18
März

IST THEORIE POLITISCH?

Details verbergen

Vortrag von Prof. Dr. Robert Stockhammer (Literaturwissenschaft, LMU München),

anschliessend Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Kilcher (Literatur- und Kulturwissenschaft, ETH Zürich/ZGW).

«Theorie» ist politisch. Diese heute verbreitete Vorstellung ist eine wesentliche Folge der Sprachtheorie-Debatten um 1967 im Grenzbereich von Philosophie und Literatur. Sprache wurde hier nach ihrer grundsätz- lichen gesellschaftlichen Funktion befragt. Konkret wird dies etwa in Konzepten wie Intertextualität (Julia Kristeva) oder bei der Infragestellung des Autors (Roland Barthes) sowie in der Diskussion von Flugblättern im Mai 1968 (Maurice Blanchot). Das Unterfangen einer «Sondierung der Basisstruktur von Sprache» (Walter Höllerer) strahlte zudem über Literaturtheorie hinaus, etwa in die wissenschaftlichen Unternehmungen der Kybernetik und der Mathematik – Kontexte, auf die sich etwa auch Jacques Derridas Schriftbegriff ausdrücklich bezieht.

Heute besteht das Vorurteil, solche sprachtheoretischen Bestrebungen liefen auf Beliebigkeit hinaus und begünstigten gar eine reaktionäre Politik. Auf der Veranstaltung soll die These diskutiert werden, dass diese Formationen von (Sprach-)Theorie zwar vielleicht nicht unmittelbar emanzipatorisches Gegenwissen zur Verfügung stellen, aber doch die Bedingungen seiner Möglichkeit erkunden. Diese kritische Widerständigkeit der Sprachtheorie ist daher nicht ad acta zu legen; sie hat eine besondere Aktualität angesichts jüngster politischer Entwicklungen, in denen Sprache zwischen «fake news» und «political correctness» entleert und zugleich manipulativ eingesetzt wird.

Robert Stockhammer ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der LMU München, dort auch Sprecher des Graduiertenkollegs Formationen des Literarischen in Prozessen der Globalisierung sowie Mitglied der Forschungsgruppe Philologie des Abenteuers. Jüngste Buchpublikation: 1967. Pop, Grammatologie und Politik (2017).

Andreas Kilcher ist Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft an der ETH Zürich sowie Mitglied des Zentrum »Geschichte des Wissens«. Jüngste Buchpublikation zum Gebiet Sprachtheorie und Sprachpolitik: Deutsche Sprachkultur in Palästina/Israel (2017).

Eine Veranstaltung des Zentrum «Geschichte des Wissens»

www.zgw.ethz.ch

www.zgw.uzh.ch

Die Inszenierung des einsamen Kindes. Beispiele aus der Filmgeschichte

Details verbergen

Prof. Dr. em. Thomas Koebner (Universität Mainz)
moderiert von Prof. Dr. Fabienne Liptay

Einsamen Kindern sind Mutter und Vater verloren gegangen – oder sie gelten aus anderen Gründen als stigmatisierte Aussenseiter. Viel zu früh auf sich selbst gestellt, müssen sie mit einer verstörenden Welt zurechtkommen: vornehmlich als stumme Opfer oder Zeugen ihrer Not. Etliche Filme spiegeln die Erfahrung der ‚ausgesetzten‘ Kinder mit grosser Eindringlichkeit. Manchmal zeichnet sich Rettung am Horizont ab, manchmal bleibt die Frage unbeantwortet, ob diesen Unbehausten jemals geholfen werden kann.

Die im Vortrag angesprochenen Beispiele stammen von Regisseuren wie FrançoisTruffaut oder Andrej Tarkovskij, den Brüdern Dardenne oder Steven Spielberg.

by Belia Winnewisser (CH)

Details verbergen

On the occasion of the presentation at Cabaret Voltaire, Belia Winnewisser will stage a site-specific performance.

More details will follow shortly before the «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag/To-Do's Day.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag/To-Do's Day is part of the program Theatre of Sound curated by Philipp Cron (CH)

Entrance fee: CHF 10.- (Cabaret Voltaire Members: free!)

