Past Events (selected) (Seite 7 von 50)

Performance by Juice & Rispetta (CH)
Curated by Philipp Cron (CH)

Speculative Reggaeton» kreieren und publizieren. Das Trio wagt sich damit – wie bei den meisten ihrer Arbeiten – mit grösster Vorfreude auf den Holzweg. Juice & Rispetta bezeichnen sich alternativ als «Official Fanclub Of The Whatever».
Claudio Vogt beschreibt das Wirken von Juice & Rispetta wie folgt: «Ihre Arbeiten erzählen von der Orientierungslosigkeit einer jungen Generation von Künstlern, der Skepsis gegenüber Strategien vergangener Epochen und dem gleichzeitigen Selbstbewusstsein, einfach das zu tun, was es zu tun gibt.

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Vortrag von und Gespräch mit Jacques Rancière (FR)

Der Vortrag und das Gespräch von und mit Jacques Rancière ist eine neue Episode innerhalb der Reihe «Grosse Denker», die im Dezember 2014 im Sinne eines Pilotprojektes im Cabaret Voltaire gestartet ist. «Grosse Denker» folgt immer noch seiner Hauptidee: die Suche und Sehnsucht nach inspirierenden und einflussreichen „grossen Denker/innen». Die eingeladenen Gäste der Reihe «Grosse Denker», ihre Theorien und Philosophien, geben mögliche Antworten auf Fragen, nach richtigen Entscheidungen – falls es etwas wie ein allgemein Richtiges gibt - in Bezug auf das Leben, die Politik, die Liebe, die Kunst sowie den Glauben.

Eine Antwort auf die Frage, wer die grossen Denker/innen unserer Zeit sind, ist: Jacques Rancière.

Er ist mit Sicherheit einer der einflussreichsten und prominentesten Philosophen der politischen und ästhetischen Theorie und bildet einen wesentlichen Orientierungspunkt im Bereich der Kunst bzw. innerhalb ästhetischer Diskurse. Für Jacques Rancière besitzt Kunst emanzipatorisches Potenzial. Aber dieses resultiert aus einer radikalen Indifferenz und Autonomie der Kunst. Innerhalb des ästhetischen Regimes ist es die Kunst selbst, die ihre Vereinnahmung kontrollieren kann.

Die Reihe «Grosse Denker» hat einen simplen Aufbau: Eine Tafel, Wein und Käse sowie eine kleine Bühne. Ein/e Philosoph/in spricht über ein Thema und diskutiert eine Frage, die sie oder er sich aussucht. Was betrachtet sie/er als ihre/seine grösste intellektuelle Errungenschaft? Wie entwickelt sie/er einen Gedanken, ein Argument und eine Theorie? Nach ihrem/seinem Vortrag haben wir die Möglichkeit mit ihr/ihm über ihre/seine These und Gedanken zu sprechen und diskutieren.

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Performance by/with Cally Spooner (UK) and with Michelangelo Miccolis (IT)

Curated by Michelangelo Miccolis (IT)

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Performance 4 Evenings: «No Title No Work» (Premiere)

Was passiert, wenn Menschen Kontrolle abgeben müssen und sich stattdessen einfach Instruktionen und Regeln beugen? Christian Falsnaes behandelt ein höchst aktuelles Thema, da er die Mechanismen autoritärer Strukturen, welche die gesellschaftlichen Strukturen organisieren, die wir aber oft nicht erkennen, sichtbar machen möchte. Seine Arbeiten basieren auf der Interaktion zwischen Publikum und Künstler, wobei er sich mit Ritualen, sozialen Dynamiken und Gruppenverhalten in stark kodifizierten sozialen Bereichen, wie beispielsweise in der Kunstwelt, auseinandersetzt. In seinen Arbeiten gibt Falsnaes Instruktionen, um die Bedeutung des individuellen Willens zu betonen und verdreht die Reaktionen des Publikums zum Material und für die Selbstreflexion des Publikums. Zusammen mit dem Publikum spiegelt er gesellschaftliche Situationen wieder, und ermöglicht grundlegenden gesellschaftlichen Strukturen sichtbar zu werden.

Für das Cabaret Voltaire entwirft er in Kollaboration mit Kurator Søren Berner einen Abend, an dem nichts gefilmt und nichts produziert wird sowie keine Resultate zu erwarten sind. «No Title No Work». Stattdessen wird der Fokus auf der individuellen und kollektiven Erfahrung liegen. Der Abend wird sich durch Experimentieren entwickelt und Diskussion involviert alle Besucher/innen. Lassen Sie ihre Hemmungen und Telefone an der Tür zurück.
Was im Cabaret Voltaire passiert, bleibt im Cabaret Voltaire!

Performance by Emre Sarigöl (TR) and Sally Schonfeldt (AU)

Curated by Philipp Cron (CH)

In «A Space Amorphous In Time» wird Storytelling mit experimentellen polyrythmischen Klanglandschaften verwoben. Analoge Aufnahmegeräte werden selbst zu Instrumenten, zeichnen gleichzeitig Live-Vokal-Erzählungen auf und erforschen ihre eigenen Rauschqualitäten. Diese lebenden Textkompositionen werden durch ein modulares System gefürt, wodurch einzigartig verstrickte Verzerrungen und Dronescapes entstehen. In diesem Sinne schlagen Sarigol&Schönfeldt eine neue Art des Mappings von Stimmen vor; durch auditive Schichten verflechten analoge Klänge und Bandmachinen eine musikalische Performance.

