Art and Extractivism in the Global Present
Alexander Brust, Liliana Gómez (Hg.)
Routledge, 2026
Der Band richtet den Blick der zeitgenössischen Kunst auf soziale Ökologien und auf Räume, die einerseits durch ein hohes Mass an Biodiversität, andererseits durch eine lange Geschichte der Ressourcenausbeutung, (neo)kolonialer Verhältnisse und des Extraktivismus geprägt sind.
Er verhandelt die Bedeutung übergangener Wissenspraktiken und -systeme sowie alternativer Weltentwürfe, die über blosses Fortschrittsdenken hinausreichen. Die Beiträge gehen davon aus, dass zeitgenössische Kunst und ethnografische Objekte extraktive Praktiken und das Potenzial zur Regeneration auf sehr unterschiedliche Weise reflektieren. Im Dialog miteinander eröffnen Kunst und ethnografisches Objekt alternative Perspektiven auf Handlungsmacht (Agency), kritische Historiografien und neue Formen des Zusammenlebens. Mit Blick auf aufkommende Umweltästhetiken setzt sich das Buch zudem kritisch mit den historischen Dokumenten und Artefakten auseinander, die in Museen gesammelt werden und heute von Wissenslücken und der Politik des Ressourcentransfers zeugen.
Fabienne Liptay (UZH) und Tomas Bartoletti (ETH) diskutieren mit den beiden Herausgebenden und Autor:innen, Alexander Brust (Museum der Kulturen Basel) und Liliana Gómez (documenta Institut/Universität Kassel).
Eine Kooperation des ZKK mit dem documenta Institut Kassel.
Veranstaltungsort: Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich