art Weekend and complementary to the Zurich film premiere on May 31, Alpina Huus perform at 21:00.

In the midst of generational, climate and economic crises, the performance «Theodora or The Progress», by the collective Alpina Huus questions the view of reality and the legitimacy of speech. «Theodora or The Progress», is a collective artistic project that includes an installation, music pieces and performances by a group of international artists* such as Hugo Canoilas, Cee Füllemann, Tarren Johnson, Elise Lammer, Alizee Lennox, Sarah Margnetti, Julie Monot, Lucien Monot, Florence Peake, Jessy Razafimandimby, Mia Sanchez, Eve Stainton and Niels Trannois.

The performance addresses the notion of empowerment and explores the potential of the subconscious. Drawing from the work of Virginia Woolf, Adrian Piper and Lisa Simpson, Deleuze and Guattari, as well as Snoop Dogg and Franz Kafka, the film emphasizes the ability of nonverbal communication as a means of employing strategies against different types of discrimination. Taking its cue from the name of possibly the first feminist figure, the Empress Theodora (500 AD), «Theodora or The Progress», depicts the transformation of the narrator and some of his accomplices into a pack of dogs. «Theodora or The Progress», stages a collective takeover that speaks of love, transformation and transcendence.

Additional to Vincis' Exhibition «Phoenix Philosophy Café», the Smoked Bubble Cocktail, «Smoky Tear» will be served.
Free admission

On May 28, 2022, the multimedia art auction KUNSTLICHT GALA for refugees will take place at the Cabaret Voltaire. The event is clearly directed against the violent, sealing-off border policy and stands for a broad solidarity movement for all people who are fleeing.

The total proceeds of the auction will be donated to the aid organizations Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich, Brava – ending violence against women together, Sea-Watch - civilian sea rescue of refugees and Médecins Sans Frontières.

The fundraising gala includes the auction of over 25 artistic contributions by various Zurich and international artists - including MANON, Walter Pfeiffer, Mickry3 as well as many others - all united in a special connection to the Cabaret Voltaire and the F+F School of Art and Design.

This significant and simultaneously entertaining event is aimed at a broad audience of potential donors. The fundraising gala will be accompanied by versatile artistic performances and live DJ music.

We would be very happy if you came by to support this action!

F+F and Kunstlicht Association: Kerstin, Karoline, Chiara, Noah, Christoph, Gökçe

Questions about the event may be sent by e-mail to Kerstin Wittenberg. Kunstlicht is an association founded by students of the F+F School of Art and Design.

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The opening of the exhibition «nudos de tiempo» by ektor garcia marks the second opening phase. It will be the first institutional exhibition of the Mexico-based artist in Switzerland. The artisanal object landscapes of ektor garcia (*1985) refuse fixed features or meanings, break with hierarchies and follow a do-it-yourself attitude. They are punk and queer. garcia exhibition at the Cabaret Voltaire connects to the heritage of the house. Dadaists sought to free themselves from crushing nationalisms and constricting models of life, sometimes choosing parallel multilingualism, ambiguity, and performative practices that celebrated process, immediate co-existence, and juxtaposition, curated by Fabian Flückiger and Salome Hohl in close collaboration with the artist. In addition, the Dada showcase with exhibits from the Kunsthaus Zürich collection will be inaugurated in the Vaulted Cellar. Also inaugurated in this stage is the Dada Showcase in the Vaulted Cellar with original documents from the Dada collection of the Kunsthaus Zürich. They enter into a dialogue with the exhibition.

ektor garcia, teaser for the exhibition «nudos de tiempo», Cabaret Voltaire, 2022

The vernissage of the exhibition by Ilaria Vinci in the new Artists' Bar (Künstler*innenkneipe) and the inauguration of the Dada Library with works by Stefan Burger mark the start of the opening weeks after the renovation.

Evening program 30.04.2022:

––From 18:00: Opening exhibition «Phoenix Philosophy Café» by Ilaria Vinci and inauguration of the Dada Library with the works «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo» (I&II) by Stefan Burger

––20:00: Welcome by Sandro Zanetti (President of the Association Cabaret Voltaire) and Salome Hohl (Director Cabaret Voltaire)

––20:15: Performance «When Darkness» by Ilaria Vinci with a live sound piece by Rafal Skoczek and Jamira Estrada, which will remain as a soundtrack to the exhibition «Phoenix Philosophy Café» by Ilaria Vinci, and a dance performance by the group Stay Kids with costumes by Ronja Varonier

––22:00–03:00: Belia Winnewisser (DJ set), Lateena Plummer (performance and DJ set), and TVBXS (DJ set)

In the entrance area there is now a bar, which is occupied by an artistic position with an exhibition for one year at a time. The artist Ilaria Vinci starts with the show «Phoenix Philosophy Café». More about the exhibition

The Dada library is now located on the upper floor. In the room you can see works by Stefan Burger. More about the Library and the works by Stefan Burger»

The performance «When Darkness», which is to be understood as part of Ilaria Vinci's exhibition, consists of a live music piece by Rafal Skoczek and Jamira Estrada, which will remain as a soundtrack to the exhibition «Phoenix Philosophy Café», and a dance performance by the group Stay Kids (with Ave, Sunny, Tiny, Mary, Anaïs, Arun and Milo) and costumes by Ronja Varonier.

Afterwards we look forward to Belia Winnewisser (DJ set, 22:00–23:30), Lateena Plummer (performance and DJ set, 24:00–01:00) and TVBXS(DJ set, 01:00–02:30). They will play in the Vaulted Cellar and the Historical Hall.

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Dada Tour in Zurich's District 1

Between 1916 and 1919, the Dadaists in Zurich set impulses that were to have a lasting influence on the arts worldwide. Zurich is not only home to the Cabaret Voltaire, the place where Dada originated, but also to one of the most important Dada collections in the Kunsthaus Zürich.

This guided tour with Cabaret Voltaire director Salome Hohl and Kunsthaus curator Cathérine Hug connects the two houses and takes you to other Dada venues, revealing the milieu and places where the Dada movement was born and developed. The meeting point is in front of the Cabaret Voltaire. The tour ends at the Kunsthaus Zürich: in the Dada cabinet and finally in front of the Max Ernst painting in the Kunsthaus bar. The price includes the guided tour and the Dada Pocket Guide.

  • Meeting point: 18:00 in front of Cabaret Voltaire
  • Cost: CHF 30.- / 25.- (students) / 20.- (members), incl. Dada Pocket Guide
  • Limited number of participants. Registration required.

Tickets can be purchased via the ticket store of the Kunsthaus.

The tour is in German.

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Cover of the Pocket Guide Dada City Zurich, Design: Vela Arbutina und Samuel Bànziger

Bridge: Zurich–Tbilisi, Lecture, Talk & Film screening, with art historians Prof. Dr. Nino Tchogoshvili and Irine Jorjadze. A collaboration between Cabaret Voltaire, Kunsthalle Zürich and the Georgian Cultural Platform Association

As part of the Georgian cultural festival «Brücke: Zurich–Tbilisi», Cabaret Voltaire and Kunsthalle Zürich invite you to the Löwenbräu-Areal. Art historians Nino Tchogoshvili and Irine Jorjadze will explain the development and significance of Modernism, Futurism and Dada in the Georgian art scene. Following the lectures and the talk, the classic film «Chemi bebia» (1929), a satire on the Soviet bureaucracy, will be shown.

–Prof. Dr. Nino Tchogoshvili: Georgian Modernism (lecture)
–Irine Jorjadze: Futurism and Dada in Georgia (lecture) and presentation of the book «H2SO4. Futurism and Dada in Tbilisi».
–Followed by a talk with the two speakers and a film screening of «My Grandmother» (Chemi bebia, 1929) by director Kote Mikaberidze.

More on the Georgian cultural festival:
The interdisciplinary Georgian cultural festival «Brücke: Zurich-Tbilisi» aims to present the current art and cultural scene of Georgia, to deepen the cultural dialogue between the two countries and to create a network of cooperation. The founder and director of the festival is the association's president Elene Chechelashvili, who is planning the programme for autumn 2021 in cooperation with the Zurich cultural institutions Filmpodium, Literaturhaus Zürich, Cabaret Voltaire, ZAZ Zentrum Architektur Zürich and Kunstraum Walcheturm. The partner organisations on the Georgian side are the National Film Centre, the Writers' House of Georgia and the Georgian Embassy in Bern.

