Zentrum «Geschichte des Wissens» (ZGW)

«Welche Geschichte braucht die Nation? Zur Schweiz im 20. Jahrhundert», mit Prof. Jakob Tanner, 20.04.2016
Über das Zentrum «Geschichte des Wissens» (ZGW)

Das Zentrum «Geschichte des Wissens» (ZGW) ist eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Universität Zürich (Kompetenzzentrum) und der ETH Zürich (Zentrum am D-GESS). Es hat sich der Förderung und Koordination kulturwissenschaftlicher, historischer und philosophischer Forschung und Lehre über moderne Wissenssysteme und Wissensgesellschaften verpflichtet.

Das ZGW versteht sich als wissenschaftlicher Forschungs- und Lehrverbund und bietet eine Plattform für ein öffentliches Nachdenken über die Funktion von Wissen in modernen Gesellschaften.

«Wissen in Gesellschaft»

Neues Wissen entsteht nicht nur innerhalb von Universitäten, Laboratorien und akademischen Instituten, sondern auch im gesellschaftlichen Austausch mit nicht-wissenschaftlichen Praxisfeldern und Akteuren. Mit dem Veranstaltungsgefäss Wissen in Gesellschaft möchten wir diesen wissensbezogenen Austausch zu Themen öffentlichen Interesses fördern. Die Mehrdeutigkeit des Titels der Reihe verweist darauf, dass neues Wissen letztlich ein gesellschaftliches Gemeingut ist, das kollektiv, also in Gesellschaft entsteht und sich immer in Gesellschaft anderer Wissensformen behauptet.

SAFE SPACE UNI? — GESCHLECHTERPOLITIK & DISKRIMINIERUNG IN WISSENSCHAFT & FORSCHUNG

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Inputs & Gespräch mit

Prof. Dr. Caroline Arni, Historikerin, Universität Basel

Dr. des. Simone Isler, Gleichstellungsbeauftragte SNF

PD Dr. Peter-Paul Bänziger, Historiker, ZGW / Universität Konstanz

Die #metoo-Bewegung hat längst auch die Hochschulen erreicht. Immer mehr Fälle von sexistischen Übergriffen werden öffentlich gemacht, aber auch Lohnungleichheiten und andere Benachteiligungen sind wieder ein Thema. Während die «Geschlechterfrage» an Hochschulen also zunehmend Beachtung findet, stehen die Gender Studies immer stärker in der Kritik – sie seien zu politisch, zu voreingenommen, zu postmodern, kurz: zu wenig wissenschaftlich. Es geraten also genau jene unter Druck, die die Grundlagen erarbeiten, um Geschlechter- und Machtverhältnisse an den Universitäten diskutieren und verändern zu können. Vor diesem Hintergrund wollen wir in der Veranstaltung unter anderem folgenden Fragen nachgehen: Wie verhalten sich die neuesten Entwicklungen zum Wandel von Geschlechterpolitiken in den letzten Jahrzehnten? Welche Chancen und Risiken bieten verfahrensorientierte Lösungen (Gender Mainstreaming)? In welchem Verhältnis stehen Politik und Forschung an Hochschulen? Inwiefern ist es sinnvoll und möglich, Universitäten als «Safe Spaces» für Benachteiligte zu gestalten?

Caroline Arni ist Professorin für Allgemeine Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Basel. Als Fellow war sie u.a. am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz und am Institute for Advanced Study in Princeton tätig. Sie will Sozialtheorie und Epistemologie für die historische Arbeit und diese für aktuelle politische Fragen fruchtbar machen. Aus dieser Perspektive befasst sie sich auch mit der Geschichte der feministischen Bewegung und Kritik.

Simona Isler hat an der Universität Basel in Geschichte promoviert - ihr Buch über Politiken der Arbeit in der Frauenbewegung um 1900 erscheint in Kürze. Aktuell ist sie tätig als Gleichstellungsbeauftragte des Schweizerischen Nationalfonds und engagiert beim feministischen Netzwerk WIDE Switzerland, sowie für den Frauenstreik 2019. Sie interessiert sich für historische und makroökonomische Perspektiven auf die Arbeit von Frauen.

Peter-Paul Bänziger ist Privatdozent für Neuere Allgemeine Geschichte an der Universität Basel und assoziiertes Mitglied des ZGW. Im akademischen Jahr 2018/19 vertritt er die Globale Wirtschaftsgeschichte an der Universität Konstanz. Zugleich ist er Co-Leiter des europäischen Forschungsprojektes «Disentangling European HIV/AIDS Policies: Activism, Citizenship and Health». Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Körper- und Geschlechtergeschichte.

Eine Veranstaltung des Zentrum «Geschichte des Wissens»

www.zgw.ethz.ch

www.zgw.uzh.ch

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Neues Wissen entsteht nicht nur innerhalb von Universitäten, Laboratorien und akademischen Instituten, sondern auch im gesellschaftlichen Austausch mit nicht-wissenschaftlichen Praxisfeldern und Akteuren. Mit dem Veranstaltungsgefäss Wissen in Gesellschaft möchten wir diesen wissensbezogenen Austausch zu Themen öffentlichen Interesses fördern. Die Mehrdeutigkeit des Titels der Reihe verweist darauf, dass neues Wissen letztlich ein gesellschaftliches Gemeingut ist, das kollektiv, also in Gesellschaft entsteht und sich immer in Gesellschaft anderer Wissensformen behauptet.

 

Eine Veranstaltung des Zentrum «Geschichte des Wissens»

www.zgw.ethz.ch

www.zgw.uzh.ch