Agenda

IST EIN GRÜNER KAPITALISMUS MÖGLICH?

 

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HINTERGRUND

Die Klimakrise ist heute in aller Munde. Nicht zuletzt durch den Protest junger AktivistInnen ist der menschengemachte Klimawandel heute ein zentrales Thema. Tatsächlich sind umweltpolitische Fragen bereits seit den 1970er Jahren durch den Druck sozialer Bewegungen, neuer politischer Parteien, internationaler Organisationen und NGOs zunehmend ins Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit gerufen worden: Standen zunächst Fragen wie Waldsterben, Atomenergie, industrielle Wasser- und Luftverschmutzung, Ozonloch, Ausbreitung von Wüsten sowie der Umgang mit Abfall und natürlichen Ressourcen im Fokus, so geht es heute um die Lebensbedingungen der Menschheit als Ganzes. In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche politische Massnahmen ergriffen, mit denen die »externen Kosten« von industrieller Produktion, Massenkonsum und wachsender Mobilität aufgefangen werden sollten: durch internationale Abkommen, neue Umweltschutzgesetze und Umweltsteuern, Handel mit Emissionsrechten, Förderung grüner Technologien sowie wirtschaftliche Anreize für Industrie und Konsumenten. Doch diese Lösungsansätze scheinen nicht weitreichend genug, um den beschleunigenden Klimawandel aufzuhalten. Vor diesem Hintergrund wollen wir der Frage nachgehen, ob ein »grüner Kapitalismus« überhaupt möglich ist, und wie sich Ökologie und Ökonomie in anderer Weise zusammendenken lassen.

 

TEILNEHMER/-INNEN

Simone M. Müller ist Historikerin und Leiterin der DFG Emmy Noether Forschergruppe Hazardous Travels. Ghost Acres and the Global Waste Economy am Rachel Carson Center für Umwelt und Gesellschaft der LMU München. Aus global-, umwelt- und wirtschaftshistorischer Perspektive forscht sie zum internationalen Handel mit giftigen Abfallstoffen und Toxic Commons. 2017 wurde sie von der DFG und der Robert Bosch Stiftung als eine der führenden Wissenschaftlerinnen Europas ausgezeichnet.


Thomas Kuczynski ist Ökonom und Wirtschaftshistoriker. Er war der letzte Direktor des Instituts für Wirtschaftsgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR. Seit 1992 ist er freischaffend tätig in Forschung und Publizistik. Zu den ihm wichtigen Arbeiten gehören sein Gutachten von 1999 über Entschädigungsansprüche für Zwangsarbeit im Nationalsozialismus und die leserfreundliche Neuherausgabe von Karl Marx‘ Kapital Bd. 1 (2017). Er arbeitet aktuell zum Verhältnis von Ökologie und Ökonomie aus arbeitswertheoretischer Sicht.

Jakob Tanner ist emeritierter Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte der neueren und der neuesten Zeit an der UZH. Er ist Gründungsmitglied des ZGW und und publiziert demnächst einen Aufsatz im Sammelband »What‘s left of Marxism«

 

Neues Wissen entsteht nicht nur innerhalb von Universitäten, Laboratorien und akademischen Instituten, sondern auch im gesellschaftlichen Austausch mit nicht-wissenschaftlichen Praxisfeldern und Akteuren. Mit dem Veranstaltungsgefäss Wissen in Gesellschaft möchten wir diesen wissensbezogenen Austausch zu Themen öffentlichen Interesses fördern. Die Mehrdeutigkeit des Titels der Reihe verweist darauf, dass neues Wissen letztlich ein gesellschaftliches Gemeingut ist, das kollektiv, also in Gesellschaft entsteht und sich immer in Gesellschaft anderer Wissensformen behauptet.