In the future, a mirrored programme «Bridge: Tbilisi-Zurich» will be organised and the Swiss art and culture scene will be brought to Georgia.

Registration (not mandatory) at info@cabaretvoltaire.ch.
Location: Level A, Löwenbräukunst, access Limmatstrasse 270 (by lift) & 268 (by stairs)
Admission: free of charge

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You can find the link for the one-time streaming here on April 15, available from 19:00 to 22:00.

On 23.03.2021 and 24.03.2021 the personal and touching reading Geteilte Zeit - Briefe an meinen Sohn [Divided Time – Letters to My Son] by Armen Avanessian took place. The recording from the Cabaret Voltaire will be streamed in cooperation with the Volksbühne Berlin on 12.04.21 (part 1) as well as on 15.04.21 (part 2), both from 19:00. You can find the link to the video from April 15 here.


Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn was written during the first year of his son's life and may be published as a book in 2035.

In it, the philosopher describes their everyday life together, their shared present, and addresses a reader in the future who will be once twenty, once forty, and at the end of the century eighty years old. From concrete experiences and descriptions of everyday life, reflections on general ethical, social and philosophical questions develop.

What is a start, birth, beginning, and why has male-dominated philosophy been able to grasp these only inadequately? What are the constrictions of classical conceptions of love, and to what extent does intimacy point us in a different direction? What does it mean today to be a father, to have a family, and to pass on or take on an inheritance (or, conversely, to renounce, strike back, and settle accounts with one's family)? And to what extent, if nothing else, do we need to rethink death and learning to die – as perhaps the classic topoi of philosophical self-reflection – not only with an eye to future generations, but from their future threat to the entire species? Even today, Divided Time is a message in a bottle from a present that has already passed.

«What I write to you, what I have written, wants to embrace you, wants to sum up your time and my time. For writing always comes too late, lags behind, but then, at the same time, I write it all for you, my future reader, far too soon. That's why I tried to write towards you.
I wrote to you to remind me of the future.
I wrote to you to prepare you for the past.
I wrote to you because you have already changed it for me.
I wrote to you so you could read all this again.
I wrote to you because I couldn't help it.
From our shared time I wrote to you.
And who would have thought that there are wishes and dreams that come true.»

Armen Avanessian reads his book Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, March 23, 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

You can find the link for today's one-time streaming here on April 12, 19:00.

On 23.03.2021 and 24.03.2021 the personal and touching reading Geteilte Zeit - Briefe an meinen Sohn [Divided Time – Letters to My Son] by Armen Avanessian took place. The recordings from the Cabaret Voltaire will be streamed in cooperation with the Volksbühne Berlin on 12.04.21 (part 1) as well as on 15.04.21 (part 2), both from 19:00 and only once.


Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn was written during the first year of his son's life and may be published as a book in 2035.

In it, the philosopher describes their everyday life together, their shared present, and addresses a reader in the future who will be once twenty, once forty, and at the end of the century eighty years old. From concrete experiences and descriptions of everyday life, reflections on general ethical, social and philosophical questions develop.

What is a start, birth, beginning, and why has male-dominated philosophy been able to grasp these only inadequately? What are the constrictions of classical conceptions of love, and to what extent does intimacy point us in a different direction? What does it mean today to be a father, to have a family, and to pass on or take on an inheritance (or, conversely, to renounce, strike back, and settle accounts with one's family)? And to what extent, if nothing else, do we need to rethink death and learning to die – as perhaps the classic topoi of philosophical self-reflection – not only with an eye to future generations, but from their future threat to the entire species? Even today, Divided Time is a message in a bottle from a present that has already passed.

«What I write to you, what I have written, wants to embrace you, wants to sum up your time and my time. For writing always comes too late, lags behind, but then, at the same time, I write it all for you, my future reader, far too soon. That's why I tried to write towards you.
I wrote to you to remind me of the future.
I wrote to you to prepare you for the past.
I wrote to you because you have already changed it for me.
I wrote to you so you could read all this again.
I wrote to you because I couldn't help it.
From our shared time I wrote to you.
And who would have thought that there are wishes and dreams that come true.»

Armen Avanessian reads his book Geteilte Zeit – Briefe an meinen Sohn, March 23, 2021. Photo: Cabaret Voltaire, IIDA

«When I look back on my life it’s not that I don’t want to see things exactly as they happened, it’s just that I prefer to remember them in an artistic way. And truthfully the lie of it all is much more honest because I invented it. Clinical psychology tells us arguably that trauma is the ultimate killer. Memories are not recycled like atoms and particles in quantum physics. They can be lost forever. It’s sort of like my past is an unfinished painting and as the artist of that painting I must fill in all the ugly holes, and make it beautiful again. It’s not that I have been dishonest; it’s just that I loathe reality.»

– Lady Gaga, The Prelude Pathétique – First Part, Marry the Night

Samuel Haitz (*1997) invites to two consecutive soirées and the simultaneously running exhibition «Memorabilia» at Cabaret Voltaire. Haitz recently moved from Zurich to Berlin. An occasion to take stored souvenirs in hand, to arrange, preserve and transfigure memories. At Cabaret Voltaire, he brings together his own works, works by friends and idols, and other objects that reflect codes of desire and belonging. For the soirées, he invites his artistic companions Milena Langer, Stella and Ian Wooldridge to read texts together. To round off, his friend DJ Moritz Müller interprets the events musically. Soirée 1 (Before) is dedicated to hope and romantic utopia; Soirée 2 (After) focuses on nostalgic reflection of the past. The events will be broadcast online in collaboration with the Bernese Radio Bollwerk. In this stagnant time of social distance and absence, a space is thus created to reflect on which personal and collective culture of memory should shape one's future.

Soirée 1 (Before) took place on the 02.03.2021 and Soirée 2 (After) took place on the 09.03.2021. You can re-listen to both soirées here. With Samuel Haitz, Milena Langer, Stella, Ian Wooldridge and Moritz Müller (DJ-Set) via radio-bollwerk.ch.

Exhibition view, Samuel Haitz, Archive Table, «Memorabilia», 2021. Photo: Cabaret Voltaire, Philipp Hänger

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Online Collective Reading by «Slow Reading Club»

You can register for the following dates and times here. Price: Pay what you want.

04 March: 19:00, 20:00, 21:30
11 March: 19:00, 20:00, 21:30
18 March: 19:00, 20:00, 21:30
25 March: 19:00, 20:00, 21:30

After registration you will receive a Zoom link via email. Number of participants: 8 tickets per session. 6 tickets on 25 March at 21:30.

The «Slow Reading Club» (SRC) is a semi-fictional reading group initiated in 2016 by Bryana Fritz and Henry Andersen. They engage with constructed situations for collective reading. SRC seeks to occupy and eroticise the space of transmission between text and reader, reader and reader, text and text; it does so to dwell in the unstable space of reading itself, to intensify what Spivak calls "the possible threat of a space outside language" that opens up in reading and in love.
In Future Perfect Continuous Tense, strategies from their practice are translated into the digital space and Zoom is used as a space for collective reading and intimate gathering. Each evening is staged as a rehearsal or experiment in digital, collective reading. Texts are used that break up the tenses to reimagine bodies, devices and spaces that surround reading.
Each session is independent of the others. Participants may attend one or several sessions. Participants who register on the Sunday before each session will receive a gift in the post to accompany the reading.

A cooperation between Cabaret Voltaire (Salome Hohl and Adam Jasper) and Theater Neumarkt

Image: Slow Reading Club (Henry Andersen and Bryana Fritz)

Collective Online Reading with the «Slow Reading Club»

This event on February 25 is a free get-to-know-each-other session and takes about 15 minutes.
Find the Zoom link here.

The «Slow Reading Club» (SRC) is a semi-fictional reading group initiated in 2016 by Bryana Fritz and Henry Andersen. They engage with constructed situations for collective reading. SRC seeks to occupy and eroticise the space of transmission between text and reader, reader and reader, text and text; it does so to dwell in the unstable space of reading itself, to intensify what Spivak calls "the possible threat of a space outside language" that opens up in reading and in love.
In Future Perfect Continuous Tense, strategies from their practice are translated into the digital space and Zoom is used as a space for collective reading and intimate gathering. Each evening is staged as a rehearsal or experiment in digital, collective reading. Texts are used that break up the tenses to reimagine bodies, devices and spaces that surround reading.
Each session is independent of the others. Participants may attend one or several sessions. Participants who register on the Sunday before each session will receive a gift in the post to accompany the reading.