Biography Belia Winnewisser (CH)

lives and works in Lucerne. She holds a Master's Degree in «Contemporary Arts Practice» of the Berne University of Arts. During her Bachelors in «Sound Art» at the Berne University of Arts she focussed on sound synthesis and minute motor acticity, the technical skills for audio installations as well as film and live-electronics. In the fall of 2016 Winnewisser studied in Bergen (NO) at the School for Art and Design with an emphasis on visual animation and prodicung electronic music. Today she performs in national as well as international art spaces. Next to her works and her musical solo projects she is active in the musical projects A=f/m (LU, BE) and Silver Firs (BE).

Mit Domenico Blass, Romeo Meyer, Simon Chen und Überraschungsgast!

Details verbergen

Erleben Sie, wie man trotz Herzklopfen, ein hieb- und stichfestes Alibi aus dem Ärmel schüttelt, als Weinkenner einen Lobgesang auf die vollendete Note des edlen Tropfens trällert oder aus dem Stegreif eine bühnenreife Liebeserklärung zum Besten gibt – und damit in 180 Sekunden zum Icon Poeten gekrönt wird.
Fünf gewürfelte Icons genügen, um mit aller Fantasie, freizügig interpretiert, Geschichte zu schreiben. Schauen Sie zu, wie Profis im Dreiminutentakt mit Sprache spielen und machen Sie als Ghostwriter mit.

Unter Aufsicht von Etrit Hasler, kreuzen vier spannende Autoren während 90 Minuten die Federkiele.

Eintritt 20 Franken / Ticketverkauf an der Abendkasse.
Reservationen werden keine entgegengenommen.

 

with Nino Baumgartner (CH) & Søren Berner (DK)

Details verbergen

Programm:

18:00: Versammlung im Caberet Voltaire und Einführung durch Nino Baumgartner und Søren Berner inklusiv energy boost

18:15: Los geht's!

21:00: Spätestens zurück

Dresscode: Dem Wetterangepasste kleidung.

Dieser «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag ist Teil des Programmes Not Alone kuriert von Søren Berner (DK)

Eintritt: CHF 10.- (Cabaret Voltaire Members: free!)

Biography Nino Baumgartner (CH)

is based in Bern.
Selected shows and performances:
SHORTCUTS in Bern, Basel, Zürich, Stuttgart (2015-2018); MANEUVER / GROOVE SPACE, Tinguely Museum Basel, (2015); Maneuvers and Formation, Rockbund Museum, Shanghai, (2014); Helix Manuever, Kunsthaus Aarau, (2012)

by Mavi Veloso

in the frame of «Zurich Moves»

Details verbergen

DE:

Dieses Mal begann ich auf dem Boden. Etwas wird geschehen: Eine Explosion, die Zerstörung aller Ideen. Mit geschlossenen Augen halte ich das Mikrofon in meiner Hand. Ich lasse es über den Boden streichen, zeichne mit den Geräuschen eine Karte meiner Wege. In kompletter Dunkelheit lässt nur das Blitzlicht der Kameras erahnen, wie sich Bilder allmählich entwickeln. Können wir uns in Sicherheit wägen? Ich drehe die Lautstärke auf: Ich muss dich hören. Du musst mir zuhören. Dieser Soundtrack wird zu unserem Liebespakt. Ich tanze, krieche und gehe. Als ob diese Dunkelheit eine Revolution herbeiführen könnte.

MUDA/MUTE (stumm) ist Teil des Projekts #iwannamakerevolution. Eine Recherche, welche Mavi Veloso im Master of Voice am Sandberg Institut in Amsterdam, im Postmaster an der A.PASS in Brüssel sowie in Residenz bei ArtsEverywhere.ca erarbeitet hat. iwannamakerevolution.artseverywhere.ca

EN:

This time I started on the floor. I was afraid that what was going to happen could be a big destruction, something to explode everyone’s ideas. With eyes closed, I have the microphone in my hand. I touch it on the floor as if sticking the surface with sound could map me wherever to go. In complete darkness, camera flashes are the only way to highlight images gradually in development. We wonder if there’s possibility to be safe until the end. I turn up the sound as high as possible. I need to hear you, you need to hear me, we need to hear what. So how can we make this soundtrack become our pact of love? How can we make this noise witness the crime between you and I? I dance, I crawl, I walk... As if this blindness could turn revolution something possible.

