Mit Sigrid Adorf, Medea Hoch, Salome Hohl, Hubertus Design, Walburga Krupp, Nimbus. Kunst und Bücher, Petra Ronner

Während das Werk der Pionierin konstruktiver Kunst aus der Schweiz international immer bekannter wurde, hat sich die kunsthistorische Rezeption weiterhin auf Erinnerungstexte von Hans Arp und weiterer Weggefährt*innen verlassen, die nach dem frühen Unfalltod Sophie Taeuber-Arps aufgezeichnet wurden. In der neu erschienenen dreibändigen Briefausgabe kann die Künstlerin endlich selbst zu Wort kommen. Der Perspektivenwechsel zeigt eine reflektierte, bestimmte und auch einmal aufgebrachte Sophie Taeuber-Arp und relativiert die bisherigen Zuschreibungen seitens der Künstlerkolleg*innen. Die Korrespondenz mit den nächsten Bezugspersonen erstreckt sich beinahe über die gesamte Lebenszeit Sophie Taeuber-Arps und liest sich wie eine Autobiografie in Fragmenten. Sie gibt Einblicke in unbekannte Lebenszusammenhänge und das innovative transdisziplinäre Schaffen der Künstlerin.

Die Briefedition wurde von Medea Hoch, Walburga Krupp und Sigrid Schade am Institut for Cultural Studies in the Arts der Zürcher Hochschule der Künste herausgegebenen und bei Nimbus. Kunst und Bücher in Wädenswil 2021 verlegt. Anlässlich der Ausstellung «Ich bin wü ü ü ü ü ü ü ü tend, Sophie Taeuber-Arp / Mai-Thu Perret» im Cabaret Voltaire soll ihr Erscheinen gefeiert werden mit Beiträgen zu den Briefen und zur prämierten Gestaltung von Hubertus Design, einem Büchertisch sowie einer Ananas-Bowle, roten Lampions und Klavierstücken von Béla Bartók, von denen die Briefe berichten. Die rumänische Weihnachtsmusik (Colinde) von Béla Bartók (1881–1945) besteht aus zwei Serien an zehn Klavierstücken betitelt «Rumänische Weihnachtslieder» (1915).

«Sophie Taeuber-Arp. Briefe 1905-1942», Soiree zum Erscheinen der Edition, 24.01.2023, Cabaret Voltaire. Photo: Romain Mader

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