A cooperation between Cabaret Voltaire (Salome Hohl and Adam Jasper) and Theater Neumarkt

Update: New dates are being sought for performances of the operetta.

Last performance

A didactic operetta by Agnes Scherer
Puppet play: Soya Arakawa
Music: Tobias Textor
Vocalist: Claudia Barth

The exhibition can be seen from October 2 to January 16.
More information about «The Teacher» can be found here.

Masks are mandatory. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

This performance has been postponed to January 14.

A didactic operetta by Agnes Scherer
Puppet play: Soya Arakawa
Music: Tobias Textor
Vocalist: Claudia Barth

The exhibition can be seen from October 2 to January 16.
More information about «The Teacher» can be found here.

Masks are mandatory. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

Regular admission: 10 CHF, reduced admission: 5 CHF. You can pay at the box office.

Agnes Scherer, «The Teacher»
Puppet play: Soya Arakawa
Music: Tobias Textor
Vocalist: Claudia Barth

The didactic operetta will be performed at the opening on October 2 at 19:00 and 20:00. The bar is open from 18:00 to 02:00.
The live performances of the operetta are already completely booked. We therefore offer a matinee performance on 03.10.20, at 12:00.
Please register at info@cabaretvoltaire.ch

You can find more information about the exhibition here.

Participants of the workshop by Rory Pilgrim and Cassie-Augusta Jørgensen show with Pilgrim, Jørgensen and the singer Robyn Haddon the performance Software Garden at Neumarkt. The showing ends with a soup at Neumarkt at 5 pm.

With the multidisciplinary project Software Garden, the artist is looking for spaces in times of increasing nationalism and isolationism, where the human, ecological and technological meet the basic principles of empathy, care and kindness. For this purpose, Rory combines bodies and voices inside and outside the screen through live performances, music videos, poems and interactive workshops.

The cross-institutional festival Fleshy Interface combines performances and workshops and has the rediscovery of physicality as its central theme. The body as a medium and as an instrument in the performing arts, the digital body, immateriality and the longing for touching and being touched occupy us in this special time of physical distance. Initiated by Neumarkt, in collaboration with Cabaret Voltaire, Schauspielhaus Zürich, Literaturhaus, Tanzhaus, Fabriktheater, Winkelwiese, Shedhalle, ZHdK and Helferei. Rory Pilgrim participates at the invitation of Cabaret Voltaire, in close collaboration with Neumarkt. The complete programme of the festival including e-booklet can be found here.

We thank Harfen-Service Daniel Zurlinden for his support.

«Software Garden» Live Concert, Stedelijk Museum, Amsterdam, 2019. Photo: Maarten Nauw

With this workshop as part of the Fleshy Interface festival, you can become part of Rory Pilgrim's multidisciplinary project Software Garden.

Artist Rory Pilgrim in conjunction with Cabaret Voltaire and Neumarkt as part of Fleshy Interface Festival is looking for eight participants to take part in a live performance of Software Garden. Released in 2018, Software Garden is Rory Pilgrim’s debut music video album which asks how we create systems by uniting the human, robotic and digital with basic principles of empathy, care and kindness. Collaborating with different generations and backgrounds, Software Garden in particular asks how we come together behind our screens.

During a three-day workshop, you will work with Rory Pilgrim and choreographer and artist Cassie Augusta Jørgensen to explore questions of touch, connection and support. Using both digital and in ‘meet space’, the workshops will especially consider the effects of the global pandemic and find ways we can physically connect and a support within the safety restrictions needed.

All time slots of the workshop:
Wednesday, 23.09.20, 14:00–17:00
Thursday, 24.09.20, 14:00–17:00
Friday, 25.09.20, 14:00–17:00

Showing of the workshop (Performance "Software Garden"): Saturday, 26.09.20, 16:00 at Neumarkt. After the performance we eat a soup at Neumarkt at 17:00.

To participate in the workshop, please send an e-mail to fleshyinterface@theaterneumarkt.ch

The workshop costs:
CHF 30.-/60.-/90.- (3 days)
CHF 20.-/40.-/80.- (2 days)
The participants decide which price you can pay.

The cross-institutional festival Fleshy Interface combines performances and workshops and has the rediscovery of physicality as its central theme. The body as a medium and as an instrument in the performing arts, the digital body, immateriality and the longing for touching and being touched occupy us in this special time of physical distance. Initiated by Neumarkt, in collaboration with Cabaret Voltaire, Schauspielhaus Zürich, Literaturhaus, Tanzhaus, Fabriktheater, Winkelwiese, Shedhalle, ZHdK and Helferei. Rory Pilgrim participates at the invitation of Cabaret Voltaire, in close collaboration with Neumarkt. The complete programme of the festival including e-booklet can be found here.

«Software Garden» Live Concert, Stedelijk Museum, Amsterdam, 2019. Photo: Maarten Nauw

Sexuality in the ecstasy of movement and music

As part of the Zurich Art Weekend: Dialogical guided tour with Cabaret Voltaire director Salome Hohl and Kunsthaus curator Cathérine Hug. Art performance Thirsty by Ivy Monteiro, Talaya Schmid and Angie Walti.

The 1920s were also marked by the first sexual revolution. People such as Josephine Baker, Coco Chanel, Magnus Hirschfeld, Alexandra Kollontai and Victor Margueritte contributed significantly to the fact that sexuality was discussed more openly and that this liberation was also lived in culture. This was only the beginning of a long process that is not yet complete today, but is constantly facing new challenges. This event in three parts is a stroll through the narratives of the body, in which the performance by Ivy Monteiro, Talaya Schmid and Angie Walti catapults us into the middle of the most current discussion, where fetish, fluid identities, queerness and origin are the subject of intense debate.

- Meeting point «Führungen» at the Kunsthaus Zürich.
- 14:00–14:45 in the exhibition «Schall und Rauch», 15:00-15:30 walkabout to the Cabaret Voltaire. End of the performance and guided tour at Cabaret Voltaire.
- Limited number of participants. Registration required.
- Cost: exhibition ticket or 10 CHF.

Buy tickets here. The Covid-19 protection measures are communicated here in time.

Photo: Ivy Monteiro

During the Zurich Art Weekend, two short guided tours will take place through our institution and the exhibition. The first tour is at 6 p.m., the second at 8 p.m.

Please put on masks! Number of participants limited. We therefore ask for registration.

14:00–14:45 in the exhibition at Kunsthaus Zürich. From 15:00–15:30 performative tour to Cabaret Voltaire.


New body sensations: Sexuality in the intoxication of movement and music

As part of the Zurich Art Weekend: Dialogical guided tour with cabaret voltaire director Salome Hohl and Kunsthaus curator Cathérine Hug. Art performance by Talaya Schmid and Angie Walti.

On 8 June, the three Zurich cultural institutions Theater Neumarkt, Literaturhaus Zürich and Cabaret Voltaire will jointly launch into the period after the shutdown. Under the motto «Nach dem langen Sonntag» [after the long Sunday], the houses and the Niederdorf will be given cultural life again.

Detailed program Cabaret Voltaire:

Monday, June 8, 2020

19:00 to 23:00:
Reopening and extension of the exhibition «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi», 8 June to 22 September 2020.

19:00 to 23:00:
Ongoing performance of the dancer Anastasia McCammon about Emmy Hennings. Cognac, Hennings' favourite brandy, will also be served. McCammon is the part of the series Cracking Up and Staging Down, planned with Martina Mächler, which will be shown in the autumn as part of the Tuesday Soirées at Cabaret Voltaire.

19:30, 20:30, 21:30:
The author Simone Lappert enters into a lyrical dialogue with Emmy Hennings. Reservations for the three readings can be made via info@cabaretvoltaire.ch. Only half of the places can be reserved.

Program overview Cabaret Voltaire, Theater Neumarkt and Literaturhaus:

Between 19:00 and 23:00 there will be theatre, music, performances, literature, art and cognac. The Neumarkt will inaugurate the ten-day 7/11 Performance Supermarket, which plays with peepshow aesthetics, voyeurism and the longing for closeness. A little further up Spiegelgasse at Cabaret Voltaire, the exhibition «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi» reopens. Author Simone Lappert exercises the human condition through her own and Hennings' lyrical texts, while dancer Anastasia McCammon performs Hennings' favorite schnapps. And the Literaturhaus opens its three-week literary pharmacy with the collective «Literature for what happens», which writes texts on commission or prescription. Visitors are invited to walk freely from house to house and be surprised.