 

Eine Veranstaltung des Zentrum «Geschichte des Wissens»

www.zgw.ethz.ch

www.zgw.uzh.ch

by Cally Spooner (UK)

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«Offshore» is an itinerant performance company and pedagogical structure initiated by Cally Spooner to draft new vocabulary and terms of how to organise, work, and perform together. Arriving from literature, theatre, and a messy, unrequited love affair with philosophy, «Offshore» sits somewhere between a philosophy school for embodied knowledge, an engine, an alibi, a backroom, a rehearsal, and some deliberate, unguaranteed, social plumbing.

Previous presentations include: La Fundición, Bilbao (ES); Playground Festival, Leuven (BE); Stanley Picker Gallery, Kingston (UK); NTU Centre for Contemporary Art, Singapore (SG); Centre National de la Danse, Paris (FR).

On the occasion of the presentation at Cabaret Voltaire, OFFSHORE will be led by Cally Spooner, Michelangelo Miccolis plus one guest to be announced.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag/To-Do's Day is part of the program It Takes All The Fucking Time curated by Michelangelo Miccolis (IT)

Entrance fee: CHF 10.- (Cabaret Voltaire Members: free!)

Biography Offshore

Cally Spooner (UK) lives and works in Athens. Her recent solo exhibitions include: “DRAG DRAG SOLO” at CAC Genève, Geneva (2018); And You Were Wonderful, On Stage” at Stedelijk Museum, Amsterdam (2016); “On False Tears and Outsourcing” at The New Museum, New York (2016); and “The Anti-Climax Climax” at Bielefelder Kunstverein, Bielefeld, Germany (2015). Her recent live productions have been presented at Tate Modern, London (2014); Tate Britain, London (2014); the High Line, New York (2014); Stedelijk Museum, Amsterdam (2013); and Performa 13, New York (2013). Spooner’s work has been included in group exhibitions at the Aspen Art Museum (2015); REDCAT, Los Angeles (2015); Frieze Projects, London (2015); Kunstverein München (2014); Frieze Projects, New York (2014); KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2013); Jeu de Paume, Paris (2013); and the Serpentine Gallery, London (2012). She is a 2013 recipient of the Paul Hamlyn Foundation Award and the author of the novel Collapsing in Parts, published by Mousse in 2013.

mit  Leo Hofmann und Benjamin van Bebber; und den Gästen Marianne Schuppe, Jürg Kienberger und Alla Poppersoni.

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wir hausen jetzt hier, und das wird gefeiert! Hausen heisst: Wir richten uns ein, hinterlassen Spuren, intimisieren den Raum, sind freundlich, offen und asozial - und Gäste haben wir ständig. In einer zweiwöchigen Langzeit-Performance errichten wir in der Krypta des Cabaret Voltaire ein temporäres Zuhause, wo es Tee gibt und (un)heimliche Dinge passieren, während wir mit euch die Gesetze der Gastfreundinnenschaft neuerfinden.
Also kommt! Seid Eindringlinge und gern gesehene Gäste, hört gut zu und nicht auf, uns zu nerven, bleibt doch noch ein bisschen, macht euch breit und dünn und fühlt euch wie Zuhause.

Wir – das sind der Composer-Performer Leo Hofmann und der Musiktheater-Regisseur Benjamin van Bebber und wir arbeiten mit den Mitteln eines partizipativen Musiktheaters an der Fragestellung von Freundschaft und Fremdheit.

with Libita Clayton (UK)

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The practice of political and physical collapse is driving Libita Clayton forward. Sites are responded to physically: walls are wormholes with feelings, bodies map as what Clayton refers to as «historically-bumpy» landscapes, considering performance as a means of resistance to dominant and linear narratives that have to be reconsidered and socially authenticated.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag / To-Do's Day is part of the program Are we bodies? curated by Vlada Maria Tcharyeva (CH)

Entrance fee: CHF 10.- (Cabaret Voltaire Members: free!)

Image: Libita Clayton: «I’m not my. My…..my injuries are healed now, but I still don’t remember things.»; Fledgling, Octavia. E. Butler, 2005, 2018.

