Affektive Resonanzen

Selbstinszenierungen und populistische Rhetoriken

Podiumsgespräch mit Ulrich Bröckling, Oliver Decker, Nicola Gess, Sylvia Sasse und Mireille Schnyder (mod)

Politische Macht beruht auch auf Inszenierungen, die Affekte auslösen und zu steuern suchen. Formen und Verfahren einer solchen Politik der Gefühle haben sich insbesondere durch die sozialen Medien gravierend gewandelt. Facebook, Twitter, Youtube & Co. verknüpfen Selbstdarstellungen politischer Akteure in Bildern und Narrativen mit fluiden Formen affektiver Kollektivierung – und verändern damit auch das Verhältnis zwischen Persönlichkeiten des öffentlich-politischen Lebens und ihrem Publikum. Das Podiumsgespräch wird den folgenden Fragen nachgehen: Welche Affekte werden in und durch Selbstdarstellungen in der Sphäre des Politischen ins Spiel gebracht und welche Dynamiken setzen sie in Kollektiven in Gang? Wie werden in diesem Zusammenhang insbesondere Bewunderung und Überwältigung provoziert und inszeniert? Wie steht es dabei um die politische Rationalität der Akteure?

Das Podiumsgespräch findet im Rahmen der internationalen und interdisziplinären Tagung «Provozierte Bewunderung. Selbstinszenierungen und Vergemeinschaftung» (4.-6. Juli 2019, Universität Zürich). Der Eintritt ist frei.

Zurück