«We have been exchanging ideas over and over again in recent weeks, focusing on the big questions: What will become of culture in times of social distancing? How can culture and art continue to be experienced in the new normality? It was important to us to take up proximity and distance in terms of content, but also to set an example. We tense together because we are confronted with similar problems and prefer to solve them together.» Salome Hohl (Cabaret Voltaire), Tine Milz (Theater Neumarkt) and Gesa Schneider (Literaturhaus Zurich).

The two-metre rule is adhered to, forms for Contact Tracing are available, as are disinfectants. We follow the «Pay what you want»-principle. Please take your leftover coin with you. We are looking forward to it!

Anastasia McCammon. Photo: Nikos Doulos

Simone Lappert. Photo: Ayse Yavas, Diogenes Verlag

Pain - Martina Buzzi, Nicolas Buzzi and Li Tavor
Third live broadcast

https://p-a-i-n.org/Agenda

The chamber ensemble for improvised electronic music explores the potential of music in times of social distancing in the current pandemic. Martina Buzzi, Nicolas Buzzi and Li Tavor are interested in the spatial and social dimension of sounds and vibrations in their performances. The materiality of sound and the direct interactions among the musicians and with the audience remain central to their work. This requires the transmission of the music in real time and a high quality of reproduction. With Pain, they founded a virtual concert venue that responds to the global situation of social isolation. The musicians are in the program of Cabaret Voltaire.

Cabaret Voltaire is making the Historical Hall available to this independent initiative. It offers enough space for the social distancing of the three members.

Pain – Martina Buzzi, Nicolas Buzzi und Li Tavor
Second live broadcast

https://p-a-i-n.org/Agenda

The chamber ensemble for improvised electronic music explores the potential of music in times of social distancing in the current pandemic. Martina Buzzi, Nicolas Buzzi and Li Tavor are interested in the spatial and social dimension of sounds and vibrations in their performances. The materiality of sound and the direct interactions among the musicians and with the audience remain central to their work. This requires the transmission of the music in real time and a high quality of reproduction. With Pain, they founded a virtual concert venue that responds to the global situation of social isolation. The musicians are in the program of Cabaret Voltaire.

Cabaret Voltaire is making the Historical Hall available to this independent initiative. It offers enough space for the social distancing of the three members.

Pain - Martina Buzzi, Nicolas Buzzi and Li Tavor
First live broadcast: Sunday, April 12, 19:00

https://p-a-i-n.org/Agenda

The chamber ensemble for improvised electronic music explores the potential of music in times of social distancing in the current pandemic. Martina Buzzi, Nicolas Buzzi and Li Tavor are interested in the spatial and social dimension of sounds and vibrations in their performances. The materiality of sound and the direct interactions among the musicians and with the audience remain central to their work. This requires the transmission of the music in real time and a high quality of reproduction. With Pain, they founded a virtual concert venue that responds to the global situation of social isolation. The musicians are in the program of Cabaret Voltaire.

Their performance Oh Hans, had you known / Rhythmus 21. Changes in rhythm may alter textures of spaces from May 19, 2020 will probably be postponed due to the Corona crisis. Cabaret Voltaire is making the Historical Hall available to this independent initiative. It offers enough space for the social distancing of the three members.

Reduced program and limitation of the number of guests due to the current situation. We ask people with flu symptoms to stay at home and observe the measures provided by the Swiss Confederation. We also recommend that all participants wash their hands regularly, keep physical contact to a minimum and refrain from conventional welcome rituals. Cabaret Voltaire provides disinfection facilities and takes care of the circulation.

13.03.20–15.03.20
«Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi»

13.03.20, 18:00–04:00
– Stefan Burger, sculpture Traverse, from 18:00
– Welcoming, 19:00
– Martina and Nicolas Buzzi with Li Tavor, Franziska Koch, Monika Stalder and Miao Shuyue Zhao, performance Suspended Gestures, 21:00
– CANCELLED: Crystallmess, performance Poison/Paradise, followed by a DJ set, 23:15–02:00

14.03.20, 11:30–02:00
An Occasion Hosted by Isabel Lewis on the Topic of Love in the Time of Corona, from 17:00

15.03.20, 11:30–23:00
– CANCELLED: Soya Arakawa, performance JIJII DOKOROKA, 17:00
– CANCELLED: Simone Lappert, lyrical dialogue with Emmy Hennings, 18:00

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Due to the current developments in Switzerland concerning the corona virus, we would like to acknowledge and address the risk of gathering while continuing to celebrate sociability and to focus on community. The duration of the occasion has been stretched over several hours to allow visitors to come and go as they please.

Isabel Lewis' occasions can be thought of as a ritual of gathering for the 21st century. They offer a liberalized form of attendance that allows visitors to linger for hours or just pass by. The artist created this format as a way of addressing an idea of composition that embraces rather than represses its lack of autonomy, its porosity, and contingency as a reflection on the nature of reality itself. For the opening weekend of Cabaret Voltaire, the artist responds to the moment by addressing our current fears of proximity and connection and tracing the ways these anxieties are built into a trajectory toward hyper-individualization and social atomization that begins with the rise of the scientific world view, puritanism, and capitalism and persists today in the social and political issues surrounding neoliberalism.

Lewis has since 2014 been developing an idea she calls «radical receptivity» which forms for her an alternative to modes of social interaction rather than conflict, coercion, and competition that seem prominent in the social exchange of capitalist societies. Lewis places a high degree of importance on the rehabilitation of senses beyond the visual as a way to become attuned with our environment and capable of responding to social and ecological crises. Her approach is realistic–there is no denial of the risk involved in making oneself vulnerable to another, to becoming «undone by each other». In the words of Judith Butler, «one does not always stay intact.»

The occasions (2014–today) of the internationally renowned artist, dancer, DJ and theorist are considered celebratory gatherings of things, people, plants, dances and scents where visitors can drift in and out of attention and sociality. Disinfectants and refreshments are part of the hospitality.

Suspended Gestures by Martina and Nicolas Buzzi. Performers: Li Tavor, Monika Stalder, Martina Buzzi and Franziska Koch.

In the performance Suspended Gestures the performers interact through gestures that control synthetic sounds. Their bodies are expanded by motion sensors. The score of the movements, the choreography, is determined by the means of the sounds through which the performers communicate with each other.

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At the moment, the Space for Uncertainty is used to give a group of Ukrainian women the opportunity to network and exchange: about fears, desires , everyday life in Switzerland, about their artistic or otherwise professional practice.

–––Original idea and vision for the future

It will be about exchange, about works, artistic and scientific ones, which are in process, which are unfinished, half-baked, uncertain. An uncertainty in the respective form of expression is also the ticket, a work in process, unperformed, unpublished, unexhibited.

The meetings will take place in small groups (maximum 20 registrations), where one or two works will be presented and discussed. If you are interested in this exchange and in participating regularly in the discussions, i.e. not only on the one evening where your work is discussed, then you are very welcome. We want people who can express their insecurities and are interested in an honest exchange.

Each session costs 10 CHF, but a cold plate and wine/beer will be served. We discuss in a quiet corner at Cabaret Voltaire—in the Dada library, in the exhibition or behind the green curtain in the Historical Hall.

The «Space for Uncertainty» was created in 2016 in the Klingental exhibition space, founded by Franziska Baumgartner, Simone Lappert and Simon Wunderlich. They are carrying the continuation at Cabaret Voltaire.

Registration under: raumfuerunsicherheit@cabaretvoltaire.ch

Current
Preview

On September 20, a conference of the Romanic and German Seminars of the University of Zurich organized by Thomas Klinkert and Philipp Theisohn takes place in the Historical Hall.