MUDA/MUTE is part of the project #iwannamakerevolution, a research conducted at Master of Voice at the Sandberg Instituut in Amsterdam, postmaster research at A.PASS in Brussels, Belgium, and project in residency at ArtsEverywhere.ca iwannamakerevolution.artseverywhere.ca

Duration:
40min

Teaser

Biography

Mavi Veloso is a Brazilian performer based in Amsterdam who works transdisciplinary integrating visual art, dance, theater and music. Her work explores performativity, the relationship between performer and audience, trans feminism and decolonization. As a transgender migrant from South America to Europe, Mavi seeks to embody and appropriate the transformation process, psychological, social and physical, conflicts and cultural adaptation procedures, as well as fashion, queer, trans and drag queen elements to question gender technologies, notions of identity, sexuality, placement and displacement. She has presented in venues and festivals including the van Abbemuseum in Eindhoven, Kampnagel in Hamburg, Kunstenfestivaldesarts in Brussels, Les Urbaines in Lausanne and the 31st Biennial of São Paulo.

Credits

Concept and performance: Mavi Veloso
In Collaboration with: Caio Cesar, Glenn Ryszko, Raphael Daibert, Olga Dimitrijević.
Many thanks to: Thiemi Higashi (video maker), COMO Clube São Paulo, Advanced Performance and Scenography, Pierre Rubio, Lilia Mestre, Perform Back Score Sessions, Nicolas Y Galeazzi, Elke van Campenhout, Adva Zakai, Peter Stamer, Philippine Hoegen, Performing Arts Forum , Sign 6 Brussels, Free Home University, Ammirato Culture House (Lecce), Master of Voice, Lisette Smiths, Marnie Slater, Paul Elliman, Dorothé Orczyk, Snejanka Mihaylova, and all colleagues from Master of Voice/Sandberg Instituut, Suzy Block, Dansmakers, @Jacuzzi Amsterdam.

by Luis Garay

in the frame of «Zurich Moves»

Details verbergen

DE:

Die Performance Oro Lodo (Golddreck) strebt mit grosser Dringlichkeit danach, die Fiktion des Materiellen zu entlarven, wonach alles, was nicht wir sind, uns mit Leben füllt. Luis Garay schafft Umgebungen, in denen Arbeit und Freizeit, Produktion und Reproduktion untrennbar sind. Der Titel Oro Lodo bezieht sich auf den Neobarroso, der vom queeren Schriftsteller und Aktivisten Nestor Perlongher (*1949, Argentinien; †1982, Brasilien) begründet wurde. In dieser verrückten Idee der Rückkehr eines dreckigen Neobarocks sucht das Stück nach einem Schlüssel zur Interpretation der Gegenwart, die voll ist von endlosen Wiederholungen und einer nutzlosen Üppigkeit. Das Stück ist ein Experimentierfeld für Verknüpfungen und Wahrnehmungen, die sich als Gegenvorstellung dessen ergeben, was der Mensch darstellt.

EN:

Oro Lodo works with material fictions where all that is not us is actually animating us. Through proliferation of signifiers, iteration without end and useless voluptuousness, the work creates a landscape where leisure and work are inseparable. Using the twisted idea of a return to a soiled and mudy neo baroque (proposed by Argentinian writer and activist Nestor Perlongher) the piece is a testing zone to assemblage other couplings and states of perception that arise from a counter-imagery of what is represented as human.

Duration:
180min

Credits

Artistic direction Luis Garay Supported by Prodanza, Museum of Modern Art of Buenos Aires (MAMBA)
Photo ©Triana Leborans

Biography

Luis Garay deals with detailed environments where ideas of labour and exercise explore simultaneous states of pleasure, alienation, emptiness and shared agency. He is constantly interested in the question of where a body is. This concern for "localization" traces the constant rendering of subjectivities without coordinates, in exile. He presented recently at The Walker Art Center, Minneapolis, The Vienna Festival, Matadero Madrid, Kyoto Experiment Japan, Pompidou Metz, Theater International de la Cite, Paris, Montpellier Danse, SESC Sao Paulo, Panorama Festival Rio de Janeiro, among many others.