Biography Libita Clayton (UK)

is a UK based artist. She graduated with a BA (Hons) in Print & Digital Media from Wimbledon College of Art, University of the Arts London in 2009. Recent exhibitions and performances include: This is the Gallery , the Gallery is Many Things X, Eastside Projects, Birmingham; 4717, RCA/LUX, Dyson Gallery, Royal College of Art, London; Memento Mori, Kalashnikovv 3.0, Johannesburg, (2018); DEBUNK, Arnolfini, Bristol; Going Along Without a Body, Iklectik, London; History Lessons: Fluid Records, South London Gallery, Iniva, London; Lexis Over Land – Towards a Feminist Geography, Tremenheere Sculpture Gallery, Cornwall; Diaspora Pavilion, 57th Venice Biennale; (all 2017); Gal-Dem WOC friday late, Victoria and Albert Museum, London; Beyond words, Book Works, Central Library, Hull; and Hard Copy, Home.alone, Clermont – Ferrand (all 2016).

Wie wir an einem (un)moralischen Exzess erkranken können

José Brunner, Tel Aviv University
Vortrag am Kolloquium ZGW



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Ein starker Schrecken oder ein Überschuss an Angst gelten als Auslöser posttraumatischer Störungen. Diese Gefühle sind nicht besonders moralisch geladen. Doch wenn man die eineinhalb Jahrhundert lange Geschichte posttraumatischer Störungen genauer unter die Lupe nimmt, erkennt man, dass deren Langwierigkeit oft auf einen Überschuss von Emotionen zurückgeführt wird, die entweder stark moralisch geladen sind, wie Ekel, Schuld und Scham, oder als unmoralisch gelten, wie Begehren, Neid und Wut.

Kurzbio:
José Brunner ist Professor Emeritus an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und am Cohn-Institut für die Geschichte und Philosophie der Wissenschaften der Universität Tel Aviv. Er ist Autor von mehr als hundert wissenschaftlichen Publikationen, darunter zwei Monographien, die auf Deutsch vorliegen: Psyche und Macht. Freud politisch lesen (Klett-Cotta, 2001) und Die Politik des Traumas. Gewalterfahrungen und psychisches Leid in den USA, in Deutschland und im Israel / Palästina-Konflikt (Suhrkamp, ​​2014). Derzeit arbeitet er an einer umfassenden Gesellschaftsgeschichte des Traumas. Im Herbst 2019 ist Brunner Gastprofessor am Zentrum Geschichte des Wissens.

with Sophie Jung (CH)

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Sophie Jung performances are interplays between poetry, objects and costumes. Her associative word chains are running and dancing, ebbing and flowing, entering and leaving her body. It’s as if each object and its according articulation, produces a new layer of physical embodiment, which Sophie weaves into a lingual anatomy of her own.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag / To-Do's Day is part of the program Are we bodies? curated by Vlada Maria Tcharyeva (CH)

Entrance fee: CHF 10.- (Cabaret Voltaire Members: free!)

Image: Sophie Jung; Blain-Southern, 2018; Source: artviewer

Biography Sophie Jung (CH)

lives and works in London) received her BFA from the Rietveld Academy, Amsterdam and her MFA from Goldsmiths, London. Recent projects and exhibitions include Äppärät at Ballroom Marfa, Eh, co? Nah cis. Us! at Kunsthalle Basel for Jungs, Hier Kommt der Masterplan, Uncanny Valley at Wysing Art Centre, Cambridge, UK, Tarantallegra at Hester, NY as well as Unmittelbare Konsequenzen at Kunst Halle Sankt Gallen. She is currently working on a body of sculpture & performance for her upcoming solo exhibition at Kunstraum London as well as finishing a new piece of writing for The White Review. In 2015 Sophie has spent 6 months in New York at ISCP, courtesy of the Edward Steichen Award Luxembourg and in 2016 she won the Swiss Art Award. Recent solo shows include The Bigger Sleep (Manor Kunstpreis) at The museum of contemporay art in Basel (CH) in November 2018, as well as Come Fresh Hell or Fresh High Water, Blain Southern, London, UK and It's Not What It Looks Like, Sophie Tappeiner, Vienna, AT and Producing My Credentials, Kunstraum London, UK in 2017.