Program:

14:00 Uhr: Greeting

14:15–14:50 Uhr: Christiane Wyrwa (München)
Entsprechungen und Verwandlungen. Zu Kuno Raebers Poetik

14:50–15:25 Uhr: Walter Morgenthaler (Basel)
Kuno Raebers Beschwörungen. Zur Textgeschichte eines Gedichtzyklus

15:25–16:00 Uhr: Stefanie Leuenberger (Zürich)
«Gönd er öbere». Zu Kuno Raebers Alemannischen Gedichten

16:00–16:30 Uhr Kaffeepause (Künstler*innenkneipe)

16:30–17:05 Uhr: Wolfram Malte Fues (Basel)
Gottkugel

17:05–17:40 Uhr: Matthias Klein (München)
Kuno Raeber und Alexius im Film

17:40–18:15 Uhr: Thomas Klinkert (Zürich)
Raebers Alexius-Roman als Gedächtnisarchitektur

18:15–18:40 Uhr: Sendung BR 2 Radio (2006) von Christiane Wyrwa
Die ganze Welt als Gedicht (zu Raebers Roman Wirbel im Abfluss)

Attendance is free; please register (also for individual blocks) by email to thomas.klinkert@uzh.ch.

...finally «da» (there): da da da!
Book launch and aperitif on Sunday, 8 May 2022, 3:00 p.m.
What does it mean to come back to Dada? How does Dada live on? How does Dada return?
Four volumes on the post-history and future of Dada. Just published by Les Presse du réel:

Volume 1: Dada Foundations
Volume 2: Dada Exhibitions
Volume 3: Dada traces
Volume 4: Dada Historiographies

The editor Agathe Mareuge (Paris) and the publisher Sandro Zanetti (Zurich) introduce the book. They look back on the research project and, together with Salome Hohl (Zurich) and Anja Nora Schulthess (Lucerne), discuss which questions and perspectives remain open: Vive Dada!

Special guest: Peter K. Wehrli (PKW), who will read his dadaïsing slogans as a world premiere!

The four-volume publication can be purchased on site (CHF 40.-).

Free admission.

Duel of the poets

Discover how, despite racing hearts, shaking knees and sweaty hands, you can shake an airtight alibi out of your sleeve, and thus be crowned icon poet in 180 seconds.

Dominic Deville, Peter Schneider, Andrea Fischer-Schulthess and Sven Stickling will duel for 90 minutes under the supervision of Etrit Hasler.

Admission CHF 20, tickets on sale at the box office

6:30-8:00 pm. The event takes place online: Zoom-Link (Meeting-ID: 992 8558 7009 / Password: 779717)

No place embodies the spirit of digital capitalism more than Silicon Valley: visionary, innovative, flexible and above all disruptive. Everything old is broken away. At least that is the myth, which is also produced in the Valley itself. The Big Four – Apple, Google, Amazon and Facebook – are at the centre of a global gold rush of venture capital and data. In addition to their digital core business, they also see themselves as think tanks that provide us with a new sense for the brave new world of digital: with stories, images and ideas of a permanent technological revolution. Our guest Adrian Daub researches and teaches at Stanford University – within sight of Silicon Valley, so to speak. In his lecture he will explore the question of how disruptive the (self-)narratives of the Valley actually are and in what invisible tradition of thought they are: from New Age movements to the philosophies of Ayn Rand and Martin Heidegger, and back to the religious revival movements in the USA since the 19th century.

Guests: Prof. Dr. Adrian Daub (literary studies, Stanford University),
Dr Monika Wulz (Historian, ETH Zurich), Prof Michael Hagner (Historian, ETH Zurich)

The event will be held online. Here you can find the Zoom link for the installation. Meeting ID: 953 0711 2092 / identification code: 195368

Covid 19 keeps the world on edge. It is not yet clear how the situation will further develop. It is clear that the virus and the global pandemic will leave deep scars. COVID 19 sharpens existing social problems and issues and opens up new ones. Together with two experts from medical anthropology respectively medical history, we will discuss the consequences of the pandemic for health systems and medicine: Who are the winners, who are the losers in health care and has Corona really made a difference? What is the social role and value of the hospital, especially in pandemic times? We will also talk about the crisis in therapeutic medicine and examine the extent to which modern medicine's promise of a cure still holds, what it can and cannot treat. In short, what role does medicine play in society during COVID 19 and what role might it play afterwards?

Two short input presentations will be followed by a moderated discussion with the lecturers, which will not only deal with the above-mentioned questions but also with the role of social and cultural science medical research.

Guests:
Dr. Janina Kehr (Medical Anthropology at the University of Bern)
Prof. Dr. Flurin Condrau (Medical Historian, University of Zurich)

Certain experiences become so deeply engraved in the self that it is almost impossible to recount them. This is what happens to the protagonists in W.G. Sebald's Die Ausgewanderten [The Emigrants]: four people with Jewish roots who leave their homeland, break down in exile because of their inconsolability, and erase their own existence. The focus of the evening at Cabaret Voltaire is music («a kind of subjective musical reading of Sebald») by Sarah Nemtsov. Actor Paul Herwig will be taking part (in place of Jakob Diehl, who had to cancel due to corona). He reads the story of the doctor Dr. Henry Selwyn, who once fled from Lithuania to England as a seven-year-old. Out-of-time slide images authenticate what is told and trace Selwyn's footsteps, which, by the way, also lead to Switzerland. Alban Berg's early pieces for clarinet and piano open this musical-literary evening between remembering and destroying, holding on and leaving behind.

Introduction and start of the concert: 19:30

Berg, Op. 5 (9’)
Central Park
(7’)
Luftmacumba
(12’)
Reading (38’)
A Long Way Away
(15’)

Collegium Novum Zürich
Johanna Malangré: Conductor
Paul Herwig: Actor

Tickets:
Under 35 years / Kulturlegi: CHF 15
Over 35 years: CHF 40
AHV / IV: CHF 30

Masks are mandatory. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

In the graphic novel 3 Väter (Edition Moderne 2019), Nando von Arb tells in a unique visual language of a childhood with changing caregivers. For this work, he was awarded this year's «Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis» [Swiss Children's and Young People's Book Prize]. The Zurich-based illustrator takes us into his visual and imaginative worlds. Three father figures shape the growth of the first-person narrator. They convey his love of art, provide a friction surface or simply give him closeness. The mother, depicted as a bird, sacrifices herself to offer something to her three children and cries while vacuuming so that the children do not have to hear it. In his graphic novel, the young Zurich illustrator Nando von Arb tells of a childhood that is far from ideal. Radically focused on the child's viewpoint, it becomes an independent story about childlike resilience. The desire to experiment runs through the book artwork, which is Nando von Arb's debut. It is not only the family model that is unconventional, but also the use of colour and space in the book. With sketchy lightness and an oral language 3 Väter negotiates the episodes of a childhood and is thus able to appeal to adults and young people. In conversation, the illustrator talks about his work with the autobiographically influenced material.
Moderation: Elisabeth Eggenberger, SIKJM


More information about the festival: www.zuerich-liest.ch

Free admission. Masks are mandatory, except when you are sitting. The number of seats is limited and registration with name, postal code and telephone number is obligatory. Thanks for your solidarity.

After 5 years of cultural-political agitation, the «Salon Bastarde» will turn into the Blind Spots Cabaret at Cabaret Voltaire! The blind patches of the official Swiss history are lit up from different perspectives. Starting points are not only a retrospective of 50 years of the «Schwarzenbach-Initiative» or the collaboration with the South African apartheid regime, but above all the confrontation of self-reproduced racism. With a series of multidisciplinary acts, Blind Spots Cabaret collectively becomes «uneasy» and thus enables practices of solidarity beyond traditional criteria.

Schedule:
–20:00: Blind Spots – Welcome from Salon Bastarde, Rohit Jain, and Cabaret Voltaire, Salome Hohl
–20:15: Pre-Book Launch – Roma Jam Session art Kollektiv
–20:45: Schwarzenbach-Komplex. Blind Spots in Swiss Democracy – Melinda Nadj Abonji and Rohit Jain
–21:15: Transcultural Work Experience between South Africa and Switzerland – Retrospection, Reflection and Realisations – a discussion between tracy september and Tim Zulauf
–21:45: Bastard Life. Ein autobiografischer Versuch – by Kijan Espahangizi
–22.20–23.00: tracy september presenting extracts from her performance SEPTEMBER

With: Kijan Espahangizi, Rohit Jain, Melinda Nadj Abonji, Roma Jam Session art Kollektiv (RJSaK – Mo Diener und RR Marki), tracy september, Tim Zulauf

www.salon-bastarde.ch

If possible we ask for advance registration for the «Salon Bastarde»» at Cabaret Voltaire. The number of seats is limited, masks are mandatory. The contact tracing takes place at the entrance. Please arrive at least 15 minutes before the start of the desired programme slot.