SAFE SPACE UNI? — GESCHLECHTERPOLITIK & DISKRIMINIERUNG IN WISSENSCHAFT & FORSCHUNG

Details verbergen

Inputs & Gespräch mit

Prof. Dr. Caroline Arni, Historikerin, Universität Basel

Dr. des. Simone Isler, Gleichstellungsbeauftragte SNF

PD Dr. Peter-Paul Bänziger, Historiker, ZGW / Universität Konstanz

Die #metoo-Bewegung hat längst auch die Hochschulen erreicht. Immer mehr Fälle von sexistischen Übergriffen werden öffentlich gemacht, aber auch Lohnungleichheiten und andere Benachteiligungen sind wieder ein Thema. Während die «Geschlechterfrage» an Hochschulen also zunehmend Beachtung findet, stehen die Gender Studies immer stärker in der Kritik – sie seien zu politisch, zu voreingenommen, zu postmodern, kurz: zu wenig wissenschaftlich. Es geraten also genau jene unter Druck, die die Grundlagen erarbeiten, um Geschlechter- und Machtverhältnisse an den Universitäten diskutieren und verändern zu können. Vor diesem Hintergrund wollen wir in der Veranstaltung unter anderem folgenden Fragen nachgehen: Wie verhalten sich die neuesten Entwicklungen zum Wandel von Geschlechterpolitiken in den letzten Jahrzehnten? Welche Chancen und Risiken bieten verfahrensorientierte Lösungen (Gender Mainstreaming)? In welchem Verhältnis stehen Politik und Forschung an Hochschulen? Inwiefern ist es sinnvoll und möglich, Universitäten als «Safe Spaces» für Benachteiligte zu gestalten?

Caroline Arni ist Professorin für Allgemeine Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Basel. Als Fellow war sie u.a. am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz und am Institute for Advanced Study in Princeton tätig. Sie will Sozialtheorie und Epistemologie für die historische Arbeit und diese für aktuelle politische Fragen fruchtbar machen. Aus dieser Perspektive befasst sie sich auch mit der Geschichte der feministischen Bewegung und Kritik.

Simona Isler hat an der Universität Basel in Geschichte promoviert - ihr Buch über Politiken der Arbeit in der Frauenbewegung um 1900 erscheint in Kürze. Aktuell ist sie tätig als Gleichstellungsbeauftragte des Schweizerischen Nationalfonds und engagiert beim feministischen Netzwerk WIDE Switzerland, sowie für den Frauenstreik 2019. Sie interessiert sich für historische und makroökonomische Perspektiven auf die Arbeit von Frauen.

Peter-Paul Bänziger ist Privatdozent für Neuere Allgemeine Geschichte an der Universität Basel und assoziiertes Mitglied des ZGW. Im akademischen Jahr 2018/19 vertritt er die Globale Wirtschaftsgeschichte an der Universität Konstanz. Zugleich ist er Co-Leiter des europäischen Forschungsprojektes «Disentangling European HIV/AIDS Policies: Activism, Citizenship and Health». Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Körper- und Geschlechtergeschichte.

Eine Veranstaltung des Zentrum «Geschichte des Wissens»

www.zgw.ethz.ch

www.zgw.uzh.ch

Ein Zeichenspiel von Till Velten (DE)

Details verbergen

Nähere Informationen folgen bald.

Mit Patti Basler, Patrick Frey, Gerhard Meister und Remo Zumstein

Details verbergen

Erleben Sie, wie man trotz Herzklopfen, ein hieb- und stichfestes Alibi aus dem Ärmel schüttelt, als Weinkenner einen Lobgesang auf die vollendete Note des edlen Tropfens trällert oder aus dem Stegreif eine bühnenreife Liebeserklärung zum Besten gibt – und damit in 180 Sekunden zum Icon Poeten gekrönt wird.
Fünf gewürfelte Icons genügen, um mit aller Fantasie, freizügig interpretiert, Geschichte zu schreiben. Schauen Sie zu, wie Profis im Dreiminutentakt mit Sprache spielen und machen Sie als Ghostwriter mit.