Ein Zeichenspiel von Till Velten (DE)

Mit Kurt Aeschbacher

Gesang und Dilruba von Mannee & Nikuntja (Mauritius & Basel) sowie Gesang von Jonah Schenkel (Zürich)

 

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Veranstaltungsort: Hotel Atlantis by Giardino, Döltschiweg 234, 8055 Zürich
 
Abschliessendes Gespräch von Kurt Aeschbacher mit Till Velten über seine Ziele des Projektes zum Thema: «Wieviel Glauben braucht eine Skulptur?».
 
Musikperformance Mannee und Nikunja, Musikerduo aus La Réunion und Mauritius
 

Mehr zum Zeichenspiel hier.

Video: Studio Velten in Kooperation mit der «Anderen Maria»
 

 

Die Andere Maria - Ein Trailer zum Zeichenspiel (Kopie)

by Philip Glass (USA)

Dauerperformance mit 5 Teilen:

«Knee Play #1» - 20:00

«Knee Play #2» - 21:45

«Knee Play #3» - 22:15

«Knee Play #4» - 23:00

«Knee Play #5» - 00:00

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«Einstein_» ist eine Dauerperformance basierend auf der Oper «Einstein On The Beach». Die von Philip Glass komponierten musikalischen Intermezzos der Oper, genannt «Knee Plays» werden in der Performance zum Hauptelement. «Einstein_» zeigt die 5 «Knee Plays» und kapert den Abend in dem er ihn zu einer Oper macht.

Die 1976 uraufgeführte Oper «Einstein on The Beach» von Lucinda Childs, Philip Glass und Robert Wilson war ein Bruch mit konventionellen Opernformen: Sie hatte eine Laufzeit von ungefähr 4.5 Stunden ohne Pause, während dem das Publikum den Saal frei begehen und verlassen durfte. Sie war ein Non-Plot, eine Anreihung von musikalischen Inszenierungen ohne zusammenhängendes Libretto. Zudem zeigte sie längere minimalistische Choreografie-sequenzen.

Die 9 Hauptteile von Einstein on The Beach wurden von 5 «Knee Plays», Intermezzos, voneinander getrennt. Sie eröffneten zudem die Oper mit der Ouvertüre und beendigte sie mit dem Finale.

Die von Philip Glass komponierten «Knee Plays» (für Chor, Synthesizer, Violine und Sprechstimmen) sind einerseits Unterbrüche im Werk (die als Überbrückung für den Bühnenumbau Wilsons dienten) und andererseits auch musikalisch Formgebende Elemente – konstante Motive. Es sind die Zwischenräume, musikalische Interventionen aber auch Bindeglieder der Oper.

«Knee Plays» werden bei der Dauerperformance «Einstein_» zum Hauptteil. «Einstein_» findet im Rahmen der Langen Nacht der Museen und der Vernissage des Performance-Programms «Fun & Fury» am 07. September 2019 im Cabaret Voltaire statt. In der Krypta wird über die Lautsprecher das Hauptmotiv, drei aufeinanderfolgende stehende Synthesizertöne, abgespielt. An bestimmten Zeiten unterbrechen die Knee Plays an verschiedenen Orten dieses Hauptmotiv und somit den Abend selber. Dadurch, dass die Knee Plays den Abend einläuten (Ouvertüre) und beenden (Finale) wird der gesamte Abend und alles was in dieser Zeit im Haus geschieht zur Oper.

mit Samina Bazai (DK) & Søren Berner (DK)

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Over the coming months Samina Bazai will be working with Søren Berner to produce a work created specifically for Cabaret Voltaire

More details will follow shortly before the «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag/To-Do's Day.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag / To-Do's Day is part of the program Not Alone curated by Søren Berner (DK)

Entrance fee: CHF 10.- (Cabaret Voltaire Members: free!)