Dr. Victoria Bateman (University of Cambridge, economist, feminist, activist). Organised by Barbara Straumann, Eva Brugger and Olivia Biber.

Organised by Evelyn Dueck and Sandro Zanetti

Salon Bastarde

50 years of the «Schwarzenbach-Initiative» or Swiss collaboration with the apartheid regime: How can we free ourselves from the ghosts of the past? In a series of audio, text, video and historical television reports, those affected, cultural workers and researchers present their views of the past, to demand a better future. With Rohit Jain, Melinda Nadj Abonji, RobinBhattacharya, Tim Zulauf and other guests.

www.salon-bastarde.ch

Prof. Dr. Svenja Goltermann speaks about «Geschichte des Gewalt- und Opferdiskurses».

Presented by Prof. Dr. Liliana Gómez (Universität Zürich)

The talk is supported by Zentrum Künste und Kulturtheorie, the study programme Kulturanalyse at the University of Zurich and by the SNSF.

The event is cancelled due to the coronavirus.

In the series «Wissen in Gesellschaft» of the Center «Geschichte des Wissens» (ETH & University of Zurich) Prof. Adrian Daub (Stanford) speaks on Silicon Valley and takes a critical look at its self-created myth of innovation. This event takes place in cooperation with the Chair of Science Studies at ETH Zurich.

Late night at Cabaret Voltaire: spoken word performance with Koleka Putuma, music with DJ youngseptember.

Mediation

Dada Library:

Formerly in the entrance area, the Dada Library will be located on the second floor of the Cabaret Voltaire from May 2022. he collection of deceased Dada-collector Hans Bollinger and of Dada-specialist and curator Guido Magnaguagno constitute the foundation of the library. The library contains significant Dada-publications and is constantly expanded. Throughout the day, the library can be used as a workspace and is available for meetings, while it turns into a part of the wider bar area in the evening. Another part of the library is the newly created research display, a wooden construction in which valuable books and Dada first editions or facsimiles of letters and photos can be exhibited. In addition to this, important books on current exhibitions as well as mediation material are presented. The room also features «luminous sculptures» by Stefan Burger (more on this below).

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CV Books:

In the entrance area in the Artists' Pub (Künstler*innenkneipe) is CV Books: a changing selection of art publications for Cabaret Voltaire, curated by Jan Steinbach. The books and zines are available at Cabaret Voltaire or online via Edcat CV Books.

CV Books display in the entrance area, Photo: Philipp Hänger

Stefan Burger, «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo» (I&II)

Stefan Burger (*1977) exhibits two luminaire objects in the library which will light up the room as well as, hopefully, the visitors’ moods. The sculptures, made from poured glass and aluminum, continue Burger’s work with art as a commodity which he began at the Cabaret Voltaire in 2020. The notions that can be attributed to the sculptures fluctuate between pretty and ugly, pedantic and snotty, decorative and useful, disgusting and erotic. They are hybrid installations or tilting figures which, depending on the view, lean towards different qualities and interpretations and deal with decoration and function. Some form-references can be derived from the work process: when liquid glass is joined together, it always hangs towards the ground. Brezel and Böppel (in the tradition of Bollen and Bölleli) serve as ornamental repetitions, relaxed and low in meaning, yet distantly related to eclectic decorative strategies such as Baroque Rocaille. The supporting structure of the luminaries, a former ladder, originates from the Zurich sewer system and was wrested from one of the descending shafts. Originally intended to serve as a help for entering and exiting the shaft, the shaft step now enjoys its new functions as reading light and as object shaping the ambiance. Working with liquid glass involves colors of intense radiance, which continue to shine indestructibly happily thanks to their ceramic nature. Even the name of the color palette which was used – «Narcissus, zentrales Höhlengrau, Erbse, Flamingo» (I&II) – is intended by the artist to amplify joy; an invitation to cheer up.

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Between 1916 and 1919, artistic trends were set in motion in Zurich that had a lasting impact on the arts worldwide. Dada was the avant-garde movement that called for questioning phenomena and events of its time. Names such as Marcel Duchamp, Hannah H.ch, Andr. Breton, and Vincente Huidobro are associated with Dada New York, Berlin, Paris, and Chile. Punk, contemporary performance art, and techniques like collages, hacking, and readymades can all also be discussed in the wake of Dada. And it all began at Spiegelgasse No. 1 in Zurich’s Niederdorf. In the Meierei beer and wine tavern, on February 5, 1916, Emmy Hennings, Hugo Ball, Hans Arp, Sophie Taeuber, Marcel Janco, and Tristan Tzara founded Cabaret Voltaire. It was mainly young emigrants for whom Cabaret Voltaire offered refuge in the midst of chaos of the First World War. They countered the madness of the time with new forms of language and expression, and experimented in the juxtaposition of literature, art, theory, dance, and architecture.

Zurich is not only home to the Cabaret Voltaire, the birthplace of Dada, but also to one of the most important Dada collections in the Kunsthaus Zürich. This pocket guide connects the two houses and takes you to other Dada venues, revealing the milieu and places where the Dada movement was born and developed. You will learn where the Dadaists met for their soirées, where Lenin debated and C. G. Jung described the unconscious, where the wildest dance evenings took place, and where the word “Dada” actually comes from. In the process, past, present, and future overlap. You will experience what was, see what is, and consider what could be. In this sense, Dada can also be understood as a contemporary practice, constantly posing questions about the present and inspiring ideas for the future.


The Pocket Guide can be purchased for 7 CHF in German or English in the store of the Kunsthaus Zürich or online in our "CV Books". Here you will find the link to our online store "CV Books" on Edcat:
https://edcat.net/item/pocket-...

Editors: Salome Hohl, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zurich and Cathérine Hug, Kunsthaus Zurich, Heimplatz, 8001 Zurich
Production: Salome Hohl, Cabaret Voltaire
Texts: Salome Hohl, Cath.rine Hug. Some texts were taken from the map Dada City Zurich, 2016, ed. by Adrian Notz, Cabaret Voltaire. Texts 2016 by: Nicola Behrens, Adrian Notz, Barbara Ruf, Werner Sieg, Raimund Meyer
Production 2016: Nora Hauswirth.
Assistance Pocket Guide 2021: Elena D’Amato, Franziska Lentzsch. Many thanks also to Raimund Meyer, Elena Grignoli and Petra Winiger Østrup
Design: Vela Arbutina, Samuel Bänziger
Proofreading: Sarah Quigley
Printing: J. E. Wolfensberger

(c) 2021 Cabaret Voltaire and Zürcher Kunstgesellschaft / Kunsthaus Zürich
ISBN 978-3-906269-32-0

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The publication «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi» brings together the first translations in English of poems and writing by Emmy Hennings (b. 1885, d. 1948) with the work of Zurich-based artist Sitara Abuzar Ghaznawi (b. 1995). Hennings, co-founder of Cabaret Voltaire, Zurich was a performer, artist, and writer whose work has received little visibility until relatively recently. Ghaznawi created frames and encounters for Hennings's writing through collages, sculptures, and new writing by members of her artistic community. The starting point is the exhibition «Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi», which was shown at the Cabaret Voltaire in 2020 and later in modified form at the Swiss Institute in New York.

«Emmy Hennings / Sitara Abuzar Ghaznawi»
eds. Simon Castets, Salome Hohl, Eva Kenny, Laura McLean-Ferris
Published by Cabaret Voltaire and Swiss Institute, in collaboration with Lenz

With texts and contributions by: Sitara Abuzar Ghaznawi, Timur Akhmetov, Simon Castets, Olamiju Fajemisin, Emmy Hennings, Salome Hohl, Shamiran Istifan, Semuel Lala, Nils Amadeus Lange, Laura McLean-Ferris, Furqat Palvan-Zade, Sophia Rohwetter, Ser Serpas, Ian Wooldridge, Michael Zimmermann.
Graphic design: Dan Solbach

128 pages
48 images (b/w)

ISBN 979-12-80579-36-2
20 EUR / CHF

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The Dadablog was set up during the shutdown due to the pandemic at the beginning of spring 2020, and thus Cabaret Voltaire launched a regular journal, which in the initial phase appeared every Thursday, then once a month. At the moment, new blog posts are uploaded irregularly. The blog is now an integral part of the website. In addition to mediating the historical Dada, which here also has the possibility of making references to the present, we also want to build a platform for different authors and thus allow unknown and established voices to flow into the questioning of our heritage. The authors each write in their own language. The contributions can be sketchy, well-founded, associative or scientific.

www.cabaretvoltaire.ch/blog

–Dada City Tour – in collaboration with the Kunsthaus Zürich

Between 1916 and 1919, the Dadaists in Zurich set impulses that were to have a lasting influence on the arts worldwide. Zurich is not only home to the Cabaret Voltaire, the place where Dada originated; the Kunsthaus Zürich also houses one of the most important Dada collections. This guided tour with Cabaret Voltaire director Salome Hohl and Kunsthaus curator Cathérine Hug connects the two houses and takes you to other Dada venues, showing the milieu and places where Dada took place. The meeting point is in front of the Cabaret Voltaire. The tour ends at the Kunsthaus Zürich: in the Dada Cabinet and in front of the Max Ernst painting in the Kunsthaus Bar. The price includes the guided tour and the Pocket Guide Dada Stadt Zürich, which we publish together with the Kunsthaus.