Unter Aufsicht von Etrit Hasler, kreuzen vier spannende Autoren während 90 Minuten die Federkiele.

Eintritt 20 Franken / Ticketverkauf an der Abendkasse.
Reservationen werden keine entgegengenommen.

by Jamila Johnson-Small (UK)

Details verbergen

«Last Yearz Interesting Negro» is the name used by Jamila Johnson-Small, whose work considers the immediacy of the gaze and puts forward the idea that looking creates meaning. They focus on steering or directing this gaze, rather than evading it and their interest in grappling with an invasive gaze can be traced back to the intense scrutiny that dancers’ bodies are placed under during formal training. Arms, hips and legs. The back arched and the torsos twisted. This fetish of the body, a scopophilic pleasure in looking at how impressively a dancer moves, is mapped onto the social constructs that dictate how each body moves through the world. Johnson-Small navigates the overlap between cultural signifiers and what a specific body, on a musculoskeletal level, is prepared to do and questions what effect it has on how the body moves.

Johnson-Small’s alias – Last Yearz Interesting Negro – is a sarcastic reprise of a scene in Julian Schnabel’s biopic Basquiat (1996) that reflects on the tendency for white cultural workers’ (gallerists, curators, critics) to display fleeting excitement over a particular black artist, only to lose that interest in place of the next hot trend. The alias reflects on being gazed upon, too, if not for more than a moment.

On the occasion of the presentation at Cabaret Voltaire, Jamila Jonhson-Small will stage a site-specific intervention.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag / To-Do's Day is part of the program It Takes All The Fucking Time curated by Michelangelo Miccolis (IT)

Entrance fee: CHF 10.- (Cabaret Voltaire Members: free!)

Image: Last Yearz Interesting Negro / Jamila Johnson-Small, I ride in colour and soft focus, no longer anywhere, 2016.

 

Biography Last Years Interesting Negro

Jamila Johnson-Small (UK)

Trained in Contemporary Dance and working with choreography, video, sound and sculpture, Jamila Johnson Small (London, UK) is interested in building atmospheric landscapes through the live unfolding of the tensions between things that produce meaning. Of Caribbean descent, born and based in London she has formed long term collaborations with other artists including Project O with Alexandrina Hemsley, immigrants and animals with Mira Kautto. More recently she performs in work by Fernanda Munoz-Newsome, collaborates with Rowdy SS, runs HOTLINE with Sara Sassanelli, and GUSH with David Panos, a semi-regular low-key DIY event.

Kinder beobachten. Der kindliche Blick im Film

Details verbergen

Prof. Dr. Daniel J. Wiegand (Universität Zürich)

moderiert von Prof. Dr. Klaus Müller-Wille

Seit ihrer „Entdeckung“ im 18. Jahrhundert steht Kindheit im Fokus eines gesamtgesellschaftlichen Interesses, das mit einer ganzen Reihe kulturtheoretischer und -kritischer Überlegungen und Fragen verknüpft ist: Auf der schwer verfügbaren Schwelle zur symbolischen Ordnung stehend, veranschaulichen Kinder in der Moderne einen unmarkierten Raum, der in der Art einer „black box“ (Luhmann) nicht nur besondere Wissensanstrengungen auf sich zieht, sondern auch zu Projektionen und Fiktionen einlädt. Für das kulturelle Selbstverständnis dient das Kind als Spiegel, in dem sich die Gegenwart ebenso entlarven soll, wie sich die Gesellschaft ihrem eigenen Ursprung auf der Spur wähnt oder in die Zukunft blickt. Daher ist der Kindheitsdiskurs immer auch von einer Ästhetik strukturiert, die in Literatur und Kunst freien Ausdruck findet. Im Lichte dieser Überlegungen geht der interdisziplinär konzipierte Jahresschwerpunkt, organisiert von Prof. Dr. Davide Giuriato, Prof. Dr. Klaus Müller-Wille, dem Zusammenhang von Kulturtheorie und den Künsten am Gegenstand einer zentralen Denkfigur der Moderne in der Malerei, der Literatur, den Medien und dem Film nach.