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Konzert von CCO.

CCO (Contra Communem Opinionem) ist Florin Büchel, ein in Zürich lebender Musikproduzent und Live-Act.

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Als einer der wenigen Schweizer schaffte CCO bereits mit seiner ersten Veröffentlichung auf dem Label Mathematics Recordings den Sprung über den Atlantik direkt nach Chicago und machte sich dabei als einer der profilierteste Acid-Produzenten einen Namen. Neben Produktionen auf Lux Rec, Drumpoet Community oder Plak gewannen auch seine Live-Sets Kultstatus: Egal ob im Keller der Zukunft oder auf Festivalbühnen, seine Jam-Sessions mit seinem Gerätepark an Synthesizer vermögen stets zu begeistern.

Seinen Hang zum verspielten Experimentieren lebt er auch aus, bei seinen Modular-Synthesizer-Patches, die er seit 2015 monatlich auf Soundcloud hochlädt und die einen Einblick in seine komplexe Produktionsweise geben.

Eintritt frei.

Performance von Ruth Beale (UK), mit Søren Berner (DK)

In dem Nachdenken über Eigentum und Besitz, die Bedeutung von öffentlichem Eigentum, und über das Konzept des Gemeinsamen, werden in der Arbeit «Wer besitzt es? Can I hold it?» Text, Audio und spontane Bewegungen miteinander kombiniert. Durch die Benutzung von Handgeräten, die aus einem einzigen Klumpen Porzellan herausgeschlagen werden, nimmt die Performance die Bewegungen des Publikums, als ein Mittel der kollektiven Heilung und Mediation, auf.

Kommend aus Mid-Brextit Britian, wo die Bevölkerung verschiedene Ansichten über grössere und kleinere politische Fragen hat, betrachtet Ruth Beale die entsprechenden Beziehungen zwischen Kultur, Regierung, Diskurs und Repräsentation. Eine Form der gesellschaftlichen Befragung, beinhaltet ihre Praxis Performance, Schreiben, Sammeln, Zeichnen und sozial-engagierte Prozesse.

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Performance by/with Krõõt Juurak (EE)

Curated by Michelangelo Miccolis (IT)

Ein Mädchen spielte im Haus, als plötzlich das Grab zu ihm kam und sagte: «Kleines Mädchen, kleines Mädchen, Du kannst hier spielen, aber Du musst die Türen und Fenster schliessen.» Das Mädchen sagte «Ja» und spielte weiter. Dann kam das Grab ein zweites Mal und sagte: «Kleines Mädchen, kleines Mädchen, Du kannst hier spielen aber Du musst daran denken, die Türen und Fenster zu schliessen.» Das Mädchen sagte erneut «Ja» und spielte weiter. Das Grab kam ein drittes Mal zum Mädchen und sagte: «Kleines Mädchen, kleines Mädchen, Du kannst hier spielen aber Du musst daran denken, die Türen und Fenster zu schliessen.» Das Mädchen sagte «JA» und spielte weiter.

Präsentation (Auswahl): CAC Genf; PAF - Performing Art Forum St. Erme; Kunstverein Langenhagen.

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In Charge of Sinister and Kaleidoscopic Journeys Through Time and Space

DJ Set & Party mit LDR (Jack Pattern)

Curated by Vincent Clifford (CH)

Crypt of Cabaret Voltaire

A Cinematic Situation von PRICE aka Mathias Ringgenberg (CH)

«Where Do You Wanna Go Today» ist die audio-visuelle Inszenierung eines popmusikalischen Hörbuchs des Performancekünstlers PRICE – ein veränderlicher und nicht greifbarer Pop-Charakter in der virtuellen Welt. Der Titel sowie die Struktur des Albums bzw. der 30 Stücke spielen auf die Art und Weise der Entstehung der Lieder und Erzählungen an. «Where Do You Wanna Go Today» wird als ein Gesamtstück behandelt und nicht als ein Album einzelner Pop-Hits bestimmter Länge, Melodie und eingängiger Refrains betrachtet.

PRICE nähert sich und kommentiert spielerisch wie und wo wir Musik, Erzählungen und Wörter heute wahrnehmen und welche Bedeutung sie für uns tragen. Themen wie u.a. Geografie, Texturen, identitätsbedingte Desorientierung und Instabilität haben PRICE dabei inspiriert.
Die performativen und interdisziplinären Wiederholungen innerhalb seines Pop-Albums «Where Do You Wanna Go Today» befragen, imitieren und appropriieren folglich unterschiedliche Identitäten und ihre Konstruktion. Die Re-konstruktion der Pop-Songs und das Zappen durch unterschiedliche architektonische Welten, sind ästhetische Strategien, welche die Idee von Serialität, Kurzlebigkeit und Instabilität widerspiegeln.

PRICE spielt in seiner Proteus-ähnlichen Arbeit «Where Do You Wanna Go Today» mit dem exhibitionistischen Imperativ der Selbstdarstellung, Enthüllung sowie der voyeuristischen Haltung des Konsums. Durch seine hybride Annäherung entlarvt PRICE Kommunikation alsAusdauer-Performance und dem Ausstellen des Privaten als Öffentliches.  Eine positive Nostalgie durchzieht sein Werk: How to start all over again – by giving no direction.

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