The guided tour will take place on Wednesday, September 14, 2022, 18:00. Tickets for 30 CHF can be purchased via the ticket store of the Kunsthaus. You can already pre-register at info@cabaretvoltaire.ch.

–Dada in Zurich – tour overview

We offer guided tours of the Museum Cabaret Voltaire. The duration of the tours is from one to one-and-a-half hours; they give an insight into the history of Dada and the Cabaret Voltaire as well as into our current activities. In addition to the Cabaret Voltaire, various other important Dada sites in Zurich are on the program. All tours are also offered in English.

Registration and information: fuehrungen@cabaretvoltaire.ch
Meeting place: Cabaret Voltaire, entrance Münstergasse
Languages: German/English (French on request)

Prices for groups of school pupils and students
1 h guided tour for CHF 200
1.5 h guided tour for CHF 250

Prices for private groups
1 h guided tour for CHF 250
1.5 h guided tour for CHF 300

Prices for company groups
1 h guided tour for CHF 300
1.5 h guided tour for CHF 350

–Themed tours

We are constantly developing themed tours that reflect Dada in the context of specific debates. For further details, please make contact via email: fuehrungen@cabaretvoltaire.ch

From May 2022 we offer workshops for school classes of different ages:

Performing sound poems - on the real Dada stage!
Questioning the present with sounds and movement

The Cabaret Voltaire is an extracurricular place of learning of great importance for the history of art and contemporary cultural creation. In 1916, in the heart of Niederdorf, the Dadaists created the sound poem, an art form that used no known language. Dada is also considered the birth of performance art.
In the workshop, students will explore both the aesthetics and the relationship between form and content of language. Depending on the level and class, the focus will be on associations and the similarity between sounds and words, or on the historical and political significance of language. Relating to today, in the workshop we create sound poems and perform them, as desired, either on the dada stage with costumes, design a visual realization in the style of concrete poetry, or create onomatopoeic video performances.

Dossiers on the workshop «Performing Sound Poems on the Real Dada Stage»:
Dossier 1: Unter- und Mittelstufe
Dossier 2: Oberstufe, Mittel- und Berufsschulen

Other workshops on the topics of collage and manifestos will be offered under the same conditions.



Introductory and further documents:

Materials for school pupils aged 16 and over, initially developed in 2016 in cooperation with the Landesmuseum, will continue to be available. By means of four different «Dada event theme paths» as well as practical exercises at various locations in Zurich, pupils can engage with the concerns of the Dadaists and become actors themselves.

Themenpfad «Die dadalogischen Dimensionen» (701,5 KiB)
Themenpfad Readymade – «Ich bin Kunst» (6,7 MiB)
Themenpfad «Sprechakte!» (7,1 MiB)
Themenpfad «Provokation auf der Bühne» (7,2 MiB)
Themenpfad «Politische Propaganda» (6,8 MiB)

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Gastronomy

When the Dadaists discovered the house in 1916, Jan Ephraim ran the beer and wine tavern Holländische Meierei. The Dadaists played in the back hall and ate the products of the dairy. Since the renovation in 2022, the Cabaret Voltaire has both a bar in the entrance area – the so-called Künstler*innenkneipe – and a bar in the Historical Hall. We recommend the «Smoky Tear» as part of the exhibition by Ilaria Vinci as well as our other signature drinks «Dada Sour», «Haus Negroni» and «French 1916».

You can find the menu here.

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Bar in the Historical Hall, Photo: Romain Mader

Artists' Bar (Künstler*innenkneipe), Photo: Romain Mader

On the upper floor is the original Cabaret Voltaire. The Dadaists rented the so-called Holländer Stübli in the back area to open their own cabaret. Hugo Ball described the Cabaret Voltaire in his diary as their Candide against time. Cabaret Voltaire was only open for five months. From February 5 to June 23, 1916, events were held every day except Friday. In April 1916, the Dadaists agreed on the name “Dada”.

Today, the column in the front part of the hall is the only thing left of the original construction. On the left side of the room stood—as today—a small wooden stage on which experimental and interdisciplinary performances were shown. Poems were performed simultaneously in different languages, in combination with masks, dance, stage sets and music.

At that time, there were also works of art hanging on the walls, including some by Picasso. A highlight of Cabaret Voltaire was the performance of Hugo Ball on June 23, 1916, when he performed his sound poems in a cubist costume as a magical bishop and experienced his mystical enlightenment.

Historical Hall. Photo: Cabaret Voltaire, Gunnar Meier

By renting the house, not only do you make possible a special occasion in a mythical place of cultural history, but you are also supporting the preservation of the internationally important heritage of Dada.

Here you can organize:

  • a fabulous party
  • an inspiring workshop
  • an innovative launch
  • instructive courses or lectures
  • an important reading

Please note that we can only rent out the rooms of Cabaret Voltaire for closed events.

The form was successfully sent. Thank you very much.
Please fill out the form completely before you send it.
Type of event
 
Cabaret Voltaire

Director’s comments:

Dada is understood as a mode of questioning that does not have to be goal-oriented, but constantly asks questions in different forms and formats: How do we react to the present? With what means do we reflect on the future? What language do we use? Who participates in society, and under what conditions? What does existence mean? What role do the arts play? The focus is also on community, mutual reinforcement and confrontation, vulnerability and courage. The Cabaret Voltaire was and remains an open place for honest criticism and interdisciplinary exchange. These demands on an institution have the same urgency today as they did in 1916. Historical positions and contemporary strategies that sharpen our political and aesthetic judgment can be discussed against the Dadaist backdrop. The Cabaret Voltaire functions simultaneously as an artists' «local», a competence center and mediation site for Dada, and a platform for contemporary cultural creation and relevant debates.

Comments of Cabaret Voltaire’s Executive Committee:

The Museum Cabaret Voltaire is the birthplace of the world-famous Dada movement, which originated in Zurich in 1916. The program of Cabaret Voltaire lived and still lives strongly from the special nature of the place: the hall for performances and activities of the most varied kinds, the bar, the accessible spaces out front and below, the entrance area, which formed and forms the gateway to both the city and the wider world.

In 1916, Cabaret Voltaire was a place where the present, then marked by war and exile, awakened the need to radically (negatively) distance oneself from the given circumstances of the time and its ideological constrictions, in order to try out instead new ways of cooperation and criticism, experimental forms of performance and staging, and newly discovered media of reflection and documentation. On the whole, Dada was not an art movement that was primarily concerned with the past and with what was already known in general. Rather, it relied, with an entirely new radicality, on the examination of what was still unknown, of what was happening or could happen in the present to develop ideas for the future.

The «heritage» of Dada therefore includes the question: What will be possible to come back to later? Answers to this question can only ever be formulated in the respective present. This is what is special about Dada, even beyond 1916: Not a style, not a specific political program, and not a fixed content characteristic of Dada, but the insight that every present must find its own ways and means in order to move as freely as possible out of itself: artistically, socially, practically.

The program of Cabaret Voltaire attempts to question these insights of the Dadaists from today's perspective, for our contemporary situation, and to make them fruitful again. The examination of the historical heritage contains a component of the documentation of history; but it cannot be exhausted in this. Because Dada has always been oriented towards the future, it is also important not to conceive of the past of Dada as static. Rather, this past should always be questioned anew in terms of its relevance for the present and the future.