by Adam Hines-Green (UK)

Details verbergen

The performance will be a continuation of themes explored in A Digestive Tract (2017), an interactive performance delivered in the former science classroom of a disused school building in the village of Gorna Lipnitsa, Bulgaria. This charted a journey through the anatomy of the digestive tract from mouth to anus using found props, furniture, and the architecture of the classroom. X-rays of a variety of pathological conditions preventing progress through the digestive tract were also discussed. Photographs found in the school depicting military and industrial exercises in Bulgaria from the 60s and 70s were included on the walls but never explicitly discussed. The artist exits through the anus/first floor window to conclude the piece.

The performance at Cabaret Voltaire will utilise some of the familiar tropes of this performance, including anatomical references and medical science demonstrated through found objects in the building and the architecture of the room, as well as movement of the artist and viewer through the space. The found objects and architecture will serve as uncanny models of unconscious biological processes, as the biological processes serve as uncanny models of wider social and political concerns. The performance in Bulgaria used the space of the classroom to explore the possibility of a biology lesson on the digestive system signifying a cultural conception of personal and social ‘progress’, and the performance at Cabaret Voltaire will operate in a similar fashion.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag / To-Do's Day is part of the program Are we bodies? curated by Vlada Maria Tcharyeva (CH)

Entrance fee: CHF 10.- (Cabaret Voltaire Members: free!)

Biography Adam Hines-Green (UK)

is an artist and writer based in London. He graduated from the Royal College of Art with an MA in Sculpture in 2018, and has degrees in Medicine from University College London and Medical Sciences and History of Art from the University of Cambridge. Recent exhibitions and performances include Meantime, Kilburn Arches, London; The Sky Has No Surface, Berwick Fringe, Berwick-upon-Tweed; Too Much Information, Seventeen Gallery, London; On Describing Surface Features, Filet, London; Situation 3, 26b, London; Critical Cartographies, Filet, London (all 2018). His writing has been awarded the Michael O’Pray Prize 2018 and was published by Art Monthly, and he was recently shortlisted for the International Awards for Art Criticism and the Burlington Contemporary Art Writing Prize.

with Mercedes Azpilicueta (AR) & Søren Berner (DK)

Details verbergen

Over the coming months Mercedes Azpilicueta will be working with Søren Berner to produce a work created specifically for Cabaret Voltaire.

More details will follow shortly before the «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag/To-Do's Day.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag / To-Do's Day is part of the program Not Alone curated by Søren Berner (DK)

Entrance fee: CHF 10.- (Cabaret Voltaire Members: free!)

Biography Mercedes Azpilicueta (AR)

In March 2017 Mercedes started The Take Over where she swaps her position as an Artist, with Jacco van Uden, head of the Change Management Research Group at The Hague University of Applied Sciences during a period of one month. The idea of the project seems simple, yet the very complexity of the impact, which is now being subject to further research by philosophers, art historians and critics, could take many years of study to grasp but a fraction of.

Details verbergen

Migrant*innen bringen immer Wissen mit. Als gereistes Wissen trägt es in besonderer Weise Spuren von Perspektivwechseln, Übersetzung und Dialog in sich. In vielen Fällen jedoch wird migrantisches Wissen durch gesellschaftliche Strukturen marginalisiert und unsichtbar gemacht. Geflüchtete Menschen etwa machen häufig die Erfahrung, dass sie ihre professionellen Fähigkeiten in der Schweiz nicht mehr anwenden können. Unter dem Druck einer einseitigen Integrationskultur soll sich auch ihr Wissen, Denken und Können gesellschaftlichen Normen und Bedürfnissen anpassen.