Biography Samina Bazai (DK)

works on Inheritance. Attan is the latest work, which is a part of Inheritance. Attan is a traditional and ceremonial Pashtun dance. The circular dance builds up slowly, gradually gaining momentum until the dancer collapses from pure exhaustion.

Inheritance is a very personal work evolving from the loss of parts of her family and it keeps developing by the new works being added.

Vortrag & Gespräch – Organisiert von Christian Thomas Kohl im Rahmen der Langen Nacht der Philosophie

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Ein Vortrag in Bildern über einige Ideen des englischen Philosophen Alfred North Whitehead im Vergleich zu dem indischen Philosophen Nagarjuna: Beide haben uns die Augen geöffnet für das, was zwischen den Dingen passiert. In der Physik nennen wir das Verschränkung. Whitehead hat es Relationen genannt. Nagarjuna sprach von der Abhängigkeit der Dinge. Es passiert vieles zwischen den Dingen, so vieles, dass wir es nicht mit einem einzigen Begriff benennen können. Einige Verbindungen sind bekannt, wie beispielsweise elektromagnetische Wellen, die vor 100 Jahren durch die Physik recht bekannt gemacht worden sind. Andere Verbindungen sind noch keineswegs vollständig bekannt, wie zum Beispiel die Anziehungskräfte zwischen dem Mond und der Erde. Einige Verbindungen sind vollständig unbekannt, wie beispielsweise die Verbindungen zwischen dem menschlichen Gehirn und dem Bewusstsein. Durch die Betrachtung eines Sonnenuntergangs möchte ich auf einen „bekannten“ Zusammenhang hinweisen.

Christian Thomas Kohl

Christian Thomas Kohl ist Lehrbeauftragter für Philosophie an der University of Education Freiburg.

Eintritt CHF 10.-

Philosophische Performance – Organisiert von Günter Fröhlich im Rahmen der Langen Nacht der Philosophie

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Diese Idee mit der Demokratie ist jetzt gerade einmal gut zweieinhalbtausend Jahre alt. Was soll in der kurzen Zeit viel passiert sein? Der Mensch hat acht Millionen Jahre gebraucht, um sich von seinen biologischen Verwandten, den Affen, abzusetzen. Vielleicht steckt die Demokratie gerade nur in der Pubertät und weiß selber nicht, wohin und was sie will! Über die beste oder richtige Art der staatlichen Organisation des menschlichen Zusammenlebens ist nun zwar seit den alten Griechen vieles geschrieben worden, allerdings klafft zwischen der politischen Theorie und ihrem Alltag offenbar ein tiefer Graben. Günter Fröhlich zeichnet an diesem performativen Philosophieabend Entwicklung und Hormonstand der Demokratie seit den Alten nach und versucht, die Schwierigkeiten des demokratischen Miteinanders zu erläutern. Das Mitdenken ist wie immer nicht nur erlaubt, sondern wird bedingungslos begrüßt!

Günter Fröhlich

Günter Fröhlich ist apl. Prof. für Philosophie in Regensburg und interessiert sich leider für viel zu viel. Um sich abzulenken, arbeitet er als Barista in einem Café. Zuletzt erschien „Platon und die Grundfragen der Philosophie“ (2015) und „Der Affe stammt vom Menschen ab. Philosophische Etüden über unsere Vorurteile“ (2016).

Eintritt frei (Kollekte)

GIBT ES FORTSCHRITT?