The activities of the Dadaists at that time merged together in seemingly conflicting fields: art and non-art, planning and coincidence, sense and nonsense, assertion and realization, local peculiarities and international networking, intense live moments and—something that is often forgotten—aspirations for recognition and duration. These fields of tension still exist today. They are an indissoluble part of the ongoing history of Dada. The Cabaret Voltaire program is aware of this, locates these tensions in their current form, and works with them. In this way, it subjects them to a permanent «present-day check».

For picture requests, information about the exhibitions and events as well as interview requests please contact Salome Hohl:
salome.hohl@cabaretvoltaire.ch
or +41 43 268 08 44 (office)

If you would like to receive regular press information on our exhibitions and events, we will be happy to include you in our press distribution list. Please send us an e-mail in this regard.

Cabaret Voltaire is supported by the association of the same name, which depends on the support of members, public authorities, foundations, and private individuals.

As a member or a cabaret voltaire friend you support the lively treatment of the Dadaist heritage, the exhibitions and the cross-disciplinary discussions during events like the soirée on Tuesday. With your contribution you enable the continuance of this world-renowned cultural institution.

Become a member (1 year)
CHF 100
CHF 50 (reduced for students and artists)

Each year you will receive a membership card that allows you free entry to the exhibitions and all other events organised by Cabaret Voltaire. In addition, we grant you 10% on drinks and publications.

Become a friend of Cabaret-Voltaire (1 year)
from CHF 500

Each year you will receive a membership card that allows you free entry to the exhibitions and all other events organised by Cabaret Voltaire. In addition, we grant you 10% on drinks and publications. Furthermore, the director will guide you through the exhibitions and the house on request. Every year you will receive an invitation to our programme presentation with aperitif for supporters and contributors to the Cabaret Voltaire birthday on February 5th.

Please contact us for this at info@cabaretvoltaire.ch. If you would like to support the institution on a long-term and specific basis, please contact the management at: salome.hohl@cabaretvoltaire.ch (the artistic director), esther.widmer@cabaretvoltaire.ch (the managing director)

Bank details
Of course you can also transfer your contribution directly to the following bank account:

Zürcher Kantonalbank, P.O. Box, 8010 Zurich
IBAN: CH32 0070 0110 0007 7322 2
BIC (SWIFT): ZKBKCHZZ80A
Owner: Trägerverein Cabaret Voltaire

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Management

  • Salome Hohl (Director and Artistic Director)
  • Esther Widmer (Managing Director)

Program and Meditation staff

  • Monica Unser (Assistant Curator)
  • Martina Felber (Communications)
  • Naïma Trabelsi (Projects)
  • Elena Grignoli (Workshops for School Classes and Guided Tours)
  • Andrea Oertle (Workshop for School Classes)
  • Laura Sabel (Audio Guide and Mediator Guided Tours)
  • Petra Winiger Østrup (Mediator Guided Tours)

Staff Bar, Café/Bar and Mediation, Technician

  • Roberto Grassi (Head of Bar)
  • Roberto von Escher (Bar)
  • Aytac Pekdemir (Bar)
  • Giorgina Hämmerli (Bar)
  • Magali Berberat (Bar)
  • Elvira Bättig (Café/Bar and Mediation)
  • Joëlle Bischof (Café/Bar and Mediation)
  • Seraphin Reich (Café/Bar and Mediation)
  • Flavia Senn (Café/Bar and Mediation)
  • Val Minnig (Café/Bar and Mediation, Technician)
  • Lorik Visoka (Technician)

Graphic Design / IT

  • Vela Arbutina (Studio Vela Arbutina, Graphic Design)
  • Samuel Bänziger (Bänziger Hug, Graphic Design)
  • Olivier Hug (Bänziger Hug, IT Website)

We are looking for a dedicated person for the following position on October 1 or by appointment:

Mitarbeiter*in Bar und Anlassgastronomie 60–100%

Many thanks for the support!

Cabaret Voltaire receives generous operating contributions from:
City of Zurich

In 2020 and 2021 Cabaret Voltaire received generous project contributions from:
Die Mobiliar

Canton Zurich
Ernst Göhner Stiftung
Nestlé Fondation pour l’Art
Avina Stiftung
Gottfried und Ursula Schäppi-Jecklin Stiftung
Ars Rhenia
Elisabeth Weber Stiftung
Temperatio

Previous operating contributions:
Bank Julius Bär (2008–2011)
Andy Rihs (2008–2011)
Swatch (2004–2008)

Previous project contributions:
Dr. Adolf Streuli Stiftung (2013, 2017)
artEDUStiftung (2017)
Fachstelle Kultur Kanton Zürich (2017)
Avina Stiftung (2016)
Dr. Georg und Josi Guggenheim Stiftung (2014–2017)
UBS Kulturstiftung (2017)
Agape Stiftung (2015–2017)
Else v. Sick Stiftung (2016–2017)
Zürcher Kantonalbank (2013, 2016)
Ernst Göhner Stiftung (2013, 2016)
Maya Behn-Eschenburg Stiftung (2015–2016)
Pro Helvetia (2016)
Lixmar-Stiftung (2016)
Ars Rhenia Stiftung (2016)
Ernst und Olga Gubler-Hablützel Stiftung (2016)
Walter Haefner Stiftung (2016)
Cassinelli–Vogel Stiftung (2016)
Stiftung Temperatio (2016)
Kunstsammlung Albert und Melanie Rüegg (2008–2016)
Volkart Stiftung (2008–2014)
Swiss Re (2013)
Migros-Kulturprozent (2013)
Baugarten Stiftung (2013)
Adolf und Mary Mil-Stiftung (2013)
Parrotia-Stiftung (2013)
Georges und Jenny Bloch-Stiftung (2013)
Georg und Bertha Schwyzer-Winiker-Stiftung (2013)

Cabaret Voltaire 1916–2004
After Cabaret Voltaire was opened by the Dadaists in 1916 and then closed a few months later, it was used for a long time for various purposes. In 2002 it was occupied by a group of political and artistic persuasion, thus preventing the former Cabaret Voltaire from becoming a pharmacy, as the story goes. This residency brought the significance of Dada and Cabaret Voltaire back into the consciousness of Zurich society. With the support of the “Committee for a Dada House” and some politicians, Cabaret Voltaire was “reopened” in 2004 under the umbrella of a supporting association, under the direction of Philipp Meier and with Adrian Notz as artistic assistant. In 2006 Adrian Notz became co-director and in 2012 sole director of Cabaret Voltaire.

Archive Cabaret Voltaire 2004–2019
With the “Archive Cabaret Voltaire 2004–2019,” we offer you not only an insight into the changes and visions of the last 15 years, but also into the way obsessions, as well as the historical cultural heritage, are handled. In the period 2004–2019, more than 64 exhibitions and countless events and actions have been realized in which Dada, in its various forms and contents, has been questioned and updated. In the 15 years of its existence, Cabaret Voltaire has had to fight for its acceptance and existence again and again, and has now become an important place of philosophical and artistic examination of Dada and a place of art!

Online—Visitors have the possibility to get an insight into the history of Cabaret Voltaire via “kleio—the living catalog.” We understand the archive as a mobile archive, since it is not only constantly developing and expanding, but also, especially because of its reception and accessibility, it can always be reinterpreted and interpreted in new ways. In the archive you will find all projects, publications, press articles and various photographic, video and sound material. Through the functions that “kleio” enables us to offer, you can access other projects, people, and institutions by means of links.

Analogue—Cabaret Voltaire is accessible to visitors in its analogue form in the Zurich City Archive, where a large number of documents, AV media, and publications, as well as various object-related exhibition material from the past 15 years, are stored. While in the online archive you can get an overview of the entire 15 years, the analogue archive offers you the opportunity to delve deeper and to take a closer look at history and all its facets.

The online archive catalogue of the city of Zurich: https://amsquery.stadt-zuerich... .

The online archive of Cabaret Voltaire on kleio: https://cabaretvoltaire.kleio....

Archive
Cabaret Voltaire (2004–2019)

Archivbestand

Imprint, 2019
Concept/realization: Laura Sabel, Adrian Notz
Employees: Petra Winiger Østrup, Tilde von Overbeck, Marlies Jost, Sonja Jost, Jessica Palmer, Clara Atkinson, Kirsty Clark, Michelle Chin, Poppy Eastwood, Oliver Bass

With many thanks to Anina Schenker (kleio) and Max Schultheiss (City Archive Zurich) for their great support and wonderful cooperation.


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