Die Abendschule Import schafft demgegenüber einen Raum, in dem das Wissen von Migrant*innen sichtbar wird und sie dieses mit interessierten Besucher*innen teilen können. Das Unterrichtsprogramm kann dabei ganz verschiedene Wissensfelder beinhalten – von Philosophie, Geschichte oder Physik bis hin zu Kunst, Sport oder Handwerk. Dabei spielen sowohl berufliche Erfahrungen und praktisches Können als auch Perspektiven auf globale politische Zusammenhänge und die schweizerische Gesellschaft selbst eine Rolle.

An jedem Kurs-Abend unterrichten parallel zwei Expert/innen. Im Anschluss treffen sich alle zu einem gemeinsamen Apéro und weiterem Wissensaustausch.

Leitung: Marie Drath, Andreas Liebmann, P. Vijayashanthan

Kuratiert von Laura Sabel

Reservation unter: https://abendschule-import.ch/reservieren/

Mehr Infos unter www.abendschule-import.ch

Details verbergen

Migrant*innen bringen immer Wissen mit. Als gereistes Wissen trägt es in besonderer Weise Spuren von Perspektivwechseln, Übersetzung und Dialog in sich. In vielen Fällen jedoch wird migrantisches Wissen durch gesellschaftliche Strukturen marginalisiert und unsichtbar gemacht. Geflüchtete Menschen etwa machen häufig die Erfahrung, dass sie ihre professionellen Fähigkeiten in der Schweiz nicht mehr anwenden können. Unter dem Druck einer einseitigen Integrationskultur soll sich auch ihr Wissen, Denken und Können gesellschaftlichen Normen und Bedürfnissen anpassen.

Die Abendschule Import schafft demgegenüber einen Raum, in dem das Wissen von Migrant*innen sichtbar wird und sie dieses mit interessierten Besucher*innen teilen können. Das Unterrichtsprogramm kann dabei ganz verschiedene Wissensfelder beinhalten – von Philosophie, Geschichte oder Physik bis hin zu Kunst, Sport oder Handwerk. Dabei spielen sowohl berufliche Erfahrungen und praktisches Können als auch Perspektiven auf globale politische Zusammenhänge und die schweizerische Gesellschaft selbst eine Rolle.

An jedem Kurs-Abend unterrichten parallel zwei Expert*innen. Im Anschluss treffen sich alle zu einem gemeinsamen Apéro und weiterem Wissensaustausch.

Leitung: Marie Drath, Andreas Liebmann, P. Vijayashanthan

Kuratiert von Laura Sabel

Reservation unter: https://abendschule-import.ch/reservieren/

Mehr Infos unter www.abendschule-import.ch

Details verbergen

Migrant*innen bringen immer Wissen mit. Als gereistes Wissen trägt es in besonderer Weise Spuren von Perspektivwechseln, Übersetzung und Dialog in sich. In vielen Fällen jedoch wird migrantisches Wissen durch gesellschaftliche Strukturen marginalisiert und unsichtbar gemacht. Geflüchtete Menschen etwa machen häufig die Erfahrung, dass sie ihre professionellen Fähigkeiten in der Schweiz nicht mehr anwenden können. Unter dem Druck einer einseitigen Integrationskultur soll sich auch ihr Wissen, Denken und Können gesellschaftlichen Normen und Bedürfnissen anpassen.

Die Abendschule Import schafft demgegenüber einen Raum, in dem das Wissen von Migrant*innen sichtbar wird und sie dieses mit interessierten Besucher*innen teilen können. Das Unterrichtsprogramm kann dabei ganz verschiedene Wissensfelder beinhalten – von Philosophie, Geschichte oder Physik bis hin zu Kunst, Sport oder Handwerk. Dabei spielen sowohl berufliche Erfahrungen und praktisches Können als auch Perspektiven auf globale politische Zusammenhänge und die schweizerische Gesellschaft selbst eine Rolle.

An jedem Kurs-Abend unterrichten parallel zwei Expert/innen. Im Anschluss treffen sich alle zu einem gemeinsamen Apéro und weiterem Wissensaustausch.