Vortrag & Gespräch von und mit Prof. Dr. RAHEL JAEGGI (HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN,PHILOSOPHIN)

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Neues Wissen entsteht nicht nur innerhalb von Universitäten, Laboratorien und akademischen Instituten, sondern auch im gesellschaftlichen Austausch mit nicht-wissenschaftlichen Praxisfeldern und Akteuren. Mit dem Veranstaltungsgefäss Wissen in Gesellschaft möchten wir diesen wissensbezogenen Austausch zu Themen öffentlichen Interesses fördern. Die Mehrdeutigkeit des Titels der Reihe verweist darauf, dass neues Wissen letztlich ein gesellschaftliches Gemeingut ist, das kollektiv, also in Gesellschaft entsteht und sich immer in Gesellschaft anderer Wissensformen behauptet.

 

Eine Veranstaltung des Zentrum «Geschichte des Wissens»

www.zgw.ethz.ch

www.zgw.uzh.ch

Christian Ratti (CH) & Søren Berner (DK)

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Over the coming months Christian Ratti will be working with Søren Berner to produce a work created specifically for Cabaret Voltaire

More details will follow shortly before the «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag/To-Do's Day.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag / To-Do's Day is part of the program Not Alone curated by Søren Berner (DK)

Entrance fee: CHF 10.- (Cabaret Voltaire Members: free!)

Biographie Christian Ratti (CH)

aufgewachsen in Chur, Lehre als Goldschmied bei Konrad Schmid in Chur, an Stelle oder vor eines geplanten Architekturstudiums an der ETH, 2001 Studium Bildende Kunst in Zürich mit Diplom als Turmführer, nachfolgend rascher Aufstieg zum Kamindirektor. (Dabei erste Kollaborationen mit dem Vizedirektor > So:ren Berner)

Interesse an Natur- und Kulturerbe, insbesondere Industriekultur. Mitbegründer des Verein Dolologie und des Büro für Wildtierarchitektur; dabei stets komisch ernst bleibend, ganz im Geiste der Spaziergangswissenschaft. Neben geselligen Spaziergängen hin und wieder auch Ausstellungen und Wettbewerbe; mehrheitlich in der Schweiz.

Christian Ratti ist voraussichtlich bald Teil der SAMMLUNG BUSER. Ratti ist auch selbst ebenfalls Sammler internationaler Garderobenmarken aller Kultursparten. Seine Sammeltätigkeit begann anlässlich der Ausstellung
„Was macht die Kunst – Ankäufe der Stadt Zürich 2001 – 2006“ im Helmhaus Zürich. Noch sucht die Sammlung ein Zuhause (eine Institution mit Garderobe).

Publikationen: Das Pfeilkabinett, Kunsthaus Langenthal, 2016

A multi-disciplinary project initiated by writer Ingo Niermann.

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As the «Army Of Love» proclaims, «…romantic love is saturated with commoditization. The socialistic premise behind «free love» crumbles when desiring competition gets in the way, and in the age of hook-up apps, the possibility of free sex represents the liberalization, not the liberation, of love.»

They point out a missing link in Marxist analysis: even in a society where there is access to basic needs, commodities, and structures, attractiveness is not distributed equally, «leaving out those considered to be old, ugly or unsuccessful.» The practitioners of the Army offer all-encompassing love - one that includes care, desire, sex, and respect absent of maudlin emotions yet full of gratitude - to all those who need it.

Army of Love is a multi-disciplinary project initiated by writer Ingo Niermann in collaboration with invited guests.

Previous presentations include: Wiesbaden Biennale, MACBA, Barcelona, CASCO Utrecht, LA CASA ENCENDIDA, Madrid.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag/To-Do's Day is part of the program It Takes All The Fucking Time curated by Michelangelo Miccolis (IT)

Entrance fee: CHF 10.- (Cabaret Voltaire Members: free!)

Biography Army Of Love

Ingo Niermann (DE) is a writer and the editor of the speculative book series Solution. His work has been featured at Berlin Biennale, Istanbul Biennale, dOCUMENTA (13), La Biennale di Venezia, MACBA and MoMA. Niermann studied Philosophy and Sociology at Freie Universitat Berlin and is currently living in Basel.