Leitung: Marie Drath, Andreas Liebmann, P. Vijayashanthan

Kuratiert von Laura Sabel

Reservation unter: https://abendschule-import.ch/reservieren/

Mehr Infos unter www.abendschule-import.ch

Zurich Art Weekend

with «Group Show» by Galerie (INT) and «Setting #7» by Marcel Zaes (CH)

curated by Michelangelo Miccolis (IT) and Philipp Cron (CH)

by Galerie (INT)

Details verbergen

GALERIE is an immaterial art gallery dealing exclusively with immaterial artworks. Galerie represents artistic practices that mainly manifest through performative formats. The mission of Galerie is to support and promote immaterial objecthood: works that cannot be reduced to material objects nor the documentation of an action. Galerie circulates artworks by representing them as well as offering them for sale. In collaboration with the artists, economical formats and “representations” are tailored to each artwork, offering unique opportunities for the artwork to extend and disseminate on its own terms.

Group Show is an exhibition of immaterial artworks in the format of a performance.The artworks span over a wide range of media like dance, therapy, poetry, conflict and others.All of which could fit into the category of what we call immaterial artworks.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag / To-Do's Day is part of the program It Takes All The Fucking Time curated by Michelangelo Miccolis (IT).

 

Biography Galerie (INT)

Simon Asencio (FR) is a visual artist, choreographer and performer. His work has been presented at venues such as De Appel arts centre Amsterdam, Independent Brussels, CAB-Contemporary Arts - Brussels, La BF15 - Lyon and Live Works - Dro, Italy. He has performed extensively on projects by Mårten Spångberg, Jérôme Bel, Xavier Le Roy and Dora García.

Adriano Wilfert Jensen (DK) works with dance and related practices. In collaboration with Emma Daniel, Linda Blomqvist and Anna Gaiotti he is since 2014 organizing Indigo Dance Festival, an artist run festival experimenting with formats of display, transmission and production of dance. Furthermore he is regularly touring with his own work as well as performing in the works of other artists such as Mårten Spångberg, Anne Imhof and Dora García.

by Marcel Zaes (CH)

Details verbergen

With the term «living installations», Marcel Zaes aims to conceptualize a novel form of artistic practice within the visual arts which transgresses the boundaries of sound art, classical composition, performance and installation art. Zaes uses the concept to describe those of his works that blend the ephemeral character of sound art with the three-dimensionality and site-specificity of installation art. The resulting oscillation between the performative, as embodied by the performers employed, and between the installative, represented by the various objects placed in the scene, is what constitutes the «living» and the «installation» elements of this new genre. In merging objects and human performers into plain sound-producing elements, both components are transformed into living sculptures; hierarchically equivalent constituents of a single, living space.

This «Fun & Fury!» Performance Dienst-Tag / To-Do's Day is part of the program Theatre of Sound curated by Philipp Cron (CH)

Free entrance!

Als Geburtsort von Dada setzte das Cabaret Voltaire einen der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte der Performance.
Daher schauen wir nicht nur auf jenen bestimmten Zeitpunkt vor 100 Jahren, als Dada entstand und wirkte, sondern von heute auf den gesamten Zeitraum von 100 Jahren. Wir wollen so auch visionär auf die kommenden 100 Jahre schauen.

Sophie Jung, «The Wall of Suck», 2018

Does dies diem docet mean anything?

Answer: yes. or no.

Sophie Jungs Performative Installation im Cabaret Voltaire
16.03.2019 – 19.01.2020
Vernissage 15.03.2019 19:00 – 21:00
Kuratiert von Vlada Maria Tcharyeva (CH) und Adrian Notz (CH)

Es freut uns sehr mit Sophie Jung, die bereits vor zehn Jahren mit uns arbeitete, eine begnadete Performerin im Cabaret Voltaire zu zeigen, die geschickt das Objektige in Worte und das Wortige in Objekte verwebt. Da sie ein grosses Interesse am flüchtigen, multiplen Wesen der Objekte hat, sie meinen und scheinen lässt, ohne sie zu einer statischen Metapher für bestimmte Bedeutung werden zu lassen, könnte man argumentieren, dass sie ganz auf der Linie der Dadaist/innen und ihrer Readymades ist.